Literaturgefluester

2017-03-02

Evelyn Schlags Jemen-Buch

Im zweiten Anlauf ist es jetzt doch gelungen, aus Evelyn Schlags „Yemen Cafe“ zu hören, denn als ich im November zu der angekündigten Lesung in die „Alte Schmiede“ wollte, hat mich Annalena Stabauer abgehalten, denn die Autorin krank und Lesung wird nachgeholt.

Heute war es  so weit und zu Evelyn Schlags Ehren sind auch zwei Verleger oder Lektoren aus dem „Zsolnay-Verlag“  gekommen und, ich glaube, auch einige Freunde, der 1952 geborenen und in Waidhofen lebenden Autorin, die mir schon lange ein Begriff ist und ich auch einige Bücher von ihr gelesen habe.

Das mit der Priesterliebe beispielsweise oder die „Architektur einer Liebe“, das mir einmal Trude Kloiber zum Geburtstag brachte.

„L wie Laura“, habe ich im Dezember beim Literaturhausflohmarkt gekauft und einen Erzählband habe ich auch einmal im Schrank gefunden, die ich ja eifrig frequentiere.

Annalena Stabauer, die einleitete, erzählte, daß das Buch von der Situation in Jemen ungefähr, um 2010 handelt und, daß Evelyn Schlag, die sowohl Lyrikerin, als auch Romanautorin und Erzählerin ist, sich immer auch mit gesellschaftskritischen Themen beschäftigt hat.

Jetzt also ein politischer Roman, der von einem österreichischen Arzt handelt, der nach Sanaa, die Hauptstadt Jemens in ein von Schweizern geführtes Spital geht und dort die politische Situation hautnah miterlebt.

Evelyn Schlag hat zwei Stellen aus dem Buch gelesen, die eine, die den Krankenhausalltag schildert, die schlechten hygienischen Bedingungen, kein Strom, keine Krankenschwestern, vielleicht auch keine Medikamente und es kommt auch ein Krankenpfleger vor, der zwei Jahre in Deutschland Medizin studierte, dann wegen seiner Familie in den Jemen zurückgeht und dort, weil sein Bruder entführt wurde, erpressbar ist.

Die zweite Stelle handelte davon, daß, der mit einem Freund, der ebenfalls in dem Krankenhaus arbeitet zu seiner Familie fahren will. Während der Fahrt werden sie öfter von Bewaffneten aufgehalten und durchsucht.

Sie erreichen schließlich ihre Familie. Der Krankenpfleger Hassan macht sich Sorgen, um seine sechzehnjährige Schwester. Es gibt mit dem Vater Schwierigkeiten und er fühlt sich auch zurückgesetzt, weil alle nur an den entführten Bruder denken.

In der Diskussion erzählte Evely Schlag, daß sie einen Arzt kennt, der in einem Spital in Jemen gearbeitet hat, der ihr viel von der Situation dort erzählte.

Selbst hinzufliegen ist jetzt nicht mehr möglich, der Alfred war in den später Achtzigerjahren mit dem Karli dort.

Es gibt aber in New York ein Restaurant, mit dem Namen „Yemen Cafe“, das Evelyn Schlag, als Buchtitel wählte, der Arzt wird öfter aus diesem Cafe angerufen und eine Frage war auch, warum das Buch männliche Hauptpersonen hat?

Evelyn Schlag antwortete, daß schon die Bachmann gesagt hätte, daß es wichtig wäre, die Männer aus der Sicht der Frauen zu beschreiben und der Arzt in dem Buch, hat auch einige Frauenbeziehungen, die, glaube ich, ebenfalls beschrieben werden.

Interessant, interessant, selber werde ich in der nächsten Zeit wohl nicht dazu kommen, das Buch zu lesen, da inzwischen ja wieder zehn Rezensionsexemplare auf mich warten und natürlich auch die beiden, noch nicht gelesenen Bücher, der Evelyn Schlag.

Einen Ungarn-Roman von ihr gibt es auch, da war ich bei einer Lesung und über die Situation im Jemen zu erfahren, ist sicher sehr interessant.

Evelyn Schlag erzählte noch, daß sie bei ihren Lesungen aus dem Buch Leute getroffen hätte, die im Jemen waren und die ihr gesagt hätten, daß es dort genauso wäre, wie sie es beschrieben hat, was ich ebenalls sehr interessant finde.

 

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