Literaturgefluester

2015-10-27

Priessnitz-Preis an Anna Elisabeth Mayer

Den „Reinhard Priessnitz-Preis“, zu Ehren des 1985 verstorbenen Dichters, verfolge ich schon lang.

Ich bin, glaube ich, das erste Mal ins Literaturhaus gekommen, als ihn Sabine Gruber bekommen hat und sagte, daß sie lange überlegte, ob sie ihn nehmen soll, weil sie damals oder vielleicht auch noch heute, die Freundin des Jurors Robert Schindel sei, der ja mit Gustav Ernst, den Preis an jüngere meist experimentelle Dichter und Dichterinnen vergibt und diesmal hat ihn die 1977 in Salzburg geborene Anna Elisabeth Mayer bekommen, die ja wie Katja Gasser, die Laudatorin sagte, weder so richtig realisitsch, noch experimentell schreiben würde und ich war auch ein wenig überrascht, als ich den Namen der heurigen Preisträgerin gelesen habe, passt sie ja irgendwie nicht  so  zu Thomas Ballhausen, Judith Nika Pfeifer, Andrea Winkler, Michael Hammerschmid, obwohl Anna Weidenholzer schreibt auch realistisch und hat  gewonnen und irgendwie hat Katja Gasser mit ihrer Einschätzung recht, denn Anna Elisabeth Mayer, die in Leipzig Literatur studierte und  mit ihrem Roman „Fliegengewicht“ 2011 den „Alpha-Literaturpreis“ gewann, schreibt wohl wirklich gegen jedes Genre und ihren eigenen Ton, denn „Fliegengewicht“ ist sowetwas wie ein Arztroman, zumindest spielt er in einem Krankenzimmer.

In Ö1 habe ich, glaube ich, einmal einen Ausschnitt daraus gehört und dann haben sie mich beim „Alpha“ hinausgeschmissen, als ich an der Preisverleihung teilnehmen wollte, deshalb habe ich den Roman noch immer nicht gelesen, was mir sehr leid tut, weil ich es gerne würde und 2014 kam dann ein anderer „Die Hunde von Montpellier“, wo es wieder um medizinische Themen geht, nämlich um einen Arzt, der in Frankreich, die Menschen aufschneidet, um ein Bild davon zu bekommen, wie es unter der Haut zugeht.

Man sieht, Anna-Elisabeth Mayer, die ich mit diesen Roman, glaube ich, einmal sowohl im Ex-Libris als auch in Göttweig hörte, bleibt ihren Themen treu und im Literaturhaus versammelte sich auch eine illustre Gesellschaft, die sich aus Freunden und der Familie der Preisträgerin zusammen gesetzt haben schien.

Andrea Grill war mit ihrem Baby ebenfalls da und Elisabeth Wandeler-Deck, sowie Gerhard Jaschke, die beiden Juroren fehlten, obwohl sie ja eine Begründung geben sollten. Gustav Ernst hat sich entschuldigt, Robert Schindel erschien gerade, als Robert Huez  die Urkunde, den Blumenstrauß und die Flasche Wein, Sekt oder was immer in der Verpackung steckte, übergeben hat.

Vorher hat  Katja Gasser die Laudatio gehalten und wieder auf die gute und die schlechte Literatur hingeweisen, Anna-Elisabeth Mayer schreibt, obwohl sie sichnicht in Genres einordnen läßt, die gute und gab auch eine Kostprobe aus ihren „Hunden von Montpellier“ mit denen sie heuer wieder für den „Alpha“ nominiert war, aber nicht auf die Shortlist gekommen ist.

Ich schätze ja auf eine Preisträgerin namens Valerie Fritsch, mal sehen, ob ich mich irre und im Literaturhaus lud Robert Huez  zu dem gewohnten Umtrunk ein und ich unterhielt mich lange mit einer Schweizer Stammbesucherin, von der ich inzwischen weiß, daß sie Monika heißt, Sängerin war und jetzt Französisch unterrichtet.

Der Vater der Preisträgerin, ein sehr extrovertierter Herr, stieß hinzu und im „Bücherschrank“ ist heute wieder besonders viel zu finden gewesen. So zum Beispiel ein kleines altes Büchlein „Liebesexpress“ von einem Hubert Winkels, ob das wohl der bekannte Literaturkritiker ist?

Robert Huez hat es mir bestätigt, 1955 in Gohr geboren, ich hätte ihm nach dem Foto in der 1985 erschienenen Ausgabe nicht erkannt und dann noch „Reise- und Aufenthaltsgedichte“ von Peter Paul Wipplinger und von meinem GAV- Kollegen, demKlagenfurter Richter Janko Ferk „Recht ist ein Prozeß – Franz Kafkas Rechtsphilopspophie“ erschienen in der Edition Atelier, sowie einen noch originalverpackten Katolog vom jüdischen Museum.

Jetzt muß ich das alles noch lesen und wenn möglich auch noch meine 2016 Leseliste  einigermaßen einhalten und die 2015 noch geplanten Bücher schaffen.

Aal sehen ob es mir gelingt. Anna-Elisabeth Mayers Vaters hat mir das Buch seiner Tochter versprochen, mal sehen, ob es zu mir kommt?

Ansonsten habe ich  genug zu lesen und habe gestern auch meine Badezimmerstapel umgeräumt.

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2 Kommentare »

  1. Liebe Eva Jancak, es bereitet mir immer wieder Vergnügen, Ihre Kommentare zu Veranstaltungen etc. zu lesen, manchmal spitz, und das Präzise klingt an, das präzis Zugehörthaben. Herzlich
    Elisabeth Wandeler-Deck

    Kommentar von Elisabeth Wandeler-Deck — 2015-10-28 @ 17:00 | Antwort

  2. Das ist fein, vielen Dank!

    Kommentar von jancak — 2015-10-28 @ 17:55 | Antwort


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