Literaturgefluester

2016-07-23

Unverständlich schreiben

Filed under: Glosse — jancak @ 01:54
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Ich blogge hier ja meistens ziemlich unbemerkt dahin, bekomme durchschnttlich in der Woche einen Kommentar und meinen „Gefällt-mir-Stammliker“ habe ich jetzt auch verloren, so daß ich mich  manchmal ein bißchen einsam fühle, aber einige Kommentare,  neben den aufmunternden, die es auch gibt, wie, daß es, das ziemlich schlechteste von allen Schlechten ist, was ich hier verfaße, daß ich desinteressiert und uninteressant schreibe, viele Fehler mache, noch immer, daß mit scharfen ß schreibe und nicht zu verstehen bin, habe ich schon bekommen.

Nicht sehr oft, in den letzten acht Jahren, die ich blogge, gerade ein oder zwei Handvoll solcher Meldungen würde ich mal schätzen und zwei Damen, die mich ein bißchen provozieren oder aufziehen wollten, habe ich auch gehabt, was mich  immer etwas irritiert und ich nachträglich, wie ich bin, auch immer und immer wieder, vielleicht damit es nicht vergeßen wird, erwähne und nach Anerkennung jage ich auch,  bin ein wenig frustriert, daß ich sie nicht bekomme und ich die Handvoll regelmäßiger Kommentierer, die ich im ersten Jahr hatte, verloren habe. Derzeit kommentiert nur Manfred Lagler-Regall ziemlich regelmäßig und die liebe Ruth schickt mir  gelegentlich Kommetare.

Ansonsten herrscht hier das große Sommerloch, was  es in der Politik mit der wiederholt werden müssenden Präsidentenwahl, dem Türkeiputsch, den Anschlägen in Frankreich, eterera, derzeit nicht gibt.

In den letzten Tagen habe ich aber einen regen Mailwechsel mit einem Kritiker geführt, der mich wieder einmal darauf aufmerksam machte, daß ich „Schlechtes, unverständliches Zeug!“, schreibe und meinte, daß meine Erfolglosigkeit daher komme, daß ich nicht schreiben könne und ich daher nie und nimmer  einen Verlag finden werde und ich alle diesbezüglichen Hoffnungen und, die nach Preisen und Anerkennung, füge ich hinzu, getrost aufgeben kann!

„Kann es sein, daß Sie zwar schreiben wollen, es aber schlicht und einfach nicht können?“, hat er mich gefragt und ich habe pflichtgemäß geantwortet „Mag sein!“, da ich  solche Kritiken öfter bekomme. Andererseits schreibe ich dafür dann eigentlich wieder zu viel und auch zu lang.

Denn ich habe das Schreiben nicht,  wie die meisten in der Schule gelernt, sondern bin schon mit diesen Kenntnissen in die erste Klasse gekommen, weil, als meine Mutter ein Jahr früher, ich bin ein Novemberkind, mit mir zur Anmeldung ging, haben die mich dort wegen Sprachfehler nicht genommen, sondern wollten mich in eine Sonderschule für Sprachverzögerungen schicken.

„Mein Kind kommt in keine Sonderschule!“, hat  meine Mutter geantwortet und ist mit mir ein Jahr lang zu einem Logopäden gegangen, der mir offensichtlich nicht nur das fehlende „R“  und „S“ oder, was immer damals nicht stimmte, sondern auch das Lesen und das Schreiben beibrachte und, ich glaube, ich habe schon in der Volkschule in meiner Freizeit Aufsätze geschrieben, die ich dann mit Stolz meiner Lehrerin zeigte und in der Hauptschule ein Krippenspiel.

In der Straßergasse habe ich zwar die Frau Professor Friedl mit meiner fehlerhaften Rechtschreibung, denn die war mir damals sehr egal, geplagt, aber, daß ich später schreiben und Psychologie studieren will, habe ich schon zwei Jahre vor meiner Matura gewußt und das habe ich auch ausgeführt, nur leider nicht oder weil ich vielleicht zu fehlerhaft und unverständlich schreibe, den literarischen Erfolg, der mir, wie, meine Leser wissen, sehr wichtig ist, gehabt.

Daß ich „unverständliches Zeug“ schreibe, würde ich eigentlich nicht glauben, obwohl ich schon solche Rückmeldungen bekommen habe, ich bin eher, hätte ich gedacht, zu einfach, zu wenig abgehoben, zu realistisch, etcetera.

Nun gut, ich habe also 1973 mit dem literarischen Schreiben angefangen, die erste Erzählung vollendet, bin dann prompt in eine Krise geraten, denn untertags studieren und am Abend und in den Ferien ohne Rückmeldungen schreiben, Schreibschulen hat es damals nicht gegeben und Kontakt zur Szene hatte ich ebenfalls nicht, war nicht so einfach.

1976 oder 1977 habe ich dann  eine Geschichte „Die Einladung zum Tee“ verfaßt, mit der ich wieder zufrieden war und sie dem Gerhard K. und der Monika Jensen gezeigt, die beide gefühlte Stunden darauf herumdozierten, wie schlecht der Text nicht sei!

Die Monika hat mich  aber trotzdem in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, wo ich in Kontakt mit Marie Therese Kerschbaumer, El Awadalla, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Christa Stippinger, Erika und Bärbl Danneberg etcetera kam, gebracht.

1986 habe ich um Aufnahme in  die GAV, dem größten österreichischen Autorenverein angesucht, 1987 haben sie mich genommen.

1980 habe ich, glaube ich, mit „Güler will kein Kopftuch mehr“, den Preis für ein nicht geschlechtspezifisches Kinderbuch gewonnen, das dann auch 1982 den „Kinderbuchpreis der Stadt Wien“ bekam und bei „Jugend und Volk“ verlegt wurde.

Den „Körner Preis habe ich bekommen und ich habe angefangen meine Texte herumzuschicken, sowie die Verlage, wie ich meinen würde, mehr oder weniger patschert, angeschrieben.

Zweiundvierzig, glaube ich, bei den „Hierarchien“, das war Ende der Achtziger-Anfang der Neunzigerjahre, dann habe ich schon damals beim Hofrat Unger, der damals dafür zuständig war, um einen Druckkostenzuschuß angesucht, um es selber zu machen, das aber auch Jack Unterweger von der „Edition Wortbrücke“ geschrieben, der es dann herausbrachte.

Weitergeschrieben, ein paar Texte in Literaturzeitschriften und Anthologien, Verlag keinen mehr gefunden, bis ich es  ab 2000 selber machte und jetzt schon an die vierzig selbstgemachte Bücher, die ich mir zu je fünfzig Stück beim „Digitaldruck.at“, früher in anderen Druckereien drucken lasse.

Etwas, was früher eher unmöglich war, dann kam aber das „Book on Demand“ und das Selfpublishverfahren und jetzt machen es sehr viele selber, wenn sie dann auch ihre Bücher eher bei „Amazon“ einstellen.

Der Stein des Anstoßes zu dem Mail, daß ich nicht schreiben kann, war auch mein Kommentar im „Literaturcafe“, bezüglich der Debatte, daß die Raubkopierer, den Selfpublishern sehr schaden würden, etwas, das ich nicht so kritisch, sondern eher lockerer sehe, weil ich mir eigentlich  nicht  vorstellen kann, daß die Selfpublischer wirklich so viel verdienen und ihre Bücher so oft gelesen werden, daß die Raubkopierer sie um vierstellige Eurobeträge brächten.

Das habe ich kommentiert, sehr schnell,  mit vielen Kommafehlern und sehr unverständlich offenbar, wie der Kritiker meinte, der in seinem Mail einige Blogartikel von mir, in denen ich, wie ich sehr gern tue, über mein erfolgloses Schreiben jammerte, verlinkte und mich darauf hinwies, wie man sie besser und verständlicher schreiben kann.

Er würde, hat er noch geschrieben, meine Kommentare gern im Literaturcafe lesen, weil ihm meine Fehler, das „Gruseln“ beibringen, so wie man als Kind verbotenerweise Horrorfilme sieht und die Hand dann vor Entsetzen vor die Augen legt, es aber dennoch nicht lassen kann!

Ein starker Tabak und  sicherlich sehr kränkend, denn ich will ja, wie die meisten Aufmerksamkeit und Erfolg, bemühe ich sosehr und dann höre ich immer wieder oder doch gelegentlich, daß ich nicht schreiben kann!

Ich werde offenbar damit leben müßen und bin auch schon dabei das zu tun!

Meine vierzig selbstgemachten Bücher sind ja solche Selbsthilfereaktionen und auch mein inzwischen schon über achtjähriges Bloggen, denn da schreibe ich  jeden Tag über die Bücher die ich lese, die Veranstaltungen, die ich besuche und ich gehe  wahrscheinlich auch schon über vierzig Jahre mehrmals in der Woche zu Literaturveranstaltungen und natürlich auch über mein Schreiben und noch vieles andere.

Da bin ich inzwischen auch sehr selbstbewußt und habe wahrscheinlich wirklich das Gefühl, ich kenne mich gut aus, was den anderen, wenn das dann noch mit ein paar Fehlern garniert wird, höchstwahrscheinlich auf die Nerven geht und zu Kommentaren, wie die oben zitierten führt!

Trotzdem frage ich mich immer noch, warum man eigentlich  fehlerlos schreiben muß, bevor man bloggen, kommentieren, veröffentlichen, etcetera, darf?

In Zeiten, wie diesen darf oder kann das jeder und kann  auch mit Rechtschreibfehlern seine Bücher publizieren (ein Lektorat ist natürlich zu empfehlen) oder bloggen und da kann man natürlich geteilter Meinung sein und ich bin das, ganz ehrlich, auch.

Denn auf der einen Seite bin ich immer noch der Meinung, wie damals, als ich in die Straßergasse ging und, die Frau Professor Friedl ins Schwitzen brachte, weil sie mir wegen meiner Rechtschreibfehler nur ein „Sehr gut minus“ geben konnte und ich mir dachte „Was hat sie nur, das ist doch in Ordnung?“

Auf der anderen Seite, habe ich dann doch einen Perfektionismus, der mich dazu bringt, daß ich, so wie gerade jetzt, bei den „Berührungen“ meine Texte Wochen und Montate lang korrigiere, damit sie endlich fehlerlos werden und ich  die gewünschte Anerkunng bekomme, was dann doch nicht klappt.

Und ich denke auch, man sollte sich bemühen, fehlerfrei und verständlich zu schreiben, verstehe  aber nicht wirklich, warum ich „daß“ jetzt mit zwei „ss“ schreiben soll, wenn ich es doch in der Schule so lernte? Und so tue ich es auch nicht.

Ich bin auch ein wenig schlampert und wahrscheinlich auch ein bißerl legastehen, wie ich immer schreibe, eine umtrainierte „Linke“ halt, wie man das damals vor fünfundfünfzig Jahren, als ich in die Schule kam, so machte und das mißfällt meinen Lesern und weil man ja im Internet offen und ehrlich sein darf, kommen dann Kommentare und Mails, wie oben und werfen mich zurück, beziehungsweise, denke ich, inzwischen, ich muß  lernen damit zu leben und habe auch mit meinem Kritiker, der sich sehr bemühte, mir zu zeigen, wie ich verständlicher schreibe und mir den Rat gab, viel zu lesen, eifrig kommentiert.

Aber ich lese ja sehr viel und da manchmal auch ebenfalls Unverständliches, was dann die Bücherblogger reizt und  das auch  regelmßig auf die deutsche Buchpreisliste kommt.

Es ist vielleicht auch ein bißchen verwirrend, daß die Romane, die bei den Literaturwissenschaftlern, den höchsten Wert haben, wie die von Proust, James Joyce, Arno Schmidt, zum Beispiel, als eher unverständlich gelten und von den wenigsten gelesen werden, obwohl man in den Literaturseminaren davon lernt und seine Diplom- oder Bachelorarbeiten, wie das jetzt heißt, darüber schreibt.

Ich vergleiche mich natürlich nicht mit Arno Schmidt und habe ihn, als ich ihn gelesen habe, auch nicht verstanden und mich dafür entschieden, mich jetzt kein Jahr damit zu beschäftigen, sondern,  das Buch nur zu überfliegen und das in meinen Blog auch so zu berichten und auch das Leseverhalten ändert sich.

Es können immer weniger Leute lesen. Die Schulen werden inzwischen von vierzig Prozent sekundären Analphabeten verlassen, so daß es inzwischen  „Leichter  Lesen-Bemühungen“ gibt.

Dazu kommen dann auch die Migranten und die Flüchtlinge, die unser Sprachverhalten verändern werden und das war heuer auch beim „Bachmannpreis“ besonders ersichtlich, daß da zwei Autoren gelesen haben, die nicht in das übliche „Literatururinstitutsniveau“, passten, nämlich die Facebookautorin Stefanie Sargnagel und der Israeli Tomer Gardi, der wenn ich es richtig vertanden habe, nur gebrochen Deutsch spricht.

So heißt jedenfalls der Roman, der bei „Droschl“ erscheint oder schon erschienen ist und der Text, den er las, war in dieser gebrochenen Sprache, die inzwischen viele Migranten zumindest am Anfang, haben werden und die werden dann, wenn sie beispielsweise kommentieren, das vielleicht auch fehlerhaft tun und ich bin ja eine, die sich wünscht, daß alle schreiben sollen, so gut, wie sie es können und sich  diesbezüglich Toleranz und Offenheit wünscht!

So verstehe ich eigentlich nicht, daß man keine Rechtschreibfehler haben darf oder dann nichts mehr veröffentlichen und kommentieren sollte, weil dann  sehr viel verloren geht und ich eigentlich schon glaube, daß der Weg das Ziel ist.

Wie es auch beim “ Ohrenschmaus“, dem Literaturpreis für „Menschen mit Lernschwierigkeiten“, so gang und gebe ist, daß da  keine Rechtschreibfehler zählen und der wird  heuer ganz prominent im Rahmen der „Buch Wien“ vergeben und nicht, wie bisher, Anfang Dezember am „Tag der Behinderung“ und da wünschten sich die Intitatoren schon vom Anfang an, daß die Autoren auch beim „Bachmannpreis“ lesen dürfen.

Sie werden es wahrscheinlich nicht können, weil die meisten Texte keine Länge von zwanzig Minuten haben und die meisten Autoren auch nicht selber lesen, was man da ja tun muß.

Es ist aber, habe ich,  heuer in Klagenfurt gehört, das einzige Kriterium dort auftreten zu können, ein Text in deutscher Sprache, der nicht einmal gut sein muß.

Das hat Klaus Kastberger, so verlautet, der Tomer Gardi  eingeladen hat und er hat es sicherlich nur getan, weil er der Meinung war, daß der Text gut ist.

Das wirft uns aber, denke ich, an die Ausgangslage zurück, daß sehr viele Leute schreiben wollen, es auch irgendwie können, aber nur vierzehn beim „Bachmannpreis“ lesen düfen und daher auch sehr ausgewählt werden. Die Literaturinstitute suchen aus, die Verlage tun es und „Die Lektoren würden stöhnen oder zu lesen aufhören, wenn sie meine Texte sehen!“, hat mein Kritiker gemeint.

Mag sein, ich habe ja außer bei den zwei Fachbüchern, keinen ẃirklichen Verlag gefunden, schreibe aber schon seit über vierzig Jahre, habe inzwischen über vierzig Bücher selber publiziert, die der Alfred lektoriert und die ich selber monatelang auf Fehler überprüfe, obwohl ich das eigentlich nicht will und inzwischen gibt es auch für die übergebliebenen anderen bei „Amazon“ die Möglichkeit zu publizieren, was wie ich  immer höre,  ein großer Erfolg sein soll.

Weil ich sehr viel und auch über den Tellerrand lese, habe ich auch solche Bücher gelesen und bin eigentlich beim Lesen nicht sehr anspruchsvoll, sondern eher tolerant und so verstehe ich auch das meiste, außer Arno Schmid und Richard Obermayr, könnte ich jetzt frech einwerfen, aber das ist eine andere Liga und so schreibe und blogge ich auch weiter.

Nerve, wie ich fürchte, meine Leser machmal mit meinen ewigen Jammern, daß ich es nicht und nicht in den Literaturbetrieb schaffe, die sich dann vielleicht damit rächen, daß sie „Was wollen Sie, gute Frau, könnte es nicht daran liegen, daß sie einfach schlecht und unverständlich schreiben?“, ausrufen.

„Vielleicht!“, muß ich dann wohl antworten.

Aber ich bemühe mich doch sehr, habe schon sehr viel geschrieben und gelesen und denke auch, daß man das, was man gern und viel tut, irgendwie kann!

Werde mich aber, ich verspreche es, bemühen, bei meinen Kommentaren aufzupassen und sorgfältiger zu sein.

Und meine Blogartikel korrigiere ich auch immer wieder, obwohl es natürlich vorkommt, daß ich Fehler übersehe und die sollten nicht sein, das stimmt schon. Aber der Weg ist das Ziel und vielleicht ist das, was eine, die so lang und so unermüdlich schreibt, doch nicht so uninteressant?

Und so werde ich wahrscheinlich weiter für mein „Recht zu schreiben“, kämpfen und würde mir auch Anerkennung, Geduld und Verständnis meiner Leser wünschen, aber das ist wohl in Zeiten, wie diesen, wo immer mehr Leute schreiben und immer weniger lesen, vielleicht wirklich ein bisserl naiv!

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12 Kommentare »

  1. Seit vierzig Jahren schreibst Du ohne überarbeiten? Wer ist denn der Albert, der Deine Texte lektoriert? Bei mir wächst ein Text vom ersten Entwurf über mehrere Versionen. Beim Vorlesen merke ich immer, wann mir der Text unangenehm ist und ich schneller oder undeutlicher lesen will. Das sind die Stellen, die ich streiche oder überarbeite. Kennst Du das nicht? Bei Deinen Texten (wie bei den meisten von anderen) denke ich: Kürzen, kürzen, kürzen. Dann bleibt am Ende das Beste unverstellt übrig. Ich würde es um die Hälfte kürzen, dann noch mal um die Hälfte, dann noch mal um 10 Prozent. Sonst hat der Text ja gar keinen Raum zum Atmen. Denk nicht immer „das mache ich ja schon“, sondern: „Was kann ich anders machen?“ Zu vielen Texten, über die Du hier schreibst, schreibst Du „Das habe ich auch in dem und dem Roman so gemacht“. Frag dich, was der andere Text anders macht und warum, und frag Dich, warum Du es anders gemacht hast, damit lernst Du auch besser kennen, was der Kern Deines Textes ist. Keine zwei Texte sind sich so ähnlich. Es geht um das, was Du mit einem Text willst. Gib dem Raum.
    Und zu Follower/Kommentaren: Antwortest Du immer nur auf Deinem Blog oder kommentierst Du auch mal auf den Blogs der anderen? Das ist ja ein Dialog.
    Viele Grüße aus dem Norden, Anke

    Kommentar von ankedoersam — 2016-07-23 @ 09:56 | Antwort

  2. Ich verändere eigentlich recht wenig, da heißt, ich schreibe den Rohtext relativ schnell, in etwa vier bis sechs Wochen hinunter und dann bleibt es eigentlich im Großen und Ganzen ziemlich gleich, höchstens, daß ich mal eine Szene noch dazu geschrieben oder weggestrichen habe.
    Beim Rest, derzeit korrigere ich am Feinschliff der „Berührungen“ und denke, jetzt werd ich bald fertig, was dann naturgemäß noch ein paar Wochen dauert und insgesamt ungefähr zwei-bis dreimal so lange braucht, geht es um Kleindetails.
    Was noch nicht so passt, sind zum Beispiel alle Namen gleich und was hat sich jetzt in der Handlung so verändert, daß es nicht mehr zusammenpasst und dann natürlich, die Rechtschreibfehler, die Anführungszeichen, etcetera.
    Laut Vorlesen beim Korrigeren tu ich ich manchmal auch, das hilft, vor allem bei den falschen Satzstellungen, die man sonst nicht bemerkt und verkürzt wird natürlich auch.
    Da meine ich aber, daß eher zehn bis fünzehn Prozent wegkommen, als, daß die dann bleiben.
    Das mit dem auf zehn Prozent „verdichten“ trifft, denke ich, eher auf die Lyrik zu, bei der Prosa ist das, bei mir wenigstens, eigentlich nicht so, was sich ja dann auch mit dem Plot, wenn man den beispielsweise, wie, das einige tun, mit der „Schneeflockenmethode“ konzipiert, nicht ausgehen würde.
    Was das Kürzen des „Literaturgefüsters“ betrifft, ist das wieder ein bißchen anders. Die einzelnden Artikel sind lange und im Laufe des Jahres wiederholen sie sich auch, denn ich schreibe ja immer über Bücher, über meine literarischen Kränkungen, mein Schreibepläne, Veranstaltungen, Bücher, Messen, literarische Events, etcetera.
    2012 habe ich am „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ gearbeitet und dafür die besten Texte, die Reiseberichte, die Glossen, etcetera, herausgesucht.
    Einige Leute haben mir da sehr abgeraten, die Artikel zu kürzen, habe ich auch nicht getan. Nur eine Auswahl, das „Best off“, sozusagen getroffen.
    Ob es ein weiteres Buch geben wird, weiß ich nicht, geplant ist nichts und da sage ich vorläufig wieder, da müßte sich ein Verlag dafür interessieren. Das erste Buch habe ich aber auch selbst gemacht.
    Beim Schreiben meiner Bücher plane ich in meinem Notizbuch immer die nächsten Szenen im Voraus und das ist wahrscheinlich der Grund warum der Rohtext im Großen und Ganzen dann auch so bleibt.
    Bei den „Berührungen“, wo es die „Vorschau“ mit dem „Mimikry-Spiel“ vielleicht bald geben wird, habe ich mir mit dem Anfang, den ersten vier Szenen oder zwanzig Seiten sehr schwer getan und die, glaube ich, an die zehnmal um- und neu geschrieben und war oft nahe daran es wegzuschmeißen.
    Dann war ich aber über den Punkt und es ist ab da gegangen, die Szene fünf oder sechs haben mir dann, glaube ich, ganz gut gefallen und die erste „Himmelsszene“ werde ich auch Anfang September beim „Volksstimmefest“ zum Thema „In Arbeit“ lesen.
    Ich beschreibe diese Sachen übrigens immer in den „Schreibberichten“, da gibts pro Text ungefähr zehn und die kommen dann auch in die „Vorschau“, so daß man die Entstehungsprozesse relativ gut nachlesen kann.
    Hier die Beispiele für die „Nika, Weihnachtsfrau“, was zwar ganz und gar nicht zur Jahreszeit passend, mein nächstes Buch ist, das erscheinen wird, beziehungsweise gerade in der Druckerei ist. Da wäre das Gewinnspiel noch zu beantworten. Bei Interesse schnell, wenn das Buch dann da ist, was wahrscheinlich nächste Woche sein wird, ist es zu spät.
    Bei den „Berührungen“ muß ich die Zusammenstellung noch machen, die Artikel gibts aber im Blog ab Februar bis Mai zum Nachlesen.
    Bezüglich der Textvergleichungen, das sind natürlich nur subjektive Beurteilungen und wenn ich dann beispielsweise, wie es mir einmal bei einem Frischmuth-Text passierte, dachte, so gut bin ich eigentlich auch, ist das ja ein schönes Gefühl.
    Natürlich wirds nicht stimmen und soll auch nicht überheblich klingen, denn ich bin ja, das stimmt bestimmt, ein bisserl schlampert, bei Kehlmanns „F“ habe ich mir das auch gedacht, obwohl der Roman natürlich handwerklich viel beser ausgarbeitet sein wird, mir aber, wenn wieder einmal die „Du kannst nicht schreiben-Keule!“, die mich natürlich trifft, kommt, hilft, über die Kritik, beziehungsweise Kränkung hinwegzukommen.
    Das mit dem „Was kann ich sonst noch machen?“, habe ich, glaube ich, noch nicht so genau probiert oder doch wahrscheinlich, beim letzten Text, wo ich am Anfang ziemlich angestanden ist, ist das wahrscheinlich ganz intuitiv passiert.
    Daß jeder Text anders ist, stimmt natürlich und das muß wohl auch so sein, sonst wären es ja Wiederholungen, obwohl, wenn ich bei „Buchrevier“, wo ich beispielsweise sehr gerne und sehr viel kommentiere, die Autorenbriefe lese und merke, daß er sich beim „Walser“ und beim „Irving“ etcetera jetzt endlich etwas Neues und nicht nur immer die Wiederholung des selben Romans, den er schon fünfzehnmal gelesen hat, wünscht, denke ich an den Satz „Man schreibt immer denselben Roman, ein Leben lang“ und hab eigentlich gedacht, der wär von mir, beim Recherchieren bezüglich der „Berührungen“ bin ich daraufgekommen, daß ihn Himito von Doderer schon vorher verwendete.
    Der Albert heißt Alfred und ist mein Mann, der meine Texte ins PDF setzt und sie druckereifertig macht.
    Er korrigiert auch meine S und Fallfehler, bei den Beistrichen setzt er manchmal aus, da habe ich, fürchte, ich inzwischen eine ziemliche Beistrichmanie entwickelt, die ich mir auch nicht nehmen lasse.
    Ich kommentiere, siehe oben, schon auf Blogs und habe auch immer meine Lieblingsblogs, nicht so viele, aber zwei oder drei, zum Beispiel, das im Artikel erwähnte „Literaurcafe“ oder das „Buchrevier“, wo ich derzeit regelmäßg lese und dazu schreibe.
    Ja, das sind schon Dinge, das Schreiben und das Reflektieren darüber, die mich sehr beschäftigen und umhertreiben!
    Viele Grüße in den schönen Norden und danke für den Kommentar, also bin ich hier doch nicht ganz allein!

    Kommentar von jancak — 2016-07-23 @ 10:49 | Antwort

  3. Liebe Frau Jancak!

    Schön, dass Sie unseren Mailaustausch thematisieren. Immerhin schaffen Sie es ja offensichtlich mittlerweile wenigstens Absätze einzubauen, so dass die Texte nicht als unleserlicher Brei vor den Augen verschwimmen. Wie ich Ihnen ja zuletzt schrieb, werden wir keinen Konsens finden. Schon deshalb nicht, da Sie als „Autorin“ und „Literaturbegeisterte“ allen Ernstes die Frage in den Raum stellen, „warum man eigentlich fehlerlos schreiben muss, bevor man veröffentlicht“. So etwas auf einen „Literaturblog“ zu stellen ist absurd! Gottlob sind Sie keine Restaurantbesitzerin, die sich fragt, wieso man als Gast Hygiene in der Küche erwartet!

    Nee, Frau Jancak, so wird das nix und wenn Ihnen schon so viele Leute gesagt haben, dass Sie das Schreiben einfach nicht beherrschen, hat das seinen Grund. Übrigens sind Verwandte als Korrekturleser denkbar ungeeignet (damit erklärt sich so manches bei Ihnen). Nehmen Sie lieber kostenpflichtige Korrektorate in Anspruch, die objektiv urteilen und Ihre „Texte“ bearbeiten. Oder holen Sie sich wenigstens den Duden-Korrektor für den Rechner!

    Obwohl … was verschwende ich hier eigentlich meine Zeit mit jemandem, der Rechtschreibung, Zeichensetzung, Textgliederung, Absätze, also eigentlich alles, was gute und leserliche Texte ausmachen, ohnehin in Frage stellt?

    Es gibt ja noch Katzenvideos auf Youtube …

    Schönen Tag noch!
    Ulrich Lucas

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2016-08-30 @ 08:49 | Antwort

    • Ja, wenn Sie das Lesen und das Schreiben, als Dienstleistung verstehen und für Ihr Geld, das Sie auf einen Blog gar nicht bezahlen, die absolute Perfektion erwarten, dann verschwenden Sie wahrscheinlich wirklich Ihre Zeit und sollten sich das besser Lektorierte suchen!
      Ich sehe das Schreiben und das Lesen wahrscheinlich etwas anders, betrachte mich nicht als Dienstleisterin, wenn ich auch, nur mit der Definition des „Ausleben der Kreativität“ und der „Selbstverwirklichung“ meine Schwierigkeiten habe!
      Denn das allein ist es nicht, es ist schon meine „Lebensform“ und ich mache wahrscheinlich ein paar Recht- und Flüchtigkeitsfehler, glaube aber, daß ich nach vierzig Jahren kontinuierlichen Schreibens soviel Routine habe, daß man das Wesentliche und die Intention dahinter trotzdem versteht!
      Aber egal, wenn Sie die absolute Perfektion bei mir erwarten, sind Sie wahrscheinlich bei mir falsch und bei den gut konstruierten Texten besser aufgehoben, wenn Sie aber wissen wollen, wie es einer geht, die sich sehr für das Schreiben, das Lesen und, die Gesellschaft, um sie herum, interessiert und das sehr ehrlich, offen und mit „Herzblut“ flüstert, wären Sie wahrscheinlich richtiger und würden vielleicht auch einiges über
      den Wiener Literaturbetrieb, über die Longlist des deutschen Buchpreises, Preise, Bücher, Trends, etcetera, erfahren.
      In diesem Sinne auch noch einen schönen Tag, schöne Videos und perfektes Lesen!
      Schön auch, daß Sie mich trotzdem besuchten!

      Kommentar von jancak — 2016-08-30 @ 09:11 | Antwort

      • 1. Es heißt „Selbstverwirklichung“.
        2. Sie machen keine „paar“ Fehler. Ihre Texte sind voll davon. Auch nach angeblichen 40 Jahren „Kontinuität“.
        3. Lesen und Schreiben können sind keine „Dienstleistung“, sondern Voraussetzungen für jemanden, der von sich behauptet, im „Literaturbetrieb“ unterwegs zu sein. Defizite darin zu haben, sind keine Schande, man muss sich aber entweder beim Korrigieren helfen lassen oder nichts veröffentlichen.
        4. Das „Wesentliche“ wird gar nicht wahrgenommen, wenn einem die ersten Sätze schon Schmerzen verursachen.
        5. Ja, interessieren Sie sich gerne fürs Schreiben! Aber schreiben Sie besser für die Schublade.
        6. siehe Punkt 1 – 5
        MfG
        Ulrich Lucas

        Kommentar von Ulrich Lucas — 2016-08-30 @ 09:45

  4. Ich mache es, so gut ich es kann, bemüht und mit Herzblut und das würde ich mir auch von den anderen so erwarten und mir wünschen, daß sie es tun, auch wenn dann vielleicht einer, zwei oder auch hundert Fehler darin enthalten sind!
    In diesem Sinn habe ich die Auswahl des heurigen „Bachmannpreises“ und das „Broken German“ des Tomer Gardi und die vielleicht etwas derbe Sprache der Stefanie Sargnagel sehr gut gefunden.
    Natürlich soll man sich, um Perfektion bemühen, seine Fehler ausbessern, sich bemühen, etcetera und das, glaube ich, auch zu tun!
    Aber zu Schreiben aufgeben, weil man es angeblich nicht kann, würde ich für das falsche Signal halten und das auch niemanden raten!
    Ich war einmal in einer Schreibwerkstatt, wo eine Teilnehmerin war, die sich wahrscheinlich schwerer, als ich mit dem Schreiben getan hat und ich habe es in dieser Gruppe sehr gut gefunden, daß ihr niemand sagte: „Du bist zu schlecht für uns, bleib weg!“, sondern ihr trotzdem applaudierten.
    Das würde ich mir auch für mich wünschen und ich bin auch in einer Jury eines Literaturpreises für Menschen mit Lernschwierigkeiten, wo es sehr sehr schöne Texte von Menschen, die vielleicht auch nicht so gut schreiben können, gibt.
    In diesem Sinne werde ich also so gut, wie es geht, weiterschreiben, mich weiterbemühen und froh darüber sein, daß es das Internet gibt, so daß ich nicht nur für die Schublade zu schreiben brauche!
    Es gibt jetzt allerdings auch bald die neue Anthologie des „Linkes Wortes“ vom letzten Volksstimmefest mit einem, wie, ich glaube, gut lektorierten Text von mir.
    Wenn Sie wollen, schicke ich sie Ihnen gerne zu. Der Lektor ist jedenfalls Germanist und kann, wie ich hoffe, mit mir und meiner Art des Schreibens leben!

    Kommentar von jancak — 2016-08-30 @ 09:53 | Antwort

  5. Ach Frau Jancak, irgendwie sind Sie auf Ihre Art schon wieder erfrischend! Wie gesagt, auf Ihre Art!

    „Ich mache es, so gut ich es kann, bemüht …“ Wussten Sie, dass solche Textbausteine, eingefügt in das Arbeitszeugnis eines Arbeitnehmers, dem potentiellen nächsten Arbeitgebers nichts anderes sagt, als „Der Mitarbeiter hat überhaupt nichts auf die Reihe gekriegt!“

    Irgendwie entlarvend, finden Sie nicht?

    Wenn Sie allerdings hauptsächlich mit Leuten zu tun haben, die an Legasthenie leiden, ist das ja wieder was anderes! Dann müssen Sie in dieser Richtung bloggen und nicht den Eindruck erwecken, Sie wären in der alltäglichen Literatur zuhause bzw. bewandert! Eben das tun Sie aber! Es ist doch gar keine Frage, dass auch Leute mit Schreibschwächen schreiben sollen! Wie sonst sollen sie es denn lernen? Und ja, man soll sie auch loben und ermuntern! Allerdings gehört das dann nur in eben diesen kleinen Kreis und – wenn überhaupt – dann korrigiert in die Öffentlichkeit.

    Übrigens: Ich für meinen Teil würde gern zeichnen können. Mir fehlt in der Hinsicht aber die Fähigkeit zum räumlichen Denken, ich sehe einen Gegenstand, kann ihn aber nicht zu Papier bringen. Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie eine Farbe zuhause an meiner Wand wirkt, bis ich sie nicht daran gesehen habe. Soll ich jetzt einen Blog über Malerei starten und laienhaftes Gekritzel veröffentlichen? Soll ich einen Fotoblog eröffnen, mit Bildern, die ich nur im Automatik-Modus gemacht habe? „Sehr her, ich kann auf den Auslöser drücken und Bilder hochladen!“

    Ich denke Sie kenne die Antwort: Ich lasse es bleiben, denn es ist peinlich (sorry, mir fällt kein anderes Wort ein). Defizite, mangelnde Kenntnisse, Unvermögen, all das darf man haben. Man muss sie aber auch selbst erkennen können und dementsprechend auftreten und sich bewusst sein, dass man Grenzen hat und diese eben akzeptieren.

    Ja, schicken Sie mir gern mal den erwähnten Text. Meine Adresse haben Sie ja noch.

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2016-08-30 @ 11:11 | Antwort

    • Das ist fein oder auch nicht, denn irgendwie schreiben wir offenbar immer aneinander vorbei!
      Ich bewerte manchmal Texte von Menschen mit „Downsyndrom“, aber ich habe kein solches, auch keine Legasthenie oder ADHD, wie Sie mir offenbar unterstellen wollen, sondern habe einmal einen Teil des“ Wiener Kinderbuchpreises“ und auch schon andere Preise gewonnen, war in diesbezüglichen Jurien und bin auch Mitglied des größten österreichischen Autorenvereins!
      Trotzdem passiert es offenbar immer wieder, daß ich zu schnell und unkorrigiert schreibe, Flüchtigkeits- und andere Fehler mache und auch noch die alte Rechtschreibordnung verwende, was einigen, nicht allen Lesern, wie Sie, zu stören scheint, die mich dann darauf hinweisen!
      Ich nehme das auch sehr ernst, lösche diese Kommentare nicht, sondern setze mich mit ihnen auseinander!
      Es hilft aber wahrscheinlich mehr zu sagen „Da sind ein paar Fehler, da warst du zu schnell, schau dir das nochmals an!“, als immer wieder den Finger in die offene Wunde zu stecken und “ Du bist ein Dillettant!“, zu schreien!
      In diesem Sinne freut es mich, wenn Sie immer wieder zu mir kommen, aber Sie wissen jetzt, was Sie erwartet und, wie ich schreibe!
      Ich bin übrigens der Meinung, daß jeder schreiben, malen, tanzen, etcera, soll, der das möchte und würde Ihnen empfehlen, einen Volkshoch-oder anderen Kurs zu besuchen, wenn Sie Ihre Fertigkeiten verbessern möchten und dann können Sie auch Iihre Sachen auf einen Blog stellen, wenn Sie das möchten und sich das zutrauen, weil man ja nur durch Übung lernt und falsche Bescheidenheit auch nichts nützt und nicht weiterbringt!
      Das Buch schicke ich Ihnen, sobald ich es bekomme, gerne zu, es ist, glaube ich, eine schöne Mischung von bekannter und auch unbekannterer österreichischer Gegenwartsliteratur mit Texten von sehr interessanten Autoren!

      Kommentar von jancak — 2016-08-30 @ 11:59 | Antwort

  6. Liebe Frau Jancak,

    wie Sie sich vielleicht erinnern, habe ich Ihnen bereits mal ein Beispiel genannt, wie ein Text von Ihnen (es war der Kommentar im LC) korrigiert aussehen könnte. Das Dilemma: Es ist Ihnen wurscht.

    Was soll also die Bemerkung „Es hilft aber wahrscheinlich mehr zu sagen „Da sind ein paar Fehler, da warst du zu schnell, schau dir das nochmals an!“
    wenn Ihnen die Antwort egal ist und Sie trotzig darauf bestehen, einfach so weiterzuknödeln wie bisher? Ignoranz kann natürlich auch eine Form des „Auseinandersetzens“ sein, keine Frage.

    Ihre Anmerkung zu Kursen habe ich fast befürchtet. Ich vermute jedoch, wenn ich Ihnen antworte, dass der beste Kurs nichts bringt, wenn nicht mal rudimentäre Fähigkeiten vorhanden sind, geht das hier rein und da wieder raus. Sie bekämen es glatt fertig, jemandem mit Höhenangst eine Bergsteigerausbildung zu empfehlen, oder?

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2016-08-30 @ 12:42 | Antwort

    • Ich würde ihm mal ein paar Bilder oder Filme von Bergen zeigen und dann mit ihm hinausgehen, zuerst auf den Kahlenberg, dann vielleicht schon etwas höher und ich würde ihn immer wieder loben und sagen,“Du tust das schon ganz gut!“, bis es dann so weit für den Bergsteigerkurs ist und wenn Sie malen wollen, sollten sie das tun, finde ich, tut mir leid, da werden Sie von mir nichts anderes hören!
      In unserem Wohnzimmer hing übrigens einmal eine Reproduktion vom Hermann Nitsch und eine Zeichnung von unserer damals dreijährigen Tochter. Die Unterschiede sind recht schwer zu erkennen und es haben sich schon ein paar Leute geirrt!
      Wenn Sie es wissen wollen, schreibe und blogge ich auch deshalb weiter, ganz egal, wie gut und schlecht, rudimentär oder fortgeschritten ich jetzt bin!
      Das ist, wie mit dem halbleeren oder halbvollen Glas, ich sage, es ist halb voll, Sie sehen die Lücke, in Wirklichkeit ist es halb voll und halb leer und man sollte beides nicht übersehen!
      Sie sagen nur, Sie können nicht schreiben und nicht, „Wow soviel haben Sie schon geschrieben und eigentlich ist das doch ganz interessant!“ oder doch manchmal haben Sie schon geschrieben, daß das jetzt schon viel besser ist, obwohl ich wahrscheinlich gleich, wie vorher geschrieben habe.
      Und was Ihre Verbesserungsvorschläge betrifft, tut mir leid, damit habe ich nicht so viel anfangen können, ich habe mich aber bemüht, meine Texte genauer zu korrigieren und interessieren würde mich jetzt schon, was Sie treibt, immer wieder den Finger auf die Wunde zu legen und mir zu beweisen, daß ich eine schlechte Schreiberin bin?
      Sie könnten es ja so stehen lassen und zu fehlerfreieren Blogs übergehen?
      Ich würde mich in diesen Fall freuen, besser zu sein und hätte kein weiteres Problem mit dem angeblich fehlerhaften Text!

      Kommentar von jancak — 2016-08-30 @ 13:01 | Antwort

  7. Die Frage ist berechtigt, liebe Frau Jancak. Was treibt mich eigentlich? Ich kann über Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler tatsächlich hinweg sehen, solange es nicht um a)Literatur geht und b)der Text von jemandem stammt, der von sich behauptet, Autor/in zu sein.

    Kommentieren Sie in einem Haustierforum und schreiben Sie Katze mit C. Geschenkt! Kommentieren Sie zu einem Auto und bringen Sie im Begriff „Doppelreihenvierzylinder“ vier F unter. Geschenkt!

    Aber Sie bloggen und kommentieren zum Lesen und Schreiben! Und in diesem Moment MÜSSEN Sie ordentlich schreiben! Allein, dass Sie das in Frage stellen, finde ich grausam! Ihnen, Frau Jancak, ist unsere Sprache egal, Ihnen sind Texte egal. Hauptsache, Sie hauen was raus, füllen Ihren Blog-Content und können behaupten, „viel geschrieben“ zu haben.

    Und ja, ich habe Verbesserungen festgestellt, und nein, Sie haben NICHT wie vorher geschrieben, sondern eben anders, besser! Nicht einmal das fällt Ihnen offenbar selbst auf!

    Egal, lassen wir’s dabei bewenden.

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2016-08-30 @ 13:34 | Antwort

    • Nun ja, aber Katze schreibe ich eigentlich nicht mit „c“, also sind ihre Ansprüche vielleicht doch etwas zu streng und übertrieben, so daß sie vor lauter Streu und dem Bemühen alles zu Vermessen den Weizen vielleicht nicht sehen!
      Da ist eine, die setzt die „s“ manchmal nicht richtig und ist auch mit den Beistrichen vielleicht zu großzügig und versteht trotzdem eine Menge von Literatur, weil sie zu vielen Veranstaltungen geht und da wär es ja schon einmal egal, wie man nun Katze schreibt!
      Fürs Bewenden wär ich auch, weil wir ja auch bei unserem Mailverkehr nicht richtig weitergekommen sind und ich nicht der Meinung bin, daß ich nicht bloggen oder schreiben darf, wenn ich die Grammatik vielleicht nicht ganz korrekt oder auch ziemlich falsch verwende und über die Frage, was ordentlich schreiben heißt, läßt sich zwar auch diskutieren, aber vielleicht kommen wir da wirklich nicht zusammen, weil jeder nur seine Hälfte sieht und die andere ignoriert!

      Kommentar von jancak — 2016-08-30 @ 16:06 | Antwort


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