Literaturgefluester

2017-07-31

Sommerfrischenmitte

Es ist der letzte Julitag, ich komme gerade von einer Radtour zum Biotop oder Naturlehrpfad beim Ratzersdorfersee zurück, habe entdeckt, daß es den „Lidl“, bei dem ich ja gerne einkaufte nicht mehr gibt.

Er hat offenbar der neuen Brücke Plarz gemacht, wo der Radweg sehr lang gesperrt war. Nun gut, nun gut, zum Biotop, das heißt, das schon ein bißerl verwilderte Wegerl, wo die Pflanzen angezeichnet sind, es ein Häuschen mit Schautafeln gibt, und man über einen Steg an Enten vorbei, wieder zur Traisen zurückgehen kann, komme ich meistens einmal im Sommer, dann bin ich über die braune, ein wenig chinesisch wirkende Brücke zum Vilshofersee hinübergefahren. Habe zuerst eine Runde zum Aussichtsturm gemacht und bin  hinaufgestiegen, dann zur ehemaligen Telefon-beziehungsweise jetztigen Bücherzelle und habe mir dort das Vorgängerbuch zum „Kurzen Schlaf“ auf Englisch „gun, with occassional music“ und dann nach längeren Suchen „Einmal muß das Fest ja kommen- Eine Reise zu Ingeborg Bachmann“ von Frauke Meyer-Gosau genommen, Katharina Hackers „Habenichte“ hätte ich auch haben können, habe ich aber schon gelesen und bin damit zur „Seedose“ auf die Terrasse und habe mir, weil etwas durstig und man das ja soll, von meinem sogenannten Stadtschreiberbudget, das ich in meiner Radfahrtaschei mmer bei mir habe einen „Hugo“ um 4. 10 gegönnt.

Vier Wochen Somerfrischenwochenenden, ein wenig gleichförmig und doch intesiv, am Samstag  zum Marttk zum Würstlessen, da hat mir der Alf vorige Woche beim „Thalia“ ein paar Bücher gekauft, die jetzt 4.99 kosten und wenn man drei nimmt das vierte umsonst bekommt.

Ja, alles wird teurer, aber ich komme ohnehin wahrscheinlich erst in zehn Jahren dazu sie zu lesen, obwohl ich in meiner Sommerfarische und auch sonst eigentlich sehr viel und sehr fleißig lese und das macht mir  noch immer Spaß.

Jetzt einmal die Leseliste hinauf und hinunter, bei den „Nöten der wahren Polizisten“ bin ich jetzt angekommen. Als nächstes läge jetzt Clemens Meyer „Am Stein“ auf dem Schreibtisch in der Küche, ein Shortlistbuch von 2013, aber da hat sich gestern eine Autorin bei mir gemedlet und mir ihren „Ladythriller angeboten und weil ich ja nicht nein sagen kann und will…

Am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe, dort einen Gspritzten und dann  einen zweiten, ein Achterl oder einen Kaffee trinken und am Freitag war ich sogar in Traisen, ohne Wasserflasche, weil ich dachte, es ist eh nicht heiß, aber es gibt in Wilhelmsburg ja eine Raststelle mit einem Wasserhahn und da kann man sich dann auch gleich durch die Radtouren, die dort angegeben sind, schauen.

Eine sehr behagliche Sommerfrische, das habe ich ja schon vorige Woche festgestellt, aber sehr erholsam, ich lese und korrigiere und streite mich zwischendurch mit dem lieben Uli, der sich grenzwertig, um die „Pippi“ und die „jüdischen Buchhändler“ sorgt und wir stehen auch vor einer Wahl, wo sich der Herr Kurz, mit der SPÖ, die nicht mehr ausschließt mit der „F“ zu kooalieren und die F-Partei mit dem Herrn Strache bwerben, da kann einem auch ganz schön das Gruseln kommen, ohne mit der Geisterbahn zu fahren, wenn man daran denkt, was da herauskommen wird und was man wählen soll?

Die „Grünen“ wahrscheinlich trotzdem nicht. So habe ich  vorige Woche für die KPÖ unterschrieben und dabei Jens Eisels Debut „Bevor es hell wird“ gefunden, was ich als eine Art  Belohnung betrachte und ja der Sommer ist schön schreibe, auch wenn er in Harland an der Traisen ein wenig eintönig ist, während draußend in der Welt die Sazburger Festspiele eröffnet wurdenFerdinand von Schirach die Festspielrede hielt, die ich mir übers Internet anhörte.

Ichkorrigierie fast jden Tag mein Manuskript einmal durch. bei 21753 Worten bin ich jetzt angelnagt, werde es mir morgen in Wien wieder ausdrucken und für das nächste, das ich dann im September oder Oktober, beziehungsweise für den „Nanowrimo“ schreibe, kann sich meine „Unsichtbare Frau“ ja auch mit einem streitbaren Blogger auseinandersetzen.

Mal sehen, jetzt einmal den schönen Sommernachmittag auf der Terrasse bei den fast reifen Weintrauben und einem Marillennektardrink bei Meredith Winters Sommerbuhc „Blutroter Frost“ beenden. Klingt auch ganz schön gruselig, nicht wahr?

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4 Kommentare »

  1. Was für eine aktive, fleißige Dame Sie sind 😉
    Rad fahren ist das Schönste, was man bei diesem Wetter machen kann … und ich hoffe, mein Buch hat Ihnen ein klein wenig, den Sommernachmittag auf der Terrasse versüßt 🙂

    Sonnige Grüße: Meredith Winter

    Kommentar von Meredith — 2017-08-02 @ 11:30 | Antwort

  2. Ja, doch, obwohl da war ich noch ein wenig verwirrt, denn das Prinzip zwei Genres in einem Buch zu verbinden, machts am Anfang ein wenig schwierig beim Lesen. zumindest ist es mir damit so gegangen.
    Ich bin ja gerade mit dem Buch fertig geworden, man kann die Besprechung dann wahrscheinlich am Samstag lesen, denn morgen gehts ja zu den O-Tönen ins Museumsquartier und am Freitag werden wahrscheinlichen die „Sieben Nächte“ erscheinen, wo ich mit dem Lesen noch nicht fertig bin, mir das Buch aber, wie gestern auf den Rathausplatz mitnehmen werde, denn mein E-Bookreader liegt ja ganz unschuldig in Harland auf den Bücherbergen, so daß ich da den Laptop und wahrscheinlich auch das Internet brauchen würde.
    Aber als kleiner Vorgeschmack für die eventuelle Ungeduld:
    Das Buch hat mir gefallen und ich finde es immer wieder sehr spannend, was es da alles im Selfpublischerbereich oder bei den kleineren Verlagen, die sich auch selbst vermarkten müßen, gibt und was mich persönlich etwas störte, das schreibe ich jetzt noch einmal, ist die Verlegung der Handlung nach Amerika.
    Ich weiß, da schauen manche Autoren gerne hin, ich würde aber trotzdem warnen, weil das medizinische System im Amerika wahrscheinlich auch ganz anders ist. So hätte ich persönlich wahrscheinlich lieber mit einer Julia und einem Stephan oder Kevin etcetera mitgefiebert. Liebe Grüße und Danke für den Kommentar!

    Kommentar von jancak — 2017-08-02 @ 12:34 | Antwort

  3. Liebe Eva,

    ja das Genre, dass ich bediene ist in der Tat noch recht neu.
    Das mit Amerika war Absicht, da „Blutroter Frost“ von einer wahren Begebenheit inspiriert wurde, die sich damals in New York zugetragen hatte. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/makaberer-handel-mit-toten-tutogen-bezog-leichenteile-auch-von-kriminellem-geschaeftsmann-a-644716.html)
    Ich habe die Handlung nach „Baltimore“ verlegt, da diese laut der Forbes-Liste aus dem Jahr 2009 eine der zehn gefährlichsten Städte in den USA ist. Ich dachte, das passt ganz gut, wenn man Leichenteile sammelt 😛
    Ansonsten mag ich die Amerikanisierung auch nicht. Deshalb spielt mein zweiter Roman dann auch wieder in Deutschland 🙂

    Viel Spaß im Museumsquartier heute wünscht Dir: Meredith Winter

    Kommentar von Meredith — 2017-08-03 @ 09:47 | Antwort

  4. Ja, hab ich schon gesehen und bin gespannt

    Kommentar von jancak — 2017-08-03 @ 10:21 | Antwort


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