Literaturgefluester

2017-10-19

Short List Debut Lesung

Beim österreichischen Buchpreis, den es ja seit einem Jahr gibt, gibt es neben der Longlist der nomierten Größen, auch  eine Shortlist mit drei Debuttitel und die werden dann in der AK-Bibliothek bei einer Lesung vorgestellt.

Im Vorjahr war die Veranstaltungt gleichzeitig mit der „Veza-Canetti–Preisverleihung“ an ilse Kilic im MUSA, so daß ich sie versäumte, aber ich habe alle drei Bücher gelesen und eines davon war ja auch beim „Alpha“ nominiert und auf der Blogger Debut Shortlist, hat aber nichts davon gewonnen.

Heuer wurde der „Veza Canetti-Preis“ an an Lydia Mischkulnig schon vor zwei Wochen vergeben, so daß nichts dagegen stand zu der Lesung in die Prinz Eugen Straße zu gehen und ich erinnere:

Mascha Dabic  stand mit „Reibungsverlusten“

Irene Diwiak mit „Liebwies“ und

Nava Ebrahimi mit „Sechzehn Wörter“ auf der Liste.

Deie ersten beiden Bücher wurden auch bei den O-Tönen vorgestellt und ich habe bei beiden das PDF bekommen und bin gerade mittendrin beim Lesen von „Liebwies“, das mir sehr gefällt und ich die junge Autorin auch für sehr begabt halte, auch wenn es manchmal haarscharf am Kitsch vorbeischrammt ist es dann mit seiner Absurdität wieder sehr originell und einzigartig, was es in der österreichischen Literatur abseits von allen Sprachkunstbemühungen doch zu geben scheint.

Die Veranstaltung in Lesesaal in der AK-Bibliothek auch sehr voll, in der zweiten Reihe aber Platz, denn seltsamerweise sind die Lesenden weiter hinten gesessen. So habe ich den Literaturhausleiter Robert Huez begrüßt und mit einer Stammbesucherin über die Störaktionen der rechten Verlagen in Frankfurt diskutiert. Dann habe ich Eva Rossmanns „Patrioten“ zum Thema passend herausgezogen, denn „Liebwies“, wo ich  den dritten Teil noch lesen muß, ist als PDF zu mir gekommen und ich habe den Laptop nicht mitgenommen und der E Book Reader liegt ohne die aktuellen Bücher in Harland auf dem Küchenschreibtisch.

Dann kam Ute Weiner, die Bibliotheksleiterin und hielt ein Plädoyer fürs Lesen und für die Debuts, die noch nicht so bekannte Literatur und interviewte die 1981 in Sarjewo geborene Mascha Dabic, die seit 1992 in Wien lebt und hier auch als Dolmetscherin und Übersetzerin tätig ist. Sie dolmetscht bei PTSD-Therapien und „Reibungsluste“ handelt auch davon, beziehungsweise von der Übersetzerin Nora, die schlecht sieht und dann Probleme damit hat, wie sie die Traumatisierung der tschetschenischen Klientin bei der Therapeutin Roswitha übersetzen soll.

Übersetzungsprobleme hat es auch in der AK-Bibliothek gegeben, denn da fielen plötzlich die Mikrophone aus und Masche Dabic  mußte noch einmal von vor anfangen, beziehungsweise nützte der AK-Direktor die Gelegenheit zu betonen, wie wichtig es ist, daß die AK nicht, wie es blau schwarz vielleicht will, finaziell ausgehungert wird, denn man braucht eine gute Infrostruktur.

Dann kam Irene Diwak eine sehr große, sehr junge Frau, die mit ihrem Buch,  das damals noch einen anderen Titel hatte, schon den „Körner-Preis“ bekommen hat und sie las den Anfang vor, den ich schon gelesen habe und dann kam die für mich unbekannte, 1978 in Teheratn geborene, in Köln aufgewachsene und jetzt in Graz lebende, Nava Ebrahimi, von der ich noch nicht viel gehört habe und deren bei Btb erschienenes Buch „Sechzehn Wörter“ auch nicht zu mir gekommen ist.

Alle drei Bücher stehen aber auch auf der Longlist des Boogger Debut-Peises“, beziehungsweise, die ersten zwei.

Nava Ebrahimi habe ich vorgeschlagen und wird vielleicht noch kommen und das Buch hat eine ähnliche Thematik, wie „Nachts ist es leise in Teheran„, das voriges Jahr den „Blogger Debutpreis“ bekommen hat.

Da gibt es ja noch keine Shortlist und jetzt können wir wieder raten, wer in zwei Wochen den Debutpreis bekommen wird?

Wahrscheinlich Irene Diwiak deren Buch sicher das literarischte ist, vielleicht auch das der Mascha Dabic wegen des aktuellen Bezugs  der Flüchtlingsfrage. Aber den Preis vergibt die offizielle >Jury und nicht die AK, da habe ich mich bei Ute Weiner erkundigt und ich werde jetzt „Liebwies“ zu Ende lesen, dann die „Reibungsverluste“ und danach Eva Rossmanns „Patrioten“ was ja zum Thema passt und falls das hier jemand lesen sollte und ein Leseexemplar von „Sechszehn Wörter“ hat, das er gerne mit mir tauschen möchte, ich bin bereit und würde mich sehr freuen. Sonst macht es aber auch die Lücke und nachher gab es wieder Wein und Brötchen und interessante Gespräche über den Debutpreis und die Buch-Wien, die ja bald kommt.

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