Literaturgefluester

2016-07-25

Das zweite Lesehalbjahr

Jetzt kommt wieder eine Glosse, beziehungsweise das Eingestehen einer Schwäche oder Stärke, man kann das ja drehen und wenden, wie man will und möchte, denn wenn man neugierig ist und irgendwie ganz heimlich oder auch schon ziemlich offen, den Anspruch hat, möglichst alle Bücher zu lesen und gleichzeitig auch seine Bücherbeschränkungspläne und seine Leselistenpläne irgendwie auch einhalten will, muß man zwangsläufig scheitern, das geht gar nicht anders.

Ist das ja, wie die Quadratur des Kreises oder irgendwie auch anders, denn Lesen ist ja schön und eigentlich ist es auch herrlich, daß es so viele Bücher gibt und so viele Leute schreiben und das tue ich ja auch und habe gerade mit dem Alfred das „Dummie“ der „Nika, Weihnachtsfrau“ bestellt. Das wird nächste Woche kommen und mit den „Berührungen“ hoffe ich derzeit ja auch bald fertig zu werden, damit ich mit meinem Sommerbuch „Claire Klara Clarissa“, vielleicht doch noch vor dem „Nanowrimo“ anfangen kann.

Über meine Lesepläne oder den Badezimmerstapel, den ich vor ein paar Wochen zur Seite geräumt habe und mir ausgerechnet habe, welche Bücher davon ich heuer wahrscheinlich, doch nicht mehr lesen will, habe ich ja schon geschrieben und auch gedacht, es dabei zu lassen, beziehungsweise bin ich in meine heurigen Sommerfrischenwochenende gestartet und habe da ja ein paar ganz alte DDR-Bücher überm Bett liegen, den „Tod des Vergil“, eigentlich kein Sommerbuch oder doch vielleicht, wenn ich da sehe, daß die Kritiker und Feuilletonisten zum Lesen der „Odyssee“ als Sommerkeltüre, statt Hennig Mankell oder einem Ostfriesenkrimi raten und in Wien lockt ja die Vicki Baum, aber bevor ich zu ihr komme, muß ich noch Ruth Schweikerts „Ohio“lesen, da ich mit Richard Wagners „Habseligkeiten“ jetzt fertig geworden bin.

Dann lese ich aber auch immer gerne Blogs oder schaue die Vlog-genannten Videos und da gibt es ja Sophie Palme und die präsentierte vor kurzem ihr letztes Lesehalbjahr, was mich dazu anregte, auch über mein noch vor mir liegendes nachzudenken, beziehungsweise nachzudenken, wieviele Bücher ich von meiner langen Leseliste bis jetzt geschafft habe?

Jetzt ist der Juli schon ziemlich fortgeschritten, habe aber bis jetzt sechsundsiebzig Bücher gelesen und wenn ich das verdoppele, werden es wahrscheinlich hundertvierzig bis hundertfünfzig werden.

Also weniger, wie bisher, das habe ich schon geschrieben, daß ich seltsamerweise langsamer werde und ab August bezüglich der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste bezüglich meiner Leseliste wahrscheinlich nicht mehr wirklich weiterkommen werde.

Also endlich die Vicki Baum lesen und dann die Schmankerln, die ich eigentlich unbedingt schaffen,möchte, dazu gehört ja der Franzobel, den ich auf der vorletzten Buch-Wien gewonnen habe, den Richard Schuberth, der seltsamerweise bei den O-Tönen als Debut präsentiert wird, obwohl es, glaube ich, nicht sein erstes Buch ist und auch schon im letzten Jahr erschienen ist.

„Licht im August“, sollte ich eigentlich lesen, Martina Wieds „Rauch über St. Florian“ sollte ich als Sommerbuch lesen und dann noch Arno Geigers „Uns geht es gut“, Erich Landgrebes „Adam geht durch die Stadt“, Jürgen Benvenutis „Kolibri“ Carla Federicos „Im Land der Feuerblume“, Sabine Grubers „Stillbach oder die Sehnsucht“, Amarylis Sommerers „Krimis“ und und und, denn darauf habe ich mich, als ich die Bücher gefunden oder aus den Abverkaufskisten gezogen habe, ja sehr gefreut.

Aber die Buchproduktion schläft nicht und wenn man, wie ich regelmäßig zu Lesungen geht, wächst die Neugier und so habe ich, nach dem es bei den O-Tönen jetzt ja so eine Reihe gibt, einige Debut angefragt, Susanne Mewes Roman, die letzte Wartholz Gewinnerin, interessiert mich natürlich und ich bekomme auch manchmal Anfragen von Verlagen und Agenturen, wo ich eigentlich angesichts meiner überlangen Leseliste „Nein!“, sagen sollte und es doch nicht tue.

Denn eigentlich, glaube ich, möchte ich ja alles lesen und es ist auch eigentlich egal ob ich mit dem Alten oder Neuen anfange oder eigentlich denke ich und hat sich auch bestätigt, die Mischung machts und so habe ich von Bernhard Kellermann, einem eigentlich zimelich vergessenen DDR-Autor „Die Stadt Anatol“ hervorgeholt, habe Elfriede Vavriks „Nackbadestrand“ gelesen, als jemand im „Literaturcafe“, nach Literatur für oder von Alten fragte und der Sexbericht einer neunundsiebzigjährigen alten Dame ist eigentlich sehr interessant, auch, wenn ich bei allem nicht glaube, daß es so ist oder es bei mir anders vorstellen könnte.

Also werden es in den nächsten fünfeinhalb Monaten sicher wieder viele neue Bücher werden und neue Versuchungen kommen und eigentlich schön, wenn man so einfach anfragen und sich durch die Bücherlisten lesen oder im Schrank auch einmal einen „Inselkrimi“, Paulus Hochgatterer „Die Süße des Lebens“, den Bestseller aus 2007 oder einen alten Jan Peter Bremer finde.

Ich weiß, sein Bachmannpreis hat mir nicht so besonders gefallen, aber vielleicht mache ich beim „Palast im Koffer“ eine Überraschung und ansonsten bin ich schon sehr neugierig, was in einem Monat auf dieser Liste stehen wird. Diesmal werde ich alles anfragen und nur lesen was kommt, die Hälfte würde ich einmal vermuten, aber dann gibt es ja noch soviele andere Neuerscheinungen und Lyrik, sollte ich  auch noch lesen und Dietmar Füssel hat mir gerade gemailt, daß er mir die Neuauflage eines seiner früheren Büchern  schicken wird.

Also wird es die Mischung machen und ich werde wohl noch einige Bücher auf meine übervolle Leseliste schreiben und dann im Dezember ein paar, die ich auch gern gelesen hätte, wieder hinunternehmen.

Aber wenn ich auch nur sehr zögernd zu meinem Vicki Baum Schwerpunkt komme, der Stefan Zweig Schwerpunkt war ja nicht eingeplant und auch sehr wichtig und die Buchdebuts sind spannend, aber auch das, was die vielleicht unbekannteren Autoren in den österreichischen und deutschen Kleinverlagen und natürlich auch die Selfpublisher schreiben, denn das finde ich auch sehr interessant.

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