Literaturgefluester

2016-03-25

Ein neues Buch zum Indiebookday

20160325-153310

Seit einigen Jahren gibt es  den sogenannten „Indiebookday“. Da soll man in eine Buchhandlung stürmen und nach einem Buch aus einem „unabhängigen Verlag“ fragen, es kaufen und davon ein Foto in seinen Blog, auf Facebook, etcetera posten, um auf diese Art und Weise diese Verlage zu unterstützen.

Dem „Mairisch-Verlag“ ist das vor drei Jahren eingefallen und die Aktion ist ein sehr großer Erfolg geworden, so daß man morgen auf den Facebookseiten viele solcher Bücher sehen kann.

Was ein unabhängiger Verlag ist nicht so leicht zu entscheiden, ich glaube die, die nicht von „Bertelsmann“, „Suhrkamp“, „Hanser“, etcetera, abhängen, aber schaut man auf diese Seoite, sieht man Fotos von „Wallstein“ „Droschl“ „Residenz-Büchern“.

Ich finde diese Aktion sehr interessant, obwohl ich mir angesichts meiner Bücherberge kein zwanzig Euro Buch kaufen werde, habe von „Jung und Jung“, der glaube ich, auch dazu gehört, aber vor kurzem „Nach dem Sturm“ gelesen und auf das Wort „Indiebook“ bin ich noch einige Jahre früher, im Zusammenhang mit den Selfpublishern gekommen.

Da hat sich eine Autorin  beschwert, daß die „Indiebook-Autoren“ so schlecht wären und mir, die ich diesbezüglich ja immer etwas skeptisch bin, hat dieses Wort gefallen und habe gedacht „Aha, dann heißen meine Bücher  jetzt also so!“ und habe ein paar Wochen später einen diesbezüglichen Artikel geschrieben.

Als es dann 2013 zum ersten Mal den Indiebookday gab, haben sich andere Autoren, glaube ich, beschwert, daß da auch die Selfpublisher ihre Bücher posteten und „Buzzaldrin“, der ich ja recht viel kommentiere, hat geantwortet, daß sie sich auch einen „Selfpublisherday“ wünscht.

Den scheint es nicht zu geben, sind diese Bücher in den Buchhandlungen ja höchstwahrscheinlich auch nicht zu finden, obwohl in Leipzig in der Halle 5, ein Teil diesen Büchern gewidmet war und es da einige Stände und einige Bühnen gegeben hat, wo sie vorgestellt wurden.

Ich habe dann auch prompt eine Frau zu einer anderen sagen hören „Das ist die Halle, der Autoren, die gerne welche werden wollen und der Stände, die sie dabei untersützten!“

Die diesbezüglichen Vorurteilen sind immer noch sehr groß und scheinbar nicht zu überwinden.

Aber seit ich meinen „Indiebook-Artikel“ geschrieben habe, sind im „Literaturgeflüster“ einige gefolgt, in denen ich meine Bücher vorstelle und auf sie hinweise.

Die „Vorschauen“ und die Bilder mit dem neuen Buch gibt es schon länger und so kann ich am Vortag des vierten „Indiebookday“ stolz verkünden; „Hurrah, hurrah, es ist da mein achtunddreißigstes „selbstgemachtes“ Buch und wenn man will der zweite Teil der „Flüchtlingstrililogie“ oder auch das „Sommerbuch“ in dem die prekäre Literaturstundentin Sandra Winter, den Sommer im elterlichen Haus in Harland bei St. Pölten verbringt, den Lehrer Andy Hermann kennenlernt, mit ihrer dementen Großmutter und deren slowakischen Pflegehelferinnen plaudert, an ihrer Diplomarbeit über den „Deutschen Buchpreis“ schreibt und zu ihren drei Freundinnen Kontakt aufnimmt, die irgendwo auf dieser Welt ebenfalls Germanistik studieren, Eleneni tut dies im krisengeschüttelten Athen, Jelena Malatschuk versucht in Donezk ihre Dissertation über Bertha von Suttner fertigzustellen und Fatma Challaki, die auch, wenn auch als noch nicht dieselbe Person in der „Pensionsschockdepression“ und dann als die Studentin, die von ihrem Vater von Damaskus über Lapedusa hergeschickt wurde, auch im „Adventkalender“ eine Rolle spielt, kommt nach Traiskirchen und lernt in der NB Professor Eberhart kennen, den eigentlich Jelena heiraten soll.

Hier der erste Satz, den ich bei der „Vorschau“ glaube ich, vergessen, aber versprochen habe, in Hinkunft bei meinen Buchpräsentationen auch die ersten Sätze vorzustellen:

„Es ist Sommer dachte Sandra Winter und sah etwas trübsinnig vor sich hin.“

Eine Lesung daraus hat es schon am 13. 7. im „Read!!ingroom“ gegeben, da habe ich die ersten vier Kapitel gelesen, das zweite, wo die Fatma Challaki nach dem Tod ihres Bruders das Boot besteigt, werde ich auch beim morgigen Osterspaziergang der „LitGes“ rund um den Viehopfenersee lesen und lade alle herztlich dazu ein, die Lust haben zu kommen und in der Gegend wohnen und die drei Fragen meines Vorschaugewinnspiels, das damit geschlossen ist, löse ich hiermit ebenfalls auf:

  1. Elena Soualaki, Griechenland, Fatma Challaki, Syrien und Jelena Malatschuk, Ostukraine
  2. Den Hund Ouzo findet Elenis Freund Giorgos, der mit ihr in Athen in einer Hundefängerorganisation arbeitet, schenkt ihn ihr und die beiden nehmen ihn dann auf ihren Hundetransport nach Wien mit, wo sie auch Sandra Winter treffen.
  3. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armeefraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“ und zu tun hat es damit, daß Sandra ja ihre Diplomarbeit darüber schreibt und am Tag der Longlistvergabe trotz „Frequency“ mit Andy Hermann in den „Thalia“ auf die Kremsergasse geht, um sich die Buchpreisbücher anzuschauen und eine Umfrage dazu zu machen.

Das nächste Gewinnspiel in der nächsten Vorschau gibt es schon, da kann man dann die „Nika, Weihnachtsfrau“ gewinnen, was zur Jahreszeit vielleicht noch ein bißchen unpassender, als das Sommerbuch zu Ostern ist.

Es wird aber wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis der „Adventkalender“ fertig ist und wer sich, um wieder zum Ausgangsthema zurückzukommen, für mein selbstgemachtes achtunddreißigstes „Indiebuch“ interessiert und es vielleicht auf seinen Blog oder Facebookseite posten will, soll sich bei mir melden, dem ersten der das tut, schicke ich das E-Book, die es bei mir jetzt auch immer gibt, zu.

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6 Kommentare »

  1. Liebe Frau Jancak,

    ich möchte Sie hiermit auf meinen Kommentar auf der Seite des Osterspazierganges der Litges St. Pölten hinweisen!

    Da gibt es fast nichts mehr zu ergänzen. Ich finde, daß dieses Buch mehr Wert ist als ich tatsächlich dafür bezahlt habe. Ich werde darin weiterlesen, denn es wird eine aufrichtige, spannende, zum Teil fiktive Geschichte, die auch und deshalb vielleicht das ernste, authentische und harte Leben von vier Literaturstudentinnen humorvoll karikiert, sodaß es zum Lesen motiviert, und dadurch neue Erlebnisse mir schenkt!

    Vielen herzlichen Dank!

    Ihr

    Manfred Lagler – Regall

    Kommentar von Manfred Lagler_Regall — 2016-03-30 @ 11:04 | Antwort

  2. Ja, ich „verkaufe“ meine Bücher zum Selbstkostenpreis, weil ich ja nicht wirklich an ihnen verdienen will und gearbeitet habe ich etwa ein Jahr daran.
    Nach den vorigen Ostern habe ich mich mit der Idee dazu zu einer Lesung bei „Summa in der Stadt“ angemeldet, dann im Juli mit dem Schreiben begonnen, war im August mit dem Rohentwurf fertig, dann kam das Korrigieren, das „Layout Setzen“ und am Gründonnerstag ist das Buch dann von der Druckerei gekommen.

    Kommentar von jancak — 2016-03-30 @ 12:15 | Antwort

  3. Liebe Frau Jancak,

    ich danke Ihnen nochmals für ihr Buch, das ich nun fast fertig gelesen habe. Der Inhalt bezieht sich auch auf die Flüchtlingsproblematik, die mehr und mehr aktueller wird. Einige Tippfehler sind mir auch aufgefallen, dadurch wird das Buch noch viel wertvoller. Da ja Fehler machen etwas zutiefst Menschliches ist, schätze ich ihre Arbeit um so mehr! Vielen herzlichen Dank!

    Das Buch ist leicht zu lesen, weil es wenige Fremdwörter beinhaltet, die mir unbekannt sind. Es handelt von einem spannenden, heißen Sommer in St. Pölten, meiner und unserer Hauptstadt in Niederösterreich.

    Alles Gute weiterhin wünsche ich und ihrem Mann

    Manfred Lagler – Regall

    Kommentar von Manfred Lagler_Regall — 2016-04-08 @ 11:12 | Antwort

  4. Vielen Dank für das Feedback! Ja, das Tippfehlerteufelchen wird mich noch ins Grab verfolgen, beziehungsweise mich dort nicht hineinlassen, bis alles richtig korrigiert ist, was wahrscheinlich nicht so einfach und eine Sache der Unmöglichkeit ist.
    Falls Sie mir für eine eventuelle zweite Auflage einen Zettel mit den Fehlern zukommen lassen können, wäre das fein, ansonsten alles Liebe für Ihr Schreiben!
    Ich habe mich gestern wieder bei „Westbahn-Spontan“ mit Doris Kloimtein und den anderen Schreibenden getroffen.
    Wäre die Gruppe, die sich einmal im Monat im Cafe Fortuna in der Westbahnstraße trifft, nicht etwas für Sie?
    Ich glaube, ich habe Sie das schon einmal gefragt, aber ich finde das Gruppenschreiben und die Resultate, die sich dann in meinen Büchern oftmals wiederfinden lassen, sehr interessant.

    Kommentar von jancak — 2016-04-08 @ 11:21 | Antwort

  5. Liebe Frau Jancak,

    auch ich „finde das Gruppenschreiben“ und die Resultate interessant und erfolgsversprechend. Ich bin und war fast regelmäßig seit mehr als 15 Jahren bei den monatlichen „Jour fixe“-Terminen der litges St. Pölten aktiv. Ebenso bereits seit 10 Jahren bei „Sprachmacht“ der Caritas St. Pölten. Das sind zwei Zirkel hier in St. Pölten im Zentrum meines Heimatlandes NiederÖsterreich.

    Ich lebte 10 Jahre in Wien, leider habe ich jetzt keinen Wohnsitz mehr dort, daher ist es mir schwierig jede Woche nach Wien zu kommen, um dort bei der Schreibgruppe „Westbahn-Spontan“ teilzunehmen. Es wäre nur einmal monatlich möglich!

    Vielen Dank für diesen Hinweis oder Anregung am Schreiben dranzubleiben.

    Alles Gute und liebe Grüße!

    Ihr
    Manfred Lagler – Regall

    Kommentar von Manfred Lagler-Regall — 2016-04-12 @ 13:59 | Antwort

    • Dann passt es, denn wir treffen uns einmal Monat, die nächsten zwei Termine sind der 5. Mai und der 2. Juni und dann erst wieder im September.
      Doris Kloimstein und früher Robert Eglhofer sind auch von St. Pölten gekommen, vielleicht können Sie sich mit Doris Kloimstein kurzschließen.
      Ich werde die nächsten zweimal, weil Feiertag und Urlaub wahrscheinlich nicht kommen können.

      Kommentar von jancak — 2016-04-12 @ 15:27 | Antwort


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