Literaturgefluester

2017-08-25

Das Jahr der Frauen

Jetzt kommt Buch drei der 2017 LL oder eigentlich das erste das ich im diesjährigen Buchpreislesemarathons lese und wieder war der Einstieg etwas schwierig, denn von dem 1967 in Bielefeld geborenen Soziologen und Werbetexter der seit 204 in Genf lebt, habe ich erstens noch nie etwas gehört und zweites ist „Das Jahr der Frauen“, der dritte Teil einer Trilogie, mit Teil zwei ist er im Vorjahr auf der Schweizerbuchpreisliste gestanden, was offenbar an mir vorbeigegangen ist und außerdem habe ich von „Weissbooks“, wo das Buch erschienen ist, wegen der hohen Anfrage ein PDF zur Verfügung gestellt bekomen und da kann man nicht anstreichen, ich kann es zumindestens nicht, nur mitschreiben und so habe ich bei den beiden Lesetranchen etwas geschwitzt, um den Inhalt zusammenzubekommen, denn vorweg gesagt, Christoph Höhtker macht es seinen Lesern nicht leicht, ganz im Gegenteil.

So kann man bei „Literaturlärms“ Video über den deutschen Buchpreis, auch hören, daß man an dem Buch nicht sehr interessiert ist.

Na klar, ein Buch, wo ein Mann in einem Jahr zwölf Frauen vernachen will und diesbezüglich mit seinem Psychotherapeuten eine Wette eingeht, daß er sich, wenn er das geschafft hat, suizidieren darf, macht es seinen feministischen Leserinnen nicht leicht.

Den psychologischen Psychotherapeutinnen unter ihnen auch nicht, weil da ja schon zum wievielten, ich weiß nicht Mal, der Psychologe mit dem Psychiater verwechselt wird, aber ich weiß der Autor spielt bewußt damit und in der Schweiz ist es wahrscheinlich auch ganz anders, als bei uns im schönen Wien, der Stadt Sigmund Freuds, aber die kommt in dem „Roadmovie“, wie ich in der bishlang einzigen „Amazon-Rezension“, das Buch ist erst vor kurzem erscheinen, lesen konnte, das es eines wäre, auch vor.

Aber schön der Reihe nach, damit sich meine Leser auskenen und mir nicht vorwerfen, ich würde unverständlich schreiben.

Aber wie erwähnt, leicht ist das nicht, denn wahrscheinlich sollte man doch die ersten beiden Teile vorher gelesen haben, zumindest habe ich mir das gedacht, als am Anfang viel von einer Mari, ihren Pillen und einem Zusammenbruch, die Rede war, die, wie ich ergoolget habe, im ersten Teil eine Rolle spielt.

Also der Protagonist ist der etwas vierzigjährige Frank Stremmer, ein Deutscher, der in Gef in einer offenbar sehr exklusiven PR-Firma arbeitet und der geht am Beginn des Buchs zu seinem Psychotherapeuten und schließt mit ihm besagte Wette ab.

Dann geht es los in zwölf Kapitel und einem Anhang und die tragen Namen wie „La Ville d`Antibes“, „Die Präfektur Totorri“ oder „Marseilles les Quartiers nord“, aber auch das täuscht, denn das Kapitel „Großraum Fürth-Nürnberg“ spielt sich hautsächlich in Mallorca ab und dorthin wollte er ja mit seiner brasilianischen Masseusse Adela fahren, das ist seine Februarfrau und im Jänner lernt er eine schwedische Künstlerin Malin, die in Zürich lebt, über eine Kontaktannauce kennen.

So geht es dahin von Frau zu Frau und daziwschen geht er in seine Firma, wo es auch Frauen gibt. Eine Liz, eine Valerie und eine rassige schwarzgekleidete Schwarze namens Karen aus Nairobi. Es gibt dort aber auch einen Chef namens GonzalesBlanco und ein Valparaiso-Projekt. Er selber arbeitet an einem Zwiebelprojekt und die Nazis scheinen auch eine gewissen Rolle zu spilen.

So geht es also in atemberaubenden Tempo dahin und damit das Ganze noch ein bißchen komplizierter wird, wird zwischendurch, wie das wahrscheinlich auch in internationalen Fimen üblich ist, Englisch und Französisch gesprochen. In Mallorca bandelt er mit einer Claudia an, während ein Jürgen ein Geschäft mit ihm machen will und mit Lliz muß er im September, glaube ich, auch nach Wien und da mit ihr in einem Appartement der Firma statt in einem Hotel wohnen. Wien, die Stadt Sigmund Freuds gefällt ihm sehr, nur mit den Frauen scheint es trotz des Appartement nicht zu klappen, so geht er zwar in ein Restaurant und bestellt dort ein vegetarisches Blunzlgröstl, man sieht der Phantasie Höhtkers ist keine Grenze gesetzt und dort tritft er auch zwei Frauen, die sich aus einem Genderbuch vorlesen.

Eine davon trifft er später auf einem Fahrrad in Berlin wieder und im Flugzeug nach Mallorca eine Svenja aus  Hamburg, die er später bei seinem Therapeuten, als seine Freundin ausgibt.

Der ist aber ohnehin nicht gut auf ihn zu sprechen, hat Stremmer doch viele Termine bei ihm abgesagt und ob es etwas mit der Wette oder der Freundin wird, weiß man auch nicht so genau, denn im Dezember muß er wegen eines Projektes nach Afrika und dort kommt er im Kugelhagen des Bürgerkrieges um und wir haben dann nur im Anhag das Protkoll eines anderes Mitarbeiters nämlich Eric Martin Lynbergs und das reißt dann noch ab.

Was soll ich, die psychologsch psychotherapeutische feministische Wienerin dazu sagen, die eigentlich auch nicht so viel von unverständlicher experimenteller Literatur hält?

Es ist ein gutes Buch und ein interessanter Einstieg in das Buchpreisleseprojekt 2017, also lesen, auch wenn ich, wie ich fürchte nicht alles davon verstanden habe. Das macht aber, glaube ich, nicht so viel und frauenfeindlich habe ich es trotzdem man das anehmen könnte, eigentlich nicht empfunden.

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