Literaturgefluester

2017-06-27

Besser spät als nie

„Besser spät als nie!“, murmelte Mathilde vor sich hin, als sie ihre neue orange Jacke, die sie sich für ein paar Tagen passend für die Reise und für Moritz Bus gekauft hatte, anzog und nach dem Rucksack und der Reisetasche griff.

Aber noch war es nicht so weit, daß sie sich mit dieser in seinen Bus setzten und mit ihm in ein neues Leben losstarten würde.

Noch würde sie nur in das wahrscheinlich schon vor der Haustüre wartende Taxi steigen, als Ziel den Flughafen  nennen, dort mit Moritz zusammentreffen und mit ihm ein Flugzeug nach New York zu besteigen, um dort mit dem Töchterlein zusammentreffen, ihm seinen Vater vorzustellen und dann mit beiden, wie die Tochter ihr schon angekündigt hatte, im Kulturinstitut einen Österreich Abend n zu erleben. Eigentlich ein großer Aufwand wegen einer Lesung nach New York zu fliegen, das hätte sie  im Literaturhaus oder im Literarischen Quartier der Alten Schmiede billiger und einfacher haben können.

Aber das stimmte  auch nicht. So stimmte es nicht. Sie flog nicht zu einem Österreichabend nach New York, wo die Texte des berühmten Schriftstellerpaaren Ernst Jandls und Friederike Mayerröcker im Beisein der alten Dameund des österreichsischen Botschafters von einem berühmten Schauspieler vorgetragen werden würden. Sie flog mit Moritz nach New York um ihm endliche seine Tochter vorzustellen und das hatte sich diese schon sehr lange von ihr gewünscht.

Seit sie denken konnte und wußte, daß die anderen Kinder, die sie im Kindergarten und am Spielplatz traf, meistens einen Vater hatten, hatte sie sie nach dem ihren gefragt und sie hatte ihr nie eine Antwort gegeben.

Dreißig lange Jahre nicht hatte sie geschwiegen und Moritz Existenz vor Lily geheim gehalten, bis Nataslie gestorben war und vor ihrem Tod noch einen Brief an sie, Moritz und auch Lily geschrieben hatte, um dieses Geheimnis aufzuklären.

Das war nun geschehen und es gab kein solches mehr. Lily hatte sie vor sechs Wochen angerufen und auf Natalies Begräbnis geschickt, wo sie auf Moritz getroffen war und der war vorgestern wieder gekommen, hatte mit ihr im Restaurant Blitzinger, das dem Hrdlicka Denkmal am Albertina Platz gegenüber lag, ein Glas Wein getrunken und da hatte sie, ob es die Folge des Alkoholgenußes oder  ie Stimmung beziehungsweise der Zug der Zeit war, wuüßte sie nicht so genau zu sagen, zugestimmt und war nach Hause gegangen, um mit Lily zu telefonieren und ihre Reisetasche zu packen.

Oder nein, es war nicht der Einfluß des Alkohols gewesen, konnte es gar nicht sein, denn Erstens trank sie fast täglich ein Achterl oder auch zwei in der Pizzeria Venezia und Zweites hatte sie sich die orange Jacke, die genau zu Moritz Reisebus passte, schon einen Tag früher gekauft, so daß das vielleicht der Grund war, daß sie ihr Glas erhoben, ihm tief in die Augen gesehen  und „Ja!“ gesagt hatte.

„Ja, Moritz, ich will neu anfangen und mit dir, wenn wir erst von New York und der Lesung im Literaturinstitut zurückgekommen sind, mit deinem Bus zuerst nach Berlin ffahren und dann, wenn du willst, auch ganz um die Welt, will mit dir neu anfangen und jetzt endlich unser Leben zusammengenießen und wenn wir auch der unglückseligen Umständen wegen, die uns daran gehindert haben, jetzt mehr, als dreißig Jahre versäumt haben, wollen wir uns trotzdem nicht hindern lassen und jetzt neu beginnen, besser spät denn nie!“

Dieser Satz lag auf ihren Lippen, als sie nach dem Schlüßel griff, um die Haustür abzusperren und dann auf die Straße hinunterzugehen, um nach dem Taxis Ausschau zu halten.

Auf dem Gang stand Dusan Lalkic der bsonische Hausmeiste, der, wie sie wußte, mit Mehmet Kayan, der in der Pizzeria Venezia Kellner war und nebenbei Medienwaissenschaften studierte, in die Haupt- oder Untermittelschule gegangen war und kehrte den Boden auf.

Als er ihrer mit ihrer organgen Jacke, dem grünen Rucksack und der schwarzen Reisetasche ansichtig wurde, hielt er mit dem Kehren inne und schaute sie erstaunt an.

„Gehen Sie auf Reisen Frau Schmidt?“, fragte er sie in diesem Tonfall.

Sie nickte unbekümmert mit dem Koüpf und sah ihm freundlich an.

„Ja, Dusan!“

Sie konnte ihn so nennen, kannte sie ihn doch schon seit seiner Kinderzeit und hatte ihm da auch öfter bei den Hausaufgaben geholfen.

„Ich fliege mit einem Freund oder besser mit dem Vater von Lily nach New York, damit sie ihn kennenlernen kann!“

„Aha!“, sagte er, stürzte sich auf seinen Besen und schaute sie, wenn möglich noch ein wenig erstauner an.

„Ihre Schwester ist, glaube ich, gestorben!  Meine Mutter sagte mir, daß Sie vor kurem auf Ihrem Begräbnis waren und Mehmet erzählte mir auch von Ihrem Freund, der sie in die Pizzeria begleitet hat! Der ist Lilys Vater? Dann gratuliere ich,sehr herzlich!“, sagtre, schüttelte aber den Kopf, als würde er sie nicht verstehen oder den Inhalt ihre Botschaft nicht glauben können.

„Naträlich!“, dachte Mathilde und lächelte ein wenig.

War das auch nicht so einfach zu verstehen, daß sie nach dreißig Jahren Einsamkeit und sechs Wochen nach dem Begräbnis ihrer Zwillingsschwester plötzlich einen Freund und ihre Tochter Lily, die Vaterlose, als der er sie immer gekannt hatte, plötzlich einen solchen hatte. Gar nicht einfach zu verstehen war das und trotzdem war es so.

„Besser spät als nie!“, wiederholte sie daher freundlich und streckte ihm die Hand entgegen.

„Da fahren wir zuerst zu Lily nach New York, damit sie ihren Vater kennenlernen kann und dann fahre ich zu Moritz nach Berlin, wo er beheimatet ist, denn Du weißt vielleicht von deiner Mutter, die ja vor dir Hausmeisterin hier war,, daß ich, bevor ich Lily bekommen habe, eine Zeitlang Verlagsangelstellte in Berlin gewesen war. Da habe ich Moritz Lichtenstern,   Lily Vater kennengelernt, aber der hat  meine Schwester Natalie geheiratet, so daß Lily ohne Vater aufgewachsen ist!“, sagte sie und bracht ab, weil sie sich vorstellen konnte, daß das für den Hausmeistersohn sehr unglaubwürdig klingen würde und er den Sinn der Sache, sicher nicht verstehen lponnte.

„Ja sagte er auch nur und sah sie immer noch zweifeln an.

„Ich verstehe!“, fügte er dann zwar hinzu, obwohl seinem Gesichtsausdruck anzusehen war, daß er das nicht tat.

„Dann darf ich ihnen also gratuliere und zum Begräbnis ihrer Schwester kondolieren und um Ihre wohnung brauchen Sie sich während ihrer Abwesenheit keine Sorgen machen! Da werde ich  darauf schauen, daß keine Postwurfsendungen an Ihrer Türe hängen, die einem eventuellen Einbrecher Ihre Abwesenheit verraten könnten und ich werde auch sonst darauf achten, daß alles in Ordnung ist!“, versprach er ihr.

Sie nickte,  steckte  den Schlüßel in die Tasche, nahm die Reisetasche auf undsagte „Vilenen Dank zu ihn und wiederholte nocheinmal: „Besser spät als nie, Dusan, das verstehst du sicher, daß das das beste ist und jetzt werde ich hinunter gehen. Das Taxi wartet sicher schon auf mich, am Flughafen Moritz und in Nrew York meine Tochter Lily, die schon sehr gespannt auf ihren Vater ist und endlich nachholen möchte, was wir die letzten dreißig Jahre versäumten!

2017-06-26

Luftlinie A-B der Sprachkunst

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:59
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Semesterabschlußlesung des „Hochschullehrganges für Sprachkunst“, früher hat das ja einmal „Studentenlesung“ geheißen, jetzt schon schöne Tradition im Literaturhaus, zehn bis elf Lesende und diesmal sind sogar als spezial guests Christel und Matthias Fallenstein sowie Ferdinand Schmatz und Esther Dischereit im Publikum gewesen.

Bei der letzten Lesung war ich ja, glaube ich, die einzige Nichtstudentin im Publikum, diesmal war es besser und Barbara Zwiefelhofer kündigte die Lesungen an.

Was der Titel  bedeuten soll, habe ich auch diesmal nicht so genau erkunden können, als Erstes kam jedenfalls Johanna Wieser und las, sehr modern, ihre Gedichte aus dem Handy, weil sie ja, wie sie sagte, dort entstanden sind und da hätten wir schon die Erklärung für den Titel.

Denn die Gedichte entstanden alle in ihrer Urform auf dem Flughafen und die jungen Leute reisen offenbar auch sehr viel.

Die nächste Lesende, die „wunderbare“ Lena Biertempel, wie manche Ankündigungen lauteten, eine junge Frau ohne Schuhe, die sich gleich auf den Vortragstisch setzte, schloß wie sie sagte gleich dort an und brachte einen Auszug oder vielleicht auch eine ganze melancholische Liebesgeschichte.

Dann kam Muhammet Ali Bas, ein junger Mann mit Bart und hochgebundenen Zöpfchen, der auch noch seinen Zwilling hatte und der verblüffte durch seine durchaus realistischen Erzählungen, wie das ist, wenn man immer gefragt wird, woher man kommt, wenn man doch in Vorarlberg geboren unde und die Vorarlbergische Krankenkassa die Geburt auch zahlte.

Dann folgte Katharina Pressl und die las einen Auszug aus einem längeren Text, wo eine junge Frau mit ihrer Schwester das Haus ihrer Eltern ausräumt und dann noch die Mutter im Altersheim besucht.

Sehr unterschiedliche Texte, was die Spannung sicher erhöhte und als nächste folgte Cornelia Hülmbauer und die ist mir ja eine alte Bekannte, hat die ja vor cirka acht Jahren meinen Blog sehr intensiv verfolgt, dann gewann sie bei den Exil-Preisen, hat ,glaube ich, auch fertig studiert und ein Hans Weigel-Stipendium bekommen, jetzt ist sie Studentin der Sprachkunst und zum Klagenfurter Literaturkurs ist sie heuer auch eingeladen.

Dann folgte eine Pause und weiter ging es mit Frieda Paris, die ich ja durch Christel Fallenstein kenne und die brachte,

glaube ich, einen Auzug aus einem Roma,n der von einer russischen Bildhauerin handelte, der sich sehr viel auf Steine bezog.

Dann kam der Zwilling, nämlich Damon Taleghani, etwas kleiner, aber mit der gleichen Frisur und einem gänzlich anderen Schreibstil, denn der performte, rezitierte einen experimentellen Text und machte dazu rhythmische Bewegungen.

Was danach folgte war auch ein Experiment, nämlich Benedikt Steiner, denn der ließ sich aus dem Publikum via Handy Gedichte schicken, die las er dann vor, was eher keine originale Sprachkunst ist, die Kunst des Schreibens wird dann aber wohl noch kommen, wenn er einen Text daraus machen wird und die Urheberfrage wäre wenigstens für mich nicht geklärt, aber ich habe ja kein Handy, so konnte ich nichts schicken und das ich in der Zwischenzeit für mich gedichtet habe, hat wohl auch eher an Goethe erinnert, also wohl auch eine Art Plagiat:

„Ich besaß es doch einmal, was so herrlich ist, daß es sich von Mal zu Mal nimmer mehr vergißt“

Der nächste junge Mann Stephan-Manuel Eggenweber brachte dann drei eher makrabre Geschichten, die zuerst mit der Monatsblutung der Mutter begannen, was ist daran makaber, für einen Vierjährigen offenbar schon, aber dann wurde dem Bruder der Mund zugeklebt und der Freundin die Finger gebrochen, nun ja, nun ja, die anderen fanden es wieder lustig, ich weniger und die letzte Lesende war Maria Mjuhar, die ein paar Kurztexte brachte, worauf sie sich auf den Schreibprozeß und ihre Figuren bezog und auch aus der Schule ein wenig plauderte, nämlich erzählte, wie man ein verpatztes Gedicht, durch eine andere Sprache retten kann und das nennt sich dann transrepair, interessant, interessant, wieder was gelernt uind einen schönen Eindruck von der Sprachkunstproduktion mitbekommen.

Mal sehen was ich von den Studenten und Studentinnen noch so höre und morgen geht es auf der Sprachkunst, glaube ich, auch noch weiter mit Ausstellungen, aber da werde ich dann nicht dort sein.

2017-06-25

Auf den Spuren Sigmund Freuds

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 21:00
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Dieses Wochenende waren wir  mit Alfred ehemaligen Turn- und Mathematiklehrer auf der Rax. Seit 2000 seit der Lehrer in Pension gegangen ist,  tun wir das schon, einmal am Anfang des Sommers und einmal am Ende und dann gibt es noch ein Fototreffen und diesmal war die Rax, das ehemalige Sommerfrischegebiet der Wiener angesagt oder einer der Wiener Hausberge, als zweiter dürfte der Schneeberg gelten und bei beiden war ich noch nicht sehr oft.

Auf der Rax ist in den Neunzehnhundertdreißgerjahren ein Onkel oder Großonkel von mir ein paar Meter vom Otto Haus erforen, habe ich gehört und in der Hauptschule sind wir,  glaube ich, einmal mit der Seilbahn auf die Rax gefahren und zum Otto Haus gewandert und haben dort, Leberkäse mit Spiegelei gegessen oder konnten das, wenn wir soviel Geld in der Tasche hatte.

Dann waren wir, glaube ich, noch einmal vor cirka zwanzig Jahren mit der Iris und ihren Kindern, sowie der Anna dort und die Iris kann ich mich erinnern hat den Kindern ständig Geschichten erzählt, damit sie weiterwandern.

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Jetzt gibt es, habe ich gesehen, dafür die entsprechenden Apps, die den Kindern die Natur und auch die Sagen dieser Gegenden erzählen und wir haben uns am Freitag Mittag beim Knappenhof getroffen, um dort den Aufstieg zu machen.

Was das mit Sigmund Freund zu tun hat? Nichts oder sehr viel, denn vor dem Knappenhof gab es ein großes Plakat mit einem Portrait des Meisters der Psychoanalyse das auf irgendeine Ausstellung hinwies und ich dachte „Aha, ist er wohl dort gewesen und hat seine Sommer mit seiner Familie auf der Rax verbracht.

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Der Knappenhof ist ein Hotelrestaurant oder eine alte elegante Villa, die auf dem ersten Blick gar nicht als Wirtshaus erkenntlich war, es war, um zwölf oder halb eins auch ziemlich leer, nur die Chefin und eine Angestellte haben uns gefragt, ob wir reserviert hätten?

Haben wir nicht oder wußte ich gar nicht genau, wir wollten uns ja mit der Gruppe treffen und vorher essen. Es kamen dann auch zweimal zwei Leute, die sich für ein viergäniges Dinersmenu angemeldet hatten.

„Zweimal das Menu und die Herrschaften speisen a la Carte!“, sagte die Chefin, dann kam noch die Küchenchefin und zählte auf, was es zu essen gab.

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Wir einigten uns auf Rinderbackerl mit Eierschwammerln, wechselten dann, weil es inzwischen nicht mehr regnete und auch schon die ersten der Gruppe kamen, auf die Terrasse.

Ich hatte dem Peter Sladky auch das  Holzbaum-Buch „Land der Berge“ mitgebracht, das es ja bei der letzten Kleinverlagsmesse im Museumsquartier in den Goodie bags gegeben hat und dann sind wir nicht losgezogen, sondern zur Seilbahnstation gefahren, weil den anderen das Wetter zu unsicher war und sie nicht aufsteigen wollten.

Im Knappenhof hat es noch in einer Vitrine Bücher mit weiteren Hinweisen auf Sigmund Freud gegeben und in dem Prospekt über das Haus:“Ein Ort der Kraft und ruhe in einzigartiger Umgebung mit großartiger Aussicht in idealer Entfernung von Wien und Graz“, stand dann noch, daß Sigmuns Freud hier während seiner Sommeraufenthalte abgestiegen ist und wir sind dann mit der Seilbahn auf die Rax gefahren und zum Otto-Haus marschiert, das jetzt irgendwann seinen hundertsten Geburtstag hatte.

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Vor dem Haus, eine etwas verwitterte und schlecht zu lesende Tafel, die auf Sigmuns Freund Raxurlaube hinwies und, daß er dabei auch die Tochter des Pächters behandelte und sie als Fall „Katharina“ in seine Schriften eingegangen ist.

Die Begründung der Psychoanalyse ist also auf der Rax geschehen.

Sehr interessant und gut zu vermarkten, den die amerikanischen Psychoanalytiker kommen vielleicht gerne deswegen her und übernachten auf der Rax und für das gewöhnliche Publikum, gibt es das „Hüttenhüpfen auf der Raxalpe“, das heißt, ein paar Folder und wenn man die mit drei Stempeln von verschiedenen Hütten versieht und in eine Box einschmeißt, kann man was gewinnen.

Ich hätte, kann ich gleich vorwegnehmen, diese Auflage erfüllt, gilt ja der Raxalpen-Bergasthof, wo man mit der Seilbahn ankommt, auch als eine solche, aber da hatte ich die Teilnahmefolder noch nicht, so habe ich das erste Mal t im Otto Haus gestempelt und da gab es im Gästeraum noch einmal ein großes Bild des Begründers der Psychoanalyse mit der oben zitierten Geschichte.

Nun jam nun gut, eine Speisekarte aus dem Jahr 1928 gab es auch an der Wand zu besichtigen. Das Otto Haus ist eben sehr modern und hat auch Tradition und wir haben gut gegessen und sind am Samstag, als das Wetter besser war, zum Habsburg-Haus hinübergewandert.

Sehr schöne Flora und den Alpengarten haben wir schon am Freitag besichtigt. Es gab aber auch am Weg sehr schöne Blumen, die die anderen fotografierten und Gemsen gab es auch zu sehen.

Zu Mittag waren wir dort, ich habe Chili con Carne gegessen. Es gab aber auch nepalesische Teigtaschen, denn der Alpenverein hat ein Kooperation mit Nepal, so hängen nepalesische Gebetsfahren vor den Hüten und man kann außer Linsen und Schweinsbraten, auch manchmal was Nepalesisches  bekommen.

Der Nachmittag wurde  individuell verbracht. Einige sind auf der Hütte geblieben und haben die Berge nur angeschaut. Ich habe mich eine Stunde auf eine Wiese gelegt und  mehr oder weniger passend Bodo Kirchofs „Berreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt gelesen“ und bin dann ein Stück in Richtung Seehütte bis zur Rettungsstation gewandert.

Am Abend, dann den Sonnenuntergang betrachtet, in der Nacht Regen, wir sind aber am Sonntag über das Waxriegel haus locker bis nach unten gekommen.

Geregnet hat es erst in Neuberg an der Mürz im Gasthof Holzer, wo der Alfred immer sehr gerne essen geht und der ist auch sehr literarisch, werden hier die „Ernst  Jandl-Lyrik-Preise“ vergeben.

Der Nächste wird nächste Woche an Monika Rinck verliehen. Da werden wir wahrscheinlich nicht dabei sein. Der Folder lag aber, sowohl dort als auch im Literaturhaus auf und wir haben diesmal ein etwas Nostalgisches und auch sehr modernes Wanderwochenende mit Naturapps, Gewinnspielen und einer guten Kulinarik verbracht, so daß meine Sommerfrische in Harland bei St. Pölten, die ja jetzt nur mehr aus Wochenenden besteht, demnächst, wenn die Sommerakademie und der „Bachmann Preis“ vorüber ist, bald stilvoll beginnen kann.

2017-06-24

Nester

Filed under: Bücher — jancak @ 00:06
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Den 1972 geborenen Michael Hammerschmid, der 2009 den „Priessnitz-Preis“ bekommen hat, kenne ich, glaube, ich seit 2003 und durch seine Veröffenlichungen in der „Kolik“, da war jedenfalls eine große „Kolik-Veranstaltung“ im Literaturhaus und da habe ich ihn, glaube ich, auch angesprochen.

Jetzt sehe ich ihn hauptsächlich bei den Veranstaltungen die er kuratiert und moderiert in der „Alten Schmiede“, er ist da sehr vertreten und macht neben den „Textvorstellungen“ auch die Lyrikfestivals „Dichterloh“ und „Poliversale“ und seine eigene Lyrik?

Ich weiß gar nicht so genau, wie gut ich sie kenne und ob ich ihn beispielsweise schon aus seinem bei „Klever“ erschienenen Gedichtband „Nester“ lesen gehört habe?

Peter Waterhouse hat aber, glaube ich mich zu erinnern, bei seiner Laudatio im Literaturhaus bezüglich des „Priessnitzpreises“ die Hammerschidsche Lyrik sehr auseinandergenommen und jetzt nach dem ich das Buch, das ich mir  beim Flohmarkt den es auf der vorletzten „Buch-Wien“ gegeben hat, kaufte, gelesen habe, fällt mir seine weiche sanfte Sprache, seine Reime und seine Wortschöpfungen auf, die so gar nichts Experimentelles haben und das hätte ich doch bei einem „Priessnitzpreisträger“ und „Alte Schmide Lyrik Festival Organisator“ fast erwartet.

Der  Band ist in sechs Abteilungen gegliedert. Vorwort und erläuternde Erklärungen gibt es keine, so muß ich selber denken.

Ich kann mich aber auch mitreißen lassen von den zarten lyrischen Einfällen und mich an den Hammerschmdschen Wortschöpfungen und Einfällen erfreuen, was ich auch zu tun gedenke.

Die erste Abteilung sind die „verstecke“ und da kommt das Wort „verstecken“ in sehr vielen oder auch fast allen Gedichten vor, im „keller“ glaube ich nicht.

„der keller ist hell und dunkel ganz schnell“ oder in den „geistern: hinten im auto da wohnen die geister und draußen da streifen die schatten vorbei. – auch wir können sterben und spüren die zähne und hören den atem und müssen aufs klo was wir niemanden verraten.“

Erstaunlich modern und erstaunlich frisch die Hammerschmidschen Worteinfälle und weiter geht mit „das beste versteck ist die nacht in der man alles verbotene macht in die man jeden abend kommt in der sich der böse und der verliebte sonnt“

Das sind fast Kindergedichte könnte man sagen, aber die kommen erst erst zwei Abteilungen später. Zuerst kommen die „schlaflieder.

„ich ließe deine müden füße niemals laufen ich würde alle deine worte kaufen ich bin nur minus dieser tage du kannst mir glauben, dass ich alles wage.“ oder

„ich zerbeiße eine perlenkette ich verschlucke einen aktionär ich zersteche eine borstenleiste ich bin ich und ihr seid mehr“

Bei den „Kindergedichten“ geht es in den Zirkus.

„magst du in den zirkus gehen? magst du tiger sehen beim stehen? hast du angst vor ihren tatzen? glaubst dass diese gar nie kratzen? kratzen können sie wohl schon doch habe ich das nie gesehen“

Und wusch der Reim, der doch so schön poetisch war, ist gleich wieder weg.

Dann gibts das „kleine familienalbum“, wo mich vor allem das „muttergedicht“ sehr beeindruckte.

„ich wasche ab und ab und denke nach wie das leben meiner mutter ist –

am besten frufe ich an und frage, was sie gerade macht. doch zuerst wasche ich ab, eine weile geht es noch.“

Es gibt dann auch ein „Bruder“ und ein „Onkelgedicht“ und eines für die „Großmutter“, bevor zu zu den „pensionistinnen“ geht:

„die pensionistinnen sitzen im reden, das sie umgibt und nicht immer etwas mit ihnen zu tun hat, es ist krank, das reden, weil es von krankheit handelt, es ist süß, das reden, weil es von enkelkindern handelt und vom kaffee, und es ist verboten das reden, weil es vom zucker handelt…“

Dann gibt es ein Gedicht, das sich in zahlen von 1 bis 18: „eine bank für b. 1 gegenüber unserem haus 2 wo die Sonne sitzt—17 eine Bank 18 zum aufklappen“ fortschreitet.

Sehr originell, wenn auch nicht besonders poetisch und dann gibt es noch ein Gedicht  das ein Motto von „paulina“, ist das die tochter?, hat.

„ich bin so schnell wie ich groß bin“, hat jedenfalls Paulina gesagt und Michael Hammerschmid dichtet weiter:

„ich bin so alt wie ich langsam war ich bin so faul wie ich fleißig bin ich bin so trauig wie ich bin“ und so weiter und so fort, bis es mit „so blau wie gelb wie grün“ endet.

Dann geht es in der Abteilung fünf zum „mittelmäßigen dichter“:

„der mittelmäßige dichter sitzt am fenster und schaut hinaus. die stadt steht bis zur fensterscheibe, dekt er. -er atmet aus. er weiß kein gedicht.“

Uje, uje, denn „der schriftsteller war nicht selbstverliebt, aber er liebte sein zimmer zu sehr und den tee dem er sich hingab, schluckweise“

„der mittelmäßige dichter verabschiedet sich. am liebsten verabschiedet er sich. er lächelt. atmet mitteltief ein.“ und

„eigentlich denkt er seine gedichte. er schreibt sie nur eben auch auf dieses nicht“, bis zu zu

„über das nichtschreiben von gedichten gibt es kein gedicht: auch dieses nicht usw.“ geht und auf der vorigen Seite hat noch „wann ist es aus?“ gestanden, worüber man jetzt streiten kann, ob das jetzt ein Gedicht ist oder nicht, aber vielleicht es es, ein Nichtgedicht?

In der letzten Abteilung kommen die „schlampigen schätzungen“, die aus „des ronsards kunstgedichten gewonnen“ sind und man hat sich durchgelesen durch Michael Hammerschmids Nester und ich habe eine sehr weiche zarte Seite des Dichters kennengelernt, die mich sehr erstaunte und die mir auch sehr gefallen hat, so daß ich das Buch den Lyrikfreunden und denen, wie man so schön sagt, es noch werden wollen, sehr empfehlen kann.

2017-06-23

Söbständi

„Der 1962 in Waldhausen geborene Peter Gstöttmeier ist mir inzwischen ein sehr guter Bekannter“, habe ich 2015 für meine „Ohrenschmaus-Laudatio“ geschrieben,“ist er mir doch 2011 mit seinem handgeschriebenText „Söbständi“ aufgefallen und hat da zum ersten Mal den „Ohrenschmaus“ gewonnen und seither hat er Jahr für Jahr Texte eingereiht und wurde auch Jahr für Jahr für einen der Preise vorgeschlagen. So ist er 2012 und 2013 auf der  sogenannten Ehrenliste gestanden.

2014 war sein Gedicht „Is ned beinand“ auf die gute Zoitter-Schokolade gekommen, die es ebenfalls Jahr fürJahr gibt und die nicht nur den anderen Teilnehmern, sondern auch mir sehr gut schmeckt.

2015 hat er mit „Dössöbi“ wieder den Hauptpreis bekommen und im Vorjahr wieder Ehrenliste. Da hat es schon das Buch mit den Lebensberichten und den Gedichten gegeben, in dem man  sehr genau den Lebenslauf des bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommenden Peter Gstöttmeiers, so daß eine spastische Lähmung, eine Sprach- und Gehstörung überblieb, nachlesen kann.

Das Thema Selbständigkeit scheint, wie man in den Texten lesen kann, für Peter Gstöttmeier, der  1981 in die „Lebenshilfe“ in Grein kam, sehr wichtig zu sein.

Zuerst kam er in die Korbflechterei, dann baute er, weil ihm das Arbeiten innen zuwenig war, eine Außengruppe auf, zog zuerst in eine betreute WG und lebt seit 2010 selbständig, was vielleicht auch der Anlaß für seinen ersten „Ohrenschmaus-Text“ war, der, wie ich mich erinnern kann, uns allen in der Jury auffiel, so daß er, glaube ich, einstimmig ausgewählt wurde.

„Söbständi ist; olles sölba mocha, sölba denka und toan, sölba wolln, sölba kinna, sölba bestimma. Verantwortung übernehma!“

Zu schreiben hat Peter Gstöttmeier, der laut seiner Schwester Heidi, die ihn Jahr für Jahr zu den Preisverleihungen begleitet, in der Schule sehr gut schreiben und weniger gut lesen lernte, glaube ich, auch 2011 begonnen:

„Ich habe voriges Jahr angefangen mein Leben aufzuschreiben, vorerst um Übungen zu machen, daß meine Finger nicht ganz steif werden, jetzt macht es mir inzwischen Spaß von mir und meinem Leben zu erzählen“.

Und das tut er, wie man merkt, wenn man die „Ohrenschmaus-Texte“ liest, zu den Preisverleihungen geht und jetzt auch das Buch, in dem die meisten oder alle Siegertexte enthalten sind, sehr gern und sehr gekommt.

Die Texte werden jetzt nicht mehr handschriftlich eingereicht, die oberösterreichische Mundart ist gleichgeblieben und damit  fällt er Jahr für Jahr  mit seinen lakonisch kurzen Texten, die in knappen Worte, die wichtigsten Gedanken über das Leben, Gefühle, Ängste, aber was auch immer auffällt, eine starke Lebenszufriedenheit und freude wiedergeben, auf.

Peter Gstöttmeier beschäftigt sich mit sehr vielen, die Selbständigkeit ist, wie schon geschrieben,  ein wichtiges Thema, aber auch das Kochen, für ein selbständiges Leben sehr wichtig, beschäftrigt ihn und sein Humor ist vielleicht am besten an seinem Speiseplan zu erkennen:

„Speiseplan von 20. 6. – 27. 6. a Fleischloabal am Montag a Fleischloabal am Dienstag a Fleischloabal am Mittwoch a Fleischloabal am Donnersta in d` Sauna am Freitag a Fleischloabal am Samstag am Sonntag? ZWOAH! Fleischloabal Prost! Mahlzeit!“

Er kann aber auch „Stosuppn“ und „Blunzn“ kochen und ist dafür 2013 auf die Ehrenliste gekommen.

Die Beziehung zu seiner Mutter hat er gekonnt lakonisch in zwei anderen Preistexten ausgedrückt.

„Dössöbi: mama sogt ollwei dössöbi jedn tog ruaf ih on mama sogt ollwei dössbi und ollwei ruaf ih sie wieda an“  so wie in

„Is net banond: mama is net banon augn san triab kopf tuat weh haut is grau tuat net locha is net banond d`mama“

Dann gibt es noch Gedanken über das „ICH: Was ist das ICH? woas ih net, is drin in mir, sicha, wohnt vielleicht im kopf, im Herz,im bauch“

Und über den „SINN DES LEBENS“: Hat das Leben einen SINN? freili, jo sicha, freili Was ist der SINN? is schen, olli do san, olli beinonda san Ist nicht alles sinnlos, weil wir ja irgendwann sterben müssen? freili mocht sinn do san, wonna ma ferti san sterbm ma, donn kimmt nächste garnitur, wet muaß si imma drahn, muaß immer weitagehn“

Sehr einfach, sehr lakonisch, sehr richtig erklärt und klipp und klar mit einer sehr lakonischen Sprache ausgedrückt.

Und so geht es weiter. Peter Gstöttmeier macht sich Gedanken über die Zeit, geht zu Weihnachten „bamal stöhln“ und ist damit 2012 auf die Ehrenliste gekommen und Zeichnungen gibt es in dem sehr schönen Buch, das jeden, der wissen will, was Menschen mit sogenannten Lernbehinderungen denken und wie sie schreiben und sich ausdrücken, sehr zu empfehlen ist, auch.

Und das ist, denke ich, gerade in Zeiten wie diesen, wo ich mich beispielsweise mit meinem Kritikern immer wieder auseinandersetze, ob man schreiben und veröffentlichen oder Preise gewinnen, beziehungsweise ein Honorar verlagen darf, wenn man vielleicht nicht ganz fehlerfrei schreiben will, oder ein „Broken German“ verwendet oder Texte in einer leichten Sprache braucht?

Seit 2007, seit es ihm gibt, bin ich in der Jury des „Ohrenschmaus“ und schaue mir seither Jahr für Jahr viele schöne Texte von Menschen mit sogenannten Behinderungen an, habe dadurch viele Taltente, wie Renate Gradwohl, Michaela König, aber auch die Texte von Anton Blitzstein, der eigentlich weil er ein Mensch mit Psychiatrie-Erfahrungen ist, aber trotzdem eine Sonderschule besuchte, eigentlich nicht teilnehmen darf, sich dieses Recht aber trotzdem sehr beharrlich erkämpfte, entdeckt,  habe in der „Mimi“, die ja bei meinen Kritikern auch nicht so gut angekommen ist, darüber geschrieben und bin wie Franz Joseph Huainigg der Meinung, daß auch diese Texte, die vielleicht unter anderen Umständen und anderen Voraussetzungen geschrieben wurden, Wert sind in den Literaturbetrieb hineinzukommen.

Im Vorjahr haben wir ja, da es da  den „Ohrenschmaus“ das zehnte Mal gab, auf der „Buch-Wien“ darüber diskutiert.

Es gibt zwei „Ohrenschmaus-Bücher“, eine CD und auch andere Publikationen mit Texten der Teilnehmer, so ist zum Beispiel das „Springbrettlädle“ in Voralberg sehr aktiv und hat seine Texte auch im Vorjahr bei der „Buch-Wien“ vorgelesen.

Im Herbst wird es sicher wieder einen „Ohrenschmaus“ geben. Vielleicht sollte man sich den Termin schon vormerken und gespannt sein, ob Peter Gstöttmeier wieder bei den Preisträgern ist?

2017-06-22

Sommer Lese.Auslese und Buchpreisblog

Zweimal im Jahr gibt es in der „Gesellschaft für Literatur“ vor Weihnachten und zu Saisonende, dieLese.Auslese mit den Lieblingsbüchern oder Buchempfehlungen der vorstellenden Moderatoren.

Jetzt schon zum sechsundzwanzigsten Mal, also dreizehn Jahre und zum siebzehnten Mal mit Katja Gasser und Cornelius Hell, erklärte Markus Müller in der Einleitung und meinte dann noch, daß man bei dieser Hitze die herrschte, eigentlich jeden Besucher ein Geschenk geben müsse, teilte dann aber nicht die vorbereiteten Bücher aus, sondern wies nur auf die Geheimtips abseits der Großverlage hin.

Ich gehe ja eigentlich nicht so besonders oft zu buchempfehlenden Veranstaltungen und beider Lese.Auslese war ich einmal im Sommer und zweimal zu Weihnachten, weil das in mein Weihnachtsblogprogramm passte und diesmal bin ich, ich gebe es zu, wegen Katja Gasser hingegangen, weil die ja den dBp Juryvorsitz hat.

Aber natürlich waren die sieben vorgestellten Bücher keine besonderen Favoriten, das heißt, bei den drei der von ihr vorgestellten Büchern könnte es vielleicht passen, Cornelius Hell sucht ja immer eher die osteurpäische Literatur aus und Katja Gasser lachte auch nur sehr, als Manfred Müller sie darauf ansprach.

Also gut, keine Frage, die Jurysitzung ist ja, glaube ich, auch erst in sechs Wochen und die eingereichtre Liste streng geheim, man kann zwar selber, wenn man Zeit hat, die Vorschauen lesen und die diesbezüglichen Spitzentitel aussortieren, aber gut, es ist einSpiel und auch so eine Unwichtigkeit der Wichtigkeit der Bücherwelt.

Die Bücher wurden jedenfalls, drei von Katja Gasser vier oder sogar fünf oder sieben von Cornelius Hell ausgesucht. Gelesen habe ich keines davon, bei Band fünf der Elfriede Gerstl Werkausgabe, war ich vor zwei Wochen in der „Alten Schmiede“ und Cornelius Hell begann mit dem Brievfwechsel bzw, den Gedichten des ostdeutschen Dichters Johannes Brobrowski, dessen Arbeitszimmer man inzwischen in Litauen, wo er aufgewachsen ist, damals war es Deutschland, finden kann und den hat er ja schon mindestens einmal vorgestellt.

Da habe ich selber gerade einen sehr interessanten ostdeutschen Briefwechsel, nämlich den von Victor Klemperer gelesen und dann ging es zu den poetischen larischen Romanen,sie dürfte ja sprachlich sehr anspruchsvoll sein, der Katja Gasser und zwar zuerst zu dem Familienroman von Birgit Müller Wieland „Flugschnee“, dann kam eine Überraschung, nämlich ein kleiner SchweizerVerlag namens“Die Brotsuppe“ mit Naomi Lerchs „Grit“.

Der könnte vielleicht auf der Liste stehen, so wie im Vorjahr Michelle Steinbecks „Mein Vater war ein Mann am Land und im Wasserein Walfisch“ gestanden hat.

Und Monika Helfers „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“ wurde von Manfred Müller, als genauso ein Geheimtipp gehandelt, da wäre ich ja fast vor unserem Urlaub in die „Alte Schmiede“ gegangen, wenn ich nichteine Stunde gehabt hätte.

Auch das ist ein Familieroman, nämlich einer übereine zerüttete Familie und eines von Cornelius Hells Bücher immer zwischdurch vorgestlelt, waren eben Band V der Gerstl-Werkausgabe „Das vorläufig Bleibende“, das hätte ich zwar auch Katja Gasser zugeschrieben, aber Cornelius Hell war auf dem Symposium vor zwei Wochen und dann das neu erschiene Buch des 2014 verstrobenen ungarischen Autors  Szilard Borbely, wo Cornelius Hell vor zwei Jahren au der „Buch-Wien“ oder auch sonst, seine“Mittelosen“ sehr vorgestellt hat und ein Buch eines auf Russisch schreibenden litauischen Autors, der in Israel lebt, daher nicht von Cornelius Hell übersetzt „Die Freuden des Teufels“ aus dem „Corso-Verlag, da lag ein kleines Büchlein über litauische Literatur noch aus Leipzig stammend auf und nachher gab es Bowle und ich habe mich mit Cornelia Stahl und einer französischen Germanistin unterhalten und was mich auch ein wenig wunderte, unter der Hitze gelitten und morgen ist wieder „Rund  um die Burg“ aber da werden wir mit Alfred Wandergruppe auf die Rax gehen.

Zum deutschen Buchpreis ist vielleicht noch zu vermelden, daß es da seit zwanzigsten Juni wieder fünf ausgewählte oder offizielle Blogger gibt, was mich ja immer etwas ärgert, daß es da so einen Absolutheitsanspruch gibt und die deutsche Buchpreisseite nicht jeden Blogger verlinkt oder auf ihn aufmerksam macht, der sich durch die deutsche Buchpreisliste liest.

Bei den Verlagen ist da ja zum Glück anders , die haben mir vor zwei Jahren, als ich mich das erste Mal durch die Liste las etwa zehn Bücher geschickt, im Vorjahr waren es schon neunzehn und ich werde höchstwahrscheinlich auch heuer  wiederanfragen und mich durch das lesen, was kommt.

Es gibt heuer auf auch einen „offiziellen Buchpreisblog“, im Vorjahrhat es ja angeführt von „Buzzaldrin“, einen offenbar „inoffiziellen“ gegeben und von Sandro Abbate, einer der heurigen „offiziellen Bücherblooger“ gibt es auch eine Umfrage  über Bücherblogs, bei denen ich auch mitgemacht habe und eine erste Schätzung, was da wohl ab fünfzehnten August auf dieser LL-Liste stehen könnte, gibt es auch  schon und da werde ich mich sicher auch wieder an den Spekulationen beteiligen und tue das, wie man sieht und lesen kann, schon ein bißchen, hoffe auch auf Zaimolglu, Olga Grjasnowa und vielleicht auch Julia Wolf oder Juliana Kalnay etcetera und werde da wahrscheinlich wieder ein bißchen mitmischen und meinen Senf verstreuen, aber erst einmal geht es ja nach Klagenfurt zum Bachmannpreis.

Der Traum

Als Moritz  Lichtenstern aufwachte, war er hellwach, obwohl ihm gleichzeitig, die vergangene Traumsequenz gefangenhielt und bildhaft klar vor Augen stand.

Er hatte von dem 2000 verstorbenen österreichischen Dichter Ernst Jandl geträumt, den er in seiner Eigenschaft, als Verleger  mehrmals auf Literaturkongreßen und literarischen Colloquien begegnetn war.

Im Traum war Jandl noch am Leben, aber ungefährt so dement, wie sein Vater und sein Großvater und wie offenbar er es insgeheim befürchtete, daß es auch bei ihm so kommen könnte, gewesen und hatte in einer betreuten Wohngemeinschaft gelebt.

Wenn er sich nicht irrte und nichts durcheinanderbrachte, war er sein Betreuer oder auch interessierter Besucher gewesen. Warscheinlich war das Letztere richtig. In seiner Eigenschaft als Exverleger hatte er den dementen Dichter besucht, der ihm, wie er sich erinnern konnte, freundlich angesehen hatte und hatte auch in seinen Texten gewühlt. Gewühlt oder geblättert, so genaukonnte er das nicht differenhzieren, konnte sich aber an eine Gedichtzeile erinnern, die er gerade gelesen hatte, als er beim Auwachen war.

„Zwischen Erdberg und Brigittenau“, hatte der Text gehießen.

„Zwischen Erdberg und Brigittenau: Kindesmißbrauch, Haß, Gewalt, Vergewaltigte Frauen, Mißtrauen, Liebe nicht oder doch vielleicht zwischendrin gestreut ein kleines bißchen“.

Dann war er mit der Verszeile auf den Lippen aufgewacht und hatte eine ganze Weile gebraucht, herauszufinden, ob die Zeile nun ein Text Ernst Jandls oder eine Eigenschöpfung, endlich einmal ein eigenes gebrauchtes Gedicht, das nicht kitschig war, das nicht auf Herz und Schnmerz reimte und das er in seiner Eigenschaft, als kritischer Zeitgenosse, gelten lassen konnte, von ohm war.

Er mußte nachschauen, ob er wirklich ein Gedicht Jandls geträumt hatte oder, ob er dabei war, dessen Wortschöpfung als sein Eigentum auszugeben und damit endlich einmal zufrieden mit sich und seinem dichterischen Schaffen zufrieden war,“ dachte er, atmete  auf, schüttelte sich durch und stand auf, um im Pyjama in sein Arbeitszimmer hinüberzugehen und dort den Computer einzuschalten.

In den vielen Bändes Literaturlexika, die es in seinen Regalengab, konnte er auch nachsehen, un den Urheber seiner Wortschöpfung ausfindig machen.

Aber eigentlich hatte erMathilde anrufen und ihr mitteilen wollen, daß er es soweit war und  nach dem Frühstück mit seinem Bus losbrausen und sich von ihr die Antwort abholen wollte, ob sie mit ihm zuerst nach New York zu Lily fliegen und dann mit dem Bus  zu ihm nach Berlin und wenn sie wollte, mit ihm neuanfangen und durch die ganze, halbe oder auch nur einen kleinen Teil der Welt fahren würde und das Gedaicht konnte er ihr statt eines Osterei, das  höchstwahrschein ohnehin  ein wenig kindisch wäre, als Geschenk mitbringen, dachte er, stellte das Lexikon mit dem Buchstaben „J“ wieder in sein Regal zurück und begab sich in sein Badezimmer, um sich dort zu waschen und zu rasieren und für die Reise nach Wien zurechtzumachen und sich zum ersten Mal seit langen, wie er mit Erstaunen festellte, befreit und ruhig zu fühlen, als hätte er die Schatten der Vergangenheit, die ihn seit Jahren quälten, nun doch wenigstens ein bißchen hinter sich gelassen.

2017-06-21

Koreanische Comics

Das dritte Mal Literaturhaus in dieser Woche, ich kann mich gar nicht erinnern, daß ich das jemals drei Tage hintereinander getan habe.

Morgen geht es dann weiter mit der „Lese Auslese“ in der „Gesellschatt für Literatur“ und das ist  diesmal besonders interessant, weil Katja Gasser, die Jurysprecherin des dBps ist. Se wird aber natürlich nicht verraten,was auf ihrer Einreichiungsliste steht.

Stephan Teichgräber hat mir im „Centrope Workshop“ der heute ja das vorletzte Mal stattfand, selbstbewußt geraten, trotzdem danach zu fragen, damit sie sich wichtig fühlt, mach ich natürlich nicht und bin trotzdem neugierig und das Literaturhaus war heute wieder einmal sehr voll.

Überfüllt mitLeuten, die ich außer derAutorammsammlerin und der Crew nicht gekannt habe, gibt es ja, glaube ich, außer mir, kein literarisches Stammpublikum mehr und es wurde, was vielleicht auch ein bißchen ungewöhnlich ist ,ein Comic vorgestellt und da noch ein ganz besonderer und zwar hat, die in Wien und Berlin lebende Journalistin koreanischer Abstammung Vina Yun ein Stipendium für migrantische Kunst und Kulturproduktion gewonnen und die hat sich dann vier Zeichnerinnen gesucht undmit ihrer Hilfe einen Comic oder Graphic Novel über das Leben der koreanischen Krankenschwestern im Wien der Siebzigerjahre gemacht und da muß ich sagen, obwohl ich ja sehr viel im Krankenhausbereich supervidiert und unterrichtet habe, gar nicht gewußt, daß es da koreanische Krankenschwestern gegeben hat, philipiinische und indische wohl und einmal hatte ich auch eine, beziehungsweise ihren Sohn, als meinen Klienen, aber in den Siebzigerjahren wurden, die von der Stadt Wien hergeholt und vorher in Südkorea in einem sechs Wochren Schbnelldeutschkurs ausgebildet und Vina  Yun ist auch 1974, als Tochter koreanischer Eltern, die allerdings nicht Krankenschwester oder Pfleger waren, geboren worden.

„Homestories“ heißt der Comic in zwei Bänden mit einem Poster, der da entstanden ist, und Conny Lee vom FM4, die einen lornischen Vater hat, der, als Art in NÖ tätig war, moderierte.

Vina Yun und die Comiczeichnerinnen Tine Fetz, Patu, Moshtari Hilal und Sunanda Mesquita, die aus Wien, Berlin und Hamburg kommen und alle, glaube ich, keine Koreanerinnen sind, präsentierten, die  Comicbände, die projeziert und vorgelesen wurden.

Dazwischen gab es Musik aus den Siebzigerjahren und in Band eins kommt ein junges Mädchen mit anderen Koreanerinnen nach Wien, wird hier im Schwesternheim willkommen geheißen, bekommt zum Auftakt  Frankfurter Würstchen mit schwarzen Brot, Igit Pfui, zu essen, lernt einen koreanischen Studenten kennen und bekommt von ihm zwei Kinder.

Im zweiten Band wird dann die Geschichte der zweiten Generation erzählt. Dann gabs eine   Podiumdiskussion. Gebärdensprache Übersetzung gab es auch und sehr viele migrantische Kinder durchaus nicht koreanischer Abstammung im Publkum.

Ich interessiere mich ja sowohl für die migrantische Situation, als auch für Comics, habe da nicht viele, aber wohl ein paar gelesen und interessant, in derDokumenttionsstelle für ost europäische Literatur hätte es am Dienstag einen Vortrag über Comics in Osteuropa geben sollen, der um fünf beginnen sollte.

Leider habe ich mir gestern um sechs ein Erstgespräch eingeteilt, als ich mich aber schon darüber ärgern wollte, teilte uns Stephan Teichgräber heute mit, daß der Vortrag ausfällt, ich muß mich also mit den Comics über Korea beziehunGsweise Berlin begnügen, denn von der in Berlin lebenden Tina Fetz, gab es einen über die Berliner Subkultur, gestiftet von der „Lotto Stiftung Berlin“ zur freien Entnahme.

2017-06-20

Maja Haderlap und Juan Villoro auf Espanol und Deutsch

Diese Woche wird es wahrscheinlich dreimal ins Literaturhaus gehen und nach dem ich gestern auf Ausflug in Kroaten war, ging es heute nach Eiselnkappl und Mexiko, aber „En espanol, por favor“, denn das ist ja die Reihe die Enrique Moya mit dem „Lateinamerikanischen österreichischen Literaturforum“ seit 2008 alle zwei Jahre macht.

Zweimal war ich da schon im Literaturhaus und heute wieder, als präsentiert von der Übersetzerin Eva Srna und Enrique Moya zuerst Maja Haderlap, die Kärtner Slowenin und Bachmannpreisträgerin von 2011 und der mir bisher unbekannte meikanische Autor  Juan Villoro präsentiert wurde.

Das letzte Mal kann ich mich erinnern, war die Atmosphäre eher herzlich, weil ich und der Lehrer Christian, dem ich ein signiiertens Buch überbracht habe, gleich von einem der Autoren umarmt wurden und das erste Mal hat Lidio Mosca dort gelesen und es gibt ein Foto das mich mit ihm mit Franz Blaha zeigt, heute stand ich eher isoliert und frustriert herum, obwoh Erich Hackl da war, der im Herbst in der Reihe präsentiert wird und von dem habe ich ja gestern im Bücherschrank „König Wamba“ gefunden, aber das fördert offenbar nicht die Kommunikation und „Engel des Vergessens“ das in Ausschnitten mit dem spanischen Übersetzer präsentiert wurde, habe ich schon gelesen und die Ausschnitte aus den „Mexikanischen Freunden“ des 1956 in Mexiko City geborenen  Juan Villero hat mir nicht so gefallen, obwohl die Leute, um mich herum wieder herzlich lachten und in Entzücken ausbrachen, vielleicht deshalb, aber wahrscheinlich auch darum, weil es mir nicht gefällt, daß da der Proragonist Samuel Katzenstein vom Ich-Erzähler verarscht und veräppelt wurde, denn das ist ein amerikanischer Journalist, der nach Mexiko kommt um dort eine Reportage über das Land zu machen und dabei allen Klischees zum Opfer fällt, in die man nur fallen kann.

Nun ja, nun gut, trotzdem einen interessanten und sogar Deutsch sprechenden Autor kennengelernt, mich ein bißchen in der mexikanisch spanisch sprechenden Gemeinde umgehört und wieder meine Bücherkastenfunde gemacht und morgen, wird es, wie beschrieben wahrscheinlich mit dem Literaturhaus weitergehen, weil da ein Comic vorgestellt  wird. Mal sehen wie es mir da gehen wird.

Von Zoran Ferics Roman zu meinen Fortsetzungsgeschichen

Da habe ich mich ja vor etwas mehr als einem Jahr fast verzweifelt bemüht kroatische Autoren für meinen Kroatienurlaub zu finden, bin nicht besonders fündig geworden, aber jetzt wurde im Literaturhaus, wie Robert Huez in seiner Einleitung sagte, der neueste Roman eines der bedeutensten kroatischen Autoren, nämlich des 1961 geborenen Zoran Feric, von dem ich, glaube ic,h schon ein bei „Folio“erschienenes Buch gelesen habe, vorgestellt.

Er spielt, was auch ein Zufall ist auf der  Insel Rab und beschreibt dort die letzten Jahrzehnte an Hand der Hauptfigur Luca, der seine Sommer, wie sein Autor auf dieser Insel verbringt und dort,als sogenannte Möwe, die Toruistinnen aufreißt.

Also eigentlich ein Matschothema und eines, was vielleicht nicht so sehr die Herzen der älteren Frauen, die bevorzugt im Publkum saßen aufreißt.

Aber ich habe was ein weiterer Zufall war, mein gestreiftes Leiberl getragen, das mir der Alfred in diesem tollen Laden in Trogir kaufte und das Fischkettchen das ich in Split, um die in Dubrovinic gefundenen zweihunder Kuna erwarb und mein Buch meine Kroatiengeschichte hatte ich auch in der Tasche, als ich hinter Annemarie Türk das Literaturhaus betreten habe,mi reinen Platz in der zweiten Reihe suchte und dann Robert Huez eröffnen hörte.

Es lasen der Autor und sein Übersetzer, der 1939 in Sachsen Anhalt geborene Klaus Detlev Olov und für mich ganz besonders interessant, Robert Huez sprach in seiner Eoinleitung von Geschichten, die sich zu einem Roman zusammenfügen würden.

Was ist das?, habe ich gedacht, ist da jetzt ein Roman oder nicht, die ich ja in den „Dreizehn Kapitel“ und auch jetzt immer wieder Experimente darum mache, wie ein Roman entsteht.

Der Übersetzer sprach auch von neun Geschichgten und acht Protagonistien die in ihnen vorkommen nund in den Geschichten, die gelesenwurden kam immer,wieder ein Luca vor.

Zuerst war der ein sechzehjähriger Gymnasiast, der offenbar bei seiner Oma wohnte, nicht essen konnte,weil er an denStrand wollte unddort eine überf ünfzigjährige alte Frau aufriß und dadurch seine Unschuld verlor.

„Ach ja!“, dachte ich,“ ziemlich matschohaft, warum regt sich da unter den anwesenden Damen niemand auf?“

Aber ich habe es auch nicht getan, nur nachher, als ich Fragen stellen konnte, gefragt, ob das jetzt ein Roman wäre oder nicht und der Autor hat mir sehr lang und ausführlich darauf geantwortet, es sind neun Geschichten, die man einzeln lesen kann, aber durch den Ort, den Raum und die Zeit miteinander verbunden wären und bei der zweiten Geschichte, die gelesen wurde, war Luca schon fünfzig und ein Schriftsteller.

Aha, ein Alter Ego des Autors und reist mit seiner  Lektorin nach Polen, weil er einen Roman geschrieben hat, der um die erfundenen Kinder von Prostituierten handelt und einen zweiten, wo einer eine Zeitlang nur von Hostien lebt und die daraus erstehendende Scheißte dann zu einem Kunstwerk macht.

Aha, also eigentlich auch nicht sehr erfreulich und appetitlich!

Der Autor war aber sehr freundlich, hat geduldig Auskunft gegeben, wie er zu dem Thma gekommen ist, er hat seine letzten vierzig Sommerauf der Insel  Rab verbtracht und, wie das mit dem Interview ist, das auch im Buch vorkommt.

Beim Wein bin ich dann auf Helene Hofmann gestoßen, die mir sagte, daß ihr das Buch aus den oben angeführten Gründen nicht gefallen hat. Sie hat das dann auch dem Autor gesagt, der darüber sehr erstaunt war und meinte, daß er natürlich keine Matscho wäre und ich habe mich darüber nicht geärgert.

Vor zehn oder fünfzehn Jahren hätte ich es wahrscheinlich noch getan und meinen Unmut  geäußért, jetzt hat mich Zoran Ferics Geschichten-Roman auf eine Idee gebracht, weil ich ja jetzt auch Fortsetzungsgeschichten schreibe, die ein Roman werden sollen und von Donnerstag bis Samstag dann meine Juni zehn Geschichten Challenge erfüllte. Jetzt habe ich also vierzehn oder fünfzehn Fortsetzungsgeschichten, je nach dem ob man „Angekommen“ mitgrechnen will, die eigentlich davon handelt, da?die Studentin Slavenka Jagoda ein Stipendium bekommen hat. um die Nichtnobelpreisträgerin E, J. zu erforschen, die ich aber inzwischen nach N. Y ins dortige Kulturinstitut schickte, wo sie Lily vielleicht bei ihrem Blogroman assisieren kann.

Am Donnerstag und am Samstag habe ich also sehr intensiv Geschichten zu Annika Bühnemanns Impulsen verfasst, am Samstag war ich da besonders aktiv und habe fünf Texte geschrieben, die inzwischen nach und nach alle erschienen sind, war dann etwas unzufrieden, als ich merkte, kein Hahn kräht danach und keiner meiner Leser sieht sich das an oder kommentiert darauf.

Außerdem war mit der letzten Geschichte, der „Vergangenheitbewältigung“ auch nicht so ganz zufrieden und habe gesdacht, jetzt wei? ich nicht mehr weiter und habe mir am Sonntag, wo auch der Alfred zurückgekommen ist, die Geschichten nochmals durchglesen, festgestellt, da sind sowohl Flüchtigkeitsfehler, als auch Ungereimtheit darin, also ist jetzt Natalies Praxis in der Tautenzien- oder in derNollendorfstraße und wie ist Moritz Lichtenstern nach Wien zu Natlies Begräbnis bekommen mit dem Flieger oder dem Bus?

Das habe ich jetzt korrigiert und festgestellt, eigentlich bin ich mit dem Text fertig und aus dem langen Roman, den ich  im Juli und im August im Rohtext fertig stellen und dann bis Enbde Oktober korrigieren wollte, damit ich im November wieder beim „Nanowriomo“ mitmachen kann, ist eher eine kurze Geschichte geworden, die noch dazu nicht einmal alle von mir geplanten Personen umaßt, so kommt der Mehmet nur in seiner Eigenschaft als Kellner in der Pizzeria vor, der Dusan Halkic, der budhistische Hausmeister, gar nicht.

Das heißt, jetzt ist mir gerade eine Szene eingefallen, die ich ohne Impuls schreiben könnte und Lilys Blogroman ist auch nur nebenbei erwähnt.

Das heißt, ich bleibe bei meinem Vorsatz bis Ende des Monats noch Geschichten zu schreiben und in meinen Blog zu stellen, wenn sich das ergibt, was vielleicht gar nicht mehr so oft sein wird, denn am Wochenende is twieder Sladky wandern, nächste Woche kommen die Hundertmarks, Praxistermine habe ich auch nicht so wenige und abrechnen mußich zu Monatsende auch und dann gehe ich mein Konzept durch, drei Szenen fallen mir da noch ein, eine mit derLily, wie sie Moritz anruft, dann die Schlußszene Mathilde entschließt sich mit Moritz um die Welt zu fahren und bittet den Hausmeister diesbezüglich auf die Zeitungen zu achten und da fällt mir ein, daß ich die beiden Szenen auch verbinden könnte.

Nun sei es, wie es sei, ich werde das Gehabte durchgehen und ergänzen wieder versuchen den Monsterroman daraus zu machen und wenn wir das wieder nicht gelingt und ich bis Ende August damit fertig bin und dann so zwischen vierzig und fünzig Rohtextseiten haben werde, kann ich im September und Oktober noch immer Lilis Blogroman schreiben und das als zweiten und vielleicht beim Nanowiromonoch einen dritten Teiul anfügen.

Mal sehen, wie es kommt, ich bin jedenfalls recht zufrieden und auch gespannt und wenn sich jetzt noch meine Leser für mein Romanprojekt interessieren sollten, würde mich das sehr freuen!

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