Literaturgefluester

2016-12-03

Das Bücherjahr

Das Jahr neigt sich allmählich zu Ende und da ich gestern Nacht noch einmal meine Leseliste aktualisiert und ein paar 2016 Bücher in das nächste Jahr hinübergetragen habe, ist es vielleicht Zeit, noch einmal und ausführlich über das Lesejahr 2016 zu schreiben, das abgesehen davon, daß ich höchstwahrscheinlich viel weniger Bücher, als in den Vorjahren gelesen habe, ein sehr interessantes und erfreuliches war.

Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau beschreiben, aber seit dem ich eine Leseliste führe, die sich 2011 so allmählich aus der „Hundert Bücher-Challenge“ ergeben hat, ist die Zahl einige Jahre lang hinaufgegangen.

2010 waren es neunzig Bücher, die Zahlen der beiden vorangegangenen Jahre, vor allem die von 2008, wo ich ja auch erst im Juli mit dem Bloggen angefangen habe, sind nicht komplett, weil ich damals noch nicht alle gelesenen Bücher besprochen habe.

2011, hundertfünfzehn, 2012 hundertvierundfünzig, 2013 hundertsechundsiebzig, von da ab gings bergab, denn 2014 waren es nur noch hunderteinundsiebzig, 2015 hundertzweiundsechzi und heuer werden es vermutlich an die hundertfünfundvierzig, vielleicht mit einem leichten plus oder minus, sein.

Etwa drei Bücher in der Woche und die lese ich regelmäßig täglich in der früh, so an die sechzig bis hundert Seiten in der Badewanne und am Abend nur am Wochenende oder in den Ferien, wenn ich zu Hause bin und zu keinen Veranstaltungen gehe, über die ich dann blogge.

Ich habe ja, glaube ich, schon in meinen Studententagen, als ich mir die Bücher noch zum Normalpreis kaufte, angefangen zu sammeln, dann kamen die Büchertürme bei der „Literatur im März“, Edith Brocza hat mich einmal die Reste aus der Buchhandlung in ihrem Haus mitnehmen lassen und ab 2010 die offenen Bücherschränke, die die Zahl meiner ungelesenen Bücher in die Höhe schnellen ließ.

So daß ich 2013 den Rappel bekam, mir eine Bücherschränkung verordnete, die ich nicht wirklich oder eigentlich gar nicht einhielt, aber möglichst alle meine Bücher in meine Leseliste eintrug, so daß die bald explodierte und ins Jahr 2025 oder noch länger hinführte.

Bis 2013 aber habe ich es geschafft, alle Bücher auf der Jahresliste zu lesen, aber 2013 war auch das Jahr, wo Mara Giese mit der Aktion „fünf lesen vier“ begann und ich mir das erste Mal die Frage stellte, ob ich nicht auch „Buchpreisbloggen“ soll?

Damals habe ich es nicht gemacht, die Leseliste hat mich daran gehindert, ich war auch nicht sicher, ob mir die deutschen Verlage, die Bücher schicken würden, aber 2015 als sich dann die „offiziellen Buchpreisblogger“ gründeten, habe ich mich nicht mehr zurückgehalten und gelesen und gelesen, was, glaube ich, schon 2014 dazu führte, daß ich schon im Dezember umdisponierte, die ungelesenen Bücher aus dem Badezimmer räumte und die neuen hineinpackte, was einige Zeit erforderte und auch zu einem kleinen Unfall führte.

Im Vorjahr hat sich das wiederholt und, als heuer klar wurde, daß ich fast alle Bücher des dBp bekommen werde und, da sich das Buchpreislesen auf österreichisch ja kurze Zeit danach wiederholte, da habe ich zwar nur die halben Bücher gelesen, aber es war schon im September klar, ich schaffe, die durch Rezensionsexemplare auf zweihundert angestiegene Liste nicht  und ich war mir auch nicht sicher, ob ich wirklich alle Listenbücher finden werde und wenn ich sie im nächsten Jahr dann ohnehin wieder zurückräumen, muß, habe ich die Zukunftsleseliste gelöscht und mir bei der 2016 Leseliste angeschaut, was ich unbedingt noch auf jeden Fall lesen will.

Da waren ja einige Geburtstags- und Weihnachtsbücher und auch sonst sehr interessante Fundstücke dabei und zu meinem Vici-Baum Schwerpunkt wollte ich auch noch kommen, tue aber seit August nichts anderes, als Rezensionsexemplare zu lesen und da stehen  noch einige auf der Liste, die glesen werden sollen und wenn ich zwölf Bücher im Monat schaffe und heute schon der dritte Dezember ist, wirds vielleicht doch nicht so ganz mit der Vicki Baum klappen, aber den Franzobel will ich unbedangt lesen, das Buch der Ela Angerer, das erste, das zweite habe ich diese Woche ja auch  bekommen und dann den Richard Schuberth auf den warte ich auch schon so lang.

Also das andere Interessante auch in das nächste Jahr gepackt, da liegen die Bücher ja schon im Badezimmer, die zu einem großen Teil aus der 2016 Liste stammen oder aus einigen sehr interessanten Funden, wie beispielsweise „Löwenwecken“, auf das ich  aufmerksam wurde, als Israel das Gastland in Leipzig war, bestehen.

Da hab ich wieder den Vorsatz, wenn möglich, die abgespeckte 2017 Liste wirklich hinunterzulesen, zweimal fünf Rezensionsexemplare aus der Frühjahrsleseproduktion habe ich mir aber schon bestellt und das „Buchpreislesen“ will ich ja eigentlich auch wiederholen, was bedeutet, das ich vermutlich wieder ab Ende August Rezensionsexemplare lesen werde und mit meiner Liste fertig sein sollte.

Die besten Vorsätze also und bin nicht wirklich sicher, ob es klappt, denn das hat es noch nie, weil ich sehr neugierig auf neue Bücher bin und die zum Teil auch angeboten bekomme.

Nun, das wird sich zeigen und wenn man jetzt auf das Jahr 2016 schaut, habe ich schon sehr viel Interessantes gelesen und da habe ich Jänner auch ganz brav mit der Leseliste angefangen.

Das heißt  „Amerikatz“ war noch jahresübergreifend, Hans Fallada und Donna Leon standen auch auf der Liste und bis Leipzig hatte ich zwar auch Rezensionsexemplare, aber danach habe ich mir dann soviel bestellt, daß ich mit den vorgenommenen Büchern nicht wirklich weitergekommen bin.

Im Mai fuhren wir nach Kroatien, da habe ich mir eine eigene Kroatienliste gemacht und dann habe ich ja auch ein paar Bücher für „Paul und Paula“ gelesen, die mir zum Teil Klaus Khittl oder Gloria G. borgte und der Stefan Zweig Schwerpunkt und das Doderer-Lesen ist dann auch hinzugekommen.

Im Sommer klappte es dann zwar mit ein paar Büchern aus dem Harlander Stapel, aber dann kam schon bald der August und das Buchpreislesen und ein paar Bücher, die mir  „Literaturtest“ oder die ich bei „Aufbau“ bestellte waren auch dabei.

Ab August habe ich dann Buchpreis gelesen und gelesen, achtzehn der deutschen dBp, das hat ja heuer vervorragend geklappt, „Hool“ wartet noch, „München müßte ich noch finden oder den Mut zu Lücke haben, von der öst List waren es fünf und die drei Debuts und dann kam ja schon vollig überraschend aber sehr spannend das „Buchdebut-Bloggerlesen“ und da habe ich mir die Shortlist ja auch durch einige Longlistenbücher erweitert.

„Keiper“ hat mir überraschend zwei Bücher geschickt und mein Kritiker Uli Lucas, dessen „Horrorgeschichtensammlung“ ich gerade ausgelesen habe und der liebe Dietmar Füssel schickt mir Bücher, Gerhard Jaschke hat mir seinen Gedichtband geschickt, sowie Petra Ganglbauer und dann waren ja auch einige Schmankerl auf meiner ursprünglichen Bücherliste, so daß ich heuer „Biss zum Morgengrauen“, aber auch „Hausfrauensex“, den „Braven Soldaten Schwejk“, die „Henkerin“, den „Tod des Vergils“, aber auch Nele Neuhaus und  Anna Achmatova gelesen habe.

Jane Austen „Verstand und Gefühl“ war auch dabei, was dann weil ja ein Henry James Gedenkjahr war. durch „Eine Dame von Welt“ ergänzt wurde.

Ich habe „Mimikry“ elesen oder gespielt und endlich Hans Weigels „Unvollendete Symphonie“ und und…

Ein Blick auf die Liste macht es vollständig und ich denke, es war eine sehr interessante Mischung zwischen alt und neu. Denn ich bin ja eing, die eigentlich wirklich neugierig auf alles ist, auch gerne mal einen Krimi oder ein Chicklit liest und da war ja auch was Selbstgemachtes der Annika Bühnemann dabei.

Ich habe da keine Voruteile, spüre aber natürlich auch die Grenze der Menge und muß jetzt aussuchen, weil ich ja nicht nicht wirklich alles lesen kann, was ich eigentlich will.

In diesem Sinne wird es sicher spannend , wie weit ich meine 2017 Pläne einhalten werde, da sind ja die Schmankerln aus den Bücherschrankfunden. Da hat sich einiges sehr interessantes angesammelt, aber auch die Weihnachts- und die Geburtstagsbücher wirklich der Reihe nach auszulesen und bezüglich Reisen oder Schreibepläne läßt sich  auch einiges ergänzen oder aus den Regaeln suchen.

So fahren wir 2017 mit der Ruth und dem Rad um den Bodensee, da lassen sich ja herrlich, sowohl Arno Geiger, als auch Michael Köhlmeier oder Martin Walser lesen, den Clemens Meyer kann ich nach Leipzig mitnehmen und den Erich Landgrebe beziehungsweise, die Margot Koller nach Salzburg, wenn ich die im Jänner besuche, beziehungsweise wieder mit ihr gemeinsam lesen werde.

Spannend, spannend der Blick auf die 2017 Liste und auf die Vorfreude, was ich dann 2018 oder 2019, wo ja auch schon einiges wartet, die Hilde Schmölzer beispielsweise, das „Fliegengewicht“ der Anna Elsabeth Mayer, Theodora Bauers „Fell der Tante Meri“ Alfred Polgars „Marlene“ beispielsweise und und…

Ja und bezüglich der eigenen Bücherproduktion oder Vermarktung habe ich auch einiges zu berichten, obwohl ich ja im November mit dem Korrigieren nicht wirklich weiter gekommen bin. Das war kein wirklicher Korrigiermonat und da hoffe ich auf die Weihnachtsferien und das nächste Projekt ist ja auch irgendwie schon geplant, beziehungsweise wurde es in der letzten Schreibgruppe angeschrieben und weil ich ja mit meinen selbstgemachten Büchern ohne ISBN Nummer so im Verborgenen bin und sich scheinbar keiner dafür interessiert oder sie bei meinen Gewinnspielen gewinnen, beziehungsweise rezensieren möchte.

Zwei Anfragen habe ich heuer schon bekommen, da hat sich vor einiger Zeit eine Italienerin bei mir gemeldet, die über „Michaerla König“ eine Diplomarbeit oder etwas Ähnliches schreibt und „Mimis Bücher“, was ja JuSophie“ so gar nicht gefallen hat, haben wollte und vor kurzem meldete sich Korea bei mir, die eine von Ernst Schwarz Übersetzungen herausgegeben möchten und von mir wissen wollten, wer die Rechte hat?

Ich habe sie nicht, aber heute wieder eine Anfrage bekommen, weil man bei „Wikipedia“ lesen kann, daß in den „Dreizehn Kapitel“ eines über Ernst Schwarz enthalten ist.

So geht es also auch und vielleicht bin ich gar nicht so verborgen mit meinen selbstgemachten Büchern. Anke Dörsam habe ich die „Berührungen“, als Dank für ihren „Mimikry-Text“ am Montag ja auch nach Berlin geschickt, bin aber gar nicht so sicher, ob das Buch ankommen wird, da sie mir keinen Straßénnamen angegeben hat und die „Deutsche Bibliothek“ in Leipzig möchte  auch meine Bücher haben, so daß ich kürzlich wieder, die neuesten hingeschickt habe und das eigene Bücherjahr, das kann ich vielleicht auch schon schreiben, war heuer besonders produktiv.

Fünf Bücher sind in diesem Jahr entstanden, die „Flüchtlingstrilogie“, dann „Paul und Paula“ und die „Berührungen„.

Erschienen, nicht geschrieben, da ich die Thekla Morgenstern, das Sommerbuch und den Adventkalender ja schon im Vorjahr geschrieben habe.

Heuer habe ich mit „Paul und Paula“ begonnen, was sehr aufregend war, dann habe ich die „Berührungen“ geschrieben und aus Kroatien habe ich mir die Idee auch eines Sommerromans, nämlich „Claire-Klara-Clarisse“ mitgenommen habe, an der ich noch korrigiere, bevor es 2017 erscheinen wird und ich mich an mein „Bibliotheksgespenst“ mit dem Arbeitstitel „Vor dem Frühstück kennt man sich nicht“ machen werde.

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