Literaturgefluester

2015-11-01

Der fünfte Nanowrimo

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:56
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Es ist wieder November und daher „Nanowrimo-Zeit“, für die die das noch nicht wissen, „Nanowrimo“ bedeutet „National writing Month“ und das ist eine Idee aus dem schönen Amerika, wo man ja demokratisch ist, glaubt, daß jeder sowohl, um sich schießen kann, wie er will und möchte, aber auch die Kreativität in sich hat, zu schreiben.

So wird das kreative Schreiben schon im College gelehrt und da hat man sich dann einmal zusammengesetzt und gesagt, wir schreiben in einem Monat einen Roman mit fünfzigtausend Worten.

Internet gab es damals auch schon. So konnte man sich gut vernetzen und siehe da, inzwischen ist es längst ein internationaler Schreibemonat geworden, weil sich die ganze Welt daran beteiligt, hunderttausend und so Schreiber- und Schreiberinnen.

Allerdings wieder einmal etwas, was an der Profizone vorbei schlappert, denn die glauben ja immer noch an die sogenannte Qualität, beziehunhgsweise, den Musenkuß und behaupten, daß man schreiben nicht lernen kann.

Man muß es aber irgendwie doch, entweder durch try and error im stillen Kämmerlein und wenn es gut genug ist, wird es dann bei „Suhrkamp“ veröffentlicht.

Im österreichischen Raum beginnt man meist bei „Arovell“ oder „Resistenz“ und geht dann, wenn es geht, zu „Septime“ oder „Droschl“ weiter und dort, wo es nicht geht, bleibt man beim „Nanowrimo“, von dem man vielleicht bei Anni Bürkl oder, wie ich über das „Writersstudio“ hörte und gibt den dann entstandenen Roman im sogenannten „Selfpublishing“ hinaus.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, daß der „Nanowrimo“ im Sommer begonnen hat, da hatten die Amerikaner aber keine Zeit, so haben sie es in den November verlegt, weil schon kälter und man bleibt zu Haus, haben sie wohl gedacht. Für mich ist das zwar ein ungünstiger Monat, weil die „Buch-Wien“, mein Geburtstag und auch noch andere Veranstaltungen, trotzdem habe ich seit 2009 mitgemacht und bin jetzt bei meinem fünften „Nanowrimo“ mit dem ich gleich beginnen will.

Gedacht war es um Schreibblockaden zu überwinden, die Amerikaner gehen ja vom Probieren, wie man auch im „Writersstudio“ hören kann und von den „Morgenseiten“ aus. Man nimmt den Bleistift in die Hand und schreibt ohne abzusetzen eine bestimmte Zeit und wenn einem nichts einfällt, schreibt man eben „Mir fällt nichts ein!“, bis es wieder geht.

Beim „Nanowrimo“ soll man jeden Tag so etwa eintausendfünfhundert Worte schreiben, wirklich am ersten November anfangen, ein bißchen vorausplotten darf man glaube ich zwar, man kann aber auch ohne Plot vor sich hinschreiben und nachher das Ganze dann korrigieren, veröffentlichen etc.

Und weil man das in einer anonymen Gruppe macht, hat man auch die Motivation und wenn man fünfzigtausend Worte am Ende des Monats hochlädt bekommt man Applaus und eine Urkunde.

Die Fachwelt runzelt zwar wahrscheinlich die Stirn vor soviel unverlangt geschriebenen Romanen, die sich inzwischen wahrscheinlich bei „Amazon“ tummeln und für mich ist es auch nicht mehr ganz das Richtige, denn daß ich fünfzigtausend Worte schreiben kann, habe ich schon mehrmals bewiesen., bei mir wäre es wohl der Sprung in die Aufmerksamkeit. den ich schaffen sollte und der fehlt mir leider trotz „Literaturgefüster“, was ich immer noch nicht ganz verstehe, wieso das bei mir nicht geht und ob es wirklich nur an den paar Rechtschreibfehlern und daß ich halt sehr realistisch und nicht sehr abgehoben bin, liegt?

Das wird mir auch der „Nanowrimo“ nicht beantworten, schreibe ich ja auch da sehr isoliert vor mich hin, weil ich zum Beispiel gar nicht weiß, wie man „Buddies“ findet. Bei der Gruppe um Anni Bürkl habe ich in den letzten Jahren aber immer mitgeschaut.

2008 habe ich das erste Mal gehört, daß es sowas gibt, nicht mitgemacht, sondern nur mitgelesen.

2009 habe ich mich dann getraut und „Heimsuchung oder halb eins“ geschrieben. Da habe ich eine kranke Protagonistin erfunden, die während ihre türkische Nachbarin zum Begräbnis ihres Großvaters nach Istanbul fliegt, sich in einigen Blogs umsieht und dabei auch die Nobelpreisvergabe, daher ein Teil des Namen, den angeblich ruft ja Stockholm jeweils um halb eins den jährlichen Gewinner an.

Da habe ich mich mit der Schreibwerkstatt um Jackeline Vellguth vernetzt, ihr einen wöchentlichen Bericht geschrieben, der auch im Buch enthalten ist und dann, glaube ich, sogar etwas von ihr gewonnen. Ja bei der Schreibwerkstatt habe ich mich einige Jahre, bevor Anni Bürkl den „Nano“ entdeckte, auch umgeschaut.

2010 und 2011 habe ich nicht mitgemacht.

Erst wieder 2012 mit „Beim Sterben sollte man zu Hause“ sein und da schon mal gehörig „geschummelt“.

Ich bin ja eine schnelle Schreiberin, so war ich auch schon 2009 am neunzehnten Tag fertig, aber da habe ich glaube ich mit ganz wenig Ideen am 1. November begonnen.

2012 hat es sich ergeben, daß ich schon eine Woche oder so mit dem Korrigieren des Vorigen fertig war und da habe ich einfach zu schreiben anfgefangen, es gibt ja ohnehin nichts zu gewinnen und es ist auch egal, wann man es macht, habe also schon am ersten Tag an die fünfzehntausen Worte hochgeladen und war nach ein paar Tagen fertig.

2013 war es mit der „Brüderschaft“ „Verbrüderung“ steht noch auf meiner „Nanoseite“ ähnlich.

Ich habe für die Geschichte mit den drei Brüdern, die schon eine alte Idee war, schon im Oktober recherchiert, ich glaube auch in der „Schreibegruppe“ vorgeschrieben und damit die Ruth verärgert, habe etwas weniger am Ersten hochgeladen, etwas länger nämlich dreizehn Tage gebraucht und hatte dann das Problem, daß ich schon vor den fünfzigtausend Worten Fertig war. Da bin ich dann auch das erste Mal nach Ungarn gefahren, habe alles durchkorrigiert und dann noch ein paar Szenen angefügt.

Beim „Sterben“ habe ich, glaube ich, das Nachwort dazugefügt und dann hat es gepasst. Beim Korrigieren fallen dann auch immer einige tausend Worte weg, so daß die Bücher dann auch weniger Worte habe.

Das Schummeln ist beim „Nanowrimo“ ja egal, trotzdem hat mich das ein bißchen geärgert und mir jedesmal auch vorgenommen, länger für den „Nano“ zu brauchen, mir diesmal wirklich sehr viel Zeit zu lassen, aber ich bin halt eine schnelle Schreiberin, was solls.

Voriges Jahr war es mit „Im Namen des Vaters“ ähnlich, da kam mir die Idee im Sommer, als ich Ernst Lothasrs „Die Mühle der Gerechtigkeit“ gelesen habe.

Ich habe auch schon im Oktober recherchiert, bin beispielsweise dazu ins AKH gegangen und habe auch in zwei Schreibgruppen und bei den Schnuppertagen des Writersstudios ein wenig vorgeschrieben. Das aber nur mit der Hand, so daß ich um Mitternacht am ersten wirklich neu begonnen habe. Dann hat die erste Szene, der einstige auch nicht gleich gepasst, der Alfred hat geätzt, das kann jeder Affe, fünfigtausend Worte hochladen, das hat mich geärgert, die „Buch Wien“ mit ihren Unterbrechungen und ein Ungarn Aufenthalt zum Fertigschreiben war auch dabei.

Wieder eine ähnliche Kurve, zwar nichts vorher hochgeladen, aber dann sehr schnell und viel geschrieben, bis zur Buch Wien, dann kam eine Unterbrechung und auch ein kleines Minus durch das Korrigieren, in Ungarn dann ein neuer Schwung und, ich glaube, ich habe auch noch etwas angefügt, um die fünfzigtausend Worte zu erreichen, so daß es nicht mit dem Tod der Veronika, sondern mit der Geburt des kleinen Moritz, beziehunsweise mit einem Friedhofbesuch bei der Großmutter endet. Fertig war ich aber wieder am Tag neunzehn. Ich kann offenbar nicht anders.

Und heuer habe ich ganz zufällig und ganz inoffiziell einen sogenannten „Sommernanowrimo“ nämlich meine Sommergeschichte über die Sommerfrische in Harland bei St. Pölten einer prekären Studentin und ihre Freundinnen geschrieben. Da habe ich Anfang Juli mit ein paar Vorarbeiten angefangen, war Ende des Monats fertig und habe, das Rohkonzep liegt inzwischen beim Alfred inzwischen immer noch einundfünfzigtausenvierhundert Worte.

Das Worte zählen ist für mich ganz hilfreich, bin ich ja offenbar eine, die Struktur benötigt und so wird es heuer vielleicht ein wenig anders, denn da habe ich auch eine alte Idee, will ich ja diesmal einen Adventkalender schreiben.

Das habe ich schon einmal, ich glaube, am Ende des vorigen Jahrhunderts, da habe ich jeden Tag ein paar Zeilen in ein Büchlein geschrieben, das ganze dann im Jäner bei Weihnachtsmusik zusammengeschrieben, die Geschichte ist im „Best of“ enthalten.

Und 2013 habe ich im Sommer „Die dreizehn Kapitel“ geschrieben, die sind ganz kurz geworden, nämlich im Rohtext keine 31000 Worte, es gibt darin aber eine prekäre Studentin namens Nika Horvath, die Nachbarin der Hauptfigur, die sich im Dezember als Weihnachtsfrau verdingt und Zuckerl verteilend auf der Mariahilferstrape steht, die hat darin ein Kapitel und im Dezember 2013 habe ich glaube ich schon im Blog ein paar Nika Geschichten gehabt und 2014 wieder, da habe ich dann im Dezember in der Schreibgruppe über Weihnachten geschrieben und mir vorgenommen, das im nächsten jahr im Rahmen des „Nanowrimos“ zu machens.

Voila und da mir da das Monat Dezember bzw. der Advent eine gute Schreibvorlage gibt, ist zu erwarten, daß ich etwas regelmäßiger und länger schreiben.

Ich will nämlich jeden Tag eine Geschichte schreiben, die mit „Erster Dezember“, „Zweiter Dezember“, betitelt ist, wenn die zwischen eintaudendfünfhundert und dreitausen Worte haben, bin ich zwischen dem Vierundzwanzigsten und Einunddreißigsten fertig.

Das lasse ich offen, wann das endet, die  Buch- Wien“ könnte, obwohl die Frau Führer nicht mehr die Pressearbeit macht und mir die Frau Müller noch nicht auf meine Anfrage um Gratiskarten geantwortet hat, wieder eine Unterbrechung bringen.

Nach Ungarn fahren wir diesmal erst im Dezuember, da kann ich dann schon korrigieren.

Recherchiert habe ich im Oktober ein bißchen, nachdem ich mit der „Sommergeschichte“ fertig war, vorgeschrieben nichts, im „Writerstudio“ beim „Openday“ zu dem ich ja immer Schnuppern gehe beim „Krimiworkshop“ mir aber eine Handlung zurecht gelegt, ein bißchen in die „Dreizehn Kapitel“ geschaut und mir auch einen voräufigen Plotzurecht ausgedacht.

Zu schreiben fange ich aber demnächst an, werde mir heuer den Advent in den November verlegen und bin sehr gespannt, wie es mit meiner „Nika Weihnachtsfrau“, die ja schon eine alte Bekannte ist, werden wird.

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