Literaturgefluester

2016-05-20

Polemik und Essays in der Rotlichtbar

Ich habe es ja schon einmal geschrieben, am Freitag gibt es eher wenige literarische Veranstaltungen, beziehungsweise gehe ich , seit der Alfred in Altersteilzeit ist, an diesem Tag nicht so gerne wohin und wir sind da manchmal auch schon in Harland.

Auf der anderen Seite drängt es mich aber täglich zu bloggen und da wir nächste Woche  auf Urlaub fahren, habe ich meine Artikel, die bis dahin erscheinen sollen, auch schon in etwa vorausgeplant.

Kurzer Sinn der langen Rede, ich brauchte für heute eine Veranstaltung, über die ich schreiben kann, fand aber nur im Literaturhaus eine, die mir nicht besonders literarisch erschien und dann ein Musikprogramm in der „Alten Schmiede“, also auch etwas über das ich nicht unbedingt bloggen will und dann erreichte mich das Programm des „Aktionsradius“, die jetzt Veranstaltungen in der „Arene Bar“ in der Margaretenstraße, also nicht sehr weit von mir, haben und da gab es am Freitag eine Buchvorstellung, Richard Schuberth von dem ich ja noch ein Buch auf meiner Leseliste habe, stellt Mladens Savics bei „Drava“ erschienene Essays, Reflexionen und Polemiken  „Mücken und Elefanten“ vor und das Problem war gelöst.

Kenne ich ja Richard Schuberth, der mir immer seine Aussendungen schickt, als kritischen Denker, wir haben glaube ich auch schon ein- oder mehrmals am Volkkstimmefest gelesen, deshalb bin ich vielleicht auch in seinem Verteiler, die „Arena-Bar“ kannte ich nicht, zumindestens nicht als literarischen Ort.

Es gibt dort aber eine Literaturrreihe, einen Rotlicht Poetry Slam“, wo nächste Woche  Christian Schreibmüller auftritt, gibt es auch und der heißt wahrscheinlich so, weil der Ort dieser literarischen Veranstaltung, die klassische Nachtbar ist, also Rotlicht, roter Samt und goldene Stühlchen, dort wo es früher  vielleicht Sex und Eroitk  gab und die Sektkorken knallten, jetzt aber gelesen wird und vor Jahren war ich einmal am Vormittag an so einem Ort, da hat glaube ich, der „Molden-Verlag“ eingeladen und man konnte über das künftige Verlagsprogramm abstimmen.

Jetzt stellte der1979 in Zagreb geborene Mladen Savic, der 1985 nach Österreich kam und 1988 nach Kanada übersiedelte, dort Philosophie studierte und 2007 wieder nach Wien kam, seine sechsundzwanzig Essays vor und der scheint ein sehr origineller ungewöhnlicher Geist zu sein, ein linker kritischer Denker, der aber allgemein verständlich und verrgnüglich schreibt, wie ihn ihn Richard Schuberth  einleitete.

Einige seiner Texte sind schon im „Augustin“ erschienen, so hat auch Robert Sommer, der im Publikum war, die Lesung vermittelt und dann ging es durch die radikalen Thesen und zu den Fragen, wo heute die Intellektuellen stehen?

Mladen Savic, hat die Texte nur jeweils kurz angelesen, so daß man sich das Buch dann auch zum Selbstkostenpreis und mit Unterschrift, wie das so üblich ist, kaufen konnte und begann mit der Rolle des Intellektuellen und der Frage des Geistes, der für Mladen Savic sehr wichtig zu sein scheint und der auch beklagte, daß manche Leute nurund demonstrieren, aber nicht diskutieren wollen.

Es ging dann  um Bildung,  aber auch um die Schere zwischen arm und reich oder überhaupt über die herrschenden Verhältnisse.

Ein Essay ging über Platon, beziehungsweise Sokrates, ein anderer erklärt das Werk Nietzsches, wozu der Philiosophieprofessor Konrad Paul Lissmann fünfhundert Seiten brauchte, wie Richard Schuberth anmerkte, in knappen zwölf Seiten und Mladen Savic erklärte dazu, daß er in der Schule den Lehrern durch seinen Wunsch zu diskutieren negativ aufgefallen ist, so daß ihm seine Mutter mit vierzehn Nietzsche schenkteund ihn damit verdorben, beziehungsweise zu dem Philosphen hingeführt hat.

Es gab aber auch einen Essay über die Wirtschaftskrise und einen über die Medien und danach eine Diskussion, wo es wieder, um die Bildung, aber auch über die Wahlprognosen für den kommenden Sonntag ging, die den Autor aber nicht besonders aufregte, ist er ja auch international ausgebildeter Wahlbeobachter und ich habe wieder einen neuen literarischen Ort und einen interessanten, unkonventionellen Autor kennengelenrt, obwohl die Philosophie ja nicht unbedingt mein Spezialgebiet ist.

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