Literaturgefluester

2015-11-03

Gerhard Koflers Gedichtpräsentationen

Der Südtiroler Autor Gerhard Kofler, der lange GAV-Generalsekretär war, ist am zweiten November 2005, ich glaube, an Krebs gestorben, also auch ein Fall für die gestrige „In Memoriam-Lesung im Literaturhaus“, es sind von ihm posthum aber inzwischen bei „Haymon“ drei zweisprachige Gedichtbände erschienen.

Gerhard Kofler hat auf Deutsch oder Italienisch geschrieben und seine Gedichte selber übersetzt, in den jetzt erschienenen „Meeressammlungen –  Collezione marini“, hat das Leopold Federmair für ihn getan und der Paduer Universitätsprofessor Furio Brugnolo hat die Bände herausgegeben, stellte er den dritten Band oder auch alle drei, alle haben, glaube ich, auch mit dem Meer zu tun und das Wort Meer scheint auch in jedem dritten Gedicht vorzukommen, gemeinsam mit dem 1971 geborenen Michael Hammerschmid vor, der ja selber Lyriker ist und in der „Alten Schmiede“ schon einige Lyrikveranstaltungen kuratierte.

Hannelore Kofer, die Witwe und sein Sohn Kevin waren anwesend, Marie Therese Kerschbaumer, die mit Gerhard Kofler, glaube ich, befreundet war und die von Michael Hammerschmid, gemeinsam mit Gerald Bisinger auch erwähnt wurde.

Rudi Lasselsberger, Lisa Fritsch, Magdalena Kapp-Menzel, die neue GAV-Geschäftsführerin, Gerhard Jaschke, Angelika Kaufmann, etcetera.

Die Lesung war natürlich zweisprachig und ich nützte die Gelegenheit meine rudamentären Italienischkenntnisse zu perfektionieren.

Was, wie schon erwähnt nicht ganz so schwierig auf, tauchte doch das Wort „Mare“ häufig auf und auch das der „Poesiea“ und von einem griechischen Mittag wurde geschrieben und Michael Hammerschmid erwähnte, daß für ihn die Gedichte unter dem Motto „Meer, Erinnern und Gesang“ stehen würden, aber auch die „Erwartung“ tauchte auf und höchstwahrscheinlich die „Einsamkeit“, beziehungsweise das Wort „Solo“.

Schöne starke Gedichte und eine starke Erinnerung an den kleinen Mann mit dem meist dunkelblauen Anzug und den grauen Schnurrbart, der mich in der GAV ja irgendwie gefördert hat und ich bin oft bei ihm im Büro gewesen um mit ihm den „Tag der Freiheit des Wortes“ und auch die anderen Veranstaltungen, die ich für die GAV organisierte, zu besprechen. So zum Beispiel auch die Frauenlesung, die, glaube ich 1998 oder 1999 in der „Alten Schmiede“ stattfand, kurz bevor wir nach Belgrad zur Tante Dora gefahren sind.

Ich war auch bei seinem Begräbnis 2005 am Ottakringer Friedhof, habe einige seiner Gedichtbände gelesen und war auch bei seinen Lesungen. Beispielsweise kann ich mich auch an die Veranstaltung zur  Lyrik im März“ erinnern, die er moderierte oder auch eines seiner zweisprachigen Gedichte las.

Anfang November ist ja eine Zeit des Erinnerns und Gedenken und gut daher, das an Gerhard Kofler, den Vermittler und Kompromißbereiten zu tun, der auch noch ausgerechnet an einem zweiten November gestorben ist, so daß er eigentlich einen Stamplatz bei der „In Memoriam-Lesung“ bekommen sollte.

 

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