Literaturgefluester

2015-11-06

Literarisches Geburtstagsfest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:37
Tags:
Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Und wieder mal ein literarisches Geburtstagsfest. Seit 1987 verstanstalte ich am Freitag oder Samstag vor oder nach meinem Geburtstag ja immer ein Fest, wo ich ein paar Leute zum Lesen einlade.

So haben Elfriede Gerstl, Arthur West, Cornelia Travnicek und vor allem meine schreibenden Freundinnen, Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, Hilde Schmölzer schon bei mir gelesen, der Rudi Lasselsberger, der Stephan Eibl-Erzberg, Thomas Northoff, Anton Blitzstein, Lidio Mosca-Bustamante, Franz Blaha, Klaus Khittl alias Gloria G. und und und

Zum fünfzigsten  und zum sechzigsten Geburtstag habe ich jeweils allein gelesen, sonst lade ich mir immer vier fünf Leser und Leserinnen ein und trage in den letzten Jahren bei Lesungen auch immer Zetteln mit mir herum, die ich an Stammbesucher, mit denen ich ins Gespräch komme, verteile.

Manchmal kommen mehr, manchmal weniger Besucher, seit dem letzten Jahr ist es eigentlich immer sehr voll und mehr als fünfundzwanzig Leute gehen in das Wohnzimmer sowieso nicht hinein. Ein paar meiner Bekannten, die sich nicht so sehr für Literatur interessieren, sind nach dem ersten Mal weggeblieben, haben gesagt, daß sie schlecht hören oder sich vor Menschenansammlungen fürchten, aber viele kommen immer wieder und es ist auch meist eine interessante Mischung zwischen meinen literarischen und psychologischen Bekannten.

Publikum

Publikum

Elfriede Haslehner

Elfriede Haslehner

Anfang Oktober beginne ich die Lesung meistens zu plane, suche die Leser aus, verschicke die Einladungen und heuer haben  Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, Hilde Schmölzer,  Rudi Lasselsberger und zum ersten Mal der Musiker Peter Czak aus der „Westbahn-Spontan-Schreibegruppe“ und der scheint sich über die Einladung so gefreut zu haben, daß er gleich drei Leute, darunter seine Mutter mitgebracht hat, hat mir eine CD seiner Musknummer geschenkt, so daß ich auch den Musiker kennenlernen konnte und auch sonst habe ich diesmal viel bekommen, vor allem viele Bücher und auf eines habe ich ja schon sehr gewartet und als es in der Küche und im Wohnzimmer schon sehr voll war und fast alle außer dem Rudi und der Trude K. da waren, ist das deutsche dBp von 2015 doch zu mir gekommen, so daß ich die Longlist fertig lesen kann und werde dazu, wie ich glaube, wahrscheinlich wieder etwas länger brauchen.

Mein Psychologiekollege Wolfram Huber, der sich seit seiner Pensionierung mit Bertha von Suttner beschäftigt, hat mir ein eben erst erschienenes Buch über den Friedensnobelpreis gebracht, der Karli den neuen Jonathan Franzen, seine Begleiterin Richard Schuberths „Chronik einer fröhlichen Verschörung“, beides Wunschbücher, während Franz Werfels „Die viezig Tage des Musa Dagh“ das Kultbuch der Armenier von der Zaruhi für mich eine Überraschung war.

Hilde Schnmölzer

Hilde Schnmölzer

Rudi Lasselsberger

Rudi Lasselsberger

Hilde Schnmölzer hat mir ihr neues Buch die „Frauen um Karl Kraus“ gebracht, das sie am Montag in der „Gesellschaft der Literatur“ vorstellen wird, aber da gehe ich Geburtstagsessen in das vietnamesische Restaurant in der Zieglergasse, an dem ich immer vorbei komme, wenn ich ins Literaturhaus gehe.

Lidio Mosca Bustamante hat mir ein Buch von Albert Camus gebrauchtI und Judith Gruber einen Krimi von der mir unbekannten Eva Holzmair, das in dem mir ebenfalls unbekannten „Spittelberg-Verlag“ erschienen ist“, dann noch Süßigkeiten, Blumen, ein paar Notizbücher, Wein und Kosmetiksachen, auch ein paar Tees waren dabei und als dann der Rudi eingetroffen ist, hat die Lesung begonnen.

Ruth Aspöck hat begonnen und einen Text gelesen, der mir  auf den Leib geschrieben ist „Meine Bücherberge“, wo sie über ihre Schreibsozialisierung berichtete, Peter Czak brachte zuerst einen Liedtext von den „Toten Hosen“, dann zwei Texte, die in der Schreibgruppe entstanden sind, den über die Geburtstage und dann noch den über den „Herbst“, Elfriede Haslehner hatte Gedichte, darunter mein Lieblingsgedicht von ihr „Welch ein erfolgreiches Leben: Ich habe nicht unter der Brücke geschlafen, habe kein Aids, es wurde auch noch kein Krebs diagnostiziert“.

Eva Jancak

Eva Jancak

Hilde Schmölzer las nicht aus dem neuen Buch, sondern aus dem bei „Haymon“ wiederaufgelegten aus den Achtzigerjahren „A schöne Leich“, der Rudi brachte auch ein Potpouur aus seinen Werken, nämlich aus dem „Tanz in den Mai“ und aus „Krankenstand“ und dann noch seine Schreigedichte.

Ih habe zum aktuellen Anlaß die vierte Szene aus dem „Sommernanowrimo“, die, wo sich die Fatma Challaki mit dem Boot nach Lampedusa begibt, gelesen, die gut  angekommen ist.

Dann gab es wieder die bewährten Rastbeefbrötchen, Spinatstrudel, Lungenbraten in Blätterteig, Lachs und Apfelstrudel, schöne Gespräche, Einladungen zu Lesungen und nach ein paar Stunden Aufräumen, dann auch die Fotos, um ein paar Leseeindrücke zu bekommen.

Daß die Einladung zu meinem Geburtstagsfest heiß begehrt ist, kann man daran sehen, daß als ich während des „Fried Symposiums“ dem Physiker Manfred M. davon erzählt, mich jemand aus dem Publikum ansprach und wissen wollte, was man tun müße, um eine zu bekommen.

Advertisements

2 Kommentare »

  1. Liebe Eva!
    Jedes Fest ist anders und diesmal war es besonders schön und freundschaftlich. Es ist gut, dass du die Lesungen beibehältst, wenn auch immer wieder Leute vielleicht deswegen nicht kommen, weil sie keine Geduld zum Zuhören haben.
    Robert und ich sind zu Fuß nach Hause gegangen und haben den Abend noch ausklingen lassen.
    Viele Grüsse
    Ruth

    Kommentar von Ruth — 2015-11-08 @ 14:16 | Antwort

    • Ja, aber jetzt funktioniert es, die die sich halt nicht für Literatur interessieren und keine Stunde Texte von Autoren hören wollen, von denen sie noch nie etwas gehört haben, bleiben weg und die die sich interessieren kommen und bringen, wie man auch am Freitag sah, ihre Freunde mit.
      Und da ohnehin nicht mehr als fünfundzwanzig Leute in das Zimmer hinein gehen, ist das auch kein Problem, denn wir waren heuer und letzten Jahr ohnehin schon an der Grenze und ich hatte vor der Lesung in der Küche teilweise das Problem, im Stau zu stecken und mich nicht gescheit rühren zu können!
      Es ist soetwas wie Hausmusik oder ein literarischer Salon, der halt nur einmal im Jahr stattfindet und wahrscheinlich würde ich auch bald absagen, wenn mich einFreund jedes Jahr auf den Fußballplatz oder zu einem Tennisturnier einlädt!

      Kommentar von jancak — 2015-11-08 @ 14:58 | Antwort


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: