Literaturgefluester

2018-06-20

Friederike Mayröckers Weggefährten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:51
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Ich bin ja keine so besondere Mayröcker-Spezialistin, war aber in den letzten Jahren bei einigen Lesungen der grande dame der österreichischen Literatur, gelesen habe ich Requiem für Ernst Jandl „Und ich schüttelte einen Liebling“ und in meinen Harlander Regalen noch ein paar andere Bücher, von denen ich nicht ganz sicher bin, ob und wie intensiv ich sie gelesen habe.

„Larifari“ die 1956 erfolgte erste Buchveröffentlichung habe ich in der Telefonzelle bei der Seedose einmal gefunden, signiert und das ist und das ist vielleicht auch interessant, das einzige Mayröcker-Buch das ich in den Schränken gefunden habe. Die Liebhaber geben sie offenbar nicht her und in den Verlassenschaften ist es vielleicht noch nicht.

Mal sehen, es kann sich ja alles ändern, heute hat jedenfalls am Gaussplatz zum Saisonende „Ein Fest mit Weggefährten“ gegeben, eine Veranstaltung in Cooperation mit dem „Wir sind Wien.Festival“, deshalb stand auch Susanne Wouk, die ich ja von der Margaretner Kultur kenne, beim Hinausgehen vor dem Eingang, erklärte jeden „Wir sind die Veranstalter!“ und drückte einem ein Programm des Stehgreiftheaters Tschauner in die Hand.

Aber noch sind wir nicht so weit, noch sind wir am Beginn und ich habe, glaube ich, auch gezögert zum Gaussplatz hinauszuwandern, weil ich nicht genau gewußt habe, ob man sich nicht vielleicht anmelden muß und ich keinen Platz bekomme, denn die Mayröcker-Veranstaltungen sind ja immer sehr voll, da muß man eine halbe Stunde vorher in die „Alte Schmiede“ gehen, deshalb habe ich im März die Präsentation des neuen Buchs „Pathos und Schwalbe“ auch versäumt, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und mir gedacht habe, ich setze mich nicht in den Schmiede-Raum und schaue mir die Lesung über die Video Wall an, hätte ich aber machen können, denn heute war ich zwar eine Stunde früher da und habe auch fast den selben Platz wie am Samstag, diesmal neben Angelika Kaufmann einer Mayröcker Vertrauten, bekommen, aber Friederike Mayröcker ist nicht auf das Podium gestiegen sondern hat unten gelesen und da saßen dann soviele Leute vor mir, daß ich sie eigentlich nur durch das Handy von Herrn Lindner, der vor mir mit seiner Frau auf den Plätzen, die eigentlich für Franzobel, der nicht gekommen ist, reserviert war, gesessen ist.

Also sehr voll und ich war schon einmal auf einem Fest für Friederike Mayröcker, das war in Mürzzuschlag, ich glaube, icn den Neunzigerjahren, wo die GAV zu solchen Festen eingeladen hat und man das Quartier und das Essen bezahlt bekommen hat. Das gibt es nicht mehr, die Weggefährten waren aber trotzdem da.

Liesl Ujvary hat die berühmte Wohnung mit den vielen Papierln fotografiert und die Bilder an die Wand gehängt, Linde Waber hat eingeleitet und erzählt wie und wann sie Friederike Mayröcker kennengelernt hat. Bodo Hell hat einen Ausschnitt aus dem Film „1 Häufchen Blume 1 Häufchen Schuh“ das ist ein Mayröckerzitat gezeigt, der 1990 vom ORF gedreh,t eine noch sehr junge FM zeigte, die in dem Haus in der Zentagasse auf und abgegangen ist, erklärte, das sie am liebsten am Nachmittag mit einem Hund spazieren gehen würde und, daß sie, wenn sie Einfälle hätte, auf der Straße stehenbleibe und sie aufnotiere, was die Leute um sie herum irritiere.

Der Kameramann war, glaube ich, ein ehemaliger Schüler. FM war ja früher Lehrerin, der betonte, wie modisch sie damals gewesen sei und sie sagte in dem Film, daß sie jetzt nur mehr bequeme Jacken, Schuhe und <mäntel tragen würde und immer ist sie schwarz angezogen

Bodo Hell zählte dann die Titel einige ihrer Werke auf und las Passagen aus seiem FM Lieblingsbuch, dann kam die Lesung aus „Pathos und Schwalbe“, man konnte das Buch kaufen und signieren lassen.

die Fallensteins waren da, die Studenten der Sprachkunst die sie betreuen, wie schon erwähnt, die Lindner und noch viele andere bekannte, es war wie erwähnt sehr voll und sehr heiß und ich bin, weil ich Veranstaltung schon, um nuen aus war, wo es noch hell war, am Donaukanal zurückgegangen, wo in den Lokalen wieder Fußball gezeigt wurde und während meines Vorbeigehens wieder ein Tor geschossen wurde. Die jungen Leute saßen am Kai, schauten ins Wasser und hatten Bier oder Weinflaschen vor sich stehen. Auf den Donaukanalstufen habe ich, glaube ich, einen anderen Sprachkunststudenten sitzen sehen und auf der Brücke ist mir wenn ich sie nicht verwechselt habe Susanne Scholl entgegengekommen und auf der Margaretenstraße Bendedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes und das war keine Verwechslung, denn der hat mich gegrüßt.

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