Literaturgefluester

2015-10-12

Deutsche Buchpreisvergabe zum Messeauftakt

Um sechs wurde in Frankfurt der diesjährige dBp feierlich bekanntgegeben, eine Veranstaltung, die man per Livestream mitverfolgen kann, was ich noch nie, beziehungsweise nie zu Gänze getan habe, weil ich am Abend meistens auf einer Veranstaltung bin und mir nur nachher das Kurzvideo mit der Siegerrede, die es dann noch zu sehen gibt, anschaute.

Aber heuer ist ja alles anders, heuer habe ich ja „Buchpreisgebloggt“, beziehungsweise mich durch die Longlist gelesen. Und wenn ich mit dem Clemens J. Setz, auch erst bei Buch fünfzehn bin, habe ich mir doch überlegt, wie ich das dann mit den Veranstaltungen und dem Bloggen mache.

Denn zum Glück gibt es in Wien ja immer eine große Auswahl und in der „Alten Schmiede“ wieder eine „Stunde der  literarischen Erleuchtung“, die auch um sechs begann, da wäre dann alles verplant gewesen.

Im Vorjahr war ich, glaube ich, beim „DichtFest“ in der „AS“ und habe dort die Leute munkeln gehört, daß der Lutz Sailer gewinnt und vor zwei Jahren, habe ich halb in die Veranstaltung hineingehört und bin dann in den „Republikanischen Club“ und zu Judith Gruber Rizy gegangen.

Im Literaturhaus fand ich  heraus, präsentierte Andrea Grill, um sieben ihren neuen Roman und die „Wilden Worte“ beginnen um acht, ist  mir eingefallen, da könnte sich die Übertragung ausgehen, aber da war Marlen Schachinger mit Daniel Zipfel und die beiden habe ich ja schon gehört.

Aber um acht in der „Alten Schmiede“, wie mir der Lehrer aus Retz, glaube ich, bei der Setz Lesung sagte, der Jan Koneffke mit seinem neuen Roman, der zwar nicht auf der LL steht, aber durchaus mal ein Buchpreisträger werden könnte und wenn ich beides verbinde, habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Nur kurz zur Wiederholung, ich habe mich ja heuer das erste Mal entschloßen die LL zu lesen, was mir bis jetzt zwar noch nicht gelungen ist, aber ich liege mit meinen fünzehn Büchern bei den Bloggern an der Spitze, die sogenannten offiziellen, haben ja eher angelesen und die „Zeilensprünge“ sind mit dem Setz, glaube ich, beim neunzehnten, sind aber,  wie ich ebenfalls glaube, zu zweit und ansonsten ist der Versuch, die Bücher alle zu bekommen, ein Erfolg geworden.

Aufmerksamkeit habe ich in der Bloggerszene zwar nicht viel erregt, eher im Gegenteil, aber elf oder zwölf Bücher sind von den Verlagen zu mir gekommen, eines hatte ich schon, vier habe ich mir vom Alfred schenken lassen, den „Fuchs und Dr. Schimamura“ in zwei Stunden beim „Kuppitsch“ gelesen und zwei Bücher hat mir der liebe Otto geborgt, der sich zwar alle Bücher besorgt und auch schon einiges gelesen hat, mir aber heuer leider nicht kommentierte, so daß mein Bloggen eher unkommentiert geblieben ist, das habe ich aber sehr intensiv gemacht und so  war es auch sicher gut, um sechs zu Hause zu sein, mir ein Glas Wein zu richten und den Livestream anzuklicken.

Das war gar nicht so einfach, weil er immer hängen blieb,  es kamen aber die Eröffnungsreden, die von der großen Aufmerksamkeit berichteten, die dieser Preis hat.

Zwei Monate reden, schreiben und bloggen alle darüber, ich habe es getan und gelesen und gelesen, wenn da zwar auch manches andere ungelesen dabei bleibt, aber zwei Buchdebuts habe ich dazwischen geschoben, eine Neuerscheinung eines türkischen Autors und den „Susan Effekt“, den ich bei „Hanser“ gewonnen habe.

Dann wurde die Jury vorgestellt, die ja zu manch Großkritiker Bedauern diesmal aus Markus Hinterhäuser, einigen Buchhändlern und zwei Literaturwissenschaftlern bestand und dann ging es schon an die Shortlist, ich habe ja inzwischen eine eigene, die aus den gelesenen fünfzehn Büchern besteht und sich nicht mit der wirklichen deckt, da ich da ja drei Bücher noch nicht gelesen habe.

Da gibt es aber schon seit einigen Tagen, je ein Portrait der sechs Finalisten, auf der dBp Seite, jetzt kam eine Schauspielerin, las je eine oder zwei Seiten, ein Stückchen des Films oder war es der ganze, wurde gezeigt und je ein Juror sagte dazu ein paar Sätze.

Dazwischen konnte man immer wieder ins Publikum sehen, wo sich unter anderen auch Alice Schwarzer befand und dann kam wieder der Präsident oder Vorstand des Börsevereins und verkündete den Sieger, nämlich Frank Witzel mit „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“, ein Buch, das mich von Anfang an interessierte, ich aber leider nicht zugeschickt bekam, so daß ich, als mich die Trude vorige Woche fragte, welches Buch, sie mir zum Geburtstag mitbringen soll, darauf tippte, weil auch sehr dick und für das Buchhandlungslesen vielleicht nicht so geeignet. So wird es spannend bleiben, weil ich das Buch, wenn überhaupt, erst im November tippen kann.

Alfred hat mir übrigens gesagt, daß Clemens J. Setz, der ja leider nicht auf der Shortlist stand, es, als seinen Tip für den dBp bekanntgegeben hat und auch bei den Bücherbloggern, die mit ihrer Shortlist ja keinen Treffer landeten, ist einer dabei, der sich von Anfang an, dafür aussprach, während die meisten anderen auf den Rolf Lappert tippten, der zusammen mit dem Ulrich Peltzer ja in meinem Badezimmer liegt.

Ich bin ja immer eher schlecht mit den Prognosen, ganz am Anfang, als ich die Schwitters und die Erpenbeck schon gelesen hatte, habe ich auf Erpenbeck oder Witzel getippt. Der Otto tippte auf Peltzer oder Witzel. Die Blogger ließen sich vom Peltzer ja eher abschrecken und ich wurde auf den Rolf Lappert aufmerksam gemacht, so daß ich am Ende eine eher lange Favoritenliste hatte.

Aber so soll es ja auch sein, denke ich, denn es gibt  nicht das eine gute Buch, sondern lauter solche und ich habe ja jetzt noch einiges zu lesen, bevor es an meine „reguläre Leseliste“, beziehungsweise ab Mittwoch zum Frankfurt-Surfen geht, wo dann ja die Bücherberge liegen, die neunzig oder so tausend, die jedes Jahr erscheinen, da sind dann auch die Krimis, die Chicklits, die Sachbücher und die Phantasies dabei und die Bücher, die die Promis, die Politiker, etcetera schreiben und ehe ich es vergesse, von meiner ganz persönlichen Schreibefront gibt es auch etwas zu vermelden.

„Im Namen des Vaters“ ist an die Druckerei gegangen, das Dummie durchgesehen und der Druckauftrag erteilt, wer bei meinem Gewinnspiel also noch mitmachen will, muß sich beeilen und die „Prekären Sommererlebnisse“ sind vorläufig korrigiert und sind jetzt beim Alfred, der das PDF setzen wird.

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