Literaturgefluester

2017-01-20

Games und Literatur

Im Dezember bin ich ja das erste Mal zu einem Pub` n`Pub`gegangen, wo Büchermenschen bei einem Bier über das Lesen sprechen, das heißt jetzt anders, nämlich „Buch und Kommunikation“  BuK, was mich immer an das „Bundesministerium für Unterricht und Kunst erinnert“, das mich ja in meinen frühen Schreiberjahren sehr prägte und die sind heute eine Kooperation mit subotron, das ist offensichtlich ein Spieleverein, eingegangen, beziehungsweise machen die immer was zu einem anderen Thema, Games und Mode, etcetera und heute Games und Bücher und haben dazu den Direktor der Cologne Game Lab Gundolf  S. Freyermuth eingeladen, der eine dreiviertel Stunde eine sehr komplizierte Keynote in dreimal zwei Unterteilungen, wie Literatur und Spiele zusammenhängen, wie sie entstanden sind und. wie die Zukunft aussehen kann, hielt, von der ich, die nicht Spielerin, die sich zwar  viel im Internet aufhält, aber von Informatik nicht viel weiß, nicht viel verstanden habe.

Dann kam aber das Panel mit Cornelia Travnicek der Schriftstellerin und Programmiererin, Sinologie hat sie auch  studiert und einmal einen Bubble tea shop geführt, von der ich nach Weihnachten die „Jungen Hunde“ gelesen habe, Jorghi Poll, der „Atelier-Verleger“ und der Game  Developer Mateusz Gorecki und begannen mit dem ORF Moderator Robert Glashüter darüber zu diskutieren, der zuerst einmal viele Fragen stellte, an Cornelia Travnicek beispielsweise, ob sie spielt und, wie die Arbeitszeitlung zwischen Schreiben und Programmieren aussieht?

Sie spielt, hat sie geantwortet, das tut dann der Verleger nicht, der hat keine Zeit dazu und verneinte, die Frage des listigen Moderators, ob er das deshalb nicht tut, weil ihm das zu kompliziert wäre und er es erst lernen müsse?

Nein, hat er gesagt, denn er muß seinen Verlag führen und lesen und natürlich zum Spiele lernen braucht er Zeit, die man besser  für was anderes verwendet und dann kam der große Sprung von den Internetspielen mit ihren vielen Galaxien und den künstlichen Intelligenzen zu den digitalen Welten des Lesens, denn da hat ja Tilmann Rammstedt, Jorghi Poll hat den Namen nicht erwähnt, aber ich glaube, er ist gemeint, im Vorjahr jeden Tag ein Kapitel eines Romans ins Internet gestellt, der dann erst später erschienen ist, weil er, wie jetzt der Verleger listig meinte, erst überarbeitet werden mußte.

Ja solche Sachen gibt es einige und der Direktor, der auf sehr sehr hohem Niveau diskutierte, meinte auch das Internet hat den Selfpublishern ganze Welten eröffnet, dennn dort würden viel mehr Bücher, als in den Verlagen erscheinen, worauf Cornelia Travnicek konterte, daß jeder, weil er es ja in der Schule lernte, glaubt schreiben zu können und auch wenn er die Grammatik nicht beherrscht, kann er sein Buch ein „Amazon“ hochladen.

Das kann der Programmierer nicht, der muß sich der Sprache anpassen, während die der Autor brechen kann.

Dann ging es gleich zur Fan Fiction, „Shades of Grey“, der Welterfolg, war das das von Twilight, das kann ich bei den Spielen nicht, denn da muß ich vorher Verträge unterschreiben oder Regeln einhalten.

Am Schluß sollte einer von dieser Spielfirma auf die nächsten Aktionen von subotron hinweisen, aber der hatte keine Lust dazu und sagte nur „Lesen Sie Bücher oder spielen Sie Games!“

Ich werde wohl auch beim Ersteren bleiben, obwohl ich ja im Internet auch mit meinem Schreiben experimentiere, da, das gebe ich schon zu, zwar nicht sehr viele Interessenten habe, aber, das kann ich auch vermelden, jetzt mit meinem Rohtext fertig bin, der ist diesmal möglicherweise besonders roh und unfertig, hat auch „nur“ 45 735 Worte, vierundvierzig Szenen und einen kurzen Epilog, beziehungsweise dreiundneunzig Seiten, auch noch einige Ungereimtheiben, bezüglich der zeitlichen Zusammenfolge, die Auflösung ist vielleicht auch noch zu einfach und ab Szene siebzehn, bis dahin habe ich es mehrmals durchkorrigiert, habe ich es auch nur so hinuntergeschrieben und bin immer kürzer und kürzer geworden, so daß es eigentlich nur ein Handlungsgerüst ist, das noch Fleisch, Farbe bekommen und aufgepäppelt werden muß, wie ich mir am Mittwoch in der „Alten Schmiede“ bei der Genaizino -Lesung dachte und jetzt denke ich auch, daß meine Art meine Schreibberichte und meine Romanentwicklungen ins Internet zu stellen, eigentlich auch ein digitales Experiment sind, das originell und spannend sein könnte.

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