Literaturgefluester

2016-03-12

Übersetzerpreise der Stadt Wien

Nach dem Ebner Eschenbach-Symposium und einer Fachtagung über Gesundheitskompetenz bin ich, ich kann es nicht lassen, am Abend ins Literaturhaus gegangen, wo die Übersetzerpreise der Stadt Wien für 2014 und 2015 vergeben wurden.

Eine Veranstaltung, die bisher an mir vorbei gegangen ist und ich war auch sehr erstaunt, Julia Danielcyck, die Literaturbeauftragte der Stadt Wien, die ich auch in der Bartensteingasse getroffen habe und die dort auf die Veranstaltung „Autorinnen feiern Autorinnen“ am 28. April im Wiener Rathaus hinwies, zu treffen.

Aber natürlich, sie hat die Preise zu verleihen und dieser Übersetzerpreis ist, wie Werner Richter von den IG Übersetzerinnen, den ich von den IG-GVs kenne, in seiner Einleitung hinwies, etwas Besonderes, wird er ja an eher noch nicht so publizierte Übersetzer anonym, also wahrscheinlich mit unveröffentlichten, bisher noch unübersetzten Texte vergeben, trotzdem war mir Eva Srna, eine der Preisträgerin wohlbekannt und ich habe sie glaube ich schon öfter im Literaturhaus oder vielleicht auch an anderen Orten übersetzen gehört.

Sehr voll das Literaturhaus und in der ersten Reihe zwei alternativ wirkende kleine Kinder, das Mädchen im weißen Festtagskleid und nicht dazu passenden eher derben Schuhe, zu der anderen Preisträgerin, einer eher jungen Frau namens Ruth Altenhofer gehörend, die mir bisher auch unbekannt war, obwohl sie, wie Julia Danielcyck später erwähnte, schon 2012 bei den Preisträgern war.

Der Preis erklärte Werner Richter wird jedes Jahr ausgeschrieben, aber nur alle zwei Jahre vergeben und er gilt jeweils für ein spezielles Genre.

Bei Eva Srna war das die Erzählprosa und sie hat aus dem Spanischen Gustavo Martin Garzo übersetzt und zwar hat sie das offenbar schon zum zweiten Mal getan, jedenfalls zeigte sie zwei Bücher, des 1948 geborenen Autors her und erzählte, daß es in beiden, um Josef und Maria gehe und bei beiden würde der Autor Geschichten, die sich außerhalb der Bibel befänden, erzählen.

In dem früher erschienenen Buch ginge es, um den alten Josef, in dem mit einem Preis gewürdigten Text, um das Leben der Maria, als Kind, die in einem reichen Haus, aber mit einer Behinderung aufgewachsen ist.

Eva Srna las daraus zwei Stellen,  dann kam die andere Gewinnerin, die junge Frau, die aus dem Russischen in der Sparte satirschen Text übersetzte und gleich in ihrer Einleitung bekannte, daß sie über ihren Autor wenig wisse.

Als der Preis ausgeschrieben war, hat sie sich bei einer Russin nach einem entsprechenden Autor erkundigt, dann das Buch aus dem Regal genommen und genau die Länge übersetzt, die verlangt war.

Der Autor heißt Wjatscheslaw Pjezuch und der Text glaube ich „Nacht mit Johann Wolfgan Goethe“ und da begegnet einem während des Lesens der Marienbadner Elegie, der große Autor und ein satirisches Gespräch über Literatur beginnt.

Nachher und das ist jetzt auch schon ungewöhnlich gab es ein Buffet mit Käse, Schinken, Aufstrichen, Kuchen und anderen feinen Sachen und bei den offenen Bücherkästen bin ich vorher und nachher auch fündig geworden.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: