Literaturgefluester

2017-06-29

Im Naturhistorischen Museum

Im Naturhistorischen Museum gibt es, habe ich heute im Radio gehört, eine Ausstellung über Katzen, aber es dürfte noch eine andere über das Leben „Wie alles begann“ geben und dazu gab es, um fünf in Kooperation mit der „Alten Schmiede“  eine Veranstaltung , im dortigen Vortragssaal zu Raoul Schrotts „Erste Erde Epos“ und die habe ich mir zwar angestrichen, war aber nicht besonders motiviert, schon um fünf statt ins „Literarische Quartier“ ins Naturhistorische Museum zu gehen.

Warum eigentlich nicht, das wäre einmal eine Abwechslung im literarischen Einheitsbrei, aber wir haben ja gerade die Hundertmarks zu Besuch und da bietet es sich vielleicht an, mit ihnen etwas anderes zu machen, habe ich gedacht und ganz früher habe ich auch mit dem Alfred  zu unserem Harland Wochenende fahren wollte.

Dann hat es sich ergeben, daß ich am Mittwoch statt, wie geplant zu der Veranstaltung mit Wolfgang Martin Roth und Herbert Mauerer in die AS mit dem Alfred den Hundertmarks und dann noch mit deren Freunden Reini undManfred, die auch zufälligerweise gerade in Wien Urlaub machen, in die Stephanskirche zu einem Orgelkonzert gegangen bin und heute wollte die Hundertmark zu der Veranstaltung, warum also nicht?

Als wir den Vortragssaal betreten wolltenm ist gerade Robert Huez der Literaturhausleiter von dort herausgekommen, der Herr Pauer, der pensionierte Lehrer, der jetzt im Litetraturarchiv aushilft und mit dem ich manchmal nach Hause gehe, war da und noch eine Reihe anderer Besucher. Ob es sich dabei, um ein literarisches Publkum oder das des Naturhistorischen Museums handelt, weiß ich nicht.

Es war jedenfalls eine sehr schränge Veranstaltung, die zuerst vom Generaldirektor Christian Köberl und dann von Kurt Neumann eingeleitet wurde und dann hat der 1964 in Landeck geborene Autor von dem ich gelegentlich etwas höre, nicht aus seinem Epos mit den siebenundzwnzig Geschichten und den anschließenden Anhang gelesen, sondern erzählt, wie er dazu gekommen ist, sich mit der Entwicklung des Lebens zu befassen.

Weil, wenn man in die Buchhandlungen geht, zu neunundneunzig Prozent nur Bücher findet, in denen es um Menschen und um ihre Beiehungsen geht, aber Raoul Schrott wollte sich, glaube ich, mit der wiissenschaftlichen Entstehung des Lebens befassen und seinen Ursprung erforschen.

So hat er ein Expose geschrieben, es eingereicht, dann ist ein Hörspiel daraus geworden, aber auch ein  Buch und er erläuterte, warum er es nicht, wie ihm sein Verleger, Michael Krüger geraten hat, in Prosa verfasste, weil das die Leuten dann auch lesen würden, sondern die epische Form wählte und von Metaphern und all dem, mit dem er zu der poetischen Form kommt und hat am Schluß dann noch eineAndekdote von einer Reise gegeben.

Da ist er mit einem Freund namens Norbert und einen Innuit in ein abgelegenes Gebiet gereist. Das heißt, er hat sich von einem Hubschrauber dorthinbringen und nach einer Woche wieder abholen lassen. Dazwischen wollten sie Kanu fahren, dabei haben sie aber sowohl das Boot, den Proviant und auch die Pumpgun verloren mit der sie sich gegen Bären schützen wollten. Haber aber nach den Steinen gesucht, die für sie den Ursprung des Lebens darstellten, wurden auch von einem Bären überfallen und vom Hubschauber fast übersehen, sind aber trotzdem zurückgekommen und Raoul Schrott hat, wie er sagte viel gelernt und das Schreiben des Buches sein Leben sehr verändert.

Das war schon einmal ein schräges Plaudern über ein poetisch sehr anspruchsvolles Buch, dann wurde es noch ein bißchen schräger denn der Direktor und die Mikrobiologin Christa Schleper führten in je zehn Minuten in die Entstehung der Welt und in das Leben ein. Denn um halb sieben mußten sie fertig sein, da da das Museum geschlossen wurde.

Wem das aber zu wenig war, beziehunsweise auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich auch die Ausstellung ansehen und durch dasMuseum schlendern, wenn es wieder geöffnet ist.

Das Buch konnte man sich natürlich auch kaufen und signieren lassen. Wir sind aber langsam nach einem Gespräch mit Ottwald John, der uns auf die Nestroy Spiele, wo er auch mitspielt aufmerksam machte, in Richtung „Waldviertler Hof2 gegangen und haben dort zu Abend gegessen.

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