Literaturgefluester

2018-01-31

Schweizer Literatur in der Alten Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:48
Tags: , , ,

Von der Partisanenliteratur bin ich heute in die „Alte Schmiede“ gegangen, wo es wieder eine „Stunde der literarischen Erleuchtung“ gab und zwar haben da Ruth Schweikert und Samuel Moser Jörg Steiner vorgestellt. Das war ein 1930 in Biel geborener Schweizer Dichter, der 2013 dort gestorben ist und unter anderen, 1994 den „Erich Fried Preis“  bekommen hat.

„Nie etwas von ihm gehört!“, würde ich spontan sagen und gleich nachschauen, ob ich in meinem Buchkatalog vielleicht Bücher von ihm habe, er scheint aber eher experimentell zu sein und auch ein bißchen widersprüchlich.

Leider bin ich, weil ich mich in der Spengergasse noch ein bißchen mit Stephan Teichgräber verplaudert habe, der Weg von dort in die Schönlaterngasse auch länger ist und ich noch auf die Bank und Milch besorgen mußte, ein bißchen zu spät gekommen, so daß ich Kurt Neumanns Einleitung versäumte.

Es waren auch nicht sehr viele Leute im Schmiede Saal und die, die da waren, waren, wie ich aus ihren Wortmeldungen und den Gesprächen in der Pause erfuhr, speziell an Literatur und vielleicht auch an Jörg Steiner interessiert. Ich hörte Schweizer Akzent und das Paar das vor mir saß, schien Alfred Kolleritsch, mit dem ich ja kürzlich telfoniert habe, gut zu kennen.

Jörg Steiner hat einige Romane geschrieben, zwei, beziehungsweise einer und ein Ezählband wurden vorgestellt.

Und da scheint es sich bei Steiner um Fortsetzungsgeschichten zu handeln, beziehungsweise scheint er seine Personen von einem Roman zum anderen zu schleppen. Denn da gibt es einen namens „Strafarbeit“, 1962 erschienen aus dem nicht gelesen wurde, aber der 1951 geborene Dozent für Lliteraturkritik Samuel Moser, hat den Inhalt erzählt. Der handelt in einer Jugendstrafanstalt, wo einige Jugendliche untergebracht sind und einer von ihnen, nämlich Jose Claude  Ledermann, auch Schnorrer genannt, begegnen wir in  „Euin Messer für den ehrlichen Finder“, aus dem gelesen wurde , wieder.

Der ist der Sohn einer Bordellchefin in Biel und hat einem Freund ein Rennrad geborgt, das der verkaufte, worauf er ihn mit einem Messer niederstach und in die Strafanstalt kam.

Ruth Schweikert und Samuel Moser schwärmten sehr von den Text, Samuel Moser meinte, er wäre dadurch zum Lesen gekommen und in der Erzählung „Schnee bis in die Niederungen“ treffen wir auch auf eine Figur aus der Strafanstalt, die tritt in den achtzehn Episode,n meist in anderer Gestalt und in anderen Berufen auf und einen Ich Erzähler gibt es auch.

„Ich habe bis drei Uhr Aufsätze korrigiert und bin dann

Ich bin spazierengegangen, weil mich das Lesen der von Hand geschriebenen Texte stark ermüdet, werde ich sagen“ beginnt das Buch und das ist einer der sprachlichen Eigenheiten, die für Jörg Steiner wohl typisch sind. Es wurde dann auch diskutiert, wieviel Autobiografie in dem Text ist. Nun, da habe ich nachgegooglet, da? Jörg Steiner Lehrer war. Ein Herr Steiner kommt übrigens auch darin vor, etcetera.

Ruth Schweikert hat einen Text gelesen, dann kam die Diskussion und diesmal nur eine halbe Stunde Pause, weil die Veranstaltung länger gedauert hat. Da bin ich zum Büchertisch gegangen und habe gesehen, daß es eine offensichtlich ältere „Suhrkamp-Ausgabe“ des „Schnees“ um fünf Euro gibt. Da habe ich nicht lange gezögert und mir das eher dünne Büchlein gekauft, zu einem „Sensationellen Preis!“, sollte Kurt Neumann später sagen.

Das stimmt zwar nicht so ganz, habe ich ja „Suhrkamp-TBs“ öfter schon um einen Euro gefunden. Bin auf das Lesen aber gespannt, umsomehr, da wir im Sommer ja vielleicht in die Schweiz fahren und ich dafür schon Lesestoff sammle und da passt vielleicht ganz gut hinzu, daß ich im „Wortschatz“ heute auch drei Bücher aus Schweizer Verlagen von Schweizer Autoren gefunden habe.

Nämlich Gerold Späths „Das Spiel des Sommers neunundneunzig“ aus dem „Lenos-Verlag“ in dem auch Michelle Steinbecks Debut erschienen ist und zwei Bücher von einer Elsabeth Jucker aus der „editon 8“.

Ich bin gespannt und nach der Pause ist es gleich mit Samuel Moser und Ruth Schweikert weitergegangen, hat die 1965 in Lörrach geborene Autorin doch ihr 215 Buch „Wie wir älter werden“ vorgestellt. Von Ruth Schweikert habe ich in den Bücherschrönken schon „Ohio“ und „Augen zu“ gefunden. Das letztere gelesen und war, glaube ich, nicht so begeistert. Bei dem Roman war ich es schon, weil er mir realistischer und verständlicher erschien. Da geht es um zwei Familien, beziehungweise hat der Mann, der einen, auch zwei Kinder mit der Frau der anderen und auch eine Zeitlang mit ihr gelebt. Es geht also um Familiengeheimnisse und  um drei Generationen und zwei Stellen hat Ruth Schweikart vorgelesen.

Eine von dem Paar Jackes und Friederike und dann eine, wo Friederike vierzig jahre jünger, ihre Mutter gestorben ist und sie in ihrer Wohnung hundertachtundfünzig Dosen Katzenfutter findet, owohl die gar keine Katze hatte und sie die Dosen dann in der Nacht in sämtlichen Mülltonnen der Stadt Stuttgart verteilt. Das war sehr interessant und beeindruckend und in der Diskussion hat Ruth Schweikart noch erzählt, daß sie das Buch nicht chrologisch geschrieben, sondern mit einem ganz anderen Kapitel angefangen hat. Sie scheint auch eine lebhafte Erzählerin zu sein und hat in der Pause und nach der Veranstaltung heftig zu ihrem Buch oder etwas anderen diskutiert, so daß ich heute ein oder natürlich zwei sehr intensive Lliteratur Lectures erlebt habe und mich auf den Sommer und meine diesbezüglichen <leseerfahrungen schon freuen kann.

Advertisements

2018-01-30

Wir haben den Tunnel mitgebracht

Was dieser Titel zu bedeuten hat, habe ich mich zu erkundigen verabsäumt, es handelt sich aber wieder um eine Lesung des „Insituts für Sprachkunst“, das, wie Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung betonte, schon zum neunten Mal eine Lesung im <literaturhaus immer zu Smesterende, also im Mai und Juni  hat.

Die erste Lesung war glaube ich die Studentenlesung, da habe ich meine zweite Kritikerin Ju Sophie getroffen und bin nachher mit ihr zum Bücherschrank gegangen, wo ich einen Ray Bradbury gefunden habe. Bei meiner anschließenden Besprechung hat sie mir zuerst einen begeisterten Kommentar und dann einen zweiten abschätzigen der sich auf „Mimis Bücher“ bezogen hat, dias ich ihr sozusagen zur Rezension gegeben hat.

Ja, das Leben ist schwierig, damals hat, glaube ich, auch Anna Gschnitzer gelesen, die heute, wenn ich es recht verstanden habe, im Literaturhaus arbeitet und die Lesung organiseirte.

Studentenlesungen hat es zwei gegeben, dann hatten sie immer irgendwelche Titel und heute hat, wie ich mich erkundigt habe, das erste Semester gelesen.

Marietta Bönig, die mich damals 2010 als man am Tag der offenen Tür die Angewandte besuchen konnte, zu der Sprachkunst führte, hat mir das erklärt und damals ist mir Rhea Krcmarova  über den Weg gelaufen, von der der Erzählband „Böhmen ist der Ozean“ am vierten Februar bei „Kremayr & Scheriau“ erscheinen wird, den ich demnächst lesen werde.

Ja, das „Institut für Sprachkuns“t hat einge Talente hervorgebracht, Marie Louise Lehner hat den letzten „Alpha“ gewonnen, Sandra Gugic war im ersten Jahr studentin, von Irmi Fuchs habe ich ein Buch gelesen und und….

Und dieser Jahrgang scheint mir ein besonders talentierter und ich bin da ja sehr kritisch, zu sein. Lauter fast sehr junge Leute, die zum größten Teil schwarz gekleidet waren und sich, was ich sehr erstaunlich fand auch gegenseitig stark beklatschten. Also gibt es keine Konkurrenz?

Das wäre schön und Gustav Ernst habe ich auch gesehen, bei den Studententlesungen waren die Pprofessoren anwesend, das hat sich später aufgehört. Aber diesmal habe ich mich ein bißchen mit Gustav Ernst und auch mit Frieda Paris, die, glaube ich, schon im sechsten Semester studiert und auf ein Stipendkum hofft, unterhalten.

Begonnen hat die Lesung mit Florentin  Berger mit einen Auszug aus seinem Romanprojekt Herr Nägele (oder Negele) weiß nicht weiter“ brachte, der mir schon stark talentiert erschien.

DerHerr Nägele (oder Negele) rennt nackt in seiner Wohnung mit einem Tennisball und einem Tennisschläüger herum, später erweist er sich aus Papier und ein Baum, ja richtig, ein Baum könnte er auch noch sein und ein solcher wächst ja auch am Balkon der letzten „Aspekte-Preisträgerin“, die leider, leider und da bin ich nicht ganz unschuldig, den letzten „Bloggerdebut-Preis“ nicht gewonnen hat.

Dann folgte Tizian Rupp, ein junger Mann mit zweiundzwanzig jahren, der zur Abwechslung ein blaues Hemd trug und der für seine Lesung offenbar bei einer Firma um Frucade anfragte, die er dabei ausschenken wollte, aber leider, leider hat ihm die Firma, die Spende verwehrt, so wurde er von Florentien Berger auch als Gescheiteter vorgestellt, obwohl seine Texte sehr  stark waren.

Dann kam, in schwarz gekleidet, Sandro Huber und las fünf Gedichte vor, in einem sitzt die Dichterin Frieda Paris, die ja Christel Fallenstein, als ich sie in ihrem Pflegeheim besucht, betreute, auf einem Stein, in einem anderen geht es Thomas Bernhard und die vielen Adjektive, die der verwendete und um das Wetter ging es auch.

Dann folgte Felizitas Prokopetz und die brachte drei Grabreden aus ihrem Romanprojekt, denn das gibt es eine Protoganostin namens Valerie Sternberg und die schreibt welche auf ihren, noch kerngesunden Vater. Sehr interessant und einfallsreich.

Fiona Sironic stellte ebenfalls ein Romanprojekt vor. Dann kam eine junge Frau, die sich nur Alice nennt und die hatte einen Gedichtzylkus, namens „Vulkanwinter“ nennt.

Dann kam, glaube ich, eine Pause mit Getränken und den schon erwähnten Gesprächen und dann folgte Laura Irmer und die hat ihren Text offenbar erst kurz vor der Lesung geschrieben, beziehungsweise hat sie ihn auch mit einer Videoperformance untermalt, wo sie Menschenköpfe zeichnet, die man später am Büchertisch bewundern konnte.

Malte Abraham hatte ein Theaterstück, wo es um Flüchtlinge ging, die in einem Künstlerhaus untergebrachte werden sollten.

Dann kam Ana Begradjans mit zwei Texten, von den der zweite „Herrin der Flieden hieß, gefolgt von John Sauter, der mit schwarzer Brille einen sehr anspruchsvollen Text las und der letzte war Dominik Ivancic mit zwei Romanausschnitten, wo es um einen Architekten geht, der Wien verändert will.

Wieder sehr interessant und spannend, die vielen Romanausschnitte, in die man hineinhören konnte, die das experimentelle Sprachkünstlerische fast ein wenig unterdrückte. Texte, die mir als sehr stark aufgefallen sind, gut performanct, hat Marietta Bönig gemeint und ich bin wieder sehr gespannt, was ich von den angetretenen Studenten noch hören werde.

2018-01-29

Balkanfieber

„Mammons Fall“, der 2011 erschienene Krimi, des 1957 geborenen Sozialpädagogen und Bibliothekars Dietmar Gnedt war eines der ersten Rezensionsexemplare das ich für das „Literaturgeflüster“bekommen habe. Das ist lange her, den „Kehrwasserverlag“, gibt es, glaube ich, nicht mehr und jetzt habe ich  von „Anton Pustet“ eine Anfrage bekommen, ob ich das neue Buch von Dietmar Gnedt besprechen will, habe zugesagt und “ Balkanfieber“ lange für einen Krimi gehalten, bis ich daraufgekommen bin, daß es wahrscheinlich mehr eine Liebeserklärung an das zerfallene Jugoslawien, Belgrad, Serbien oder eine Parabel über die Schwächen der Menschheit ist.

So steht auch etwas von „Vergeben- vergelten- vergessen“ am Buchrücken und das Buch ist jemanden in Beglgrad geeidmet, „dessen Lebensgeschichte aber so versteckt ist, daß nur er sie finden kann.“

Es gibt auch ein Nachwort, das die Liebeserklärung an den Balkan verstärkt. Ivan Ivanij von dem ich einige Bücher gelesen habe, wird erwähnt und natürlich auch Peter Handke, der den Autor, wie er erklärt, ermutige, das Buch fertigzuschreiben.

„Es gibt kein Volk, in dessen Geschichte nicht schreckliche Taten zu finden wären. Gerade wir Österreicher und Deutsche haben unsere Schreckensgeschichten noch sehr nahe vor Augen. Vielleicht zu nahe um sie zu sehen? Mögen die Politiker aller Vöker  vor der eigenen Türe kehren und nicht Steine auf andere Türen werfen.“, so endet das Nachwort und dann beginnt der Versöhnungsroman mit einer Fahrt eines ehemaligen Politikers und Ex Botschafters Christoph Forstner von Wien nach Belgrad. Weiße Haare hat er, glaube ich, seine Hände zittern wahrscheinlich, denn er ist ein Alkoholiker und hölt ein Moleskine in de rHhand aus dem er Briefe einer Maddalena liest und langsam, ganz langsam und bedächtig kommen wir in die Gechichte hinein.

Maddalena Todesco, die schöne Venezianerin,  Tochter eines Schriftstellers und kürzlich an Krebs verstorben, war die Liebe zweier Männer, des Österreichers Christoph Forsters und des Serbens Lazar Üetrovic. Den Serben hat sie. glaube ich zuerst kennengelernt, auch auf einer Bahnfahrt nach Wien, die sie als junges Mädchen mit einer Freundin unternommen hat, sie hat ihn geliebt, aber er zu bedächtig,  hat lange gezögert, ihre <liebe anzunehmen, beziehungsweise hat er sich inzwischen mit einer Slavica verheiratet und von ihr eine Tochter bekommen, so  daß ihr nichts anderes überblieb, als Christoph, den sie inzwischen auch kennengelernt hat, zu heiraten und von ihm zwei Söhne zu bekommen.

Er wird, das Buch beginnt in den siebziger Jahren Sekretär oder Adjudant des damaligen österreichischen Außenministers und späterer Botschafter von Belgrad. Er hätte auch der von Brüssel werden können, aber Maddalena entschied sich für das erstere. Dann bricht der Krieg  aus und Christoph, zu sensibel für die Politik, zerbricht an der Wirklichkeit, die er vermitteln soll, fängt zu trinken kann, so daß er nach Wien zurückversetzt wird und die Ehe verbricht.

Langsam, langsam und in vielen Schleifen erfahren wir die Geschichte. Denn wir sind inzwischen in den Zweitausendzehnerjahren, die handelnden Personen, die, wie im Buch auch steht, erfunden sind, sind über sechzig. Maddalena, die die letzten Jhre in Italien gelegt hat, ist verstorben, aber vorher hat sie Endlosbriefe geschrieben, an Christoph und an Lazar, in dem sie beiden ihre Liebe erklärte und Christph hatte offenbar den Auftrag seinem Rivalen, den seinen zu überbringen.

Denn die beiden Männer sind einander spinnefeind, jeder gibt dem anderen die Schuld, am Nichtzustandekommen oder Scheitern der Beziehung  und Lazar hat Christoph schon einmal in Belgrad niedergestochen.

Inzwischen ist Lazars, der auch sehr schön Akkaordeon spielt, Enkelsohn Milan an Leukämie erkrankt und nur viel Geld und eine teure Behandlung kann ihn retten, das serbische Gesundheitssystem nicht, so kommen Fantasien auf, Maddalena darum zu bietten, Lazar weiß offenbar noch nichts von ihrem Tod, während Christoph den Racheplan sinnt, Lazar damit zu demütigen, das er Milan sterben läßt.

Dieser Teil ist etwas verworren, denn er, inzwischen Repräsentant einer Hilfsorganisation ist, geht in das Krankenhaus und erzählt Milans Mutter, daß das Kind in Wien gerettet werden könnte, wenn sie eine Scheinehe eingeht und während die noch überlegt, wird Christoph von Lazar nochmals niedergestochen und liegt in der Intensivstation, während Lazar in das Häuschen seiner Mutter nach Südserbien flieht.

Sehr verworren die Parabel um Schuld und Vergebung und die Geschichte Jugoslawiens und seiner Schönheiten wird dabei auch noch erzählt.

Sehr verworren und verwirrend, die hochpolitische Parabel, einer der Söhne Maddalenas hat sich inzwischen auch noch der FPÖ zugewandt und ist Assistent von Norbert Hofer geworden, der Name wird erwähnt, der des ehemaligen Außenministers und politischen Ziehvaters Christoph nicht, während der andere Sohn in New York lebt und ein schwuler Jazzmusiker ist.

Und das Ende, bleibt wie immer offen oder kann je nach Lust und Laune auf die eine oder andere Seite ausgelegt werden. Der schwerverletzte Christoph hat das Krankenhaus verlassen und ist mit dem Taxis zu dem Hof von Lazars Großvater gefahren. Lazar legt, als er Christoph erscheinen sieht „den Finger auf den Abzug“, während in dem Brief von Maddalena „Meine Lieben! So will ich euch ansprechen. Ihr zwei seid die Lieben meines Lebens. Ich diktiere meinem Vater Luciano diese Worte, weil ich selbst nicht mehr zu schreiben vermag. Ich fürchte, daß ihr nicht zur Versöhnung finden könnt. Das ist meine letzte verbliebene Sorge. Was man nicht mit Liebe betrachtet, hat man nicht erkannt! Könnt ihr euch nicht erinnern?“, steht und am Buchrücken findet man noch die Worte „Das große Thema des Romans lautet Vergebung – bleibt sie eine illusion, so wie der Traum von Versöhnung zwischen den Völkern auf den Balkan?“

Wahrscheinlich ja, denkt die Realistin in mir und hat in den letzten zwei Tagen ein sehr interessantes Buch über den Balkan, seine „Katastrophen, seiner Lebensfreunde und seiner Gastfreundschaft“, gelesen, das ich nur empfehlen kann.

2018-01-28

Blogentwicklungen

Als ich im Juli 2008 mit dem Bloggen angefangen habe, hat es wahrscheinlich noch wenige Blogs gegeben. Den der Anni Bürkl und der Christiane Zintzen, den es ja nicht mehr gibt, habe ich damals schon gelesen, daß es Bücherblogs gibt, die einen SUB hüten und sich, um ihn einzudämmen, bin ich, glaube ich, erst ein Jahr später draufgekomen. Da gab es Blogs wie „Libriomanie“, etcetera, der sich später, glaube ich, auch darauf konzentrierte, mehr oder weniger Kosmetikartikel zu besprechen.

„Leselustfrust“, deren Betreiberin sich ganz in meiner Nähe entpuppte, habe ic,h solange es den Blog gab, sehr regelmäßig verfolgt, darauf kommentiert und, wie ich rückschauend sagen kann, einige sehr sehr interessante Bücher durch ihn entdeck,t auf die ich sonst vielleicht nicht gekommen wäre.

Später habe ich „Buzzaldrin“ entdeckt, „Buchrevier“, die „Klappentexterin“ und und, denn es gibt ja vorwiegend in Deutschland über tausend Bücherblogs oder sind es vielleicht schon mehr und da hat sich auch schon bald eine sogenannte Qualitätsdiskussion entwickelt, die meistens darauf hinauflief, daß man sich über die mangelnde Qualifikation der anderen, es waren oft sehr junge Mädchen, die in den Ferien einen Blog begannen und oft sehr bald damit aufhörten, beklagten.

Etwasm das ich nicht verstand und immer noch nicht verstehe. Denn das Tolle ist ja bei Bücherblogs, daß sich die Betreiber und das sind oftmals, nicht immer, Frauen, mit dem Lesen beschäftigen und das ist ja in Zeiten, wo man immer weniger liest, sehr gut, daß sich da Blogger hinsetzen, auf Bücher hinweisen und sie besprechen, wozu da die Häme und das sich Beklagen darüber?

Die Blogger begannen bald sich gegenseitig Awards zu verteilen oder bestimmte Challenges zu lösen, wie im Jahr so und so viele Bücher zu lesen oder bestimmte Bücher zu bestimmten Themen herzuzeigen, beispielsweise, das erste Buch das man gelesen hat oder das mit einem Tiernamen im Titel und und…

Da war es dann schon klar, daß es verschiedene Blogs und verschiedene Blogger gab, beispielsweise die jungen Mädchen, die sich mit Fantasy eschäftigen, joung adult und new adult heißen jetzt die Jugendbücher und zwischen beiden gibt es einen gravierenden Unterschied, den ich immer noch nicht ganz verstehe, weil ich nicht zu der entsprechenden Zielgruppe gehöre, denn mein Blog ist ja, glaube ich, auf jeden Fall etwas Besonderes.

Erstens Mal bin ich in der Altersgruppe ziemlich oben, owohl es in der „Buchpreisbloggersezene“, also beispielsweise „Buchrevier! und „Lustauflesen“, es sich um Männer in den Fünfzigern handelt und dann komme ich vom Schreiben her, habe also einen literarischen und keinen reinen Bücherblog, obwohl ich hunderfünfzig Bcher im Jahr lese und die alle bespreche, da bin ich, wenn ich som um mich schaue auch in der Minderheit und da wären wir schon beim nächsten Thema, den leidigen Rezensionsexemplaren.

Ich habe, glaube ich schon in meinen Vorbloggerzeiten, aber auf jedenfalls außerhalb, behutsam hin- und wieder angefragt, ob ich nicht ein Buch haben könnte. Da hat sich Dine Petrik kann ich mich erinnern, einmal sehr darüber empört und gefragt „Macht man das so?“, worauf ihr Gariele Ecker von der NÖ-Edition auch gleich Cornelia Travniceks „Asche meiner Schwester“ angeboten hat.

2010 haben sich dann die ersten Verlage bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich das oder das Buch nicht lesen will und dann stieß ich auch bald auf die Diskussionen, ob man jetzt Rezensionesexemplare anfragen soll oder nicht?

„Leselustfrust“ hat sich energisch dagegen ausgeprochen und ich glaube auch aus diesem Grund zu bloggen aufgehört, was ich eigentlich nicht ganz verstanden habe und auch nicht, daß man immer wieder den Bloggern unterschwellig unterstellt, sie würden Bücher abstauben und nur deshalb zu bloggen anfangen.

Nun ein Buch zu lesen, dauert bei mir ein paar Tage, das Besprechen dann noch eine Stunde und ich bin da sehr schnell, wenn man das auf einen Stundenlohn hinunterrechnet, wäre man bei ein paar Cent und deshalb wird wohl niemand einen Blog eröffnen und ich finde es sehr schön, daß die Verlage da sehr bereitwillig auf die Blogger anspringen und ich denke, jeder der das will, kann ja um ein Buch anfragen und wenn er es bespricht, wird er wieder was bekommen und darüber braucht man eigentlich nicht diskutieren.

Denn, wie schon erwähnt, es ist ja sehr schön, wenn immer mehr Leute lesen und über ihre Bücher bloggen. Inzwischen gibt es auch die „Booktuber“, die über ihre Lektüren ihre Filmchen drehen. Da die Bücher hochhalten, jedes Monat erzählen, was sie alles gelesen, beziehungsweise neu dazu bekommmen haben und einmal im Jahr auch ihre ungelesenen Bücher oder die die ihnen nicht gefallen habenm aussortieren.

Da gibt es dann auch heiße Diskussionen, ob man einen SUB haben darf oder nicht, ob Bloggen oder Booktuben kaufsüchtig macht und die Empörung über die Gier der anderen, wenn einmal in einem Kommentar die Frage kommt, wie man es macht Rezensionsexemplare zu bekommen?

Wie schon erwähnt, eine solche Frage würde mich nicht empören.

„Beim Verlag anfragen!“, würde ich antworten und es dem überlassen, wie er mit der Frage umgeht.

Es kamdann auch bald der Wunsch mit seinem Blog Geld zu verdienen, die Modeblogger verdienen sich angeblich reich daran. Die Kosmetikblogger bekommen, die Zahnpasten und Lidschatten zum Ausprobieren und die Bücherblogger begannen den Literaturkritikern Konkurrenz zu machen und man konnte mehr oder weniger regelmäßige hämische Kommentare über die jungen Mädchen lesen, die angeblich ein Buch hochhalten und „Hä, das hat mir megageil gefallen!“, sagen.

Das ist keine Rezension ganz klar, aber man kann über Bücher sicher auch anders sprechen, als die herkömmlichen Feuilletons der herkömmlichen Literaturkritiker und Konkurrenten sollen Blogger sicher keine sein, sie begannen sich im Netz aber zu emanzipieren, ersteinmal auf solche Artikel energisch zu widersprechen.

Dann begann Mara Giese, die oder der inzwischen Linus heußt, 2015 mit der Aktion „Fünf lesen vier“ mit dem Buchpreisbloggen, das, glaube ich, ziemlich eingeschlagen hat, denn zwischen gibt es die sogenannten offiziellen Buchpreisblogger, ich blogge nebenbei erwähnt seit 2015 „inoffiziell“ also auf eigene Faust mit und war da erstaunt, wie gut das funktioniert.

Es gibt den Bloggerdebutpreis, wo circa fünfzehn Blogger den besten Debutroman bestimmen, da bin ich seit 2016 „offiziell“ dabei und kann das nur als sehr bereichernd beschreiben und seit vorigen Jahr gibt es den sogenannten „Blogbuster-Preis“, den, glaube ich, Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat. Das heißt, er hat sich mit dem berühmten Literaturkritiker Dennis Scheck verbunden, dann eine Reihe Blogger ausgewählt, zu denen Autoren, die noch keinen Verlag gefunden haben oder einen solchen suchen, ihre Manuskripte beziehungsweise Proben daraus hinschicken konnten. Die Blogs haben dann jeweils ein Manuskript ausgewählt, das dann Dennis Scheck, Tobias Nazemi und noch ein paar andere Juroren beurteilten, davon das Beste wählten. Daraus wurde dann ein Buch gemacht, das bei der letzten Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde.

„Toll!“, könnte man da sagen. Die Blogger können was, sind genauso fähig, wie die Kritiker Manuskripte oder Bücher auszuwählen und zu bewerten und das habe ich im ersten Moment, ganz abgesehen davon, daß ich immer etwas dagegen habe, das  hundert Leute einen Text zu einem Bewerb hinschicken, drei dann ausgewählt werden und die anderen überbleiben, aber das ist halt so und dagegen Stum zulaufen, ist wohl zu mühsam, deshalb werte ich auch mit, obwohl ich aufpasse, keine Bücher oder Texte zu verreißen und das auch bei meinen Rezensionen oder Blogbeiträgen nicht tue.

Dann hat mich schon im Vorjahr aufgeregt, als Jochen Kienbaum von „Lustauflesen“ in einem Artikel schrieb, daß er leider, leider, keines der bei ihm eingereichten Mansukripte auswählen konnte, weil es nicht seinen literarischen Ansprüchen entsprach.

Aber was sind denn die und was ist gute Literatur? Da braucht man nur zu den Literaturdislussionen, wie „Literarisches Qaurtett“, „Literarische Soiree“ oder so gehen. Da sagt der eine Kritiker „Das ist ein tolles Buch!“, der nächste sagt „Das ist das Schlechteste, das ich je gelesen habe!“

Also hätte das Manuskript, wenn Jochen Kienbaum vielleicht doch eines ausgesucht hätte, am Ende den „Blobbuster- Preis“ gewonnen? Wir wissen es nicht und werden es nie erfahren. Der Preis wurde aber auch für 2018 wieder ausgeschrieben, dafür zum Teil dieselben, zum Teil anderer Blogger ausgewählt, die dann in Frankfurt ihre Kriterien, die sie an das Mansukript stellten, verkündeten. Da hat mich schon überrascht, wie streng die waren, viel strenger wahrscheinlich als die der Lektoren, wennn sie in den Verlagen ein Manuskript bewerten.

„Kein so und so, denn das hauen wir dann gleich in den Mist!“, glaube ich mir gemerkt zu haben, gebe das aber nur unvollkommen aus meiner Erinnerung wieder. Das „Literaturcafe“,  eines der ältesten Literaturformat, das es, wenn auch in der nicht ganz üblichen Blogform schon im vorigen Jahrtausend gab, gehörte heuer auch zu den auswählenden Blogs und Wolfgang Tischer und, ich glaube auch Malte Bremer haben jetzt die Bewertung der bei ihnen eingegangenen Texte öffentlich gemacht und in das Netz gestellt und da war einiges dabei, was mich emöprte und mich den Kopf schütteln ließ und nur hoffe, daß das ähnliche Aufschreie, wie damals, als das mit den kurzen Hosen beim literarischen Quartett war, kommen. Sie meinen nämlich allen Ernstes, daß man die Qualität eines Textes in dreißig Sekunden beurteilen kann.

Schön möglich, daß es Verlage gibt, die das so tun, dann kommt es aber auch zu Fehlurteilen, wie, die, daß man „Schlafes Bruder“ ablehnt, was dann ein Welterfolg wurde. Die anderen Verlage schüttelten die Köpfe und man bleibt lebenslang auf der Häme sitzen.

Bitte, liebe Blogger und liebes Literaturcafe“, die Qualität eines Blogs zeigt sich auch, daß man sorgfältig urteilt und die eingereichten Manuskripte sorgfältig durchliest und dann sagt „Das und das hat mir am besten gefallen oder halte ich aus dem oder dem Grund für das Beste, deshalb schlage ich es vor und den anderen wünsche ich alles Gute!“

Das wird, denke ich inzwischen auch beim Bachmannpreis so gemacht, da wird inzwischen sachlich diskutiert, während Marcel Reich Ranicki, aus seiner Biografie vielleicht verständlich, den Finger erhoben hat „Da ist schlechte Literatur!“ brüllte und damit Autoren, wie Jörg Fauser, zerrissen hat, was Michael Köhlmeier einmal eindringlich bei einer „Klagenfurter Rede“ aufzeigte.

Was ist schlechte Literatur? Ich glaube, die gibt es nicht und jeder schreibt so gut, wie er es kann und ich erlebe beim Lesen und ich lese ja sehr viel, immer und immer wieder, daß ich mit einem Buch in der Badewanne liege und viel viel länger als dreißig Sekunden lang den Kopf darüber schüttele, oft komme ich erst in der Mitte oder am Schluß darauf, daß es ein sehr gutes Buch war und warum muß man, wenn man seine Qualität als  Blogger beweisen will, was ich natürlich für sehr wichtig halte, das auf Kosten der anderen tun?

Es wollen viele schreiben, manche schaffen es in die großen Verlage, manche nicht, füŕ die gibt es dann das inzwischen das Selfpublishing und da ist sicher Wolfgang Tischer einer, der das sehr fördert und sich sich sehr dafür einsetzt.

Warum schaut er dann die zwölf oder vierzehn Manuskripte, die bei ihm eingereicht wurden, dreißig Sekunden an, läßt sie dann fallen und schreibt Sätze wie „Nein, das ist keine eigene Geschichte! Das ist abgedroschener Liebes-Schmalz! Ab zum nöchsten Text?“

ich bin ja eine, die sich damit rühmt, daß sie auch jenseits des Tellerrandes liest, also bei den hundertfünfzig bis hundertsiebzig Büchern, die ich im Jahr schaffe, auch Liebesromane, „Liebesschmalz“ würde das Literaturcafe vielleicht sagen, lese und dabei schon manche Überraschung erlebte und jetzt habe ich mich mit dem Text eines neuen Wunderkindes herumgequält, das vielleicht den neuen „Pulitzer-Preis“ damit bekommt und würde wirklich gerne wissen, was Wolfgang Tischer und Malte Bremer nach dreißig Sekunden lesen der Leseprobe dazu gesagt hätten?

Nein, das kann man nicht, das ist Unsinn, wenn nicht fahrlässig und wenn die Blogs ihre Qualität beweisen wollen, in dem sie Bücher und Mansukripte auswählen, dann sollen sie das mit der entsprechenden Sorgfalt tun und nicht noch strenger als der Papst sein, denke ich, habe meine Texte mehr oder weniger bewußt, da nicht eingesandt, nein eigentlich nur deshalb, weil sie zu kurz gewesen wären und ich bis 31. 12. kein passendes, das heißt schon sehr sehr gut lektoriertes, was auch eine der Bedinungen war, weil das Buch ja schon im Herbst erscheinen soll und da für eine entsprechende Lektoratsarbeit keine Zeit mehr wäre, hatte, bin aber leider sicher, daß ich dann auch obige Sätze lesen hätte müssen.

Also besser nicht, besser lieber selber machen, was man ja jetzt auch sehr gut und billig kann und das Literaturcafe gibt Ratschläge und veranstaltet Seminare, wie das geht, als sich einer solchen Zereißprobe aussetzen?

Blogs sind wichtig und sie können viel, denke ich, erstens lesen ihre Blogbetreiber sehr viel, dann sprechen oder schreiben sie darüber, wenn ihnen die Verlage dazu die Bücher zur Verfügung stellen, finde ich das fein und man muß sich nicht darüber beklagen, sondern kann ja selber anfragen, wenn man ein Buch besprechen will und wenn, die einen die Buchpreisliste und die anderen Stephen King lesen und dann darüber bei „Thalia“, wie das, glaube ich, demnächst geschieht, sprechen, ist das fein.

Der „Bloggerdebut-Preis“ ist fein, der ganz besonders, denn da kann sich, glaube ich, jeder literarische Blog beteiligen und speziell die heurigen Diskussion darüber hat bewiesen, daß das sehr sorgfältig und genau geschah und der „Blogbuster“ wäre es, wenn die dazu ausgewählten Blogger am Boden der Realität bleiben und sich nicht in ihren eigenen überhöhten Ansprüchen verheddern, sicher auch.

Dann hat es im Vorjahr im Sommer noch einen „Blog Award“ gegeben, wo ich mich neben vielen anderen Bloggern auch beteiligt und nicht gewonnen habe. Das habe ich aber schon so erwartet und bin auch eine, die sich über das Engagement der anderen, ob sie jetzt Johsua Cohen, Stephen King oder was anderes lesen, freut und bin auch eine, die schreibt und denkt, daß das jeder, der das will, auch soll, ohne deshalb lächerlich gemacht oder abqualifiziert zu werden und die noch immer nicht weiß, das das gute und das schlechte Schreiben ist, auch wenn ich mich jetzt schon sehr sehr lang mit dieser Frage beschäftige.

2018-01-27

Buch der Zahlen

Jetzt habe ich wieder eine Woche für ein Buch gebraucht und mich mühsam von Seite zur Seite, noch dazu elektronisch, durch das neue Opus eines amerikanischen Wunderkindes gequält.

Ein Buch, das sie wie ein Sturmflug liest und mich stellenweise an Arno Schmidts „KAFF  mare Krisium“ erinnerte, die „Handlung ist ein Datenstrom“, habe ich bei Deutschland Radio Kultur gelesen, der Verlag hat es, glaube ich, als den neuen „Ulysses“ angekündigt und die „New York Times“ hat geschrieben „Josuhas Cohens „Buch der Zahlen“  liest sich, als hätte jemand die Werke von Philip Roth zusammen mit einem von  David Foster Wallace in einen Teilchenbeschleuniger geschmissen“ und bei der Verlagsbeschreibung kann man noch lesen: Autobiografie, Familiengeschichte, Ghostwriting für Anfänger, Sillicon Valley Historie, internationalerThriller, Sexkomödie – Buch der Zahlen ist ein überschäumendes Buch und in Amerika Kult.“

Worum geht es also in dem bei „Schöffling & Co“ neuerschienenes Buch des 1989 in Jew Jersey geborenen Josuhua Cohen von dem auf Deutsch, glaube ich, schon „Solo für Schneidermann“, dessen Cover ich schon bei verschiedenen Blogs gesehen habe und das sehr eindrucksvoll ist und „Vier neue Nachrichten“ erschienen sind.

Der Klappentext verrät das auch, denn, wie schon geschrieben, ist das Lesen äußerst schwierig und wahrscheinlich, wie das so schön heißt, nur für geübte oder die anspruchsvollen Leser.

Es geht also um einen gescheiterten Schriftsteller, der interessant Josuha Cohen heißt, der nach nine eleven, Schwierigkeiten mit der Herausgabe seines Buches und mit seiner Frau Ava hat und da den Auftrag  bekommt, die Autobiografie eines Medienmogul, der ungefähr „Facebook“ und „Googl“e auf einmal erfunden hat, nur, daß das hier „Tetration“ heißt und der Gründer, der auch der „Große Vorsitzende “ genannt wird, heißt zufälligerweise auch noch Josuha Cohen.

So weit, so gut und man könnte hier an eine Größenphantasie, wahrscheinlich auch an etwas anderes denken und wenn man das Buch noch dazu, wie ich elektronisch liest, aber mit E-Books nicht so gut umgehen kann, hat man gleich seine Schwierigkeiten und quält sich durch das Buch, ohne etwas zu verstehen.

Denn die Kritiken haben es schon angedeutet, es liest sich wie ein Sturmflug, eine Fahrt durch einen Teilchenbeschleuniger oder eine Hochschaubahn und dann ist es wieder erstaunlich konkret, fast banal konventionell, bevor es wieder an die Zeichen, Zahlen, durchgestrichenen Sätze über, die die kritiker sich dann streiten, ob man das jetzt lesen soll oder nicht, etcetera, geht.

Die Handlung springt vom Tausendsten zum Millionsten, wie das im World Wide Net eben so ist, könnte man so sagen, springt durch die Weltgerschichte, kommt von Moses zur Shoah und reist dann auch noch durch die ganze Welt, reist von Dubai, Palo Alto, Wien, Berlin, Frankfurt, London, Paris, etcetera überall hin, hat sehr viel Unverständliches und auch einige, mich sehr beeindruckt habende, konkrete Stellen.

Ein Buc,h das man weder lesen noch bloggen kann, habe ich, in der letzten Woche, glaube ich, mehrmals geschrieben und das auch einigen Leuten erzählt, die ich auf literarischen Veranstaltungen gegtroffen habe.

Ich versuche es trotzdem, habe ich das ja auch bei Arno Schmidt versucht und damit ist das Buch und sein Autor wahrscheinlich nicht zu vergleichen, auch nicht mit James Joyce und meiner Meinung nach überhaupt nicht mit Philip Roth zu vergleichen, aber weil ich mit dem Lesen  nicht weitergekommen bin, habe ich am Donnerstag einen Füllartikel über die großen Amerikaner und Amerikannerinnen geschrieben, die ich seit ich blogge, gelesen habe und da kommt Philip Roth, der ewige  Nichtnobelpreisträger vor.

Beeindruckend ist auch die Sprache, sie liest sich, wie das internet, haben die Kritiker geschrieben und sie ist neumodern und unverständlich mit vielen Neuschöpfungen, vielen Sprachen, so wie der Digital Nerd und globalisiert Aufwachsende eben ist, der mal in Asien, mal in Dubai und mal nur in Wien ist und dort auf der Ringstraße spazieren geht, wo einmal die Stadtmauer stand, die laut Cohen errichtet wurde, um die Türken abzuwehren und wo sich die ehemaligen Würstelstände befinden, die zu Kkebabbuden wurden und die Türken  ihre Böreks, etcetera verkaufen.

Vielleicht sollte ich, die mich beeindruckenden Stellen erwähnen, das ist einmal die, wo Josuha Coben, der gescheiterte Schriftsteller, mit seinem Lektor Ron oder Aron, glaube ich, in ein Deli  geht, wo man sich Beagles bestellt und die Getränke in Pappbecher bekommt. Sie haben, weil ja gerade den Ghostwritervertrag unterschrieben, eine Flasche Schampus mit, die sie dann heimlich, weil man das ja da nicht darf, in die Pappbecher gießen. Dann kommt auf einmal die gepearcte Kellnerin herbei, der man laut Cohen, die Medikamente und Drogen ansieht, die sie nimmt. Sie hat  zwei Pappbecher in der Hand, bedient sich am Schampus, um ihn dann gemeinsam mit der Schankkraft auszutrinken.

Das hat mich beeindruckt, vieles andere war und ist mir, wie schon beschrieben, unverständlich. Aber im Netz versteht man auch nicht alles und hat nicht die Zeit und auch nicht die Möglichkeit all das zu lesen. Vielleicht ist es das, was Jousha Cohen ausdrücken wollte.

Das Buch ist am 23. Jänner erschienen, am 18. war in Berlin eine Preview mit dem Autor, der ja, glaube ich, derzeit in Berlin Gastprofessor ist. Ich hätte mich dazu anmelden und hinfahren oder fliegen können, um jetzt vielleicht etwas mehr über das Buch zu wissen. Aber ich bin ja nicht so global, wie sein Autor und seit der Jahrtausendwende nicht mehr geflogen, die neuen Sicherheitsmassnahmen halten mich davon ab. Mein letzter Flug war aber und das ist, glaube ich, interessant, 1998 und da waren wir vierzehnTage in New York. Sind dort herumspaziert, ich bin den  Broadway entlanggelaufen, habe die berühmten Zwillingstürme besichtigt, wo es laut Anna Lindner den besten Kaffee gegeben hat. Hinaufgefahren bin ich nicht und habe vielleicht dabei auch berühmte Schriftsteller, wieJosuha Cohen, der aber damals warhscheinlich noch Student oder Schüler war, getroffen oder auch nicht.

Die beiden Cohens reisen aber viel herum, der Ghostwriter muß dabei, um seine Spuren zu verwischen, auch verschiedene Pässe benützen und verschiedene Flügen nehmen oder auslassen. Er ist von seiner Frau Ava getrennt, die er bevor er den Auftrag annimmt, ja, glaube ich, auch auf einer Bank im Central Park mit den Schauspieler Adam, ihrem späteren Lebensgefährten sitzen sieht, der ihm dann wütende E-Mails  und Klagsandrohungen schickt, weil er meint, Josuha hätte mit der Kreditkarte seiner Frau arabische Nutten bezahlt und ihnen Unterwäsche gekauft.

Es gibt auch eine Beziehung zu einer Araberin namens Izi, dann noch einen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse und über das Lesen, beziehungsweise das Nichtlesen in Zeiten des Internets, wo die E-Books, die richtigen Bücher, die man riechen und schmecken kann, wird auch viel geschrieben.

In den schon erschienenen Rezensionen habe ich vergleiche zu dem „Circle“ gefunden, aber da geht es zwar um eine Internetfirma, ist aber viel, viel konventioneller erzählt und ich würde eher das im Vorjahr sehr gehypte „Ich hasse dieses Internet“ dazu empfehlen.

Neugierig geworden? Einen Versuch hineintzulesen, ist das Buch sicher wert. Ich bin auch sehr gespannt, wie andere das Mammut- Monster- oder Jahrhundertwerk empfunden haben und, wie weit sie durch die siebenhundertfünfzig Seiten gekommen sind?

„Ein abenteuerliches Buch um Identitätsverlust und die Macht der neuen Meden“, hat Christoph Schröder vom Journal Frankfurt auch noch geschrieben und  Felix Stephan von der „Literarischen Welt“ meinte „Der große Epochenroman der Zehnerjahre“, wie wahr.

2018-01-26

Veranstaltungsbesprechung und Regionalversammlung der IG-Autoren

Ich habe ja mit der Ruth im Mai und im Juni des vergangenen Jahres an verschiedenen Orten die Kunst des öffentlichen Raumes aufgesucht und dort mit ihr Spontantexte zu den jeweiligen Objekten geschrieben, die die Ruth bei der GAV eingereicht hat und die, beziehungsweise einen Teil davon, wir nun am achtzehnten April abklappern und unsere Texte vorlesen wollen.

Robert Eglhofer, der ja auch Kunstgeschichte studierte, wird die kunstgeschichtlichen Details dazu geben und wir werden vom Ballhausplatz ausgehend, wo es ja das Denkmal für die NS Verfolgten gibt, zur Servitenkirche fahren, wo es die „Schlüssel  gegen das Vergessen gibt“ und uns dann noch im Thuryhof die Installation zu der damaligen <nazikunst ansehen.

Die Ruth, hat dazu einen Text geschrieben, den sie mit mir besprechen wollte, so bin ich heute nach meiner vier Uhr Stunde zu ihr gegangen, habe bei ihr Kakao getrunken, eine Topfenschnecke gegessen, an dem Text, der ohnehin schon sehr klar war, ein bißchen was verändert und dann bin ich mit ihr ins Literaturhaus gegangen, weil es da die Regionalversammlung der IG Autoren gab.

Die findet, glaube ich, alle ein zwei jahre in allen Bundesländern statt, ich war zum Beispiel einmal bei einer in Innsbruck, die ich, glaube ich, während eines Böp-Kongressen entdeckte, zu dem ich damals dorthin gefahren bin und einmal in St. Pölten, wo ich  Doris Kloimstein kennenlernte, da werden dann auch die Einzelmitglieder für die GV im Februar delegiert und dann kann man eineinhalb Tage an der Generalversammlung teilnehmen und sich annhören, was die IG für die Mitglieder, das heißt die österreichischen Autoren tut und einen kleinen Vorgeschmackt dazu gab es schon auf der Regionalversammlung.

Dazu kommen meistens die nicht so bekannten Autoren, ich habe aber auch Hilde Schmölzer dort kennengelernt und diesmal waren die Rizys da, Irene Wondratsch, Margit Heumann und, ich glaube, wenn ich mich nicht irre, auch Topsy Küppers, die Kabarettistin, die auch ein Buch über ihr Leben geschrieben hat.

Es gab ein Tagesprogrogramm und so hat Gerhard Ruiss über die Neuerungen im Steuerrecht berichtet und dann die „Funkhausanthologie“ vorgestellt, die die IG herausgegeben hat, um die Auflösung des Funkhauses in der Argentinierstraße und damit von ö1 zu verhindern.

Ich habe auch eine kleinen Text drinnen, also endlich wieder einmal eine nicht selbstgemachte Publikation, es wurde aber auch die Entwicklungen im Buchmarkt und im Verlagswesen gesprochen und man konnte Fragen stellen.

Eine Petiionen gegen die Lliedertexte in den Burschenschaftlerbücher gab es auch und eine Diskussion darüber und dann wurde wieder einmal darüber diskutiert, warum Selfpublischer nicht im Katalog der Neuerscheinungen aufgenommen werden und ihre Bücher auch nicht von der IG auf den Messen ausgestellt werden.

Ein endloses Thema, über das, glaube ich, schon vor Jahren diskutiert wurde und das sich immer noch nicht geändert hat und die Situation der Autoren, wird, wie Gerhard Ruiss betonte, wahrscheinlich auch mit der neuen Regierung nicht besser werden, obwoh. er da schon Verhandlungen führt.

Mit Margit Heumann und Sigrun Höllriegl, die ich ja auch einmal im Literaturhaus vor Jahren kennenlernte und deren bei „Keiper“ erschienenes Buch über Sylvia Plath ich gelesen habe, bin ich ein Stück nach Hause gegangen und dort erwartete mich ein  Anruf von Renata Zuniga, die mich ja mit der „Klara“ zu den „Textsvorstellungen“ einladen will. Am vierten April soll das soweit sein, es geht also doch aufwärts und man muß nicht alles so pessimistisch sehen.

2018-01-25

Die großen Amerikaner

Filed under: Glosse — jancak @ 21:20
Tags:

Jetzt kommt ein Füllartikel, weil ich mit Josua Cohens „Buch der Zahlen“ noch nicht fertig bin und ich heute wieder so viele Stunden hatte, daß sich keine Literaturveranstaltung ausgegangen ist.

Wieder einmal eine kleine literarische Plauderei, ich weiß nicht, ob ich es Glosse nennen kann, eher ein Einblick in meinen Literaturgeschmack und meine Lesegewohnheiten.

Denn ich höre und lese ja immer, daß die Amerikaner, die großen Vorbilder und die größten Schriftsteller sind, höre und lese die Blogger und die Booktuer von ihnen schwärmen. Denke mir „Na ja!“ oder zucke mit den Achseln, wenn ich eines der Bücher der großen Männer lese und feststelle, daß es eigentlich wieder, um das Schnackseln, die Frauen und das Älterwerden geht.

Da war ja Philip Roth der erste, wo ich darauf gerstoßen bin und das war noch in den 1990 Jahren, als es bei „Libro“ diese Bestselleraktion gab, wo man das Buch bekommen hat, wenn es auf der Liste stand und nicht vorrätig war und da war Phillip Roths „Amerikanisches Idyll“, das erste  das ich auf diese Art und Weise bekommen habe und auch meine erste Begegnung mit dem 1933 in Newark geborenen amerikanischen Schriftsteller, denn ich habe damals, glaube ich, nur einen Gerhard und einen Joseph Roth gekannt.

Inzwischen habe ich noch einige andere Bücher des ewig verhinderten Nobelpreisterägers gelesen, der inzwischen, glaube, ich auch zu schreiben aufgehört hat, wie „Der menschliche Makel“, „Exist ghost“ auf Englisch und „Mein Mann der Kommunsit“ und da habe ich wohl den Eindruck bekommen, daß es bei den großen Amerikanern, die ja so hochgelobt werden und uns als Vorbild vorgehalten werden, um den Sex die Frauen und das Älterwerden geht.

Der Alfred hat mir einmal vom „Thalia“ in St. Pölten ein Postkartenbücklein mit Zitaten der großen Amerikaner mitgebracht und ich bin beim Durchblättern daraufgekommen, daß ich viele davon gar nicht kannte.

Inzwischen habe ich einige gelesen Thomas Wolfe „Schau heimwärts Engel“, um einen älteren Klassiker zu zitieren, der dem obigen Klischee nicht entspricht.

Dann war aber Richards Ford „Kanada“ in aller Munde und als ich das Buch kurz darauf im Schrank gefunden und gelesen habe, war ich etwas enttäuscht und dachte, was ist das großartige an dieser Geschichte und habe das, glaube ich, bis heute nicht ganz mitbekommen.

Bei James Salters „Lichtjahre“ ging es mir ähnlich, ebenso bei Louis Begley alle schwärmten und ich dachte, was ist so toll daran?

Eine Ausnahme, die die Regel bestätigt, gibt es aber schon und das wäre John Udike mit seinem „Hasenherz“.

Da habe ich die Folgebände nicht gelesen, war aber sehr beeindruckt von der starken Schilderung dieses jungen amerikanischen Mannes, der sich in sein Auto setzt und dann doch zu Frau und Kind und seinem amerikanischen Kleinbürgerleben zurückkehrt.

Da wären wir schon bei den Frauen und die bilden wohl wieder eine Ausnahme, obwohl man ja eigentlich gar nicht so viel von den großen Amerikanerinnen hört.

Die gibt es aber schon für mich jedenfalls und das würde ich Sylvia Plaths „Glasglocke“ anführen obwohl ich schon früher Grace Metallous „Die Leute von Peyton Place“ und die „Rückkehr nach Peyton place“ gelesen habe, obwohl die vielleicht gar nicht als große Ameriknerin gilt, haben mich ihre Bücher sehr beeindruckt.

„Wer die Nachtigall stört“ habe ich nicht gelesen, wohl aber Harper Les umstrittenes Folgebuch „Gehe hin uns stelle einen Wächter“ und würde auch hier den <unterschied ziwschen dem weiblichen und den <männlichen amerikanischen Schreibens feststellen.

Und wenn wir zu den jüngeren amerikanischen Superhelden kommen, nachdem ich jetzt fast William Faulkners „Licht im August“ vergessen hätte, fällt einen wahrscheinlich Jonathan Franzen ein. Von dem habe ich sowohl die „Korrekturen“, als auch vor kurzen „Unschuld“ gelesen.

Sex spielte im letzteren eine große Rolle, obwohl ich da das sich beschäftigen mit dem einen großen Thema nicht feststellen könnte, würde ich wohl sagen, daß Jonathan Franzen ein vor sich hinschreibender und recherchierender Großstschriftsteller ist, der es bestens versteht menschliche Schicksale mit Komik und Übertreibung auf mehreren hunderten Seiten zu verbinen.

Von Jonathan  Safran Foyer habe ich auch etwas gelesen und war da über die lockerer Darstellung des Holocaust beeindruckt und eher ich zu dem jungen amerikanischen Wunderkind, nämlich dem 1980 geborenen Josuha Cohen, der mit seinem „Buch der Zahlen“ angeblich oder tatsächlich den zweiten großen Internetroman neben dem „Circle“ geschrieben hat, muß ich wohl zu Charles Bukowski und seinen Aufsätzen „Über das Schreiben“ erwähnen, denn die habe ich ja im Sommer gelesen und bin da auf den Namen John Fante gestoßen und habe da vor kurzem, als eines der letzten Bücher im letzten Jahr „Den Weg nach Los Angeles“ gelesen, der mich ähnlich, wie „Hasenherz“ sehr beeindruckt hat.

Sie können doch etwas, die großen Amerikaner, auch wenn sie über das Schnackseln und dem Hangen und Bangen zwischen der erste Liebe und der Großmäuligkeit schwanken, können sie das auch sehr eindringlich beschreiben, zumindestens in den Debutromanen, die anderen habe ich, sowohl von Fante als auch von Updicke nicht gelesen und vielleicht wäre ich auch vom ersten Ford und ersten Roth beeindruckt gewesen.

Ich weiß es nicht und kann es noch nicht sagen, nur erwähnen, daß mich Tom Woolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten“, den ich im Sommer 1989 gelesen habe, sehr beeindruckt hat. Dann habe ich noch 2007 auf unserer Radreise von Ybbs nach Regensburg, glaube ich „Ein ganzer Kerl“ gelesen und war nicht begeistert.

Es klappt also nicht so ganz mit mit den großen Amerikanern, obwohl ich einige ihrer Bücher schon toll gefunden habe. Sie sind sehr sexlastig und vermitteln mir den Eindruck, als würden sich da einige alte Männer ein Leben lang mit dem Sex, ihren Krankheiten und den Frauen beschäftigen und das auf vielen hundert Seiten beschreiben.

Die deutschen Buchpreisnominierten tun das mit ihrer Midlifekrisis könnte man erwähnen und hier Bodo Kirchhoff, Gerhard Falkner, Mirco Bonne und und zitieren. Sie tun das sehr sprachgewaltig und sehr kunstvoll, werfen aber trtotzdem die Frage auf, wen das interessieren könnte und bei den großen Amerikanern geht es mir ebenso.

Ich habe noch einige andere ungelesene Bcher von anderen Größen auf meiner Leseliste und von John Irving, der den Eindruck bestätigt natürich auch etwas gelesen und werde mich jezt wieder Josuah Cohen gigantischen Iinternetroman zuwenden, bei dem es mir ähnlich wie mit Arno Schmidts „Kaff Mare Krisium“ geht, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich den jungen amerikanischen Shootingstar damit nicht überschätze.

Die Bücher von Sinclair Lewis und Henry James, das mir übrigens auch nicht gefallen hat, hätte ich jetzt fast vergessen und habe sicher auch noch andere Bücher von anderen amerikanischen Autore, wie zum Beispiel Pearl S. Buck, etcetera gelesen.

 

2018-01-24

Vicki Baums verstreute Feuilletons

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
Tags: ,

Nach dem Partisanenworkshop wo wir uns heute neben einer Nachbesprechung des Nadas-Symposiums damit beschäftigt haben, wie die russischen Ausdrücke in der Original Mnacko-Ausgabe aufs Deutsche übersetzt wurden, ist es am Abend doch ins Literaturhaus gegangen.

Ich habe ja am Wochenende darüber geschrieben, daß ich derzeit öfter Abendstunden habe, so daß es sich für die Literatur nicht mehr ausgeht, heute habe ich aber in der Früh, ich glaube im „Leporello“ von einer Vicki Baum Veranstaltung im Literaturhaus gehört und dann ist es sich, nachdem ich doch nicht, wie ich schon fast befürchtete, den sechs Uhr Termin doppelt besetzt hatte, ausgegangen, um dreiviertel sieben hinzufahren, denn ich bin ja nicht gerade eine Viki Baum Spezialistin, habe aber, nachdem in dem Bücherkasten meiner Eltern einige Büchergilde-Gutenberg-Ausgaben von ihr gegeben hat und man auch in den Bücherschränken immer wieder etwas von ihr findet, einges gelesen und im vorigen Jahr auch einen eigenen Vicki-Baum Schwerpunkt machen wollen, der ist dann nur in etwas verkürzter Form passiert, aber einiges ist mir von der 1888 in Wien geborenen, die heute noch dazu ihren einhundertdreißigsten Geburtstag hätte, bekannt.

Sie hat sich als Harvinistin ausbilden lassen, hat dann für ihren ersten Ehemann Kurzgeschichten geschrieben, wie die Literaturwissenschafrtlerin Veronika Hofeneder sowohl im Radio, als auch beim Vortrag sagte und ist dann mit ihrem zweiten Ehemann, einen Dirigenten nach Berlin gegangen. Dort war sie nach ihrem Erfolg mit der Helene Willfuer bei „Ulstein-Redakteurin“ und hat in den zwei Zeitschriften, die der Verlag hatte, über einige Jahrzehnte sehr viele Artikel über Mode, Kosmetik, die neue Frau etcettera geschrieben.

Veronika Hofeneder hat sie gesammelt und bei „Atelier“ unter dem Titel „Makkaroni in der Dämmerung“ heruasgegeben.

Mit Christa Gürtler hat sie diesen Band nun vorgestellt, Birgit Lehner hat einige Texte gelesen und Christa Gürtler und Veronia Hofeneder haben auch einiges aus dem Leben der Autorin, die der neuen Sachlichkeit zuzuordenen ist und sich selber für eine Schriftstellerin zweiter Klasse in ihrer Autobiografie beschrieb erzählt.

1960 ist sie in Amerika gestorben, da hat sie schon auf Englisch geschrieben und einige ihrer Texte handelten auch über die „Sklaven inHollywood“, mit der Filmproduktion hat es bei ihr im Gegensatz zu Gina Kaus mit der sie befreundet war, nicht recht geklappt,und dem Leben in New York.

Die Titelgeschichte handelt von der damals modernen Fotografie, wo sie sehr kritisch beklagte, daß die Leute nicht mehr Lesen sondern nur mehr Bildbände beschauen würde. Dann gab es einen Artiel über die Anforderungen, die an die moderne Frau von 1930 gestellt werden und und…

Sehr interessant, wie sowohl die Herausgeberinnen, als auch Robert Huez, der die Veranstaltung einleitete, meinte und die Leute zum Kaufen des Sammelbandes aufforderte.

Ich habs nichrt getan, mir aber gestern einen Roman von Dorothea Zeeman aus der „Edition Atelier“ um vier Euro gekauft und auf meiner heurigen Leseliste stehen noch „Die goldenen Schuhe“ und das „Hotel Berlin“ würde ich auch gern lesen. Mal sehen ob ich ich das Lesen schaffe, momentan quälte ich mich ja immer noch durch den Joshua Cohen.

2018-01-23

Parallelgeschichten-Symposium

Ich habe von dem 1942 in Budapest geborenen Schriftsteller und Fotografen Peter Nadas, glaube ich, noch nichts gelsesen, wohl aber von ihm einmal bei einem „Morawa-Flohmarkkt“, die drei Stücke „Ohne Pause“, um einen Euro  gekauft und ihm im vorigen Jahr sowohl im Literaturhaus, als auch im Literarturarchiv gehört.

Beim Ersten hat er, glaube ich, aus seinem letzten Buch „Aufleuchtende Details“ gelesen, beim Zweiten einen vortrag gehalten. Eine Klientin hat mir auch einmal von ihm sehr vorgeschwärmt und über seine Nahtoderfahrung, die er 2002, nach seinem Schlaganfall niedergeschrieben habe, habe ich einmal, so weit ich mich erinnern kann, in „Ex Libris“ gehört.

Ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr gut Deutsch spricht und immer höflich lächelt, ist mein Eindruck von ihm und jetzt gab es in der „Alten Schmiede“ ein Symposium über seine „Paralellgeschichten“, das der ungarische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Gabor Schein und Wolfgang Müller-Funk von der Universität Wien ausgerichtet haben.

Zwei Tage nur über seine „Parallelgeschichten“, das  fünfzehnhundert Seiten Buch, das 2012, auf Deutsch, 2005 auf Ungarisch unter dem Titel „Üarhuzamos Törtenetek“ herausgekommen ist und da Peter Nadas, wie ich auf dem Symposium  hören konnte, in Ungarn und wahrscheinlich auch sonstwo, ein bedeutendet Schriftsteller ist, habe ich seine drei bedeutendsten Werke auch im Ohr, beziehunsweise sind sie auch in der „Alten Schmiede“ zur Ansicht oder  zum Kauf aufgelegen.

Da gibt es das „Buch der Erinnerungen“, laut „Wikipedia“, 1991 erschienen, die „Parallelgeschichten“, 20012 auf Deutsch und die „Aufleuchtenden Details“, 2017, die wohl die wirklichen Erinnerungen oder die Meomoiren sind und noch sehr viel anderes.

Ein paar Fotobände sind  auch aufgelegen und ich habe im Publikum auch ein paar bekannte Gesichter gesehen. So war zum Beispiel die Sozialpädagogin da, mit der ich auch auf Kafkas Spuren in Klosterneuburg gewandert bin und dann noch die Lehrer, die ich mehr oder weniger regelmäßig sehe und das Symposium wurde, sowohl auf Deutsch und auch in Englisch abgehalten, weil  auch Gäste von der Budapester Universität am Programm standen.

Begonnen hat es mit Karoly Kokay, der etwas zu den historischen Details erzählte. Er hat dazu gesagt, daß er voraussetzt, man den Roman gelesen hat und das Buch gut kenne, was bei mir, wie schon erwähnt, nicht der Fall war.

Daß die „Parallelgeschichten“ aber nach dem Mauerfall in Berlin beginnen, wo eine Leiche gefunden wird und dann in die Vergangenheit zurückgehen, habe ich verstanden, beziehungsweise mich in der Pause am Büchertisch duch die ersten Seiten gelesen.

Dann kam Gabor Schein und der erzählte etwas von den Straßen und den Budapester Gegenden, in denen das Buch spielt und Florian Huber, den Literaturwissenschaftler, den ich, glaube ich, schon öfter gehört und gesehen habe und der jetzt, wie im Programm steht, in Lüneburg lehrt, erzählte etwas von den Bildern in Nadas Werken und projezierte ein solches, nebst einigen Zitaten an die Wand.

Dann folgte eine längere Diskussion über die Bürgerlichkeit in Nadas Werken, für mich ist er, glaube ich, ein sehr bürgerlicher Schriftsteller. Die Dienstbotenzimmer, die sich neben den Küchen befinden, wurden, glaube ich, von Gabor Schein in seinem Vortrag auch erwähnt und daran kann ich mich von meinem ersten budapester Aufenthalt im Jahre 1983 erinner, wo ich mit dem Alfred privat in einem solchen Haus logierten.

Dann folgte, wie schon erwähnt die Pause mit Kaffee und Mohn oder Nußstrudel und einigen Gesprächen, beziehungsweise einer schnellen Paralelllektüre.

Dann kam der kritische Psychiater Alfred Springer, den ich noch von meinem Studium und meinem Vorlesungen im Strotzka-Institut kannte, der einen Einblick in die Sexualität und die Körperlichkeit von Nadas Werk gab, denn die „Paralellgeschichten“ sind, wie ich erfahren habe und mir eigentlich gar nicht vorstellen konnte, ein sehr sexuelles Buch, der sich auf der Margareteninsel abspielt, vorher hielt noch Marta Bartal aus Budapest, ein Referat auf Englisch über das Gelächter bei Nadas und ihre Kollegin Orsolya Rakai erzählte etwas über die Rezeption, die ist in Ungarn gar nicht so gut angekommen, whrend man, wie Ursula Knoll erwähnte, im deutschen Sprachraum eher von dem Buch begeistert war und nur die sexuellen Darstellungen bemängelte.

Dann folgte wieder eine Pause und dann ging es in den Keller, wo Peter Nadas eine Traumsequenz aus dem Buch vortrug und zwar scheint es in einer der „Parallelgeschichten“, um einen Studenten namens Döhring zu gehen, der nicht nur in Berlin die Leiche findet, sondern auch der Tätergeneration angehört, die die am dritten Reich beteiligt, beziehungsweise die Nachkommen solcher Täter waren und diesen Traum, wo er dann angeschissen, also sehr direkt erzählt, ertwacht, hat Peter Nadas in zwei Teilen vorgelesen und dazwischen folgte eine Diskussion, wo der Autpor wieder sehr freundlich lächelnd  von seiner Art des Schreibens erzählte.

Am Dienstag ging es dann mit drei sehr ähnlichen Vorträgen von Laszlo Földenyi, Wolfgang Müller Funk und Tibor Gintli weiter, die sich alle mit den Erzählprerspevtiven und den narrativen Strukturen oder der Dramaturgie, wie Kurt Neumann einwarf, befassten.

Es ging um die Frage, wie allwissend der Erzähler ist, denn man weiß bis zum Schluß nicht genau, wer die Liche ist, die da zu Beginn gefunden wurde, der Erzähler hält sich zurück, spielt mit den Geheimnissen, wie Kleist oder Pproust, wie immer wieder als Vergleichdaten genannt wurde.

Eine Szene kommt vor, wo ein Telefonat auf fünfzig Seiten erzählt wird und eine Fahrt mit einem Taxi in ein Krankenhaus einige StundenLesezeit erfordern würde und die unterschiedlichen Paralellgeschichten, die da eine Rolle spielen, wurde mir, der nicht gelesen habenden, immer klarer.

Da gibt es einen Christoph, der sah zu wie sein Vater deportiert wurde, erlitt dadurch ein Trauma und wird auf der Margareteninsel in seine Männlichkeit, die auch homosexuelle Elemente enthält, eingeführt.

Während in einer bürgerlichen Wohnung, das ist die, wo der Anurf kommt, ein provinzielles Mädchen mit einem bürgerlichen Juden im Bett liegt und dabei ihre Schwierigkeiten hat und eine Psychoanalytikerin, die durch den Holocaust ihren <mann und ihre Kinder verloren hat, gibt es auch, die verliert dadurch die Kraft des Erinnerns und muß ihren Beruf aufgeben, noch ehe ihr en die Kommunisten verbieten und eine Damerunde, gibt es wie Ursula Knoll nach der Mittagspause erzählte auch.

Am Vortag wurde ja diskutiert, das die weiblichen Figuren in dem Roman eher schwach und Schemenhaft bleiben.

„No na!“, habe ich mir da vorwitzig gedacht, es gibt sie aber schon, allerdings nur auf hundert Seiten über das ganze Buch verteilt, nämlich vier Frauen, die jeden Tag miteinander Bridge spielen und dabei auch ihre Erlebnisse haben und am Schluß gab es noch einen Vortrag auf Englisch, nänlich den  von Zsolt Bagi „Peter Nadas and the realism“, wo es um Wirklichkeit und Realität ging, das erster Wort hat Zsolt Bagi auf Deutsch ausgesprochen und Schluß bedankte sich Wolfgang Müller Funk für die Veranstaltung, kündige einen Tagungsband und eine weitere Veranstaltung, um ihn zu präsentieren, Ende des Jahres an und ich denke jetzt müßte ich hergehen, und den Roman, wo auch der Vergleich mit Doderer aufgekommen ist, von Anfang bis zum Ende lesen, um all das Erfahrene verstehen und einordnen zu können. Dazu müßte ich das Buch erst finden, aber dann käme ich ja mit meiner elendslangen Leseliste in Bedrängnis, qäule ich mich ja derzeit mit dem neuen amerikanischen Wunderstar Josua Cohen und seinem „Buch der Zahlen“, der vielleicht auch ein ähnliches Thema, wenn auch in einer ganz anderen Form aufgegriffen, hat, herum und komme mit dem Lesen nicht recht weiter.

Es war aber interessant, in die Parallelwelten von Peter Nadas einzutauchen und ich habe zweifelsfrei sehr viel dabei gelernt.

2018-01-22

Bekannte Gestalten

Weiter geht es mit der Buchpromotion aus der Selbstgemacht-Kiste, denn da habe ich mir ja vorgenommen im Jubiläumsjahr ein wenig aus der Schule zu plaudern, damit man dann das Gewinnspiel, das dann folgt, problemlos beantworten kann.

Die dreißig Fragen zu den dreißig damals vorhandenen Büchern waren wahrscheinlich zu schwer. Die dreizehn oder besser vierzehn Bücher, die danach folgten, habe ich ja schon vorgestellt und ich habe auch schon einige Artikel verfaßt in denen man über meine Buchproduktion so einiges erfahren kann.

Da gibt es die Themengebiete, die Coverfragen, die Lieblingsbücher, die Romananfänge, das Ranking, die Bücherschrankgeschichten und noch einiges mehr und ein Thema, das vielleicht ganz interessant ist und über das ich hier plaudern, beziehungsweise flüstern will und das sehr zum Thema „Ausgeschrieben“ passt, über das ich ja auch manchmal jammere, ist das mit den bekannten Gestalten, beziehungsweise den Figuren, die man in mehreren meiner Bücher finden kann.

Ich schreibe ja eigentlich keine Serien und so ist auch meine Flüchtlingstrilogie, die eigentlich gar keine wirkliche ist, mehr oder weniger zufällig entstanden, denn eigentlich ist es ein Sommer- und ein Winter- oder Weihnachtsbuch in dem die Fatma Challaki vorkommt und die finden wir auch schon in der „Pensionsschockdepression.“

Aber wieder schön der Reihe nach. Meine Lieblingsthemen sind ja zweifellos das Schreiben, Bücher kommen immer wieder vor, die Bücherschränke habe ich schon erwähnt, die depressiven oder auch die alten Frauen, dann Themen, wie Sucht, Sterben, Krebs, Demenz, Down-Syndrom, Transgender, etcetera.

2010 habe ich die „Absturzgefahr“ geschrieben und da war der Ausgangspunkt dieser Flugzeugabsturz mit dem polnischen Präsidenten. Darum habe ich eine Geschichte gewoben und da kommt eine Lehrerin vor, die ihrer Tochter, weil sie mit einem Herrn Jelinek verheiratet war, den Namen Fritzi gab, die literarischen Vorbilder eben. Die verflucht das auch und versucht sich von dem Vorbild der Mutter zu lösen, was ihr nicht ganz gelingt und sie nimmt eine platonische Beziehung zu dem Sohn des Absturzpiloten auf, der Priester ist und die Fritzi treffen wir dann ein paar Jahre später in der „Pensionsschockdepression“ wieder, wo es ja um eine depressive Frau geht, die ihre Bücher loswerden will und von der Fritzi, ihrer Nachbarin in die Pfarre ihres Freundes gebracht wird, weil sie dort eine „Bibliotherapiegruppe“ hält.

Mit der Fritzi Jelinek und ihter platonischen Beziehung liebäugle ich auch sehr und so könnte es passieren, daß wir die beiden später vielleicht noch einmal in einem anderen Buch begegnen. Momentan beschäftige ich mich aber mit der „Unsichtbaren Frau“, beziehungsweise den verschiedenen Ichs der Magdalena Kirchberg und die hat noch keine Vorläufer, wenn man von den depressiven Frauen absieht, die unter den Namen Thekla Morgenstern, Laura Augustin und wie sie alle heißen, immer wieder auftauchen.

Und wenn wir schon bei der Laura Augustin sind, die kommt in den „Dreizehn Kapitel“ vor und hat da eine Nachbarin, die Nika Horvath oder ist es noch Nika Richter, heißt und die ist ja eine prekäre Studentin, die sich im Dezembert auf der Marihalilferstraße als Weihnachtsfrau verdingen will.

In den „Dreizehn Kapitel“ hat sie ein Kapitel, im Adventkaldender der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber ein ganzes Monat und da treffen wir natürlich die Nachbarin wieder, die hat den Clemens j. Setz  im Bücherschrank gefunden und schenkt ihm der Nika zu Weihnachten.

Noch früher nämlich in der „Frau auf der Bank“ begegnen wir dem Psychiater Theo Hardenberg, denn der ist ja Oberarzt im AKH, wo die Svetlana Mihic, eine der drei S, ihre Facharztausbildung macht. Er verliebt sich in sie und heiratet sie später und weil es so schön ist oder ich einen Psychiater brauchte, begegnen wir dem Theo, einer von mir als fortschrittlich geschilderte Psychiaterfigur, sowohl in den „Berührungen“, da heißt die depressive Frau Anna Augusta Augenstern und will einen Roman schreiben und weil das nicht so geht, wie sie will, konsultiert sie dem Psychiater, der sie beruhigt und ihr wertvolle Impuse gibt und im „Frühstück“ treffen wir ihn noch einmal, denn da gibt es ja auch eine depressive Frau, namens Therese Schwarzenberg, die soll ihre Freundin Karoline treffen und auch zum Psychiater gehen, weil sie beiden aber nicht sagen will, daß sie ihre Deutsch für Fremdsprachen Stunden verloren hat, setzt sie sich in einen Bus, um nach Belgrad zu einer anderen Freundin zu fahren, die aber in Graz eine Vernissage hat, so wird eine Odyseee oder ein Roadmovie von Graz-Linz-Salzburg-Berlin daraus, wo Therese in den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt kommt und da Theo Hardenberg die Roma-Ärztin Svetlana inzwischen geheiratet hat, kommt die dann auch immer wieder vor.

So das war es mit meinen Serienfiguren, die Fritzi Jelinek und natürlich der Janusz Warszinski, den ich jetzt vergessen habe, extra herauszuheben, die Llaura Augustin und die Nika, der Theo Hardenberg und die Svetlana, sowie, die Fatma Challaki in der Flüchtlingstrilogie und jetzt habe habe ich auch meine letzten  Bücher vergessen, denn in den „Berührungen“, gibt es ja mehrere Ebenen und eine davon geht in den Himmel zu Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank und die beidenDichter kommen auch in einem Theaterstück vor, das Zarah Bashrami, Zoran Simcic und Jurij Abrahamovic proben und Stefan Zweig und Heimito von Doderer kommen ja, das kann ich gleich verraten, auch in der „Unsichtbaen Frau“ vor, denn da gibt es das Nobelpreiskomiteemitglied Jonathan Larsen, dessen Frau gestorben ist, mit der sich in seiner Verzweiflung unterhält und die erzählt ihm, daß sie sich im Cafe Wolke sowohl mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, als auch Stefan Zweig und Heimito von Doderer trifft.

Und in „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, treffen wir auf Dorothea Wewerka, die keine Wohnung hat oder vorübergehend in einer Bibliothek wohnt und dort liest sie oder schreibt sie mein fünftes Digitbuch „Die Viertagebuchfrau“, wo es ja um die ersten hundert Tage von schwarz blau I, geht und da gibt es ja eine Felizitas Fee über die ich damals geschrieben habe und die war eine wohnungslose Frau, ist also, wenn man es so will, die Vorform der Dorothea Wewerka.

Welche Themengebiete könnten jetzt noch interessieren? Vielleicht über die depressiven Frauen und ihre sprechenden Namen noch einmal extra schreiben oder die Bücher- und die Schreibmotive noch besser abgrenzen?

Denn manche Figuren treffen wir ja wieder, auch wenn sie andere Namen haben, so gibt es ja einen Ex-Verleger, der in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ aufjtaucht und da der Johanna, der Enkeltochter mit ihrem Blogroman zu einem Verlag hilft, der heißt K.M.

In „Besser spät als nie“, heißt der Exverleger des Starverlags Moritz Lichtenstern und klar, natürlich gibt es da eine Fortsetzung in der „Unsichtbaren Frau“, die wahrscheinlich ein richtiger Forsetzungroman sein könnte, denn hier treffen wir ja alle wieder, die Mathilde Schmidt, den Moritz, die Lily und auch die Slavenka Jahoda wieder und hier wird das Motiv der „Unsichtbaren Frau“ jerzählt, für die in den Fortsetzungsgeschichten kein Platz war.

Habe ich etwas vergessen? ich weiß nicht ob es einen Leser gibt, der es bemerken könnte, aber wenn, dann gäbe es natürlich wieder ein Buch dafür und auch für eventuelle weiteren Themenvorschläge über die man Artikel schreiben könnte, wäre ich dankbar.

Und wer jetzt etwas mehr von mir lesen will, ohne sich gleich eines meiner Bücher zu kaufen, den kann ich auf das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ beziehungsweise auf die Blogartikel, die darin enthalten sind, verweisen, auf die „Bloggeschichten“ aus denen dann die kürzlich erschienene Erzählung „Besser spät als nie“ wurde und natürlich auf die „Nika“, die jeden Dezember immer wieder hier ein Kapitel haben wird.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.