Literaturgefluester

2016-02-19

Lyrische Texvorstellungen

Der 1972 geborene Michael Hammerschmid, der 2009 den Priessnitzpreis,  2015 den Heimrad Bäcker-Förderpreis bekommen hat und  in der „Alten Schmiede“ einige Lyrikfestivals organisierte, ist ein sehr lyrischer Mensch, dementsprechend waren die von ihm am Donnerstag moderierten „Texvorstellunge“n, auch drei Lyrikern, nämlich  Gregor M. Lepka, Ute Eisinger und Rene Steiniger gewidmet und trug das schöne Motto „Bilder, Tiere, Ding und Sprache“.

Ich wundere mich ja manchmal bei den „Textvorstellungen“ über die Motti, beziehungsweise stelle ich fest, daß es eigentlich keinen roten Faden zwischen den Texten gibt und die auch nicht sehr zusammenpassen.

Diesmal war es, Zufall oder nicht, anders, denn der Gedichtband des 1936 in Salzburg geborenen Gregor M. Lepka, den ich von den GAV-Generalversammlung, wo er regelmäßig mit seiner Frau Waltraud Seidelhofer teilnimmt, sehr gut kenne, „Die Sicht auf die Dinge“ besteht zu einem großen Teil aus einem Bildzyklus, die er für eine Ausstellungseröffnung eines Museums geschrieben hat und der bei „Arovell“ erschienene Band, der 1964 in Mistelbach geborenen Ute Eisinger, die ich kennenlernte, als ich 1996 in der Jury für das BUMUK-Nachwuchsstipendium war und dann noch einmal bei einer Lesung, ich glaube, auch in der „Alten Schmiede“ hörte, beschäftigt sich auch mit Bildbeschreibungen.

Da stach dann nur der 1970 in Paris geborene Rene Steiniger heraus, erstens hat in dem bei „Rote Zahlen“ erschienenen Band „In Margine“ Prosa und Lyriktexte vereint, zweites ging es bei ihm hauptsächlich um Tiergedichte, die dann noch so gestaltet waren, daß man sie öfter erraten oder durch einen Tierquizz bestimmen konnte.

Eine sehr interessante Art und Weise der Lyrik näher zu kommen, die Bildbeschreibungen waren es aber auch und der Monat der „Lyrik im März“ folgt auch sehr bald, so daß man sich schon ein bißchen auf die Lyrik einstimmen konnte.

Dementsprechend waren auch relativ viele Lyriker im Publikum, Christine Huber, beispielsweise, die ja auch das „DichtFest“ in der „Alten Schmiede“ organisiert, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Waltraud Seidelhofer, aber auch Nils Jensen und Dieter Scherr.

Michael Hammerschmid hielt ein sehr schönes Einleitungsreferat,  fragte  in der anschließenden Diskussion, wie die Autoren zu ihren Beschreibungen kamen und wies  auf den Büchertisch hin, wo man sich mit den Texten versorgen und sie weiterlesen konnte.

Michael Hammerschmids bei „Klever“ erschienener Gedichtband „Nester“, habe ich mir übrigens beim Bücherflohmarkt bei der „Buch-Wien“ zugunsten der Flüchtlingshilfe gekauft.

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