Literaturgefluester

2017-06-15

Von den Fortsetzungsgeschichten zum Roman?

Ich habe ja meine Schreibcamppläne, beziehungsweise meine Strohwitwenzeit bis jetzt sehr gut, wie geplant verbracht und alles Vorgenommene eigentlich punktgenau erfüllt.

Das WienBesichtungsprojekt, die Pfingst-Bücherkastentour, die „Blogbusterleseproben“, die Spontantexte bei der öffentlichen Raumbeschreibung mit der Ruth und auch mit meinen Fortsetzungsgeschichten beziehungsweise Annika Bühnemanns Schreibchallenge.

Jetzt bleiben mir noch drei Tage bis der Alfred wiederkommt und da werde ich morgen Freitag doch zu der „Schundheft-Party“ der Margit Heumann hingehen und ansonsten fleißig Praxis machen, während ich heute und auch den Samstag für meine Fortsetzungsgeschichten reserviere.

Da den ganzen Tag zu Hause bleibe und Marathon-Geschichten schreibe, beziehungsweise in der Badewann meine eigenen Bücher weiterlesen werde.

Die, die meinen Blog regelmäßig verfolgen, werden sich erinnern, daß ich im April, als ich noch am „Bibliotheksgespenst“ korrigiert habe, schon den Plan hatte, jetzt nicht wieder schnell schnell mit etwas, nämlich mit der Idee von der Frau, die jeden Abend in der Pizzeria sitzt und dort ein Glas Wein trinkt, anzufangen, dann in ein paar Wochen den x-ten Text über eine depressive Frau vollende, der dann als fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch erscheint und niemand schaut es an und höchstens ein Kritiker schreit „Nicht schon wieder soviel sinnlosen Content!“

Aber was ist die Alternative, habe ich überhaupt eine? Die die mich und meine schon über dreitausend Artrikel länger lesen, wissen, daß ich, wenn ich was Neues anfange, immer gern schreibe, jetzt nehme ich mir aber wirklich und ganz ehrlich ein Jahr Zeit dazu und bin dann in den besagten paar Wochen fertig.

Was ja eigentlich toll ist, wenn das so gut geht. Ich will aber auch, ganz ehrlich, mehr Aufmerksamkeit und nicht immer ganz am unteren Rand stehen, die Erfolge der anderen miterleben, während sich bei mir kein Hund rührt, wenn ich beim neuen Buch ein Gewinnspiel mache oder um eine Rezension ersuche.

Wie ich die Aufmerksamkeit bekomme weiß ich nicht, hätte ich doch gedacht, das Bloggen wäre eine gute Möglichkeit dazu und, ob es wirklich nur an den Flüchtigkeitsfehlern und den falschen „s“ liegt, würde ich eigentlich auch bezweifeln, was aber dann?

Das Jammern natürlich, das ist schon klar, daß das meine Leser vielleicht nicht immer hören wollen und der Erfolg liegt auch im Tun, schreiben die anderen Blogger und haben damit Erfolg, also habe ich mir die Monate Mai und Juni zum Recherchieren und Ideensammeln vorgenommen, die oben schon erwähnten Pläne gemacht, die Bodenseeradfahrt mit der Ruth und das öfentliche Schreibprojekt mit ihr sind noch dazu gekommen und auch, was ebenfalls sehr hilfreich war, Annika Bühnemann Schreibchallenge zehn Geschichten in einem Monat, nämlich bei ihr, der Juni, zu veröfentlichen. Da hat sie zwar erst zwei hineingestellt und wer sonst noch an der Aktion mitmacht ist mir auch nicht ganz klar, weil ich ja nicht bei Facebook bin.

Ich habe aber schon im Mai damit angefangen, weil ich mir ja schon im vorigen Jahr dachte, es ist eine gute Idee vielleicht erst einmal mit Geschichten anzufangen.

Da habe ich dann auch, noch angeregt durch meinen Kritiker Uli und das „Werfel-Symposium“, die „Stipendiatin“ geschrieben und dann nach dem ich vom Bodensee wieder zurückwar, den diesmal einzigen Reisetext, denn ich habe ja eigentlich wieder ziemlich bald, nachdem die Fenster geputzt und die „das Bibliotheksgeschpenst“ fertig war, mit dem neuen Projekt angefangen.

Vielleicht kann ich da nicht anders. Also die Figurenbögen für die Mathilde, ihre Zwillingsschwester, des Moritz Lichtenstern, ihrer Tochter Lily und da ist dann auch noch die Slavenka Jagoda dazugekommen, die ich eigentlich als Text für mein „Literaturgeflüster feiern“ mit dem ich meine Strohwitwenzeit begonnen habe, geplant hatte, aber jetzt denke, die macht ihr Stipendium in New York am österreicchischen Kulturinstitut, wo die Lily Kuratorin ist und einen Blogroman über eine unsichtbare Frau will die Lily vielleicht auch schreiben, aber da muß ich noch konzipieren.

Die Ideen mit den Zwillingsschwestern, wo die eine von den Eltern der anderen vorgezogen wurde, dem Kind der Mathilde, von dem Moritz nichtś weiß und, daß der ihr von der Natalie weggeheiratet wird, hatte ich schon bald im Kopf und da kamen auch die Schreibimpulse, der Annika Bühnemann bezüglich ihrer Challenge, die ich sehr produktiv fand, zum Beispiel die von der Geschichte über einen Süchtigen, der seiner Sucht nicht nachgegehn konnte, das war meine Auftakt Projekt Geschichte, die ich bei der Mai-Gruppe geschrieben haben. Dann folgten glaube ich noch zwei, bevor wir nach Bregenz fuhren, die, wo sich der Moritz mit der Mathilde beim Begräbnis ihrer Schwester trifft und ihr sagt, daß er mit ihr abhauen und von vorn anfangen will und die, wo ein Kind erfährt, daß ihre Eltern gar nicht ihre Eltern sind, das ist die Lily und so habe ich schon im Mai ein paar Geschichten eingestellt.

Ich will ja eigentlich mein eigenes Projekt machen und gar nicht so bei einer Challenge, wo ich mich auch nicht angemeldet habe, mitmachen und das war inzwischen bis Ende Juni einfach bezüglich meines vorhandenen Konzepts Szenen sammeln und damm im Juli schauen, ob ich daraus einen Roman machen kann und, daß ich das will, war schon sehr bald klar und noch etwas ist mir aufgefallen:

Das Schreiben war bei mir ja manchmal etwas mühsam, wenn ich es zwar wollte, aber eigentlich nicht so recht wußte worüber?

Das ist mir bei  den „Berührungen“ das letzte Jahr so passiert und da haben mir die „Wurfgeschichten“ ein bißchen  geholfen.

Beim „Bibliotheksgespenst“ war das auch so, daß ich lange ohne Konzept geschrieben habe, was ja auch meinem Kritiker aufgefallen ist.

Dem fällt ja alles Schlechte an mir auf und das Gute vielleicht gar nicht, aber es stimmt, wenn man ungefähr weiß worüber man schreiben will und sich dann einen Impuls nimmt und einfach eine Szene darüber schreibt, dann wird das sehr spannend, wahrscheinlich, weil man da immer ein paar Lücken, beziehungsweise was nicht Gesagtes dabei hat.

So schreibe ich beispielsweise derzeit nicht chronologisch, sondern, das, was mir zu dem Impuls, Annika Bühnemann verwendet inzwischen bevorzugt Bilder, einfällt.

Neun Mathilde Geschichten, wenn ich sie so nennen will habe ich inzwischen, wenn man das „Angekommen“ mit der Slavenka Jagoda mitrechnen will, fünf davon wurden im Mai,  vier im Juni veröffentlicht.

Im Mai habe ich, was die zehn Geschichten-Challenge betrifft, sieben Texte im Blog veröffentlich, fünf Mathilde, dann den „Grenzverkehr“ und die „Stipendiatin“, weil ich die fünfnzehn öffentlichen Raum-Geschichten. die in den letzten Wochen entstanden sind, nicht als Ganzes im Blog veröffentlicht habe.

Bis Ende JMuni will ich noch weiter so ungeordnet Szenen nach einem Bild oder einem Impuls dazu schreiben, ganz halte ich mich da auch nicht nur an die Annika Bühnemann.So ist die Angekommen-Geschichte, glaube ich nicht nach einem Motiv und, daß ich die Mathilde mit dem Moritz am Albertinaplatz zusammenkommenlassen will, war ein Einfall, den ich aus dem öfentlichen Raum Projekt übernommen habe.

Die habe ich in der Juni Schreibgruppe geschrieben, da hat der Klaus Khittl wieder die Themenverfehlung beanstandet, aber gut, ich will ja die Schreibgruppe zum Romanszenenschreiben verwenden, was die anderen, was mich ein wenig wundert, gar nichtso wollen, denn ich denke ja, daß es spannend sein könnte zu sehen, wie da ein Roman entsteht?

Ist es offenbar nicht, für mich war es das aber schon und in meiner Strohwitwenzeit war ich mit meinen Wien- Herumrenn- Projekten und meiner Praxis auch so beschäftigt, daß die Fortsetzungsgeschichten bis jetzt eher nebenbei passierten..

Obwohl ich noch im Mai eine nach einem Bild Impuls wo ein einsamer Bahnsteig zu sehen ist geschrieben habe, da steht der Moritz und bekommt den Brief von Natalies Anwalt, daß die Lily seine Tochter ist und auf den Satz „Ich habe nie etwas Unvorhergesehenes getan, bis heut nicht“ ist mir die „Wiedergutmachung“ eingefallen.

Die habe ich am Pfingstmontag geschrieben, bevor ich mich mit der Ruth getroffen haben.

Und heute und Samstag, dann den ganzen Tag Szenen schreiben und dannh bis Ende des Monats sehen, wie weit ich damit komme?

Ein paar Impulse habe ich schon vorbereitet und danach wird wahrscheinlich doch ein Roman aus dem Ganzen entstehen.

Ich weiß noch nicht so genau, ob ich zu der tradionellen Schreibweise zurückkehren werde oder damit weitermache, daß ich mich nach meinem Konzept eher lose von Szene zu Szene hantle. Das hat schon etwas an sich und der Nebeneffekt ist, daß meine Leser. wenn sie wollen, noch  ein bißchen intensiver meine Schreibarbeit verfolgen können, wie aus den Fortsetzungsgeschichten ein Fortsetzungsroman werden könnte.

Das heißt nicht ganz, denn Ende Juni werde ich wahrscheinlich aufhören, die Szenen direkt in den Blog zu stellen. Das wird vielleicht zuviel, habe ich ja jetzt schon Sorge, daß in den nächsten Tagen sehr viele Artikel erscheinen könnten und meine Leser schreien dann „Nicht soviel, hör auf damit, nicht so viel sinnloser Content!“

Aber sinnlos ist der ja nicht, auch wenn jetzt in den Geschichten noch einiges unlogisch ist und die Reihenfolge auch nicht stimmt.

Ich denke, das ist vielleicht etwas ganz Neues und eine Mischung zwischen Blogroman und aktiver Romanentstehung, das Experiment das durch das Bloggen möglich ist und am Ende wird, sofernein Roman aus dem Projekt entsteht, das Ganze wieder selbst herausgegeben und mit einer Vorschau veröffentlicht.

Da habe ich auch eine neue Idee, auf die mich Annika Bühnemann gebracht hat, die schon beim „Bibliotheksgespenst“ wirksam werden wird, sofern meine Leser mitmachen, was wahrscheinlich das Problem sein wird.

Denn da möchte ich eine Leserunde machen, das heißt zuerst wieder eine Vorschau, wie gehabt, mit drei Fragen, wo man das Buch gewinnen kann.

Die löse ich dann, wenn das Buch da ist auf und stelle nochmal fünf Bücher zur Verfügung, für die, die es lesen  und mir einen Kommentar dazu schreiben wollen, so daß wir einen kleinen Austausch machen können.

Das werde ich ab jetzt immer anbieten, obwohl die Rückmeldung bei meinen Gewinnspielen ja eigentlich Null  ist. Aber wer will, kann sich schon jetzt an den bis jetzt neun vorhandenen Bloggeschichten festlesen und mir einen Kommentar dazu schreiben.

Würde mich freuen wenn einmal etwas anderes kommt, als „Sie plappern, sind trottelig und haben einen sinnlosen Content!“, denn das ist, ich schreibe es noch einmal, meine Mathilde-Geschichte wahrscheinlich nicht, sondern ein neues interessantes Blogprojekt, zu dem ich aber auch meine Leser brauche, damit das Ganze ein Austausch werden kann.

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