Literaturgefluester

2017-01-13

Das unnötige Rüstzeug, ZUKUMFT

Wiedermal  Studentenlesung, seit 2011 gibt es die ja im Literaturhaus, nachdem im Herbst 2009 war das, glaube ich, der erste Hochschullehrgang des Instituts der Sprachkunst gegründet wurde.

Sandra Gugic, Irmi Fuchs, Rhea Krcmarova, etcetera, wurden aufgenommen, die Namen waren damals im Internet zu finden und standen auch im Literaturhausprogramm, bei der Studentenlesung und da habe ich auch meine Kritikerin Nummer zwei YuSophie kennengelernt, die meinen Artikel im ersten Kommentar sehr lobte, sich dann aber plötzlich durch irgendetwas provoziert gefühlt hat.

Im Jahr darauf gab es noch eine Veranstaltung mit diesem Namen, dazwischen gab es auch noch das Symposium und die Lesart der Sprachkunst, danach folgten unzählige Veranstaltungen, jeweils im Jänner oder Juni meistens, halt zu Semesterende, die dann aber schon andere Namen trugen und die heutige Veranstaltung könnte man irgendwie, als Studentenlesung III bezeichnenen, haben ja Studenten des Jahrgangs 2014/2015 ihre Werke vorgestellt und neu dabei war, was ich sehr gut finde und unbedingt weiterzumachen rate, daß einer der Lehrer, wenn ich es richtig verstanden habe, ein Jahrgangsbetreuer, die Veranstaltung moderierte, aber Esther Dischereit war wohl auch eine solche, die mit ihren Studenten eine Anthologie herausgegeben hat, aber dazu noch später.

Jetzt trat erst Michael Hammerschmid, sehr bekannt durch seine Lyrik Kurationen in der „Alten Schmiede“, er betreut doch glaube ich auch inzwischen die „Textvorstellungen“ und ist „Priessnitzpreisträger von 2009„, die Veranstaltung moderierte, das heißt, das Werk der Studenten, nicht so sehr ihren Lebenslauf, aber die Art ihres literarischen Schreibens, vorstellte, was mir sehr angenehm ist und ich mich noch mit Schrecken an die Studentenlesung II erinnere, wo die Leute auftraten und vergaßen ihre Namen zu sagen.

Sie haben wohl gedacht, das sei nicht nötig, weil das Publikum ohnehin zum größten Teil aus Spreachkunststudenten bestand, die sie ohnehin wissen, es ist aber eine öffentliche Veranstaltung im Literaturhausprogramm angekündigt, so daß jeder hinkommen kann, auch wenn das inzwischen außer mir nicht viele tun, was irgendwie sehr schade finde, denn es war eine sehr schöne Veranstaltung und einige der Namen kann man sich vielleicht auch merken oder wird sie noch später hören, wie ja einige von den Studenten später im MUSA lesen, weil sie ein Stipendium gewonnen haben oder sogar in Klagenfurt lesen, wie das, glaube ich, Bastian Schneider tat.

Michael Hammerschmid hat mit den Studenten auch drei Hefte herausgegeben, die den schönen Titel „Sechzehn Stunden“ tragen, wo die Studenten jeweils einen Text drinnen hatte, auf den der Moderator sich in seiner Anküdigung dann bezog.

Der Saal war sehr voll, weil es ja inzwischen mehrere Sprachkunslehrgänge gibt und die Lesung wurde auf drei Blöcke mit jeweils einer Pause, wo es etwas zum trinken gab, aufgeteilt.

Ferdinand Schmatz, der jetztige Leiter und Professor, war wie Robert Huez in seiner Eineitung betonte, auch anwesend, ich habe ihn aber nicht gesehen, nur seine Stimme gehört, weil er hinter mir gesessen ist.

Das war in den letzten Jahren auch nicht mehr so, daß die Vortragenden zu den Lesungen gekommen sind, da hatte ich eher den Eindruck als würden die Studenten die Veranstaltungen organisieren.

Begonnen hat die 1995 in Hallein geborene  Felicia Schätzer, die vier Kurzgeschichten über Eltern, weil sie, wie sie betonte ihre Eltern sehr mag las, die alle irgendwie sehr märchenhaft waren und im Publikum sehr viel Gelächter auslöste.

Dann folgte Christiane Heidrich mit sehr kurzen eindrucksvollen Textfragmenten.

Die dritte Lesende war die 1995 geborene Marie Luise Lehner, deren erster Roman, wie Michael Hammerschmid einleitete, schon im Februar erscheint, sie hat auch einen zweiten namens „Zeichensprache“ in dem es wie Michael Hammerschmid ebenfalls erwähnte um die Liebe geht, daraus las sie ein Stück, ein sehr poetischer Text wo eine Frau durch Wien geht und  ein du sucht, das sich ihr offenbar immer entzieht.

Dann kam Robin Reithmayr mit einem spannenden Text namens „Willi“, der davon handelte, daß der Protagonist einen Zoo besucht und dort den Elfanten Willi mit Bananen bewerfen, beziehungsweise mit Obst füttern will.

Nach der ersten Pause machte Gerd Sulzenbacher mit, glaube ich, Texten aus den „sechzehn Stunden“, während der 1992 in Tübingen Luca Mario Kieser unterstützt von Nastasja  Penzar das Ende eines Monologs vortrug, wo ein Schauspieler auf einer Treppe steht, nach einem Schlüßel sucht, aber auch das Haus des Nikolaus zu zeichnen versucht.

Dann  folgte Timo Brandt, den ich, glaube ich schon bei mehreren Sprachkunstveranstaltungen gesehen habe, der auch die „Jenny“ herausgibt und laut Michael Hammerschmid auch schon in mehreren Literaturzeitschriften publizierte mit sehr starken Eindrucksvollen Gedichten.

Nach der zweiten Pause las zuerst Anna-Sophie Fritz eine Mischung aus ihren im letzten Jahr entstandenen Werken, dann kam, die schon erwähnte, in Berlin geborene Nastasja Penzar, die ebenfalls ein Kapitel  aus einen Roman vortrug,  der „Navidad“ heißen wird und ebenfalls sehr poetisch zu sein scheint.

Der letzte war  der 1986 in Tulln geborene Patrick Wolf, der, glaube ich, schon seit 2012 Sprachkunst studiert und daher im Literaturhausprogramm nicht enthalten war, den ich aber schon kannte, weil er öfter Christl Fallenstein zu Veranstaltungen begleitet  und einen Text aus einem Projekt gelesen hat, das mit Esther Dischereit entstanden ist, da sind die Studenten nämlich in ein Dorf in die ehemalige DDR gefahren und haben die Bewohner interviewt.

Patrick Wolf tat das mit Marliese Smoliski, die 1930 geboren wurde und ihr Leben sehr genossen hat, obwohl sie höchstwahrscheinlich nicht sehr viel davon hatte, aus den Interviews ist ein Buch entstanden, das im „Mitteldeutschen Verlag“ erschienen ist und das, wie Patrik Wolf mir erzählte, in Leipzig im Rahmen von „Leipzig liest“ vorgestellt wird.

Ich werde „Havel, Hunde, Katzen, Tulpen – Garz erzählt“, auch bald lesen, vorher aber die Biografie von Hans Fallada, die mir der „Aufbau-Verlag“ heute geschickt hat und habe vom Jahrgang 2014/2015 wieder einen starken Eindruck nach Hause mitgenommen und bin jetzt sehr gespannt von welchen Autoren ich noch etwas hören werde.

Michael Hammerschmid sagte noch, was auch sehr interessant ist, daß das ein sehr starker Jahrgang mit schon sehr eigenständigen Stimmen sei, den die Verlage höchstwahrscheinlich nicht auf das gewünschte Durchschnittsmaß brechen werden könne, mal sehen, ich bin sehr gespannt.

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