Literaturgefluester

2016-08-25

Vom (Longlisten)lesen und vom Schreiben

Ja, also zwei große Projekte, die mich in diesen Herbst begleiten, so daß es mir eigentlich gut geht und ich sehr beschätigt bin.

Den Roman „Claire-Klara-Clarisse“, den ich mir sozusagen aus Kroatien mitgebracht habe, habe ich begonnen und inzwischen zehntausendneunhundertneunundzwanzig Worte, sechs Szenen, bzw. einundzwanzig Seiten und es geht eigentlich sehr gut damit.

Meine Kritiker werden zwar vielleicht wieder sagen, daß das unverständliches Zeug ist, beziehungsweise, ChickLit, ein Liebesroman, etwas Narratives und überhaupt nichts, was sie interessiert, können das aber wahrscheinlich gar nicht, weil sie es ja nicht gelesen haben und ich weiß, das Genre gar nicht so genau und überhaupt nicht, ob ich solches schreibe.

Ich schreibe keine ChickLits sondern Literatur, also werden sie die Liebesgeschichte von dem Buchpreismitlgied Klara Winter, das aus Frankfurt übersützt aufbricht und mit ihrem VW-Bus nach Trogir fährt, weil ihr Freund Edy, sie mit ihrer Freundin Kathrin betrogen hat, beziehungsweise ihr beim Sommerest der FAZ in ein Hotelzimmer folgte, vielleicht für kitschig halten.

In der Nacht träumt Klara von einem Zauberer, der die kleine Klara mit einem Luftballon entführt und zu einer anderen Mutter bringt, sie lernt im Cafe Monaco den Exilrussen Sergej kennen, fährt mit ihm nach Split, wo sie seine Lieblingscousine Clarisse, die Kuratorin des Filmfestivals von Split ist, treffen und die hat ein schweres Leben, ist Bulimikerin, weil sich ihre Eltern, als sie sehr klein war und ihre Schwester verlor, scheiden ließen und sie fortan bei ihrer Großmutter Claire, die sowohl in Ragusa als auch in Nizza lebte, aufwuchs.

Die Szene bis zum dalmatinischen Abend am Campingplatz habe ich schon geschrieben. Vorher hat Klara Sergej im Cafe Monaco kennengelernt, der auch bei dem Abend am Camp ein Saxophon-Solo gab. Jetzt wird sie alleine nach Split fahren, dort aber sowohl Clarisse, als auch Sergej treffen und die letzte Szene muß ich noch korrigieren und dann das Ganze wieder vornehmen, durchlesen und weiterplotten.

So bald wird das nicht passieren, das heißt, es wird wieder eine Unterbrechung geben, denn am Freitag gehen wir ja mit dem Alfred und seiner Wandergruppe in das Höllengebiergte und da werde ich mir wahrscheinlich diesmal meinen E-Bookreader mitnemen und mit Hans Platzgumers „Am Rand“, sehr passend, mit dem heurigen Longlistenlesen beginnen.

denn richtig, am Dienstag wurde ja die Longlist bekanntgegeben, die diesmal eine sehr sehr überraschende war. Denn ich habe mir ja schon ein paar Wochen vorher Gedanken darüber gemacht, was auf dieser Liste stehen könnte und bin auf etwas ganz ganz anderes gekommen, als das was die Jury dann auswählte, kein Glavinic, kein Gstrein, kein Köhlmeier auch keine Sabine Gruber, kein Tilmann Ramstedt, keine Julie Zeh und auch nichts oder nur wenig, was mit der aktuellen Flüchtlingssituation zu tun haben könnte.

Nun gut, die Jury ist immer für eine Überraschung gut, ich habe am Dienstag dann, wo ich eine Diagnostik und auch relativ viele Stunden hatte, die Verlage, um die Bücher angeschrieben und interessant, daß diesmal sehr viele E-Books beziehungweise PDFs zu mir gekommen sind.

Das heißt „Jung und Jung“, „Zsolnay“ und auch der mir bisher unbekannte „Lenos Verlag“ haben mir solche teilweise mit der Begründung, daß die Rezensionsexemplare schon alle weg sind, geschickt.

Als ich vor drei Jahren „Jung und Jung“, wegen der Nellja Veremej anfragte, ist mir das auch so passiert und „Droschl“ hat mir im Vorjahr die Monique Schwitters auch als PDF geschickt.

Das heißt vier Bücher werde ich dann auf meinen E-Book Reader haben und mit dem Lesen beginnen können, sobald ich mit dem SexChickLit, das mir „Literaturtest“ schickte „Die Kunst Elch Urin frisch zu halten“ fertig bin das wahrscheinlich eine etwas „unwürdige Lektüre“ ist, aber spannend, wenn auch etwas aufgesetzt und dann gar nicht so leicht zu lesen.

„Matthes und Seitz“ hat mir das neue Buch der Anna Weidenholzer, die nicht mehr bei „Residzenz“ verlegt, auch versprochen, den Bodo Kirchoff soll ich bekommen und „Rowohlt“ wird mir auch seine zwei Listenbücher schicken. Das wären dann acht und weil inzwischen auch noch ein anderer, wahrscheinlich weiblicherer ChickLit vom „Literaturtest“ zu mir gekommen ist, werde ich sehr viel zu lesen haben und wahrscheinlich noch nicht damit fertig sein, wenn dann in eineinhalb Wochen die österreichische buchpreisliste veröffentlich wird.

Und auf die bin ich jetzt sehr gespannt und starte also in einen heißen Leseherbst, der von einem heißen Sommerschreiben bebgleitet sein wird. Dazwischen gibts dann die Lesung auf dem „Volksstimmefest“ aus den „Berührungen“ und die Anthologie vom letzen Jahr, die schon erschienen ist, sollte auch bald zu mir kommen.

Die Veranstaltungen fangen dann im September auch wieder an und ich starte heute nach den O-Tönen in mein letztes Sommerfrischenwochenende, das ich ja auf dem Berg verbringen werde.

Dann gehts am Montag schon wieder zurück nach Wien, der Alfred startet mit dem Karli auf Urlaub nach Russland und nach Japan.Ich bleibe zurück und werde schreiben, lesen, den Altweibersommer genießen und gespannt sein, wie ungewöhnlich, die österreichische Longlist werden wird?

Aber es gibt ja viel mehr als zwanzig gute Bücher pro Jahr, das habe ich auch schon geschrieben und das hat sich offenbar auch zu den Juroren herumgesprochen und so werde ich heuer sehr viel Überraschendes, Würdiges und vielleicht auch Unwürdiges lesen und die Vicki Baum bleibt leider vorerst liegen, aber vielleicht geht es sich im November nach der „Buch-Wien“ und nach der österreichischen Buchpreisvergabe aus.

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