Literaturgefluester

2015-12-16

Mariahilferstraßenbummel und Lese.Auslese

Ich habe ja schon im Oktober für die „Nika, Weihnachtsfrau“ recherchiert, den Text dann im November geschrieben und korrigiere seither an ihm.

Daß ich im Dezember wieder auf die Mariahilferstraße gehen will um das authentische Weihnachtsflair einzufangen, habe ich mir schon Ende November vorgenommen. Bisher ist es nicht dazu gekommen, sind wir ja Anfang Dezember nach Ungarn gefahren, dann war in meiner Praxis sehr viel zu tun mit zwei bis dreimal Diagnostik am Tag, aber jetzt wirft Weihnachten schon seine Schatten und so hatte ich am Mittwoch Zeit und am Donnerstag wenn ich wieder zum klinischen Mittag gehe, komme ich auch zur Mariahilferstraße, also habe ich zuerst gedacht, mache ich am Mittwoch meinen Recherchetag, dann das wieder auf den Donnerstag verschoben, weil ich befürchtete, daß mir ein ganzer Tag zu lang sein wird, dann hat sich eine Klientin für Mittwoch zehn Uhr angemeldet und die Anna,  der ich am Donnerstag beim „Thalia“  den Setz kaufen wollte, hat auch umdisponiert und so bin ich doch heute nach dem Mittagessen losmarschiert und die ersten zwei Stunden mit der Anna herumgestiefelt, sie sogar in den „Freßnapf“ in die Neubaugasse begleitet, wo sie ihrem Hund Ouzo Weihnachtsgeschenke kaufte.

Dann habe ich mich  noch entschlossen, den Flohmarkt im Literaturhaus der morgen endet einmal zu besuchen, wo es Bücher der österreichischen Verlage „Haymon“, „Residenz“ etcetera von ein bis drei Euro gibt.

Da hatte ich dann fünf sechs Stück in der Hand, die ich vorerst zurücklegte, denn ich habe ja schon so viele Bücher und brauche eigentlich nicht noch Geld für neue ausgeben.

Aber im Bücherschrank, wo ich dann hinging, war  nichts zu finden, so bin ich wieder zurück und habe mir die beiden Andrea Winkler Bücher „Drei, vier Töne, nicht mehr“ und „König, Hofnarr und Volk“, sowie das TB von Maria Matios „Darina, die Süße“ gekauft, dann war es schon vier vorbei, bis ich  wieder auf die Mariahilferstraße kam und da zuerst zum „Peek und Cloppenburg“ ging, weil ich, wie ich mit der Anna dort war, gesehen habe, daß es dort schöne Weihnachtskarten gibt das das Kaufhaus schloß ausnahmweise schon um halb sieben, weil es nachher eine Veranstaltung gab, wofür schon eine Bühne aufgebaut wurde.

Vielleicht die Personalweihnachtsfeier, die ich in meinem „Adventkalender“ am 28. 12. ansetzte. Ich werde dort den Gerngroß wahrscheinlich weglassen, denn das Kaufhaus Gerngroß hat am Donnerstag und Freitag bis neun Uhr offen und dann spaziert dort auch ein Christkindl und keine Weihnachtsfrau herum. Das hat man davon, wenn man das Ambiente studiert, man bekommt heraus, wo  die Phantaise unpräzis war.

Morgen werde ich dann nur über die Mariahilferstraße laufen, wenn ich ins AKH gehe,  aber eine „Weihnachtsbücherkastentour“ machen und wenn ich will, kann ich nochmals ins Literaturhaus gehen und das was ich liegen ließ nachkaufen, eine Frau hat mir aber schon die „Annalieder“ von Nadine Kegele weggekauft.

Am Samstag wenn das das Christkindl vor oder im Gerngroß steht, kann ich ja auch noch einmal kurz hinschauen und das in meinem Blog vielleicht mit dem neunzehnten Adventkalenderfenster verbinden.

Dann bin ich bin nach meiner neuerlichen Romanrecherche, in die „Gesellschaft für Literatur“ zur Lese.Auslese gegangen, die dort  zweimal im Jahr stattfindet. Vor dem Sommer und vor Weihnachten stellen dort Katja Gasser und Cornelius Hell jeweils literarische Neuerscheinungen vor und zu Weihnachten gibt es h nachher Punsch und Kekse und das war für mich der Grund hinzugehen,  denn normalerweise bin ich ja kein so großer Fan von Leseempfehlungen und im „Literaturmuseum“ wäre auch eine Veranstaltung gewesen.

Ein bißchen neugierig war ich aber schon auf die ausgewählten Bücher, denn durch mein Buchpreisbloggen und die neun Bücher die ich bei „Buzzaldrin“ gewonnen habe, von denen ich gerade den Mathias Nawrat lese, bin ich da ja besonders gut eingelesen.

Also hätte ich einige der vorgestellten Bücher gelesen haben können. War aber nicht so, was wieder einmal bestätigt, es gibt  viel mehr Bücher, als die zwanzig die auf der LL stehen.

Bekannt waren mir allerdings schon einige davon, denn einige wurden schon auf der „Buch-Wien“ vorgestellt und Marianne Gruber hielt wieder eine sehr schöne Einleitung über den Wert der Bücher und was das Lesen mit einem machen kann.

Dann begann Cornelius Hell mit Johannes Bobrowski „Lewins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater“.

Das ist ein DDR-Autor, der zu seinem runden Todestag wieder aufgelegt wurde und von Sujet her ein wenig an Mathias Nawrats „Die vielen Tode unseres Opas Jureks“ erinnert, obwohl er schon 1965 gestorben ist.

Dann kam Ludwig Fels „Die Hottentottenwerft“, bei „Jung und Jung“ erschienen und das Buch zeigt, wie Katja Gasser  und Cornelius Hell erklärten, daß die Deutschen nicht nur im Holocaust, sondern auch während der Kolonalisierung sehr gewaltätig waren.

Dann folgte Katharin Hackers „Skip“, eine in Österreich, wie Katha Gasser meinte, nicht so bekannte Autorin. Mir ist sie bekannt, habe ich ja sowohl, die „Habenichtse“ und heuer auch „Eine Art Liebe“ gelesen.

 

Drago Jancars „Die Nacht, als ich sie sah“ wurde während der „Buch- Wien“ in der „Alten Schmiede“, ich glaube, sogar von Cornelus Hell moderiert, vorgestellt,Adolf Muschs „Die japanische Tasche“ auf der ORF Bühne, wahrscheinlich von Katja Gasser moderiert und György Dragomans „Der Scheiterhaufen“ wurde während der Bühne wahrscheinlich von Cornelius Hell auf der „Donau Lounge“ vorgestellt.

Dann kam noch der neue Gedichtband von Chrostoph W. Bauer „stromern“, bei „Haymon“ erschienen, da habe ich schon einiges von dem Autor gelesen und Thomas Bernhard ist mir auch nicht unbekannt.

Manfred Mittermayer hat eine Biografie über ihn geschrieben, die bei „Residenz“ herausgekommen ist und zwischen Cornelius Hell und Katja Gasser entspann sich die Diskussion, ob man die Biografie kennen muß, um sein Werk zu verstehen?

Da denke ich, wahrscheinlich nicht unbedingt diese, aber etwas über das Leben des großen Autors zu wissen, ist sicherlich sehr nützlich, der ja wie Katja Gasser bemerkte, selbst sehr emfpindlich geenüber Kritik war. So hat ihn Herbert Eisenreich einmal sehr verissen und Bernhard hat dann an den Verlag geschrieben, daß sie das nächste Mal einen Schimpansen. als Rezensenten bestellen sollen.

„Deshalb liebe ich Thomas Bernhard“ hat Cornelius Hell eingeworfen. Ich würde das eher für eine  ungezogene Bermerkung halten.

Dann waren die Bücher vorgestellt und Marianne Gruber kam mit einer Schachtel und einer Schüßel, denn da hat es eine Umfrage gegeben, wo man seine Meinung zur „Gesellschaft“ sagen konnten und jetzt wurden zehn der Antworter gezogen, die je ein Buch gewonnen haben.

Leider scheint keiner der Anwesenden diesen Zettel vorher gesehen zu haben, ich habe ihn auch erst später ausgefüllt, so daß ich da erst im nächsten Jahr etwas gewinnen kann.

 

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