Literaturgefluester

2018-01-21

Unschuld

Die die meinen Blog aufmerksam verfolgen, wundern sich wahrscheinlich, daß jetzt fast eine Woche keine Buchbesprechung mehr erschienen ist, obwohl ich durchschnittlich drei Bücher in der Woche lese, aber Jonathan Franzens 2015 erschienener Roman hat über achthundet Seiten und da brauchte ich eben länger und ich habe ihn auch jetzt erst gelesen, obwohl ich das Buch schon 2015 vom Karl zu meinem Geburtstag bekommen habe. Das liegt an meiner elendslangen Leseliste und noch einmal interessant, als ich im Jänner 2016 oder so zum „Wortschatz“ gegangen bin, lag das Buch darin, ich habe mich kurz geärgert und hoffe jetzt, daß es einen interessierten Leser gefunden hat, obwohl wenn man bei „Amazon“ nachschaut, hat der Roman auch viele Einsternrezensonen, was mich, die ich zum Zeitpunkt des Nachschauens, das erste Kaptiel gelesen hatte, wunderte. Später nicht mehr, jetzt würde ich mich den Meinungen von der platten Handlung, etcetera, die dort vertreten sind, anschließen aber schön der Reihe nach.

Der 1959 geborene amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen, der, glaube ich, auch Deutsch spricht und in Berlin studierte, wurde mit seinem Weltbestseller „Die Korrekturen“ schlagartig berühmt. Das Buch habe ich gelesen und mich gewundert, daß dort ein Elch beschrieben wurde der dann als typisch österreichisch ausgewiesen wurde.

Karl Markus Gauss hat das in einem Essay beschrieben und das ist wahrscheinlich auch typisch für die Franzensche Literatur, obwohl Annika Bühnemann auf ihrem Twitter Account, ein Zitat von ihm hat, daß der oder die, die einen Computer benützt, keine guten Schriftsteller sein kann, vielleicht eine späte Erkenntnis, der falschen Zuordnung wegen.

In der „Unsichtbaren Frau“, an der ich ja gerade  korrigiere, kommt eine Lesung im österreischischen Kulturkinstitut von New York vor, die Jonathan Franzen gemeinsam mit Daniel Kehlmann macht.

Unschuld heißt auf Englisch Puritiy, so heißt das Buch im Orignal und so heißt auch die Heldin oder eine davon. Puritiy Tyler, Pip genannt,  gehört das erste Kapitel und das ist sehr faszinierend, es gehört ihr auch ein großer Teil des Klappentextes.

Pip ist also drei- und vierundzwanzig und hat viele Probleme, so weiß sie zum Beispiel weder ihr korrektes Geburtsdatum, noch wer ihr Vater ist.

„Wie geht das Erste?“, habe ich eine Zeitlang gedacht. Aber die Mutter, die Pip „Miezchen“ nennt, hat alle ihre Spuren verwischt und eine falsche Identität angenommen und erzählt der Tochter auf die Frage nach dem Vater eine Geschichte, die man schon in einem Roman nachlesen kann.

Pip ist also drei oder vierundzwanhzig, lebt in einem besetzen Haus mit einem Mann in den sie verliebt ist, obwohl er verheiratet ist, einem Behinderten und einem Schizophrenen in einer Kammer, hat studiert und von daher Schulden und arbeitet in einer Umweltschutzfirma am Telefon mit einem Chef der ihr Schwierigkeiten macht.

Das steht so ungefähr im Klappentext und der erste Teil hat einige sehr packende Szenen. So nimmt Pip zum Beispiel einen Mann, den sie immer in einer Cafeteria trifft mit in das Haus. Kommt, als sie schon beim Ausziehen sind darauf, daß sie keine Präservative hat, hetzt hinunte,r um die aus dem Badezimmer zu holen, kommt dabei an der Küche vorbei, in der Annagret, ein deutscher Gast sitzt und die holt sie herein und bedrängt sie einen Fragebogen auszufüllen, um sich in Boliven, als Praktikantin bei einem Whistleblower namens Andreas Wolf zu bewerben und ködert sie, die keine rechte Lust dazu hat, damit, daß sie da auch herausfinden könnte, wer ihr Vater ist. Damit geht natürlich das Date zu flöten und als ihrer Mutter, die sehr gesundheitsbewußt ist, zu ihren „Nicht Geburtstag“ einen selbstgebackenen veganen Kuchen bringen will, fällt ihr der am Klo des Busbahnhofs hinunter, so daß es nichts wird mit dem Geschenk und weil die Mutter ihr noch immer nicht sagen will, we rihr Vater ist, startet sie los nach Südamerika.

Das habe ich sehr spannend und frisch erzählt gefunden und das sind ungefähr die ersten hundert Seiten. Dann wird es schwieriger. Denn dann werden noch einige andere Personen und Schicksale in das Buch verwoben, etwas, was ich bei meinen Texte auch mache, aber meine Bücher sind ja nie so lang.

So geht es im nächsten Teil in die DDR. Andreas Wolf kommt ja von dort und Markus Wolf, der DDR Staatssicherheitschef, ist angeblich sein Onkel. Etwas was ich sehr interessant finde, wie man das macht, in seine Texte real lebende bekannte Persönlichkeiten zu verweben, denn Alfred hat mir ja gesagt, ich könnte meinen Alfons in der „Unsichtbaten Frau“ nicht Tratschke nennen, weil man da an H. C. Strache denken könnte, der ist aber ein Sachse und der neue österreichische Vizekanzler kommt in dem Buch auch vor und ein Minister Basti Quasti, da hat mir der Alfred auch abgeraten, aber der ist ja inzwischen Bundeskanzler und wenn man ein Weltbestsellerautor ist kann man wahrscheinlich alles, weil einem ein Rechtsanwaltsbüro berät und wenn man seine fünzig Bücher selber macht, kann man das wahrscheinlich auch, weil sie ohnehin niemand liest.

Es geht also in die DDR der fünfziger und sechzigerjahre bishin zur Wende und da würde ich, obwohl ich das nicht mache, auch eine Einsternbewertung geben, denn die DDR war vermutlich alles, aber keine erotische sexbesessene Diktatur, wie sie Franzen darstellt, wahrscheinlich eher das Gegenteil.

Andreas Wolf war jedenfalls der Sohn von hohen Funktionären, die Mutter Englischprofessorin, der Vater Mitglied des Politbüro und so einen Roman habe ich auch einmal gelesen, wo einer seine glückliche Jugendsch schildert, weil der Vater ihn im Sommer mit tausend Mark zurückläßt, während er in die Schweiz fährt.

Andreas Wolf ist aber nicht glücklich, sondern wird von der Mutter mißbraucht, dann schreibt er irgendwelche erotische Gedichte, wird darauf von der Partei verstoßen und lebt fortan als Jugendhelfer im Keller einer Kirche, wo seine Aufgabe  besteht, gefährdete Mädchen zu vögleln. Ich glaube nicht, daß das so war und da kommt eines Tages ein schönes Mädchen namens Annagret, man sieht die Verbindung, sagt, ihr Stiefvater ist ein Stasispitzel, ihre Mutter drogensüchtig, er hat sie sexuell belästigt, beziehungsweise dazu erpresst und sie kann ihn nicht anzeigen, weil sonst die Mutter ins Gefännis kommt, worauf er gleich beschließt, ihn umzubringen.

So ein Unsinn würde ich nochmals sagen. Später wird dann erklärt, er hätte aus Notwehr gehandelt, was nachvollziehbarer wäre. Annagret hilft ihm dabei.  Er begräbt die Leiche im Garten in der Datsche seiner Eltern, die er nicht sehen darf und als er vorher dort war, um ein anderes Mädchen zu vögeln, das, das nicht in der Kirche wollte, kam gleich die Polizei und hat ihn verscheucht. Jetzt kann er den Stiefvater aber gefahrlos  vergraben, obwohl er sich dabei sehr tolpatschig anstellt.

Dann leben beide einige Jahre in der Angst erwischt zu werden. Annagrets Mutter kommt auch ins Gefängnis. Die Stasi läßt aber beide in Ruhe und als es zur Wende kommt, nimmt er Kontakt zu seinem Vater auf, um sich seinen Stasiakt zu besorgen. Der läßt noch einmal seine Verbindungen spielen und er geht in die berühmte Normannenstraße und als der Offizier, die Akte zurückhaben will, stehen schon die Demonstranten vor der Tür, Andreas schlägt sich auf ihre Seite, kommt ins Fernsehen und wird als Dissident berühmt.

Er trifft dann noch einen amerikanischen Journalisten, den er von dem Mord erzählt und weil seine Eltern die Datsche verkaufen wollen und dort gegraben werden soll, hilft ihm Tom Aberant,  die Leiche zu holen und in einem Wald zu vergraben.

Pip ist in Bolivien und mit Andrea,s der weiter alle Frauen vögelt in einem Hotelzimmer. Dort kommt es aber zu Schwierigkeiten und so schickt er sie mit einer Spionagesoftwehr zu Tom Aberant in die USA. Er darf, weil ein berühmter Whistleblower geworden, nicht mehr dorthin und der ist, erfahren wird dann, wahrscheinlich nach ein paar weiteren hundert Seiten, Pips Vater.

Die Mutter heißt in Wahrheit Annabel und ist eine sehr neurotische Erbin, Tom wollte auch nie ein Kind, und lebt jetzt mit einer anderen Journalistin, die auch ein Kind von ihm wollte und mit einem gelähmgten Schriftsteller verheiratet ist. Die beiden nehmen Pip bei sich auf. Die Journalistin ist eifersüchtig  und Andreas auch hoch neurotisch und lebt in der Angst Andreas könnte ihn verraten. Er hat Pip also eingeschleust und zu Tom Aberant geschickt.

Der kommt dann nach Bolivien, sagt Andreas soll ihm in Ruhe lassen und der Tochter nicht sagen, daß er ihr Vater ist, sonst geht er zur Polizei. Andreas schickt die Nachricht aber an Pip und stürzt sich dann vor Toms Augen in den Abgrund und im letzten Kapitel, wo sich der Rahmen schließt, beginnt mir die Geschichte wieder zu gefallen, so daß ich meinen Vorrezenzenten zustimme, daß das Buch gewinnen würde, wenn man es auf zweihundert Seiten kürzt.

Pip nimmt nämlich energisch ihr Leben in die Hand, holt sich die ihr zuständigen Millionen, hilft dem schoizophrenen Mitbewohner, sein Haus, das ihm die Banken gestohlen haben, zurückzubekommen. Freundetsich auch mit Jason, das ist der, mit dem sie  zu Beginn nicht vögeln konnte, wieder an und versucht auch ihre Eltern zusammenzubringen, was, wie ich noch spoilern möchte, natürlich nicht gelingt.

Denn googlet man über Jonathan Franzen nach,  bekommt man zu lesen, daß er ein Spezialist für kaputte Beziehungen ist, beziehungweise immer solche in seinen Romanen beschreibt und ich merke noch an, daß noch zwei Bücher nämlich „Anleitung zum Einsamsein“ und den Debutroman „Die 27 Stadt“ auf meiner heurigen Leseliste habe. Mal sehen, ob ich dazukomme sie zu lesen.

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2018-01-20

Bücherschrankmotive

Ich habe ja versprochen, meinen Lesern im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“, als kleine Vorbereitung auf das mögliche große Gewinnspiel, das dann folgt, etwas über meine selbstgemachten, also nicht nur geschriebenen, sondern, ach Schande, auch selbst herausgegebenen Büchern zu erzählen und da sind, seit ich blogge, höre und staune fünfundzwanzig Bücher erschienen, denn damals habe ich ja an der „Radiosonate“ geschrieben.

Über die letzten dreizehn Bücher angefangen vom „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ oder den „Dreizehn Kapiteln“ habe ich ja vor kurzem einen Artikel geschrieben.

Aber die Bücher vorzustellen, die während meines Bloggens entstanden sind, ist da sicher auch eine gute Idee.

Da gibt es einmal die „Radiosonate“, die Geschichte über eine depressive Frau deren Sozialkontakt aus zwei Radiostimmen, nämlich, die der Amanda Silberkandl und des Xaver Mayerhofer und deren Geschichten aufgeschrieben von der wenig erfolgreichen Schriftstellerin Elsa Eisenstein besteht.

Das Manuskript habe ich, glaube ich, ein wenig großspurig einem Verleger auf der ersten Buch Wien versprochen, der mir aber nicht geantwortet hat, so habe ich mit der Herausgabe gewartet und gewartet und das Buch dann gemeinsam mit dem „Haus“, die Geschichte über hundert Jahre Steinhof an Hand einer Psychiaterinnengeneration, drucken lassen,

Dann kam mein erster „Nanowrimo“, nämlich „Heimsuchung oder halb eins“ und da habe ich schon über das Bloggen beziehungsweise über den Literaturbetrieb geschrieben.

Dann kam das Jahr 2010 und damit der erste offene Bücherschrank in der Neubaugasse und weil meine Bücher ja immer irgendwie autobiografisch sind, ob es meinen Kritikern gefällt oder nicht,  spielt der ab da in einigen meiner Bücher eine Rolle.

Weiß jemand was das erste Buch war, wo der offene Bücherschrank beziehungsweise seine Bücherwartin eine Rolle spielt? Der oder die könne das Buch dann gewinnen…

Aber halt, das weiß ich schon, daß meine Leser  auf meine Gewinnspiele nicht sehr happig sind und außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und will auf keine Antwort warten, die dann nicht kommt.

Also löse ich das Geheimnis, das erste Buch mit dem Bücherschranksujet war „Mimis Bücher“ und da geht es eigentlich um den „Ohrenschmaus“, der hier „Zungenkuß“ heißt oder das Schreiben mit intellektueller Behinderung, den sogenannten Lernschwierigkeiten und der Plagiatskandal um Helene Hegemann den es damals gab, spielt in dem Buch auch eine Rolle,.

Das heißt, der passiert hier dem Schrifjtsteller Johannes Staudinger und JuSophie meine zweite Kritikerin, der ich das Buch zum Lesen gab, als ich sie 2011 bei der ersten Studentenlesung kennenlernte, hagt es fürchte ich nicht gefallen.

Mir aber schon, füge ich ganz unprofessionell, was ich ja auch angeblich bin, hinzu, zählt es doch zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe daraus auch schon bei der „offenen Bücherschranklesung“ in der Grundsteingasse gelesen.

Dann kam im Sommer 2010, glaube ich, geschrieben, die „Absturzgefahr“, wo es um eine Lehrerin und ihre Tochter Fritzi Jelinek geht und die kommt, das kann ich gleich verraten, auch in einem meiner anderen Bücher vor und darüber wird es wahrscheinlich noch einen Promotionsartikel geben.

Hier also nur so viel, daß es auch einen dementen Großvater gibt und der plündert die Bücherschränke und das beruht auch auf einer aktuellen Begebenheit. Hat es ja wirklich einen alten Mann gegeben, der offenbar die Bücherschränke ausräumte und Frank Gasser, den Begründer sehr verärgerte.

Bei den „Zwillingswelten“ meinem nächsten Buch, spielen die Schränke, glaube ich, keine Rolle, es gibt hier aber eine pensionierte  Bibliothekarin als Heldin.

Dagegen geht die Selma, die „Frau auf der Bank“ aus dem gleichnamigen Buch zu den Schränken, holt sich was heraus und hält als selbsternannte Stadtsheriffa, die Schränke auch in Schuß.

Dann kommt „Die Wiedergeborene“, das Buch, das 2012 erschienen, mich in eine „Schreibkrise“ brachte, die dann letztendlich zum „Literaturgeflüster-Texte Buch“ führte.

Dazwischen gibt es noch ein kleins dünnes Büchlein namens „Paula Nebel“, da geht es wiedermal, für mich auch sehr typisch, um eine alte Frau. Im „Novembernebel“ schon früher erschienen und mein erstes „Digitaldruck.Buch“ hatten wir das schon mal.

In „Kerstins Achterl“ geht es um das Thema Sucht und wie man davon loskommt, sowohl vom Alkohol als auch von einer unbefriedigten Beziehung. Das gelingt der Kerstin durch die Bekanntschaft mit dem kleinen Hektor und dem alten Max. Bücher kommen, wenn ich mich nicht irre, nicht sehr viele darin vor und dann kommt 2013 erschienen und 2012 geschrieben mein zweiter „Nanowrimo, nämlich „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“, da geht es um eine Pflegehelferin, ein uneheliches Kind, ein touffe junge Roma, eine alte Frau und einen alten Medienzar, der in einer Senorenresidenz lebt und es geht auch ein bißchen, um den Bücherschrank oder eigentlich um den „Wortschatz“ am Margaretenplatz, denn Milka Horvath die Pflegehelferin in besagter Seniorenresidenz in der Kasimir Konstantin lebt, wohnt am Margaretenplatz und bezieht daher manche ihrer Bücher von dort unnd daher gibt es auch ein Bild vom Margaretenplatz am Cover zu sehen.

Dann kommt schon das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und wie es mit meiner Buchproduktion weitergeht, kann man in dem „Dreizehn-Bücher-Artikel“ lesen.

Ich füge nur hinzu, daß die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“, eine Bücherammlerin ist und in der „Brüderschaft“ bedient sich Swetlana Alexewitsch aus den Schränken, das ist übrigens mein dritter „Nanowrimo“

Die Bücherschränke kommen auch wieder im „Schutzengelchen“ vor, da gibt es nämlich einen Lebenskünstler namens Bruno Leitner und der wird zu einem Geburtstagsfest eingeladen und bringt dazu den im Schrank gefundnen Krimi „Kilmousky“ von Sybille Llewitscharoff mit und den bekommt das Geburtstagskind dann noch ein zweites Mal geschenkt.

Bücher spielen auch noch in anderen meiner Bücher eine  Rolle, der Bücherschrankt kommt aber, glaube ich in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ nicht vor, vielleicht aber in der „Pensionsschockdepression“, da müßte ich erst nachsehen, aber, ich glaube, da trägt meine Heldin Thekla Morgenstern ihre ausgelesenen Bücher hinein und die Fritzi Jelinek, das kann ich jetzt verraten, trifft sie in dem Buch dann auch, denn die macht ja in der Pfarre ihres platonischen Freundes Jjanusz Warszinski, einen Bibliotherapiegruppe und die fünfzehnjährige Yasmin Bilic und eine Selma, die in der Schule kein Kopftuch tragen darf und auch nicht Zahnärztin werden soll und deshalb verschwindet, gibt es auch.

Hier kommt auch schon eine Fatma Challaki vor und die treffen wir in anderer Form dann in der „Nika“, dem Adventkalender, wieder“. Dort freundet sie sich mit dem Afgahnen Hassan Arawani an und plündert mit ihm den offenen Bücherschrank, ich glaube den bei der Buchhandlung Kuppitsch, während Nikas Nachbarin Laura Augustin, schon bekannt aus den „Dreizehn Kapiteln“ Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ im Schrank gefunden hat und das Buch Nika zu Weihnachten schnenkt.

So, ich glaube, das wars. Hat jemand mitgezählt? Für den der hat und mir die Zahl verraten möchte in wievielen meiner Bücher die Bücherschränke eine Rolle spielen, gibt es  eines der Bücher nach Wahl zu gewinnen.

2018-01-19

Veränderungen?

Filed under: Glosse,Schreibbericht — jancak @ 19:07
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Ich weiß nicht so genau, ob ich im Juli 2009 zu bloggen angefangen habe, um damit literarisch aufzufallen? Wahrscheinlich ist mit dieseMöglichkeit beziehungsweise die Frage, warum das nicht geschah, erst später gekommen. Denn erstmals lief es ja ganz gut. Ich hatte sehr schnell eine Handvoll Kommentierer und  wußte, da ich wahrscheinlich auch eine Ponieren des literarischen Bloggen bin, nicht, wie sich das weiterentwickelt wird?

Und da ist die Antwort, wie ich sie mir schon einmal in meiner Büchermessie-Glosse und das war eine, gab, sowohl als auch, denn das Positive an meinem neuneinhalb Jahren bloggen ist ja zweifelsfrei das, daß ich dadurch, was mein Schreiben betrifft, selbstbewußter geworden bin.

Ich präsentiere  das und meine Bücher seither auch sehr genau, schreibe Artikel darüber und demnöchst werden noch ein paar diesbezügliche folgen, stelle meine neuen Bücher vor, mache Gewinnspiele, veranstalte neuerdings Leserunden, etcetera, was alles aber nicht so oder gar nicht läuft, weil das Netz wahrscheinlich doch nicht der Ort der literarischen Präsentation ist, vor allem wenn man so solo, wie ich unterwegs ist.

Denn da die richtige Leserschaft zu finden, die, wie ich an der Literatur interessiert ist, meine Bücher lesen und kommentieren will, ist nicht so leicht, beziehungsweise hat sich das, glaube ich, in den letzten neun Jahren auch sehr geändert.

Denn damals gab es nicht so viele literarische Blogs, da hat mich noch Christiane Zintzen, die es ja nicht mehr gibt, entdeckt und mich in der Bloggerwelt begrüßt, Paul Jaegg hat sich gemeldet und der damalige Leiter des „Residenz-verlages“….

Das gibt es, glaube ich, heute nicht mehr und die Leute kommentieren auch nicht mehr so, wie sie das vielleicht noch vor neun Jahren taten. Denn da hat sich ja auch Monika Helfer gemeldet, als ich „Maramba“ gelesen habe und gesagt sie ist Paulas Mutter und Claudia Rossbacher, als ich geschrieben habe, daß ich mir ihr Buch jetzt doch nicht kaufen werde.

Jetzt gibt es die „Gefällt mir-Angaben“ und da habe ich ein paar, aber derzeit eigentlich nur zwei regelmäßige Kommentierer und drei Spamer habe ich in den neun jahren auch gehabt und einige, die meine Artikel schlecht, unverständlich oder trottelig finden.

Nun ja, ich habe Recht- und Flüchtigkeitsfehler. Die Ersten, weil ich noch immer nicht davon überzeugt bin, warum ich jetzt beispielsweise „daß“ nicht mit scharfen „ß“ schreiben darf, die Flüchtigkeitsfehler entstehen, glaube ich, durch das schnelle Schreiben und da bin ich schon bei dem, daß mir mein Blog sehr gut gefällt.

Ich habe, als ich vor neuneinhalb Jahren zu bloggen angefangen habe, nicht gewußt, wie das werden wird?

Jetzt habe ich ein umfangreiches literarisches Archiv, habe über tausend Bücher besprochen und unzählige Veranstaltungen besucht und da sind wir schon beim nächsten thema oder bei der Frage, ob ich jetzt eineHobbyautorin bin, wie ja manche vielleicht abfällig meinen.

Ich sage nein, weil das für mich eben abfällig klingt und würde es für mich, als „Literatur ist meine Passsion“ beschreiben, diesen Ausdruck habe ich einmal gefunden.

Schreiben als Lebenfsorm, Ilse Kilic hat mir da vehemt widersprochen, aber in den richtigen Brotgefurhabe ich ja, weil ich immer einen solchen hatte, nicht wirklich hineingewollt, aber in denLiteraturbetrieb, das schon und immer noch und da habe ich mich ab 1973 als ich mit meinen ersten Texten  vollkommen alleine da stand, mühsam vorangetastet, dann kam die erste und die zweite fertige Geschichte, dazwischen lagen einige Jahre des Scheitern oder Blockiertseins und die zweite die „Einladung“ zum Tee“ hatte dann, den zwei Leuten, denen ich sie  zeigte, nicht gut gefallen.

Die Monika, eine davon war hat mich trotzdem zum „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, wo die Kritik, die ich wahrscheinlich noch immer nicht, als konstrutiv empfinden würde, weiterging.

Ab da habe ich angefangen, wahrscheinlich mühselig und patschert, meine Texte an Verlage zu schicken und als da Abfuhren kamen, habe ich trotzizg gedacht „Macht  nichts, ich mache weiter und lasse mich nicht beirren!“, habe das auch so getan und bin, glaube ich, auch noch heute, vierzig Jahre später, immer noch so unterwegs.

Dazwischen kam mein Eintritt in die Grazer Autorenversammlung dem immer nöch größten österreichischen Schriftstellervereins, die Publikation der Hierarchien“ bei der „Editon Wortbrücke“, beziehungsweise noch früher der halbe Kinderbuchpreis mit der „Güler“ mit der ich ja ein oder zwei Jahre vorher einen Wettbewerb für ein nicht rollenkonformes Kinderbuch gewonnen habe.

Ich habe dann wahrscheibnlich wiederum sehr patschert, weil, wie man das Schreiben lernt, hat man damals nicht so leicht herausgefunden, beziehungsweise hieß es damals, das könne man nicht und Schreibschulen, kreative Writingskurse, Coaches und Writerstudios etcetera, hat es damals nicht gegeben, meine Texte an Verlage, beziehungsweise mich für Stipendien beworben und bei Absagen oder mehr oder weniger wohlweinenden Worte von Kollegen, daß ich noch nicht so weit sei, beim „Bachmann-Preis“ lesen zu wollen oder mich da oder dort zu bewerben, immer noch trotzig  „Macht ja nichts, ich mache weiter!“, gedacht.

Das mache ich, wie schon erwähnt, immer noch, beziehungsweise schicke ich meine Texte nicht mehr an Verlage, denn ich mache meine Bücherr seit 2000 ja selber und habe schon über vierzig Stück davon und mich zumindest damals, ohne es zu wissen, wieder in ein Fettnäpfchen gesetzt, denn das durfte man ja damals nicht, während es heute auf den Messen ganze Hallen für die Selfpublisher gibt.

Aber die verlegen bei „Amazon“ und das tue ich ja nicht, also wieder einmal nicht richtig drinnen und der Martin hat ja, glaube ich, auch vor Jahren, als ich ihm mein erstes selbstgemachtes Buch wahrscheinlich stolz zeigte gesagt: „Aha, ein illegales Buch!“

Aber, wie gesagt, ich habe vierzig Jahre versucht mich nicht zu beirren zu lassen, bin regelmäßig zu Veranstaltungen in die „Alte Schmiede“ ins Literaturhaus etcetera, gegengen, habe geschrieben und gelesen, das letztere ich schon viel früher getan und wahrscheinlich gedacht „Das ist halt mein literarisches leben!“ und wahrscheinlich auch Irgendwann kommt er noch der Erfolg!“

Rudolf B., den ich bei einem Workcamp in Hamburg in dem Jahr als in Wien die Reichsbrücke einstürzte, kennenlernte, hat mir ein paar jahre spätergeraten, ich solle halt für mich schreiben, als ich mich über das mangelnde Feedback beklagte. Damals habe ich das empört zurückgewiesen, heute versuche ich das zu tun, aber so ganz stimmt es nicht, weil der Erfolg ja und die Anerkennung trotzdem sehr wichtig ist, wie ich auch als Psychologin weiß.

Was aber nicht ist, kann vielleicht noch werden oder auch nicht und so habe ich 2009 angefangen zu bloggen und denke jetzt manchmal, das hätte es werden können und ist es aber trotzdem nicht und so folgten auf dem Blog auch bald die Artikel der Resignation.

Der Erste, glaube ich, ist erschienen, als sie mich damals beim „Alpha“ hinausgeworfen haben. Das tuen sie inzwischen nicht mehr und ich habe jetzt auch sehr viele Anfragen von Verlagen, ob ich nicht ihre Bücher lesen möchte.

Dann kommen auch die Kritiker, die meinen, daß ich schlecht und unverständlich schreibe oder sich darüber mokieren, daß ich zum Beispiel Verlagsnamen unter Anführungszeichen setzte. Da bin ich immer ein bißchen hilflos und frage mich warum man das nicht darf und schreibe weiter, aber wenn man lange ignoriert wird, kommt wahrscheinlich doch die Depression, beziehungsweise die Frage, was man da verändern kann?

Und da ist mir leider nie etwas anderes einfallen, als daß ich zu schreiben aufhören müßte und das ist es ja nicht, was ich will, obwohl wenn man über vierzig Jahre über vierzig Bücher geschrieben hat, ist man ein bißchen ausgeschrieben und es fällt einer auch nicht mehr sehr viel Neues ein und wenn man in der „Alten Schmiede“ oder im Lliteraturhaus meistens auf der falschen Seite sitzte, denn 2007 hat mich Silvia Bartl ja nicht mehr die „Mittleren“ dort machen lassen oder, ich glaube, das war schon 2006 mit den „Prekären Verhältnissen“ meine letzten „Textvorstellungen“ habe ich, glaube ich, 2014 gehabt und in der „Gesellschaft für Literatur“ kann man mit selbstgemachten Büchern auch nicht lesen, fragt man sich vielleicht doch, wieso gehe ich dann noch hin und höre den anderen zu und lese deren Bücher?

Das fragte ich mich manchmal, obwohl ich ja gerne zu Literaturveranstaltungen gehe und wahrscheinlich auch sehr bessessen Bücher lese, aber ich will  auch gehört werden und nicht immer überbleiben und wenn da von der anderen Seite nichts kommt, ist das schon ein resignatives Gefühl, vor allem, wenn man sich denkt, daß das wahrscheinlich so bleibt und sich nicht ändern wird, obwohl ich es ja versuche und inzwischen auch, glaube, daß ich gar nicht so schlecht bschreibe.

Aber das interessiert halt niemanden und ich falle literarisch nicht auf, während um mich herum die Literatursterne entstehen und es ist schon ein bißchen einseitig, wenn ich so viel lese, zu sovielen Veranstaltungen gehe, zu meinen aber niemand kommt und niemand meine Bücher gewinnen will.

Nun gut, ich muß ja nicht dorthin gehen, muß nicht schreiben und nicht lesen und wenn ich das denke, und das habe ich in den letzten Monaten manchmal, dann denke ich auch gleich danach, daß ich das nicht kann. Warum auch oder was sollte ich sonst tun? Aber so wie es ist, bin ich nicht ganz zufrieden..

Ein Teufelfskreis und etwas sehr Hoffnungsloses, obwohl es natürlich schon Veränderungen gibt, bald zehn Jahre Bloggen beispielsweise und bald auch fünfzig selbstgemachte Bücher, ein wahrer Berg von ungeselesenen und auch gelesenen angesammelten Büchern, ein enormes literarisches Wissen, auch ein literarisches Selbstbewußtsein, wie schon erwähnt und das mit dem Ausgeschriebenseit ist auch nicht  so arg, denn es gibt ja schon Pläne für mein neues „Work in progress“, obwohl ich derzeit mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ nicht wirklich weiterkomme, weil ich derzeit viele Stunden habe und deshalb auch in der nächsten Zeit wahrscheinlich weniger zu literarischen Veranstaltungen komme, weil ich bis acht arbeite.

Ob das die Veränderungen sind, die mich weiterbringen, weiß ich nicht, vielleicht schon indirekt, denn ich denke ja öfter, daß ich einfach eine Zeit nichts schreiben, sondern auf Reaktkionen warten soll. Aber was soll ich machen, wenn die nicht kommen?

Vielleicht ist das Abwarten doch eine ganz gute Lösung. Inzwischen werde ich mein zehntes Bloggerjahr  mit einigen Promotionsartikel vorbereiten, das auch deshalb, weil ich ja täglich einen Artikel schreiben will, ja mein Markenzeichen ist die Quantität, auch wenn das angeblich als unprofessionell gilt und was blogge ich, wenn ich nicht in der „Alten Schmiede“ war und pro Woche ja nur etwa drei Bücher lese?

Also mehr Artikel über mich und mein Schreiben? Das kostet aber auch Zeit, die mich, wie besipeielweise jetzt vom Korrigeren abhalten. Es ist aber spannend, daß mir soviel einfällt und ich bin ja, wie schon geschrieben mit meinen Blog sehr zufrieden und die Flüchtigkeitsfehler sind mir eigentlich egal.

2018-01-18

Das Bloggeschichtenbuch

 

Hurrah, Hurrah, es ist da mein neues Buch, eigentlich ein kleines Bänchen, das aus den achtzehn Skizzen entstanden ist, die ich im Frühjahr zum Teil als Kurzgeschichtenprojekt beziehungsweise zur Romanrecherche  geschrieben habe.

Die Vorform der „Unsichtbaren Frau“, dem Folgeprojekt, die Geschichte von der älteren Dame, die  man jeden Abend mit einem Glas Wein in einer Pizzeria sitzen sehen kann.

So gibt es am Cover auch eine Pizza und ein Glas beziehungsweise Flasche Wein zu sehen.

Die Vorschau mit den Schreibberichten gibt es hier zu finden, die Gewinnspielfragen hat schon mein treuer Blogger Manfred Lagler-Regall aufgelöst.

Hurrah, hurrah, das Buch ist schon unterwegs, ich wünsche viel Freude beim Lesen und fordere wieder zu einer Leserunde auf.

Das habe ich schon bei meinem letzten Buch, dem „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ gemacht und ein paar meiner Leser haben mir dazu ihre Meinungen geschickt.

So will ich es wieder probieren, stelle für den oder die, die das Buch lesen und mir einen möglichst persönlichen Kommentar dazu schreiben über den man dann diskutieren kann, wieder fünf  in Bücher zur Verfügung.

Bei Interesse bitte melden, bitte einen Kommentar, der die Leseeindrrücke etcetera dazu erfaßt und keine Rezension.

Rezensionen sind natürlich auch willkommen, die stelle ich dann in der rechten Spalte ein und nehme Anfragen dafür auch zur Verfügung.

Ganz interessant wäre vielleicht auch, das Buch mit den Bloggeschichten zu vergleichen, hier ist der Link, wo man zu den Geschichten kommen kann. Sie haben zum Teil noch andere Titel und eine, nämlich die „Angekommen“ spielt auch noch an einen anderen Ort.

Vergleicht man das Buch mit den Geschichten wird man auch entdecken, daß sie in einer anderen Reihenfolge, also nicht chronologisch entstanden sind.

Vielleicht beides lesen und das Buch mit den Geschichten vergleichen, wäre auch ganz interessant, denn das Schreiben war für mich ja sozusagen ein Experiment, das ich sehr inspirierend gefunden habe.

Wie unterscheidet sich das Buch von meinen anderen Büchern, wäre vielleicht auch eine spannende Frage, denn ich habe bemerkt, daß durch das nicht chronologische Schreiben, vieles ausgespart ist und dadurch einen anderen Rhythmus bekommen hat.

Hier auch der erste Absatz, da man das erste Kapitel, die erste Geschichte „Krank im Bett“, die bei einer Schreibgruppe nach dem Schreibimpuls zum Thema Sucht, sowohl als Probekapitel auf der Website , als auch im Blog finden kann, gab es kein „Mimikry-Spiel“.

Ich will ihn aber meinen Lesern die nicht extra nachschauen wollen, als kleines Lesehäppchen und Animation zum Weiterlesen geben und er ist auch sehr kurz:

„Krank im Bett “

 

Sie hatte von einem Glas Rotweis geträumt, von einem herrlichen Valpolicella aus der Toskana, den ihr Guiseppe, der Kellner im „Venezhzia“ empfohlen hatte.“

Und für alle die es noch wissen wollen.

Mathilde heißt die Frau, die täglich ein Glas Wein in der Pizzeria „Venezia“ trinkt. Ihre Zwillingsschwester Natalie hat ihr ihren Freund Moritz <lichternstern weggeschnappt und sich außerdem immer vorgedrängt, weil ihre Eltern mit Zwillingen überfordert waren und das Besondere ist eben die Entstehungsweise, daß der Text aus den achtzehn Bloggeschichten besteht, die ich im Mai und Juni im Rahmen von Annika Bühnemanns zehn Geschichten-Challenge geschrieben habe.

So das wars, ich freue mich sehr über das Buch und auch auf eine spannende Leserunde und bin auf Rückmeldungen sehr neugierig!

2018-01-17

Vom Partisanenworkshop zur Wiener Filmdystopie

Der Mittwochnachmittag gehört ja schon seit fast einem Jahr der Literaturwissenschaft, sprich dem Centropeworkshop im vorigen Semester und in diesem der Partisanenliteratur.

Da habe ich ja in den Weihnachtsferien „Der Tod heißt Engelchen“ gelesen. Dann gehört auch noch Italo Calvino „Wo Spinnen ihre Nester bauen“ dazu. Das war vorige Woche dran, diese Woche habe ich in einer alten russischen Ausgabe von Alexander Fadejews „Die junge Garde“ mit sehr schönen Illustrationen geblättert. Der 1901 geborene sowetische Schriftsteller der Stalins Kulutrupolitik, wie ich in „Wikipedia“ las, sehr unterstützte und auch einige Schriftsteller verbannen ließ, hat sich 1956 umgebracht und ist wahrscheinlich inzwischen fast vergessen. Zumindestens habe ich noch nicht sehr viel von ihm gehört, bekomme da also am Mittwoch Nachmittag von Stephan Teichgräber, dem Slawistien, der die Bücher meist in Originalsprache liest, Nachhilfeunterricht. Dann haben wir uns auch noch vielleicht nicht ganz zum Thema passend mit Peter Esterhazys „Produktionsroman“ beschäftigt, der glaube ich, eine Parodie auf den sozialistischen Realismus darstellt und von Terezia Mora ins Deutsche übersetzt wurde.

Dann habe ich mein neues Buch, das gestern von der Druckerei gekommen ist, bezahlt. Vorher habe ich meine Beleg- und Werbeexemplare weggeschicht und ein Buch, wie ich das schon länger mache, in den „Wortschatz“ mit einer Widmung hineingelegt.

Ich hoffe, es findet seinen Leser. Dann hatte ich noch eine Stunde und hätte eigentlich ins Literaturhaus zur oberösterreichischen Literatur oder in die „Gesellschaft“ zu einer Kafka-Veranstaltung gehen wollen.

Dann ist aber eine Filmdystophie, für die der ORF sehr viel Werbung macht, so daß ich in den letzten Tagen in Ö1 öfter davon hörte, dazwischen gekommen und ich mag ja Romane wie der „Circle“, „1984“ oder „Schöne neue Welt“ und diesmal ist, glaube ich, auch noch ein bißchen die Verarschung der Psychologie oder der Leistungsgesellschaft dazugekommen.

Nämlich „Life Guidance“ von Ruth Mader, wo Martin Leidenfrost das Drehbuch geschrieben hat und der Lobbyist Alfons Mennsdorf-Pouilliy mit einem Gewehr auftritt.

„Life Guidance“ zeigt ein Wien nach der Gleichschaltung: eine Armee von <leistungsträgern steht dem mit Schlagermusik sedierten Volk gegenüber“ steht in der ORF-Beschreibung.

Die dürfen keine Gefühle zeigen, sehen alle gleich aus, bewegen sich wie Marionetten und wenn sie auffallen, werden sie einem „echten Rorschachtest“ mit einer „falschen“ Anweisung unterzogen, bekommen eine Anpassungsstörung diagnostiziert, wenn sie sagen, daß man „Freiheit und Transparenz nicht gegeneinander ausspielen soll“, sowie einen „Llife-guidance Berater“, während in den Schlafburgen, die sedierten  „Unterschicht-Zombies“ herumwanken.

Das spielt sich im „Karl Marx Hof“ ab, was vielleicht eine ironisierte Verbindung zum realen Sozialismus und der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ sein könnte und die Leistungsträger residieren in der WU, während sich die Überwachungszentrale im ORF-Zentrum am Küngiglberg befindet, deshalb vielleicht die viele Ö1 Werbung.

Also ganz schön ironisch, aber auch ziemlich unlogisch und wiedersprüchig, obwohl ohne Zweifel auch sehr spannend und vielleicht gar nicht mehr soviel von unserer alltäglichen Wirklichkeit entfernt, nur sehr überhöht, aber das muß, habe ich inzwischen gelernt, Literatur ja sein und die Filme höchstwahrscheinlich auch.

In der Beschreibung steht noch etwas, daß die Reaktionen bei der Pressevorführung zwischen „Begeisterung zu fad, platt und schon hundertmal gesehen“ reichte.

Ich würde sagen, für mich lag es in der Mitte. Spannend wars, aber nicht logisch zu erkklären und das leere Wien mit den Leistungs- und  Unterschicht-Zombies“ auch irgendwie beklemmend.

2018-01-16

Im Herzen der Gewalt

Bei meinem 2018 Lesen, da suchen sich ja die Buchtuber achtzehn Bücher aus, die sie in diesem Jahr lesen wollen, während ich schon über sechzig auf der Liste habe, komme ich jetzt zu den Geburtstagsbücher, also zu Edouard Luis  „Im Herzen der Gewalt“, das ich mir dazu wünschte, als ich während meines Frankfurtsurfings ein Monat früher ein Interview mit dem 1992 geborenen blonden Franzosen hörte, Frankreich war da das Gastland und daraufhin habe ich  begonnen mich für die französische Literatur zu interessieren, beziehungsweise sie für sehr poltisch zu halten.

Zwei andere FrankreichBücher habe ich inzwischen schon gelesen, das waren Rezensions-Exemplare, die mir „Ullstein“ freundlicherweise schickte, da hatte ich dann die poltische Situation, bei Eduourd Luis eigentlich nicht oder nur indirekt.

Der Autor, steht im Klappentext ist vierundzwanzig Jahre alt und schon mit seinem ersten auobiografischen Roman „Das Ende von Edy“ in dem er das Aufwachsen in ärmlichen Verhältnissen in der französischen Provinz und die Mobbingerfahrungen, die er als Homosexueller dort erlebte, beschreibt, berühmt geworden.

Was ja eigentlich sehr überraschend ist, hätte ich doch angenommen, daß ein Verlag die Autbiografie eines Zwanzigjährigen nicht druckt. Bei Eduouard Luis, der eigentlich Bellegueule heißt, ist das offensichtlich anders und das zweite Buch ist, wie ich weitergelesen habe, schon in über zwanzig Sprachen übersetzt und verfilmt worden.

„Buchrevier“ hat es unter seine Flops des Jahres gereiht und als ich am Freitag im Literaturhaus zu lesen begonnen habe, hätte ich ihm fast zu gestimmt.

Das heißt, natürlich nicht, denn das Buch ist ja kein Roman, obwohl das prompt drin steht, sondern ein wahrscheinlich mehr oder weniger authentischer Bericht einer Vergewaltigung, also etwas, was natürlich interessiert und die Handlung ist sehr einfach und schnell erzählt.

Eduoard Luis geht an einem Weihnachtsabend mit zwei Büchern, die er geschenkt bekommen hat, von seinen zwei Freunden Geoffrey und Didier nach Hause. Da wird er von einem jungen Mann, im Buch steht Kabyle, irgendwo habe ich Algerier gelesen, namens Reda angesprochen. Er nimmt ihn in seine Wohnung mit. Es kommt zum Sex zwischen beiden, dann geht Eduard duschen und, als er aus der Dusche kommt, findet er sein Handy nicht mehr und sieht, daß sein I-Pot aus Redas Tasche ragt. Er spricht ihn darauf an, der antwortet, daß er seine Mutter beleidigt hätte, wenn er ihm des Diebstahls verdächtigt und beginnt ihm zu würgen, dann gibt es noch eine Vergewaltigung und eine Attacke mit einem Messer, bevor er Edouard den Verfolger los wird.

Er geht dann zuerst ins Krankenhaus, später auf die Polizei, um eine Anzeige zu machen, dann zu einem Freund, wo er schläft, beziehungsweise fährt er Heim zu seiner Schwester und die Geschichte wird, wenn ich sie recht verstanden habe, sowohl von ihm, als auch von der Schwester erzählt und ein paar Rückblendungen gibt es auch.

Die Ich-Form wechselt sich mit dem „er“ immer wieder ab und es wird auch nicht chronologisch, sondern in Schleifen und Wiederholungen, so wie das bei Flashbacks offenbar ist, erzählt. So beginnt es, daß er sich zuerst dreimal duscht und die Bettwäsche wechselt.

Nach und nach kommt man in die Geschichte, in das Memoir, in das Gewalterlebnis, die Vergewaltigung und die Bedrohung hinein. Ein bißchen hatte ich, ob der Brisanz des Themas, den Zweifel, ob man das Buch nicht rassistisch interpretieren könnte.

Erduard Luis schreibt auch etwas davon und wenn ich so bedenke, daß die Patrioten sich derzeit ja sehr über die Gewalt aufregen, die von den Flüchtlingen ausgehen, die ihrer Meinung nach jede Frau vergewaltigen, habe ich da ein wenig ein ungutes Gefühl.

Trotzdem war das Buch  teilweise  sehr spannend zu lesen. Mit manchen anderen Teilen habe ich mir schwerer getan, so daß ich es auf keinen Fall als Flop bezeichnen würde.

Wenn auch, wie schon erwähnt ein vielleicht  ungutes Gefühl zurückbleibt und natürlich die Frage, warum ein Buch, das von der Gewalterfahrung eines Mannes erzählt, ein Bestseller werden kann, während viele anderes, vielleicht auch nicht uninteressantere unbeachtet bleibt?

2018-01-15

Distanzen der Heimat

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:02
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Jetzt war ich ja schon fast ein Monat nicht mehr in der „Alten Schmiede“, die Weihnachtsferien haben die Veranstaltungen unterbrochen, aber auch sonst habe ich jetzt öfter um sechs oder sieben eine Stunde, so daß sich das nicht mehr ausgeht und vorigen Montag, wo glaube ich eine Veranstaltung war, war unser „Wein-Vernichtungsfest“, am Dienstag, die Schreibgruppe, am Donnerstag waren wir im Theater „Zucker-Büstenhalter“, das Stück einer polnischen Autorin in der „Märchenbühne Apfelbaum“, was zwar auch literarisch ist, aber über Theater blogge ich ja nicht so gern, genausowenig, wie über Filme, weshalb ich gleich anmerken will, daß am Mittwoch, wo wir ins <kjno gehen werden, wahrscheinlich ein Partisanenbericht, aber keine Filmbesprechung kommen wird, aber heute wieder einmal Textvorstellungen moderiert von Mieze Medusa, die mich während des Wartens auf dem Klo freundlich fragte, wie es mir den ginge>?

„Gut!, antwortete ich.

„Ich schreibe, lese, blogge und gehe jetzt weniger zu Veranstaltungen, weil ich mehr Studen habe und im übrigen leide ich darunter, daß ich es nicht in den Literaturbetrieb beschaftt habe!“, das könnte zu meinem Standardsatz werden, so wie andere unter ihre Artikel schreiben: „Und im übrigen bin ich der Meinung…

„Aber ich versuche, das mit meinen Blog zu kompensieren!“, habe ich dann gleich selbstbewußt hinzugefügt.

„Ich weiß nicht ob der bekannt ist!“ und gleich versichert bekommen, daß er das wäre.

Na ja, wenn man nach bestimmten Namen oder Veranstaltungen des Wiener Literaturbetriebes googlet, kommt man wahrscheinlich gar nicht um mich herum, ob man das möchte oder nicht und heute bei den Textvorstellungen ein interessantes Thema, obwohl das einer Dame im Publkum, die nach  Barbara Eders und Gabriel Furmuzachis Lesung, die Veranstalterin fragte, nach welchen Kriterien sie ihre Textauswahl treffe?

Sie würde keine Gemeinsamkeiten in Stil und Form treffen und noch mitten in Hamed Abouds Lesung ist sie dann gegangen.

Dabei ist das Gemeinsame das Fremde, Barbara Eders Text, die ja einmal im „Institut für ost und mitteleuropäische Literatur“ einen Vortrag über Comics halten sollten, die ich beim letzten Volksstimmefest persönlich kennenlernte und die auch einige Jahre Lektorin an einer ungarischen Uni war, beschäftigte sich mit Frauen, die in einer Lagerhalle in der ungarischen Provinz Elektroschrott sortieren und freiwillig in das Lager gehen, weil sie da überhaupt Geld verdienen, der sehr gewollt mit bestimmten Reizwörtern spielt, mit dem Lager einmal, dann gibt es tote Hunde, prekäre Verhältnisse und der Text, das ist auch sehr interessant, ist noch unveröffentlicht, während Barbara Eder schon einen anderen Erzählband veröffnentlich hat, auf den Mieze Medusa öfter hinwies und mit einer Geschichte daraus hat sie 2015 beim „Exil Preis“ gewonnen.

Der Rumäne Gabriele  Furmuzachi hat das heuer getan, so habe ich seinen Text „Klick“ oder Auszüge daraus schon zweimal gehört und der Text, weshalb die Dame vielleicht Schwierigkeiten hatte, die Gemeinsamkeiten zu finden, beschäftigt sich nicht so offensichtlich mit dem Fremdsein, hintergründig schon, denn da trägt ein Fotograf ein krankes Kind in ein Krankenhaus, was mich schon bei der Literaturhauslesung an den „Erlkönig“ erinnert hat.

Diesmal ist es nicht so schlimm, denn das Kind hat, als der Arzt es untersucht schon das Schlimmste hinter sich und der Fotograf, der aus Bulgarien kommt und besser Englsich, als Deutsch spricht, hat sich vorher überlegt, in welcher Sprache er die Sympotme des Kindes erklären soll. Der Text ist übrigens und das ist interessant, auf Englsich gechrieben und dann von seinem Autor auf Deutsch übersetzt wurde.

Dann wurde es überhaupt international, denn das Buch des Syriers Hamed Aboud, der in Österreich zu leben scheint, „Der Tod packt einen Geburtstagskuchen“ ist in einem Schweizer Verlag erschienen, es ist zweisprachig, deutsch arabisch und die Übersetzerin ist eine Deutsche und Hamed Aboud, das ist interessant, setzt sich mit den schweren Thema Flucht, Krieg und Vertreibung auf sehr poetische Art und Weise auseinander.

So läßt er seinen Protagonisten in einem Panzer durch die Gegend rasen, klettert auf Minarette hinauf kauft in der Fremde Unterwäsche und erinnert sich daran, daß seine Mutter die Hemden seines Vater und seines Bruders in der Waschmaschine immer verfärbte und er nun mehr weder den Mantel seines Vaters, noch die Schuhe seines Bruders tragen kann und der Tod, der Kuchen bäckt ist eine Metapher auf das neue Leben, das nach dem Untergang des alten wieder entsteht.

Sehr interessant und in Zeiten wie diesen eine sehr wichtige Lesung, obwohl ich zwei der Autoren ja schon gekannt habe. Der dritte war für mich, glaube ich, eine Neuentdeckung und nochmals interessant.

In der Zeitschriftengalerie gab es paar „Wespenneste“ zur freien Entnahme, ich habe zugegriffen, vielleicht als Entschädigung, weil ich jetzt die „Manuskripte“ nicht mehr bekomme, weil die Stadt Wien das Abo, das ich bezog, schon 2012 eingestellt hat, was die Redaktion das, zu meinem Glück oder ihrem Unglück jetzt erst bemerkte und mir sowohl das Heft, das zu der Literatur im Herbst zum Thema „Jugoslawjia revisited“, als auch das zu „Mare Nostrum“ mitgenommen habe.

Eine „Volltextnummer“ gab es auch und weil ich dem Alfred, als er mich fragte, wohin ich heuer auf Urlaub fahren wil?l „In die Schweiz!“, antwortete hat er mir sowohl eine“DumontNummer“ zu diesem Thema, als auch Thomas Küngs „Gebrauchsanweisung für die Schweiz“ mitgebracht. Dabei war die Schweiz ja erst vor einigen Jahren Gastland in Leipzig, wo ich mir ja auch ein paar Bücher und Broschüren mitgenommen habe.

2018-01-14

Werkberichte

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:59
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Hier wieder ein Schreibbericht, den ich in Anlehnung an den Sommerartikel „Vorgestern, gestern, heute, morgen“ nennen könnte, denn bei der offenbar schreibunbegabten Autorin geht es rund zu und die Schreibereignisse überstürzen sich.

So gibt es bei dem „Vorgestern“, dem im Dezember schon erschienenen „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, schon drei Meinungen bei der Leserunde. Ich vergebe dafür aber noch Bücher. wer Lust hat  das Buch zu lesen, einen Kommentar zu schreiben und mit den anderen zu diskutieren, soll sich bitte melden.

Vom nächsten, den Bloggeschichten „Besser spät als nie“, wo es schon die Vorschau gibt, habe ich  erfahren, daß das Buch bereits fertig ist und demnächst ausgeliefert wird.

Also wird der Promotionsartikel mit Buch und Bild, wo ich auch zu einer Leserunde aufrufen möchte, wahrscheinlich nächste Woche erscheinen.

Da vergebe ich auch wieder fünf Bücher, für den, der sich daran beteiligen will. Da sich die Geschichten, die ich im Mai und Juni  oft nach Annikas Bühnemann Schreibimpusen geschrieben habe, aus denen sich die Erzählung zusammensetzt im Netz befinden, kann man das Buch dann, glaube ich, auch schön mit der „Urform“ vergleichen.

Dann gibt es das Morgen, das inzwischen zum Heute wurde, die „Unsichtbare Frau“, eigentlich die Fortsetzung der „Besser spät als nie-Geschichten“, wenn man so möchte, da ist mir ja einiges von der Erzählung übergeblieben.

Im August oder Anfang September als ich mit dem Korrigieren fertig war, habe ich mit dem Schreiben begonnen.

Da war aber sehr viel los, das Buchpreislesen beispielsweise und dann war ich auch bezüglich Wahlkampf und den entsprechenden Videos oder Diskussionen so nah dran, daß ich nicht immer zum Schreiben gekommen bin oder das, was entstanden ist, Ende Oktober noch vor dem Nanowrimo wieder umänderte und umschrieb.

Dann habe ich flott vier Tage beim Schreibmarathon des Writersseminar mitgemacht, danach eine Woche pausiert und das Wochenende darauf die fünfzigtausend Worte fertiggeschrieben und den Rohtext beendet.

Zum Korrigerien der Rohfassung habe ich dann bei einem Writerretreat am elften Dezember begonnen, dann ein Wiener Wochenende dazu benützt, wo ich noch ein bißchen krank war und die drei Weihnachtswochenenden, die wir in Harland verbracht haben.

Da ich Harland nur einen kaputten Drucker habe, habe ich mit dem Szene für Szene Korrigieren erst gestern begonnen und da ich derzeit relativ viele Klienten habe, komme ich nicht sehr oft dazu und dann ist auch noch immer die Frage im Kopf: „Wozu tue ich mir das an? Ich korrigiere es dann fertig, lasse es fünzigmal drucken und dann meldet sich kein Mensch der das lesen will und sich dafür interessiert?“

Ich weiß, meine Art des Schreiben und des Veröffentlichens ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich. Hat aber seine Geschichte und das Selfpublishing höre und lese ich  immer, boomt und hat schon seine Erfolgsautoren und, wo steht geschrieben, daß man das unbedingt immer nur bei „Amazuon tun muß?

Eigentlich nirgends und eigentlich tue ich das mit meiner Art der Veröffentlichung schon bald zwanzig Jahre und eine Blogpräsentation ist ja vielleicht genauso gut, wie wenn ich meine Leserunden bei  beispielsweise „Lovelybooks“ mache.

Vielleicht nicht, wenn man keine Leser hat, die sich dafür interessieren, das weiß ich schon und so dümple ich mit dem Korrigeren wahrscheinlich langsam weiter, hoffe, daß ich nach Leipzig oder vor dem Sommer damit fertig bin und weil ich immer von dem „Ausgeschrieben“ schreibe und, daß ich nicht wieder über eine depressive Frau schreiben möchte, kann ich gleich hinzufügen, es gibt  schon eine neue Idee.

Die hatte ich ja vor ein paar Wochen oder sind es schon Monate, ich weiß nicht mehr so genau, als ich wahrscheinlich vom Literaturhaus nach Hause kam und bei der Pilgramgasse vor der Kreuzug stand und in ein Auto sah.

Über die Insaßen könnte ich eine Geschichte schreiben habe ich gedacht. Dann ist der Name Magdalena Kirchberg dazu gekommen. Ich habe ja oft schöne, sprechenden Namen, über die man dann auch diskutieren kann und die hat sich dann in eine Magdalena,70, depressiv.

Die geht nach Hause uind bloggt ihr Leben im Netz. Da habe ich auch ein Vorbild gefunden und in eine Magda, 35, abgespaltet. Die ist ihr früheres Ich, beziehungsweise ihre Tochter, also drei Personen und den Beginn des Romans ohne zu wissen, wie ich jetzt den Chrirugen, die Krankenschwester und den Psychiater, die in dem Auto sitzen könnte, zu der Magda ein und zwei in Verbindung bringe, habe ich am Dienstag bei der Schreibgruppe begonnen.

Da habe ich gedacht, die Szene ist gut, aber, wie mache ich einen Roman daraus? Solche Fragen habe ich öfter und da bekomme ich dann manchmal auch die entsprechenden Kommentare und natürlich bin ich wahrscheinlich manchmal zu schnell, aber jetzt hat sich die Geschichte bei mir weitergentwickelt und vielleicht komme ich bei der Geschichte zu einem akzeptablen Handlungsfaden.

Es ist ja auch noch immer die Frage, wird der Text jetzt „Magdalena Kirchberg bloggt einen Roman“ oder „…bloggt ihr Leben“ heißen?

Momentan tendiere ich zum zweiteren und Magdalenas Bigorafie ist eine ähnliche wie man sie schon in meinen anderen Depressionsgeschichten finden kann. Vielleicht ein bißchen radikaler.  Gymnasium, abgebrochenes Studium, dann diverse Jobs bis zur Geringfügigkeitsgrenze mit denen sie sich über Wasser hält und ihr Leben finanziert. Und dann möchte die Magdalena ein guter Mensch sein, den anderen helfen, die Welt retten, etcetera, damit kommt sie in die Psychatrie und eine Schozodiagnose. Das ist vielleicht die Verbindung zu dem Auto die mir bisher fehlte.

Sie hat auch eine Tochter, die hat sich, damit habe ich  mich ja in der letzten Zeit beschäftigt, durch die psychisch kranke Mutter überfordert gefühlt, sie hat eine Sozialpädagoginnenausbildung gemacht, lebt jetzt in Graz mit einem Kollegen,  arbeitet in einem Wohnheim ist schwanger, hat den Kontakt zur Mutter abgebrochen und erfährt erst jetzt wieder über ihren Blog von ihr, wo die jetzt depressive Magdalena von ihrer Depression erzählt, beziehungsweise Autogeschichten hineinstellt, die sie erfindet, wenn sie beispielsweise von einer Vernissage oder vom Literaturhaus nach Hause geht, an einer Kreuzung stehen bleibt und sich Gedanken über das Leben der Menschen im Auto oder auch der anderen Passanten macht.

So könnte es gehen, denke ich und werde wahrscheinlich, während ich korrigiere, weiter darüber berichten und dann im Frühling oder Sommer, wenn die „Unsichtbare Frau“ fertig ist mit dem Schreiben anfangen.

Ich bin ja keine große Vorausplanerin und auch keine Parallellschreiberin. Aber so könnte es gehen denke ich, bin gespannt, hoffe, daß ich an diesem Wochenende, wo es ja auch eine Demo wegen schwarz blau und vielleicht auch wegen der Reden des neuen Innenministers gab, noch ein bißchen zum Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ komme, wo ich jetzt Szene für Szene korrigiere und derzeit bei der ersten Alfons Szene und eigentlich mit dem Ganzen sehr zufrieden bin.

2018-01-13

Olga

Der 1944 bei Bielefeld geborene Bernhard Schlink, von dem ich als ich 1996 nach Klagenfurt gefahren bin, mir „Selbs Betrug“ gekauft oder gelesen habe, der dann mit dem „Vorleser“ berühmt wurde, den ich im Zug las als wir von unserer Donauradfahrt von ulm nach Regenburg nach Wien zurückgefahren sind, hat ein neues Buch geschrieben, das ich jetzt sozusagen auch „vorab“ gelesen habe.

Am Cover ist eine eine Frauengesttalt auf einer Kippe am Meer zu sehen und am Buchrücken steht etwas vom späten neunzehnten Jahrhundert und Deutschland und Afrika beziehungsweise den Irrwegen die diese Geschichte aufzeigt, was mich, da ich schon die erste Seite gelesen habe, wo ein kleines Mädchen zu ihrer Nachbarin geht, anfangs verwirrte.

Dann dachte ich lange,ich hätte ein sehr altmodisches Buch gelesen und wieder etwas, was nicht wirklich neu, sondern ohnehin schon huntermal geschrieben wurde, geht es doch in dem ersten Teil des dreihundert Seiten Buches, um eine Liebesgeschichte zwischen , einem armen Mädchen das Lehrerin wurde und einem Gutbesitzersohn, aber nein, es geht und das steht auch Buchrücken, wenn ich den nur ordentlich gelesen hätte, um eine willensstarke Frau, die sich durch die Wirren des Lebens kämpft, nicht aufgibt, aber eigentlich von Anfang an schon verloren hat.

Diese Frau isrt Olga, beziehungsweise das kleine Mädchen, das am Anfang des buches bei der Tür der Nachbarin steht, die sich mit ihr anfreundet und sich um sich kümmert. Das passiert in einer kleinen polnischen Stadt und Olgas Eltern kommen bald ums Leben, so daß sie von der Großmutter, die in Ostpreußen lebt und mit der Heirat ihres Sohnes mit einem polnischen Fräulein nicht einverstanden war, zurückholt. Die will ihr nun auch einen deutschen Namen geben, will sie Helga nennen, aber da wehrt Olga sich und setzt sich durch. Das Verhältnis zur Großmutter ist nicht sehr gut, sie freundet sich mit den Gutskindern Herbert und Viktoria an und setzt es, die ihr die höhere Mädchenschule verwehrt wurde, unter Mühen und Selbststudium durch, daß sie auf das staaliche Lehrerinnenseminar nach Posen gehen kann.

Herbert ist ein, wie Schlick ihn beschreibt ein „Läufer“ oder „Renner“ und die „Weite des Horizonts“, eine sehr poetisch beschriebe Methapher spielt in dem Buch auch eine Rolle und natürlich auch die Grenzen, die das Leben vor allem den Frauen setzt.

Der Läufer mit dem Olga bald ein außereheliches Verhältnis hat, sie ist ja nicht standesgemäß, flieht vor der elterlichen Strenge nach Afrika, wird dort Soldat in den Kolonien und in einen Krieg verwickelt und als er zürckkommt, in den  Neunzehundertzehnerjahren träumt er von einer Expedition in die Antarktis und will dort offenbar eine neue Kolonie errichten.

Olga besteht indessen ihr Lehrerinnenexamen und geht in ein kleines Dörfchen unterrichten. Wohnt in einem kleinen Haus, wird dort von Herbert besucht, der in Tilsit, offenbar der nächsten Stadt, einen Vortrag über seine  geplante Expedition hält, sieht ihr beim Marmeladekochen oder Schulheftverbessern zu und bricht dann, so um 1913 auf, verspricht ihr vorm Winter zurückzusein und kommt doch nicht.

„Mein Lieber, letztes Jahr wolltest du vor Weihnachten zurück sein, dieses Jahr wollten es die Soldaten. Auf  euch Männer ist kein Verlaß“, wird ihm Olga postlagernd in eine norwegische Stadt schreiben.

Aber das erst später  oder doch, sie schreibt ihm Briefe, unterrichtet weiter, spielt Orgel in der Kirche, versucht manche begabte Kinder auf die höhere Schule zu schicken und scheitert an den Eltern, die dafür kein Verständnis haben und besucht eine Familie mit einem kleinen Kind namens Eik, mit denen sie sich angefreundet hat.

Der erste Weltkrieg kommt und die Soldaten sterben, die jahre ziehen ins Land und Herbert kommt immer noch nicht zurück, dann naht bald schon der zweite und Eik, der Ziehsohn mit dem sie sich angfreundet hat, gesteht ihr, daß er zur SS will, was sie erbost und mit ihm bricht. In den Dreißigerjahren ertaubt sie, wäre dann aber bald auch, weil ja keine Nationalsozialistin ohnehin aus dem Schuldienst entlassen worden, besucht eine Gehörlosenschule, um das Lippenablesen zu lernen, muß nach ende des Krieges flüchten, kommt in eine kleine deutsche Stadt und bringt sich als Näherin durch das leben, bis sie eine kleine Pension bekommt.

„Dann nähte sie nur noch in unserer Familie, in der sie sich besonders willkommen fühlte, was sie hier verdiente, reichte ihr als Zubrot“, lautet der letzte Satz des ersten Teils und dann im zweiten, wechselt der Erzählstil.

Es kommt zu einem Ich-Erzähler, namens Ferdinand, den man leicht für autobiographisch halten könnte, ein Junge aus einem Pfaffershaushalt mit etlichen Kindern und offenbar wenig Geld. Die Mutter, die den Vater unterstützen und den Haushalt führen muß, hat wenig Zeit für den Jüngsten, der auch noch kränklich ist. Da springt Olga ein, setzt sich an sein Bett, zieht in auf, fördert ihn, ist mit vielem auch nicht einverstanden, wird immer älter und, als er schon an der Universität ist und Philosophie studiert, wird er eines Tages von der Mutter angerufen. Oga wurde bei einem Anschlag auf das Bismark-Denkmal schwer verletzt und liegt im Spital. Er reist zu ihr, hält ihr ihre Hand, die kalt ist, als er eingeschlafen, wieder aufwacht.

Beim Begräbnis erscheint noch ein Kriminalinspektor, der wissen will, was die Neunzigjährige nachts beim Bismarck-Denkmal zu suchen hatte? Er weiß es auch nicht, studiert fertig, erbt von ihr ein Sparbuch, heiratet, geht als Beamter ins Unterrichtsministeriumn, dann ins Pension, wird verwitwet und fängt dann an, öfter an Olga zu denken. Schließlich erfährt er von Briefen, die es in einer norwegischen Stadt bei einem Antiquitätenhändler zu kaufen gibt. Er bekommt auch eine Nachricht von Eiks Tochter, die ihm von ihrem Vater, einem Kriminalbeamten, der auch schon gestorben ist, erzähl. Kauft von Olgas Sparbuch, die Briefe, die sehr teuer sind, denn Olgas postlagernd geschriebene Briefe an Herbert, die von 1913 bis 1972, ihrem Todesjahr gehen, sind ja nie angekommen, weil er  offenbar verschollen, erfroren, etcetera und nie gefunden wurde.

Im dritten Teil gibt es nun die Briefe zu lesen und man erfährt darin einiges, was vorher unklar war. So, daß Eik ihr Kind von Herbert war, von dem sie ihm erst in den Briefen etwas sagte. Man erfährt auch von ihrer Aufmüpfigkeit und ihren Widerstand. Sie beklagt, daß eine Lehrerin, wenn sie heiraten will, den schuldienst verlassen muß. Daß die Lehrerinnen immer viel weniger, als die Lehrer verdienen, nicht aufsteigen dürfen, etcetera. Man erfährt von ihren Bruch mit Eik, als er zu den Natinalsozialisten ging und sie schreibt ihm immer Briefe, obwohl sie 1915 damit aufhören will  und ihn für sich für tot erklärt. Mal ist sie ihm böse, mal verständnisvoll. In den Dreißigerjahren nimmt sie den Briefwechsel wieder auf. Schreibt ihm von ihrer Ertaubung, ihrer Flucht und dem kleinen etwas langweiligen Ferdinand, um den sie sich nun angenommen hat und 1972 schreibt sie ihm  den letzten Brief. Schreibt, daß sie, als der Wassertum, der ihrem Haus gegenüberstand, gesprengt werden sollte, sich von den Sprengmeistern alles erklären ließ, dann ein paar Stangen Dynamit gestohlen hat, mit dem sie als Akt ihres Widerstand gegen die Mmacht der Obrigkeit, das Bismarck-Denkmal in die Luft sprengen will.

„Ich weiß noch nicht, wann ich es tun werde. Aber  seit ich weiß, daß ich es tun werde, geht es mir gut. Und ich bin Dir nahe. Deine Olga“, so endet der letzte Brief.

Daß sie es getan hat, dabei ums Leben kam, während das Denkmal standgehalten und höchsten einene kleine Delle abgekommen hat, wie der langweilige oder kritische Ferdinand noch bemerkte, wissen wir auch und wir haben das Werk eines bald vierundsiebzigjährigen Autors gelesen, in dem wohl alle Lebensweisheit und die Aufarbeitung des vorigen Jahrhunderts liegt.

Nichts wirklich Neues und die drei Teile sind wohl auch eine Wiederholung, beziehungsweise haben wir das, was in den Briefen steht, schon zum größten Teil im ersten Teil erfahren. Trotzdem ist der Stilwechsel überraschend. Das Buch vielleicht gerade in seiner „altmodischen Langsamkeit“ interessant und einiges Neues und das, was man vielleicht für sich überdenken kann, gibt es darin sicher auch.

2018-01-12

Der sechsundsiebzigste Slam

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 23:58
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Nachdem mein Besuch beim letzten Poetry Slam kurz vor Weihnachten problemlos klappte, habe ich die literarische Saison 2018 fast wieder mit dem Slam B begonnen, den sechsundsiebzigsten wie Diana Köhle erläuterte, ich war bis jetzt nur bei dreien, werde aber vielleicht eine Slam-Expertin, obwohl ich beim nöchsten in Harland bin und beim übernächsten vielleicht in Leipzig, es ist aber sicher interessant, sich das in Serie zu geben, weil man da ja die Slamer kennenlernt, die vielleicht in ein paar Jahren zu literarischen Größen, wie beispielsweise Elias Hirschl erwachsen.

Ich war wieder schon vor sieben da, habe noch dem Bücherschrank einen Besuch angestattet, dann einen Haufen Bücher mitgeschleppt, wo ich jetzt mit einem Blick in meinen Katalog daraufgekommen bin, daß ich die Hälfte schon zu Hause hatte und in der Wartestunde, habe ich Edouard Luois „Im Herzen der Gewalt“, ein Buch von dem ich im Rahmen meines Frankfurt-Surfings etwas hörte und es mir zum Geburtstag schenken ließ, zum Lesen mitgenommen. Das letzte Mal habe ich ein Weihnachtsbuch, den „Winterschwimmer“ dort gelesen, und interessant, daß Louis autobiografischer Roman auch zu Weihnachten handelt, obwohl er kein Weihnachtsbuch ist, ganz im Gegenteil.

Platz habe ich wieder problemlos in der dritten Reihe bekommen und interessant, daß es heute nur zwölf Anmeldungen gab, also alle lesen konnten das letzte Mal fiel ja Christian Schreibmüller weg.

Das Opferlamm, die Präsentation des vormals Siegers fiel ebenfalls weg, so zog die Glücksfee gleich die Reihenfolge und Osama den ich, glaube ich, schon vom letzten Mal kannte, begann mit einem Text über den Verkehr im öffentlichen Verkehr.

Dann kam Bernie, der von dem Erdäpfel Erich, der die Eräpfelin Erika liebt und nicht zum Pommes werden will, slamte und Tom aus Graz, der jetzt anders heißt, mit einer verspäteten Weihnachtsgeschichte.

Interessant, daß wieder ein paar Bekannte unter den Slamer waren, aber auch einige die zum ersten Mal auftraten. Einer setzte sich beim Lesen seiner Gedichte hin, womit er natülrlich nicht gewonnnen hat. Eine junge Frau hatte, glaube ich, ein Debut mit einem Text über die Menschlichkeit.

378 die Beginnerin der zweiten Runde brachte eine Publikumsbeschimpfung, ein Text der mir wahrscheinlich deshalb nicht so gefiel, während mich die junge Frau, die folgte. dadurch beeindruckte, daß sie einen Text über ihre schizophrene Mutter las, die hatte,glaube ich, auch den lauteren Beifall, trotzdem hat die sehr extrovertiert wirkende junge Frau, die eine Ziffer als Namen hat, gewonnen und im dritten Teil wurde es, glaube ich, wie von Diana Köhle schon angekündigt sehr politisch, die neue Regierungsbildung, brachte zwei Slamer zum Dichten und Diana Köhle wies auch auf die Demo hin die morgen stattfindet und  in der vierten Runde rappte unter anderen „Schreibi“ über einen „Schnorrer.

Er hat nicht gewonnen und so traten nach der Pause Tom mit einem Text,der nur aus Werbeslogans bestand, gegen 378 die ebenfalls eine Weihnachtsgeschichte hatte, gegen einen Text, der nur aus Fragen bestand und gegen Lea die auf Englisch über sich erzählte an.

Gewonnen hat der Fragetext und Poetry Slam ist interessant, weil junges Publium,  viel Interesse, interessante Themen und ein volles Haus und auf die besten Texte von vier Jahren Tagebuchslam hat Diana Köhle auch wieder hingewiesen.

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