Literaturgefluester

2017-08-30

Katie

Nun kommt Buch fünf des heurigen deutschen Buchpreislesens und die 1966 in München geborene Christine Wunnike ist schon vor zwei Jahren mit „Der Fuchs und Dr. Shimura“ auf der LLgestanden.

Damals hat ihr „Literaturen“ eine Außenseiterchance zugesprochen und ich habe das schmale Büchlein, das von den Erscheinungen eines ajpananischen Psychiaters im neunzehnten Jahrhundert handelte, zwischen zwei Fortbildungsveranstaltungen in der Buchhandlung Kuppitsch überlogen.

Nun habe ich vom „Berenberg-Verlag“, wo das Buch erschienen ist, das PDF erhalten und muß sagen, Christine Wunnike bringt wirklich einen besonderen Ton in die Gegenwartsliteratur und auf die langen Listen.

Wieder ein ungewöhnliches Thema, wieder das neunzehnte Jahrhundert, diesmal England und das Besondere an dieser Gespenster-Wissenschaftesgeschichte ist, wie in der Beschreibung steht, daß alles daran wahr und wahrhaftig ist, denn eine Florence Cook, einen Professor Crookes und eine Katie Morgan oder King hat es wirklich gegeben,wie man bei „Wikipedia“  nachgooglen kann.

Das wieder schmale Bändchen ist  in fünfzehn Kapitel gegliedert und Christine Wunnike habe ich bei „Amazon“ gelesen, hat eine besondere Sprache.

Richtig und einen feinen leicht sarkastischen Ton, in dem sie beschreibt, daß der Professor  Kaffee  zum Tee nimmt oder wie sie alle Mister oder Miss beziehungsweise Missis nennt.

Im ersten Kapitel geht William Crookes, der Herausgeber der chemischen Zeitung zu Michael Faraday, den Erfinder des Faradayischen Käftigs, um ihn etwas Wissenschaftliches zu fragen, nur leider ist der Gelehrte schon alt und senil, sitzt im Rollstuhl und schweigt vor sich hin.

Dann gehen wir in das Haus des Setzers Mister Cook, der dort mit seiner Frau, dem Dienstmädchen und den zwei Töchtern Florence und Selina lebt und Florence oder Florrie, wie sie der Vater nennt, ist ein ewig kränkeldes Kind, das sich verbiegen kann und den Wunsch hat berühmt zu werden.

Das Hausmädchen erzählt ihr von den Seancen oder dem „Sitzen“, das damals die Gesellschaft für sich erfunden hat und die,  glaube ich, sechszehnjährige wird bald ein berühmtes Medium, das sich in einen Kasten sperren, fesseln und annageln läßt und dort erscheint ihr Katie im weißen Hemd, eine vor zweihundert Jahren geborene Kinds- und Gattenmörderin und Professor Crookes soll ein Gutachten erstellen, ob Florence eine Betrügerin ist.

Nach einigen Zögern läßt sie sich nach London zu dem Professor und seiner zum achten Mal schwangeren Frau Nelly bringen, wird dort im grünen, das heißt mit Arsenik versuchten Zimmer einquartiert.

Katie erscheint wieder und verführt, sowohl den Assistenten, als auch die Professorengattin, der erzählt sie im Bett interessant Geschichten und der Professor der Kaffee zum Tee nimmt, hat sich in sein Labor zurückgezogen.

Nun wird Florence bald weltberühmt, tritt im Ägyptischen Salon solange auf, wie es Katie gefällt. eines Tages sagt die nämlich „Ich habe genug!“, ins Publklikum und zerfließt und wir können rätseln, wie es weiter mit der Wissenschaft geht.

Das heißt, Florence zieht sich von Selina betreut in ein Häuschen am Land zrück, das Radium wird erfunden, Darwin macht seine Forschungen und ja Gespenster hat es wohl auch gegeben.

Zumindestens Gespenstergeschichten im nebeldusteren London und Christine Wunnike hat eine vorzügliche wissenschaftliche Geschichte draus gemacht, nun wahrscheinlich keine Ausßenseiterchance mehr, denn ich habe von dem im März erschienenen Buch auf den Blogs mehrmals gehört, daß es auf die LLkomme n wird, vielleicht kommt es auch auf die Shortlist.

Ich bin gespannt und ein anderes Buch, das von Piraten im neunzehnten oder schon achtzehnten Jahrhundert handelt, steht ja auch noch auf der Liste, aber da  müßte ich erst ein PDf bekommen, daß sich mit meinem Programm auch öffnen läßt.

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