Literaturgefluester

2018-06-29

Wohnzimmertag

„Das fröhliche Wohnzimmer“ der kleine Verlag von Ilse und Fritz, der glaube ich, jetzt schon so an die dreißig Jahre oder länger oder kürzer besteht, präsentiert seine Bücher in den verschiedensten Veranstaltungen.

Früher hat es die xxx-small im Amerlinghaus zur Adventzeit gegeben, die „Wohnzimmertage“ gibt es auch, die aber, glaube ich, meistens am Freitag stattfinden, wo ich mich ja öfter am Land befinde, es gibt die Veranstaltungen im Glückschweinmuseum und und und…..

Im „Read!!ingroom“ hat sich das „Fröhliche Wohnzimmer“ präsentiert und einmal beziehungsweise Autoren von dort in St. Pölten im Sonnenpark.

Früher hat es kleine feine experimentelle Einzelpublikationen gegeben, da hat der Rudi, glaube ich, mit der Hand seinen ersten „Willi“ geschrieben, jetzt gibt es, glaube ich, vorwiegend Anthologien, wo das „Wohnzimmer“ befreundete Autoren (also mich nicht, denn ich bin ja nicht experimentell, wohl aber die Ruth manchmal einlädt), so daß ich da schon eine kleine Anthologiensammlung habe und die „Wohnzimmertage“ dienen, wenn ich es richtig verstanden habe, dazu, die Anthologien zu präsentieren.

Zumindest standen zwei davcon am Programm, die auch am Büchertisch auflagen und gekauft werden konnten.

Wolfgang Helmhart, Ilse Kilic, Nikolaus Scheibner und Birgit Schwaner haben gelesen. Fritz Widhalm hat moderiert und die Amerlinghausgalerie war sehr voll mit den Fans der Wiener experimentellen Szene.

Ruth Aspöck war da, die Filmemacherin Linda Christanell, Hermann Hendrich und der Rudi, der in bewährter Manier wieder durch den Raum gerufen hat, Jopa Joakin, Michaela Hinterleitner, Patricia Brooks, Waltraud Haas und und und…..

Gelesen haben die Autren, sowohl aus den erwähnten Anthologien „DieKunst sich in 26 Richtungen gleicheitig zu sträuben“ und „Edle Dichtung“, aber auch aus anderen Werken.

Wolfgang Helmhart hat, glaube ich, gleich mit einer anderen Anthologie begonnen, die „Doch aber“ hieß und Ilse Kilic brachte zuerst zwei Gedichte, eines hieß „Mein Bluthochdruck“ und beschäftigte sich höchst akktuell mit dem Älterwerden.

Dann kam der Text aus der „Edlen Dichtung“, der sich  „Kleine tausend Fragezeichen“ betitelt und ähnlich wie Anna Herzig gestern in der „Alten Schmiede“ viele Fragen stellte.

„Gibt es ein Recht auf Unwissen?“ lautet eine solche oder „Warum mögen mich manche Menschen nicht und warum kann ich andere nicht leiden?“ und so weiter und so fort, um dann in zwei weitere Gedichte, nämlich der „Mut“ und noch ein anderes zu münden.

Nikolaus Scheibner hob die beiden erwähnten Anthologien hoch und beschäftigte sich, eigentlich sehr logisch in der „Edlen Dichtung“ mit dem Schreiben. Dann brachte seinen Text aus der anderen und dann noch Gedichte aus eigenen Bänden, beispielweise eines, das sich mit dem  Badezimmer oder Badewanne beschäftigte und Birgit Schwaner, die ich ja ursprünglich vom Lesetheater beziehungsweise der Poet Night kenne, brachte auch ihre Texte aus den drei schon erwähnten Wohnzimmeranthologien und las am Schluß noch aus ihrem letzten bei „Klever“ erschienenen Buch „Jackls Mondfahrt“, wo es, um den Sohn, der Frau geht, die in Salzburg einmal als Hexe verbrannt wurde.

Das war der Wohnzimmerjtag I in der brütendenen Sommerhitze oder einer sehr warmen und sehr lauten Amerlinghausgalerie. Ende August wird dann, wie Fritz Widhalm verlautete, der zweite Teil folgen, aber da werde ich höchstwahrscheinlich in Harland oder bei den O Tönen sein.

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