Literaturgefluester

2016-06-21

Veränderter Leselistenplan

Wenn man sich so meine heurige Leseliste ansieht, wird man merken, daß ich sie wieder nicht einhalten kann. Zuviel hinaufgesetzt und hineingestopft werden meine Kritiker wahrscheinlich, in Zeiten wo man in den Blogs überall von Loslass und Aufräum- und Bücheraussetzplänen lesen kann, mahnen.

Da bin ich nun nicht unbedingt eine Freundin dvon und geabe noch immer nur doppelte Bücher her, daß es mit meinen Leselisten nicht mehr ganz klappen wird, ist aber schon seit zwei Jahren so und auch kein wirkliches Problem, wenn ich im Laufe des Jahres etwas anderes gelesen habe, als ich eigentlich plante.

Wenn ich das wieder zusammenfasse, bin ich auf die Idee mit der Leseliste eigentlich 2010 gekommen, vorher hatte ich keine, nur sehr viele ungelesene Bücher in den Regalen, weil es ja damals schon die Büchertürme bei „Literatur im März“ gegeben hat, die offenen Bücherschränke noch nicht, die sind erst 2010 nach Wien gekommen und da hat es dann im Herbst eine Herbstlese- beziehungsweise etwas später eine hundert Bücher Callenge, das war, glaube ich schon 2011, gegeben, wo ich mir  hundert Bücher aufgeschrieben und die dann auch wirklich und darüber gelesen habe. Das war der Beginn der Bücherliste, die angewachsenen ist und angewachsen…

Angewachsen ist auch mein Leseverhalten, von neunzig Bücher, auf hundertfünfzehn, hundertvierundfünfzig, bis auf hundertsechsundsiebzig, dann war aber Schluß und ich habe angefangen jedes Jahr etwas weniger zu lesen und heuer werden es wahrscheinlich an die hundertzwanzig bis hundertdreißig Bücer sein.

Es stehen aber schon über zweihundert auf meiner Liste, beziehungsweise liegen im Badezimmer auf dem Stoß und ich merke, daß ich das nicht schaffe, habe ich von ersten Büchern ja erst zwölf gelesen, dafür aber schon neunundreißig ungeplante andere, komme nicht und nicht zu meinem Vicki Baum Schwerpunkt, dafür habe ich heuer aber schon einen Stefan Zweig und einen Heimito von Doderer Schwerpunkt eingeschoben, weil ich die für mein Work in Progress brauchte und das Buchpreisbloggen, auf dessen Idee mich Mara Giese eigentlich schon 2013 brachte, 2015 bin ich es dann wirklich angegangen, wird es heuer in moderaterer Form auch geben, das heißt ich werde ich Verlage anschreiben und lesen was kommt, mehr wahrscheinlich nicht, also keine Buchhandlungssessions, etcetera, dafür wird es heuer aber einen österreichischen Buchpreis geben und da stehen dann auch zehn Bücher auf der langen Liste, wovon es zwar wahrscheinlich einige Überschneidungen zur deutschen geben wird, aber da will ich auch darüber bloggen.

Jetzt haben wir Mitte Juni, also Halbzeit, ich schaue mit etwas schlechten Gewissen, auf die fünf Bücher, die ich noch lesen sollte, bevor es endlich an die Vicki Baum geht und in eineinhalb Wochen geht es auch in eine, wenn auch etwas reduziertere Sommerfrische mit einem eigenen Bücherstoß und Mitte August kommt schon die dBp lange Liste, Rezensionsexemplare warten auch und wollen dazwischen geschoben werden.

Wie soll ich das alles schaffen? Richtig, ich soll und muß gar nicht, ich will eigentlich, unbedingt den Richard Schuberth lesen, die Vicki Baum, den Franzobel und und….

Bei anderen habe ich mich schon abgefunden, daß ich es im Dezember, wie in den letzten zwei Jahren wieder zurücktragen werden, aber das und das will ich eigentlich lesen, habe ich gedacht und schon gestern morgen zu räumen und zu zählen begonnen und mir dann im Badezimmer einen Stoß von den Bücher gemacht, die ich unbedingt lesen will.

Das sind etwa siebenundzwanzig Bücher, den in Harland muß ich noch machen und wenn man dann rechnet, daß von den dreißig deutschen und österreichischen Bp-Büchern circa die Hälfte zu mir kommen könnten, dann geht es sich mit den sechzig Büchern, die ich in diesem Jahr noch lesen werde, vorausgesetzt, daß ich nicht zuviel außertourlich anfrage und nicht zu oft bei Angeboten, die zu mir kommen, nicht nein sagen kann, ganz gut aus und für das nächste Jahr habe ich wieder vor mehr auf meine Leseliste zu achten Da aber da schon über hundertfünfzig draufstehten und ich vielleicht nur hundertzwanzig schaffe, ist eigentlich klar, daß es vielleicht wieder nicht ganz klappt.

Also komme auch ich wahrscheinlich nicht ganz darum herum ein wenig selektiver zu lesen, das heißt mehr nein zu sagen, obwohl ich das eigentlich nicht will und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt, jemanden zu sagen „Ich will dein Buch nicht lesen!“

Deshalb lese ich ja vielleicht auch Krimis, Chicklits, Selbstgemachtes, neben dem Experimentellen und dem Buchpreisroman und will das eigentlich auch nicht rangreihen.

Aber alles kann auch nicht lesen und ein bißen genauer schauen, kann vielleicht nicht schaden und wenn es nicht klappt, macht es zwar auch nichts, nur wenn ich jetzt zum Bcherschrank gehe und dort vielleicht die neue Julya Rabinowich oder den neuen Köhlmeier finde und weiß, daß ich das erst in zehn Jahren lesen kann, ist es auch nicht so lustig, also doch ein bißchen selektiver, obwohl es mit meinen Bücherbeschränkungsplänen, die ich vor ein paar Jahren, ganz ehrlich vorhatte, nicht klapte.

Macht aber nichts, wenn ich dann eine ganz andere Liste, als gelplant lese und so habe ich heuer ja auch schon den Bora Cosic, die Jagoda Marinic und Marica Brodozic neben dem Stefan Zweig und Heimatio von Doderer vorgezogen und werde die Pearl S. Buck die ich ja auch lesen wollte, auf später verschieben.

Also mal sehen, ob ich den neuen Bücherstoß im Badezimmer schaffe und bin ich natürlich schon neugierig, was da auf den beiden Buchpreisisten stehen wird, die im August und September veröffentlicht werden?

Sehr viel davon werde ich ja wahrscheinlich nicht gelesen haben, die Ronja von Rönne vielleicht, die Anke Ravic Stubel, der Jan Böttcher, die Nellja Veremej, die Gertrud Klemm?

Denn soviel habe ich im Frühjahr nicht angefragt. Also wird es vielleicht ganz spannend sein,  im Hebst das Fehlende zu ergänzen und etwas anderes.

Diese Mischung aus Alten und aus Neuem machts vielleicht interessant  und es gibt bei den Bloggern ja auch diese ältere Bücherschallenge, die ich heuer ganz besonders erfüllt habe.

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