Literaturgefluester

2016-02-15

Wortreich-Verlagspräsentation

Es gibt einen neuen österreichischen Klein-oder Mittelverlag, das „Wortreich“, der in seiner dritten Saison im „Thalia“ auf der Marihilferstraße heute sein Frühjahrsprogramm und da drei GAV-Autoren vorstellt.

Sehr voll in dem Cafe im ersten Stock, „Fellows“, heißt das jetzt, die letzten Male war ich, glaube ich dort als Thomas Raab und Eva Rossmann ihre neuen Krimis vorstellten und mir „leselustfrust“ die gewonnene „Kafka-Schokolade“ brachte, jetzt viele GAV-Kollegen, die wahrscheinlich auch dort verlegen wollen oder das schon haben.

Christa Nebenführ, Patricia Brooks, Melamar, Elfriede Haslehner, Helmut Rizy, Hans Jörg Liebscher, Bettina Balaka,  betätigte sich, glaube ich, als Lektorin etcetera und Leute aus dem Lesetheater, denn eine der Autorinnen ist Judith Gruber-Rizy, die von der „Bibliothek der Provinz“, „Art Science“, „Limbus“, etcetera, jetzt hier landete und ob ihre Protagonistin jetzt wieder „Rosa“ heißt, weiß ich nicht so genau, denn der Roman hat eine Ich-Erzählerin“, zuerst teilte aber ein junger Mann Verlagszetteln aus, mit denen man später eines der Bücher gewinnen konnte und eine Musikeinleitung gab es auch, denn Heinrich Steinfest soll einmal gesagt haben, das Schlechte an der Literatur ist, daß es keine Musik gibt, also gab es eine, dann stellte der junge Mann, die sehr selbstbewußte Verlagsleiterin vor und Judith Gruber Rizys „Der Mann im Goldrahmen“.

Da geht es, glaube ich, um eine Fotografin, eine Frau auf jeden Fall, die sich, nachdem sich ihr Sohn David in eine WG verkrümeln will, ein Jahr in ein Sommerhaus am Land zurückziehen will, um dort ihr Leben zu überdenken und jeden Tat auf dem Fenster den Kirschbaum und den Kirchturm zu fotografieren.

Sehr langsam und bedächtig, das ist, glaube ich, auch eine Stärke von Judith Gruber Rizy und so erzählt sie von einem Mann der Kiesel in einen grünen See warf und von dem sie zwei Fotos, eines in der Wohnung und eines in dem Sommerhaus, geschossen hat.

Als es richtig spannend wurde, hörte sie auf und der zweite Autor ist der GAV-Kollege Friedrich Hahn, der in der „Alten Schmiede“ auch die „Textvorstellungen“ moderiert und der schon über dreißig Bücher hat und mich auf die Idee brachte zu meinen sechzigsten Geburtstag meine dreißig zu präsentieren, denn das hat er zu seinem dreißigsten auch so gemacht.

Sein Roman heißt „Von Leben zu Leben“ und da treffen sich zwei Männer, um sich ihr Leben zu erzählen. Das heißt, der einen tut es dem anderen, der offenbar sein Ghostwriter ist, einen Goldfisch gibt es auch, beziehungsweise zwei, esinen Tumor im Kopf und beim Begräbnis des einen, geht der andere mit seiner Frau offenbar ins Bett.

So sind die starken Männer halt, könnte man unken, während sich die Frauen zurückziehen und reflektieren, aber ich habe ja nur Auszge gehört und bei der Verlosung natürlich nichts gewonnen und der dritte vom Hermann Knapp, auch ein Oberösterreicher, der, glaube ich, für die NÖN schreibt und der von mir in die GAV aufgenommen wurde, als ich dort einmal in der Aufnahmejury war, wurde vom Verlag als der schrägste des Jahres oder des Jahrhunderts,  angekündigt „Der Tote, der nicht sterben konnte“, „präzise, sensibel,skurril, brutal“ und vielleicht auch ein bißchen absurd.

Da gibt es einen Schweine-, eine Vogel- und einen Kakerlakenvirus und wenn die drei sich mischen, wird man zum Untoten und so wacht der Held mit zerfetzten Bauch, Leber, Gedärmen, nach einem Autounfall im OP auf, der Chirurg rauft sich die Haare, gibt ihm zum Sterben Zeit, es geht und geht nicht, so flickt er ihm notdürftig zusammen und nach Amerika in die Gangsterhöhle führt es den „Ambrosianer“, nach dem Supervirus genannt, dann auch.

Dann gab es noch ein Konzert von Oliver Steger und Lorenz Raab, ein bißchen Wein und was zum Knabbern und viele Gespräche. Beim Bücherschrank habe ich dann den Josef getroffen, der mir erzählte, daß er in der „Gesellschaft für Literatur“ beim Thomas Stangl war.

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