Literaturgefluester

2017-09-25

Kaffeehausliteraten

Das Kaffeehaus und die Literatur passen gut zusammen, beziehungsweise das Klischee von dem Autor, der im Kaffeehaus sitzt und dort seine Romane schreibt. Robert Menasse habe ich öfter  im Cafe Sperl gesehen, Robert Schindel geht, glaube ich, täglich ins Cafe Zartl, Peter Altenberg sitzt noch heute im Cafe Central, etcetera.

Es gibt eine Menge Bücher über die Wiener Kaffeehäuser und einge über Bildbände über Literaten , ich habe auch einige davon und jetzt gibt es ein neues, nämlich „Melange der Poesie. Wiener Kaffeehausmomente in Schwarzweiß“, wo der französische Fotograf Alain Barbero etwa fünfzig Kaffeehäuser und ebensoviele Autoren fotografiere. Die Autoren haben einen kurzen Text dazu geschrieben.  Barbara Rieger, die Schreibpädagogin und Deutsch als Fremdsprachelehrerin, die Alain Barbero, einmal in einem  Kaffeehaus getroffen hat, um ihm Deutsch beizubringen, hat die Kaffeehäuser vorgestellt und das Buch, das bei „Kremyr&Scheriau“, erschienen ist, herausgegeben.

Heute wurde es in der“ Gesellschaft der Literatur“ vorgestellt und einige der über fünzig abgebildetten Autoren waren auch anwesend. Marianne Gruber, die ehemalige Präsidentin der Gesellschaft, Robert Schindel und Sabine Gruber und im Publikum saßen noch Gerhard Jaschke, Jörg Zemmler, Herbert J. Wimmer und Peter Boesch, der, glaube ich, aber in dem Buch nicht enthalten ist.

Ich auch nicht, dafür aber Armin Baumgartner, den ich später im zweiten Raum sah, Erika Kronabitter, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Friederike Mayröcker, Gustav Ernst, Peter Henisch und und . Es gab auch eine kleine Ausstellung, nämlich zwanzig Fotos, die man sich anschauen und natürlich auch das Buch durchblättern und kaufen konnte.

Es gibt auch einen Blog: cafe.entropy.at, der dem Ganzen vorausgegangen ist und Barbara Rieger leitete, nachdem Ursula Ebel ein paar Begrüßungsworte gesagt und gemeint hatte, daß Marinne Gruber nie in der Gesellschaft gelesen hätte, ich kann mich aber an eine Lesung mit ihr und Julian Schutting erinnern, ein, verwies auf die Entstehungsgeschichte, dann stellte sie die lesenden Autoren vor und sagte dazu jeweils ein paar Worte, beziehungseis las sie ihre Beschreibung der Kaffeehäuser vor und da stellte Sabine Gruber, die zweite „Veza Canetti-Preisträgerin“, die mit ihrem „Davaldossi“ glaube ich auch der Shortlist des letzten österreichischen Buchpreises gestanden hat, das Cafe Else vor, ein mir völlig unbekanntes, im zweiten Bezirk gelgegenes, das früher einer Prostiutierten gehört hat, Sabine Gruber sagte etwas dazu und las dann ein Stück aus ihrem 2007 erschienen Roman „Über Nacht“ wo die Protagonistin Irma ins Kaffeehaus geht, ich glaube, es ist  das „Prückl“, in dem ich diesen Sommer ja einige Male war, um mir die Sommerlesereihe des Literaturkreises Podium“ anzuhören, um einen Schriftsetzter zu interviewen.

Dann folgte Robert Schindel auch ein eifriger Kaffeehausgeher. Für das Buch ging er aber in das Cafe Prückl und hatte einen Text über „Krähen“ dafür geschrieben. Gelesen hat er dann zwei Stellen aus dem „Kalten“, die auch im Kaffeehaus spielen und zwar im „Diglas“ und im „Oswald und Kalb“ und zwar findet im letzteren, eine Geburtstagsfeier statt, wo ein Schauspieler tot umfällt, worauf einer der Besucher ins Cafe Diglas flüchtet.

Dann kam Marianne Gruber und die wollte zuerst ins „Hummel“, da hatte sich aber schon ein anderer Autor, eine andere Autorin angemeldet. Barbara Riegler ließ raten, wer das war. Ich hätte auf Christine Huber getippt, aber die war dann, glaube ich, im Florianihof abgebildet und die zwei Textstellen, die Marianne Bruber, die sich dann für das „Central“ mit dem Peter Altenberg aus Pappmachee entschied, las, hatten eigentlich nicht sehr viel mit dem Kaffehaus zu tun, außer, daß Mmarinanne Gruber, die erste sehr wütend in einem Kaffeehaus geschrieben hat, die dann von einem „Lederband und einer Kluppe“ handelte und die zweite handelte von einer alten Frau, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen kann, aber früher oft ins Kaffeehaus gegangen ist und dort drei Monate alte Zzeitungen gelesen hat, weil man dann erst die Nachrichten beurteilen kann.

Und von den Kaffehäusern ist noch zu berichten, daß ich immer am „Griensteidl“ vorüber gehe, wenn ich in die Gesellschaft gehe, das ja in meiner „Verbrüderung“ eine Rolle spielt, aber das gibt es nicht mehr in dieser Form, sonder heißt jetzt Cafe Rien und ist ein Cafe auf Abruf, also eines das nur ein paar Monate bestehen wird und dann verschwindet.

Ich bin als Studentin viel ins „Sperl“ und ins Cafe Jelinek in der Otto Bauergasse gegangen, wo ich in dieser Zeit ja wohnte. Gehe heute nicht mehr viel in Cafehäuser wenigstens nicht mehr zum Schreiben und Zzeitungslesen. das heißt in der Schreibgruppe waren wir ja eine Zeitlang im Cafe Ludwig das dann zum Cafe Fortuna wurde, aber eigentlich eher ein Beisel war und das „Sperl“ kommt in meinem Stadtroman vor und ich habe, glaube ich, auch in anderen meiner Texte immer wieder Kaffeebäuser beziehungsweise Kafceeehausbesuche beschrieben.

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