Literaturgefluester

2015-11-02

In Memoriam und zweiter Nanowrimo-Tag

Die „In Memoriam- Veranstaltung“ zum Gedenken der verstorbenen Kollegen und Kolleginnen, von der GAV veranstaltet, gibt es seit 2004.

Elfriede Gerstl hat sie mit Andreas Okopenko initiert und sie dann an Karin Ivancsics weitergegeben, die sie nach Andreas Okopenkos, Tod 2010, glaube ich, allein veranstaltet.

Immer mit Musik meistens mit Renald Deppe, heute mit Michael Bruckner und Simon Zöchbauer und ich bin nicht sehr oft dabei gewesen, weil ja auch der „Nanowrimo“ im November beginnt und heute hätte ich eigentlich eine sechs Uhr Stunde gehabt und dann war auch ein sehr hektischer Tag.

Der Alfred hat die Bäume im Garten zurückgeschnitten, der neue Drucker ist gekommen und mein „Nanowrimo-Pensum“ wollte ich auch schreiben und vielleicht auch weiter in Rafael Chirbes „Am Ufer“ lesen, der auch am 15. August, an dem Tag an dem meine Mutter ihren hundertsten Geburtstag hatte und der Alfred seinen sechziger feierte gestorben ist.

Dann ist es sich aber doch ausgegangen und es war wieder sehr interessant, eine Erinnerung an die Kollegen, wie Karin Ivancsisc, deren „Blumendiebin“ ich vor kurzem gelesen habe, am Schluß erklärte, auch eine Neuentdeckung und wieder eine schmerzhafte Erfahrung, denn daß Ernst Kölz im letzten Dezember gestorben ist, ist auch irgendwie an mir vorbeigegangen.

Ruth Aspöck hat an Eugienie Kain, die Tochter von Franz Kain erinnert, die ich am Volksstimmesest kennenlernte, dann ist ist es ihr ein bißchen gelungen in den Literaturbetrieb einzusteigen und 2010 ist sie an Krebs gestorben.

Ihren „Schneckenkönig“ habe ich vor einiger Zeit im Bücherschrank gefunden und steht auf meiner Leseliste.

Der nächste Autor Mario Rotter 1959-1995, es stimmt viele Autoren werden nicht sehr alt, war mir bisher unbekannt, bei „Ritter“ sind ein oder zwei Bände von ihm erschienen, die Ralph Klever herausgegeben hat, so hat er einen Text, der in den „Manuskripten“ erschienen sind gelesen, war mir bis jetzt unbekannt.

Reinhard Priessnitz, 1945-1985, kenne ich hauptsächlich durch den „Priessnitz-Preis“, habe  bei den „Büchertürmen“ aber mal ein Buch von ihm gefunden, das ich noch lesen muß.

Herbert J. Wimmer hat aus seinen „44 Gedichten“ einige gelesen, die er auch einmal in der „Alten Schmiede“ bei einer Gedenkveranstaltung gelesen hat.

Dann kam Günter Brödl, der die „Dr. Ostbahn-Krimis schrieb und für Willi Resetarits, glaube ich, auch Texte. Peter Hiess hat aus einem Krimi, der in einer Peep-Show handelt, ein Stück gelesen und die Musiker dann ein OstbahnKurti-Lied gesungen und Anton Herzl hat einen wahrhaft makabren Text von Wolfgang Bauer 1941-2005 gelesen.

Dann kam die H.C. Artmann Vertonung „Blauboat“ von Ernst Kölz „Ich bin ein Ringelspielbesitzer und hob schon sieben Weiber erschlagn“ von Michael Bruckner gesungen und Michael Hotschnig hat ein Stück aus „Wir töten Stella“ ein Buch das auch auf meiner Leseliste steht, von Marlen Haushofer 1920-1070 gelesen.

Am Schluß hath Karin Invacsics über ihre Beziehung zu Andreas Okopenko auf dessen Begräbnis ich ja war, gesprochen und was den „Nanowrimobericht“ betrifft, kann ich das von der Bipolaren Depression wiederholen.

Habe ich ja gestern morgen sehr euphorisch viertausend Worte beziehungsweise, das erste Dezember Kapitel geschrieben und heute noch mal dreitausend Worte, wurde dabei aber ein paar Mal unterbrochen und stocke ein bißchen mit der Krimihandlung, denn wie gehe ich die an?

Wenn ich die Nika immer im Kostüm auf der Straße stehen lasse, den Obdachlosen sehen, mit Jessica plaudern, sich über den Widerling ärgern und den Krimi über ihre Schwester, Harald Schwabeneder, etc erleben lassen, wirds ein bißchen fad, bezeihungsweise auch kurz, weil irgendwann ist das Kapitel aus und ich drücke mich vielleicht wieder um die Handlung herum, beziehungsweise um den heißen Brei, und habe das show not tell wieder nicht verstanden.

Vielleicht sollte ich es doch mehrdimensional anlegen und ein bißchen genauer plotten. Also wieder ein bißchen „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, obwohl ich gestern sehr zufrieden war.

Mal sehen wie es weitergeht, die nächsten zwei Tage komme ich wahrscheinlich nicht sehr viel zum schreiben und verliere meinen Vorsprung vermutlich wieder, ich habe aber jetzt drei Buddies, nämlich Nina Dreist, Klaudia Zotzmann und Luisa Rabenschwarz und kann im Dezember ja, korrigieren, zu Ende schreiben, noch einmal von vorne anfangen,etcetera und es ist auch sicher spannend, wie es mit meinen bipolaren Schwankungen und meiner Krimihandlung weitergeht.

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