Literaturgefluester

2015-09-14

Prolog zur 41. literarischen Saison

Die „Alte Schmiede“ hat wieder ihre Pforten eröffnet, das heißt nicht echt und mit Live-Autoren, das wird erst am Mittwoch mit einer Ausstellung und einem Zwischenbericht des Jubiläumsprojekt zur Frage „Was ist gute Literatur?“, was ich ja schon sehr lange  wissen will, passieren.

Heute gab es „Momentaufnahmen- Kostbares aus dem Archiv“, nämlich zwei Videos aus dem „Club Poetique“, eine Veranstaltungsreihe mit der GAV, die es lange gegeben hat

Annalena Stabauer und Johannes Tröndle stellten zwei Veranstaltungen aus den Jahren 2003 und 2005, Aufnahme und Schnitt August Bisinger, vor und begonnen hat es mit einer Grande Dame der Literatur, nämlich Ilse Aichinger und mit ihren Werken wurde ja schon 2010 die Saison eröffnet.

Sie hat, glaube ich, auch bei der Eröffnung in den Siebzigerjahren gelesen,  eine Hommage zum neunzigsten Geburtstag gab es auch und 2003 las sie aus dem Gedichtband „verschenkter rat“ und danach folgte eine Tonaufnahme aus dem Jahr 1980, wo Erich Fried beim fünften internationalen Autorenseminar eines ihrer Gedichte kommentierte.

Alles Veranstaltungen, die ich versäumt habe, obwohl ich ja sehr regelmäßig und eigentlich von Anbeginn an in die „Alte Schmiede“ gehe und auch im April 2005 war ich nicht dort, als Peter Rühmkorf etwas über den „Reim“ erzählte und dann  solche las

Peter Henisch und einige anderen haben das getan und kommunizierten auch, wie man sehen konnte, mit dem sehr erzählfreudigen Autor, der, wie Johannes Tröndle in seiner Einleitung betonte, damals das letzte Mal in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, ist er ja 2008 gestorben und ich kann mich überhaupt nicht erinnern, jemals bei einer seiner Lesungen gewesen zu sein.

Schade also und sehr interessant, das jetzt nachzuholen und morgen, wo wir unseren Kassenpsychologen-Jour fixe haben werden, gibt es  den zweiten Teil und zwar liest da Elfriede Gerstl aus der „Wiener Mischung“, denn da geht es um die „Grundbücher“,  ein Mitschnitt von 2007 und dann kommt Andreas Okopenko an die Reihe, da wurde das Grundbuch „Lexikon einer sentimentalen Reise zum Exporteurtreffen nach Duden“ von 26. 3. 2007 vorgestellt.

Bei beiden Veranstaltungen war ich, glaube ich, auch nicht, aber bei mehreren Gerstl-Lesungen und auch von denen von Andreas Okopenko und ich bin auch auf beiden Begräbnissen gewesen.

Dann geht es Mittwoch los mit der Ausstellungseröffnung „100 Bücher, die unmittelbar oder mittelbar aus dem Literaturprogramm der „Alten Schmiede“ hervorgegangen sind“.

Die konnte man schon heute im Foyer beziehungsweise Zeitschriftensaal bewundern und einige davon habe ich auch in meinen Regalen und vorher bin ich wieder durch den „Morawa“ , nachzusehen, welche LL-Bücher ich dort finde.

Es gibt von den Büchern, die ich noch nicht habe, den Ulrich Peltzer, der offenbar so schwer zu lesen ist, daß ihn die Blogger reihenweise abbrechen, obwohl ich mich zu erinnern glaube, daß Sigrid Löffler einmal sehr bedauerte, daß es einer der Peltzer-Romane nicht auf die LL geschafft hat, dann den Clemens Setz, der tausend Seiten hat und offenbar auch nicht leichter zu lesen ist, jedenfalls gibt es im Internet eine betreute Lesegruppe, die sich eine Welte mit dem Werk beschäftigt und dann glaube ich noch den Rolf Lappert, wenn ich mich recht erinnere.

Aber ich muß wahrscheinlich ohnehin nicht Buchhandlungslesen gehen, denn der liebe Otto hat mich gestern angerufen und mir gesagt, daß er  alle Bücher hätte, jetzt müssten wir uns nur noch treffen, damit ich die sieben Bücher, die mir noch fehlen abholen kann.

Zehn habe ich bis jetzt, wo fast Halbzeit ist, die Shortlist wird übermorgen bekanntgegeben, gelesen und halte jetzt bei der Valerie Fritsch, die mich allerdings, ich schreibe es gleich, auf den ersten fünfzig Seiten etwas enttäuschte, aber wahrscheinlich habe ich mir zuviel erwartet, wird ihre Sprachkraft ja überall gelobt und ich habe mit den Worträuschen ja immer meine Schwierigkeiten und diese hier dürften, wieder etwas „antiquiert und altmodisch“ klingen, was mir auch schon beim Bachmannlesen aufgefallen ist.

Die „Alte Schmiede“ war heute übrigens eher dünn besucht, Dine Petrik, Julian Schutting und Christian Katt habe ich aber gesehen.

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