Literaturgefluester

2017-02-24

Hörspielgala

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:35
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Ich bin ja kein besonderer Hörspieltyp und höre auch nicht sehr häufig solche, aber zu der „Langen Nacht des Hörspiels“ bin ich schon gegangen, als es noch so hieß, im Funkhaus statt im großen Sendessaal stattfand, die Hörspiele live gesendet wurde und es in den Pausen Gulasch gab.

Dann wurden die Nächte immer kürzer und das Programm restriktiver, eine Demo, woraus dann Hanno Millesi später ein Hörspiel machte hat es auch einmal gegeben.

Jetzt heißt die Nacht „Hörspielgala“ beginnt um sieben und endet um zehn, wird live übertragen, es gibt kein Parallelprogramm mehr, sondern Standardfixpunkte, man kann es im Radio hören und heuer gabs zum ersten Mal auch einen Livestream.

Also eigentlich gar kein Grund mehr in die Argentinierstraße zu gehen. Ich tue es, glaube ich aus Tradtion und für das „Geflüster“ obwohl ich ja eher für das Lesen und die Prosa bin.

Habe heute den ganzen Nachmittag an meinem „Work in Progress“ korrigiert, da bin ich die einzelnen Szenen durch und korrigiere jetzt noch solange, bis ich keinen Fehler finde und die „Klara“ ist auch gekommen.

So bin ich, als ich fertig war, mit den zwei Exemplaren an die NB und die „Alten Schmiede“, mehr sende ich nicht mehr aus, zur Post gegangen, habe ein Exemplar mit einer Widmung in den „Wortschatz“ gelegt und war, um dreiviertel sieben im Radiokulturhaus und große Ü berraschung, die drei Damen, die die Zählkarten ausgaben, sagten „Alle schon weg!“, denn um sechs hätten sie aufgemacht und jetzt verteilten sie nur mehr die reservierten Karten.

„Dann warte ich , daß was überbleibt!“, habe ich gesagt und gedacht „wenn ich jetzt umdrehe komm ich noch zum livestram zurecht!“

„Es bleibt nichts über!“, sagte eine Dame. Ich blieb stehen, sah Helmut Peschina, Michaela Falkner etcetera kommen und die reservierten Karten abholen und zum Glück kam dann noch eine Dame, die von ihren zwei nur eine brauchte.

Ja, Glück muß man haben und manchmal, ganz selten, habe ich das auch.

Diesmal war keine frei Platzwahl und die ersten Reihen reserviert, wie bisher, sondern ich hatte einen Platz in der dritten Reihe und Peter Klein, der Literaturabteilungsleiter kam auch bald, begrüßte die Ehrengäste und erklärte dem Publikum wann es klatschen sollte.

Moderiert wurde wieder von Doris Glaser und Andreas Jungwirth. Catch-Pop String-Strog musizierte, das waren Jelena Poprzan und Rina Kacinari und Jelena Poprzan habe ich vor kurzem im „Schwarzenberg“ bei Richard Schuberth Kraus Performance gehört.

Deshalb spielten sie auch unter anderen drei Aphorismen von Johann Nestroy, Richard Schuberth und Karl Kraus und sangen dann immer wenn ein Preis vergeben wurde, die „schöne Adrienne“ und zuerst wurden, glaube ich, die zehn Hörspiel vorgestellt, die in die engere Auswahl kamen.

Da kommt ja immer Ende oder Anfangt des Jahres eine Karte, wo man ankreuzen kann, tue ich nie, weil ich die meisten Hörspiele nicht kenne.

Die besten zehn wurden kurz angespielt und dann kam die neue Schauspieldriektorin der Salzburger Festspiele Bettina Hering und hielt, was es auch seit einigen Jahren gibt, eine Festrede auf das Hörspiel, wo sie betonte, daß sie in ihrem Schweizer Dorf mit dem Radio und der örtlichen Bibliothek aufgewachsen ist.

Dann wurde gleich das künstlerisch anspruchsvollste Hörspiel,  eine live Aufnahme, „Sturm-Zwang“, wo drei Schauspieler und ein Regisseur auf einem Schiff, ein Hörspiel simulierten oder Shakespeares Sturm nachspielten und da hätte ich gedacht, Bodo Hells Hörspiel hätte diesen Preis gewonnen.

Er war aber erst in der Schlußtranche an der Reihe. Da kam noch vorher Karl Markovics, der heurige Schauspieler des Jahres auf die Bühne und hielt, was ich sehr originell fand, weil ich ja auch immer nahe daran bin, das zu tun, seine Laudatio selber oder weil man das ja nicht machen darf, ließ er das seinen zwanzig Jahre toten Vater für ihn tun.

Orginelle oder auch ein wenig peinlich, eitel oder mutig? Der Applaus war jedenfalls sehr stark und dann gabs, glaube ich, schon die angekündigte siebzehn Minuten Pause und danach wurden die Kurzhörspiel vorgestellt, die diesmal den Satz „Man kann nie wissen“ enthalten mußten.

Die wurden ja auch einmal live aufgeführt und ausgewählt. Jetzt konnte das das Publikum im Internet machen und einen Sonderpreis der „Schule der Dichtung“ gab es auch wieder und dann ran an die Enderunde, wo Doris Glaser erklärte, ein Hörspiel wäre weit vorn gelegen und die nächsten fünf hatten die gleiche Stimmzahl bekommen.

Also fünf gleiche Preise und darunter war o Wunder „Die größere Hoffnung“, was ich eigentlich für das „Hörspiel des Jahres“ gehalten hätte, Bodo Hell, war wie schon erwähnt auch dabei,  ein Stück nach dem ersten Roman von Teresa Präauer und der „Hochwald von Adalbert Stifter und den ersten Preis, hat wieder oder, wie so oft Helmut Peschina für seine Hörspielbearbeitung gewonnen oder eigentlich Euripides für seine „Medea“.

Das Stück kann man morgen in der Hörspielleiste hören und an den nächsten Dienstagen werden dann das anspruchvollste und die Kurzhörspiele gesendet.

Aber morgen ist ja die GV der IG-Autoren und an den nächsten Dienstagen werde ich höchstwahrscheinlich auch wo sein, denn ich bin ja, wie erwähnt ein Prosa und kein eigentlicher Hörspieltyp.

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