Literaturgefluester

2016-01-28

Übersetzerworkshop

Ich interessiere mich ja für ungarische Literatur, seit wir in den letzten Jahren ein paar Mal in Bük waren, ich in der Donau Lounge der „Buch Wien“ einiges davon mitbekommen und sich auf meiner Bücherliste auch einiges an ungarischer Literatur angesammelt hat.

Thema der Frankfurter Buchmesse war Ungarn auch einmal und so habe ich aufgehorcht, als heute in der „Gesellschaft für Literatur“ die Ergebnisse eines Übersetzerworkshops mit österreichischen und ungarischen Autoren angekündet war.

Vorgestellt habe ich mir wahrscheinlich etwas anderes, als das was mich dann erwartete, es war aber sehr interessant, ich habe vier jüngere ungarische Autoren kennengelernt, die ich bisher nicht kannte und auch meine Kenntnisse von der österreichischen Nachwuchsliteratur ein wenig aufgefrischt und vor allem mitbekommen, daß es einen „Joszef Attila Kreis“ gibt, der jährlich ein Literaturfestival veranstaltet, in diesem Rahmen hat im vorigen August, der Übersetzerworksho stattgefunden, wo sich drei österreichische und drei ungarische Autoren trafen und an Hand von Rohübersetzungen miteinander arbeiteten, da, wenn ich es richtig verstanden habe, die Österreicher nicht Ungarisch, die Ungarn zum Teil nicht Deutsch sprachen, so daß die Diskussion bei der heutigen Präsentation auf Englisch, die Lesungen auf Ungarisch und hauptsächlich auf Deutsch stattfanden.

Ursula Ebel hat das eingeleitet, moderiert wurde die Veranstaltung von dem 1982 in Gyula geborenen und in Wien und Budapest lebenden Zoltan Lesi, der dann die drei Autorenpaare vorstellte, die ihre Texte lasen.

Das waren zuerst die mir unbekannte 1979 in Wien geborene Leichtathetin und Literaturwissenschaftlerin Julia Lajta- Novak, die auch einen Band mit Sportgedichten mit dem Titel „Federwach des Vorwärts“ herausgegeben hat.

Sie las eine sehr witztige Geschichte von einer Fahrt mit dem 13 A, wo sie die Veränderungen der Passagiere, die sich zuerst nur stumm transportieren lassen, beschreibt, als sie entdecken, daß im Bus ein Vogel ist und dann noch eines ihrer Gedichte und dieses Gedicht wurde von dem 1985 in Budapest geborenen Imre Bartok übersetzt.

Der hatte  eine Geschichte, die von einem Schüler handelte, die er sich offenbar selber übersetzte, zumindest las er zuerst ein paar Zeilen auf Ungarisch und dann die Übersetzung vor und er hat auch einen Roman über drei Philosophen Wittgenstein, Heidegger und  Marx, die in New York für Terroristen gehalten werden, herausgegeben, sowie Gedichte von Celan und Rilke übersetzt.

Danach kamen die Lyriker, nämlich die 1986 geborene Orsolya Fenyvesi und Isabella Breier, die ich schon einmal in der „Alten Schmiede“ hörte, die war aber erkrankt, so lasen die anderen ihre Gedichte, beziehungsweise Orsolya Fenyvesi ihre Übersetzung und das dritte Paar war die 1978 in Wien geborene Maria Seisenbacher, die offenbar auch japanischer Abstammung ist, die eine Literaturzeitschrift herausgibt, schon einmal in „Wartholz“ gewonnen hat und auch bei einem „Leichte Sprache-Verein“ mitmacht und in der „Edition Atelier“ ein Buch mit dem Titel „Ruhig sitzen in festen Schuhen“ wo es um „Alzheimer“ geht, herausgegeben hat, ihr ungarischer Partner war der 1982 geborene Gabor Mezel, der schon Übersetzungen in Deutsch und Tschechisch hat, auch von ihm gab es Gedichte und dann eine Diskussion über die Erfahrungen und Erlebnisse des Workshops.

 

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