Literaturgefluester

2018-09-30

Die vier Weltteile

Nun kommt schon Buch sieben der östBp, ich hatte da ja den Startvorteil zum Zeitpunkt der Listenveröffentlichung schon fünf Bücher gelesen zu haben, nämlich Hanno Millesis „Die vier Weltteile“ und die, die mich lesen, wissen, daß ich den 1966 in Wien geborenen, den ich manchmal bei Verantaltungen in der „AS“ etcetera, auch im Publikum sehe, sehr mag.

Der Name ist mir schon seit den Zeiten bekannt, als ich mich noch um ein Staatsstipendium beworben und die Liste der glücklich Auserwählten zurückbekommen habe. Dann hat er bei Ernst Kostals „Psychose-Veranstaltungen“ im Literaturhaus gelesen und da haben mich seine sehr beeindruckenden makabren Kindsschilderungen sehr gefallen unde stimme auch dem zu, was ich den Pressestimmen über Hanno Millesi gelesen habe, daß er ein Meister der skulrillen Alltagsbeschreibung in allen ihren Details, wäre.

Er hat  2006 beim Bachmannpreis gelesen und im Vorjahr den „Priessnitz-Preis“ bekommen, wo ich, was mir immer noch leid tut, aus Termingründen nicht bei der Preisverleihung war.

Ich war dafür bei mehreren Lesungen im Literaturhaus beispielsweise, habe aber noch nie ein Buch von ihn gelesen, den „Schmetterlingstrieb“ aber im Vorjahr im Schrank gefunden und jetzt mein erster Millesi von dieser schönen Buchpreisliste und muß sagen, ich bin, wie weiland bei Valerie Fritsch enttäuscht, denn dieser „Museumsbesuch mit Folgen“ ist, wie ich finde, ein sehr „künstliches“ Buch und etwas, was sich in Wahrheit höchstwahrscheinlich nicht so abspielen würde.

Schon die Idee ist in Zeiten, wie diesen wahrscheinlich etwas billig. Da geht eine Gruppe von Menschen, eine Familie ist es, glaube ich, nicht, sondern zwei Erwachsene Wanda und der  sehr geschwätzige und fast  so allwissend,  wie Maxim Biller, tuende Erzähler mit vier Kindern Tessa, Konrad, Iggy und Emiliy ins kunsthistorische Museum und als sie zum Ausgang wollen, kommt der Aufseher mit dem Funkgerät und murmelt etwas von technischen Problemen, so daß sie noch in den Räumen bleiben müssen.

Der Erzähler erzählt uns in Laufe der hundertzweiundfünfzig Seiten, was geschehen ist. Ein Terrorist Hussein Y, genannt, wollte aus religiösen Gründen eines der Madonnenbilder mit einer Spraydose zerstören. Mußte beim Eingang aber seinen Rucksack zeigen und verletzte so mit einem Messer zwei Personen und während  unten im Foyer, die Einsatz- und Reporterteams anströmten, rennen die sechs von Saal zu Saal und verlieren sich in den Bildern.

In einer der Rezensionen habe ich die Frage gelesen, ob das Buch nicht etwa der Versuch sein könnte, dem Leser einen Museumsrundgang schmackhaft zu machen und ihm so auf unterhaltsame Weise, die Bilder, die dort hängen, zu erklären.

Das glaube ich nun nicht, daß es Hanno Millesi, der Kunstgeschichte studiert hat, so billig  machen würde. Aber ich war  schon einmal im kunsthistorischen Museum, wo zu bestimmten Bildern, einige kommen glaube ich in dem Buch auch vor, Schauspieler dazu geschriebene Texte lasen, was mich aber besonders störte, ist die Künstlichkeit, die das Buch ausstrahlt.

Da weiß ich, unter mir geschieht ein Terroranschlag, die Aufseher tun nichts und wenn man sie fragt, wann man hinaus kann, drücken sie nur scheinbar auf ihr Funkgerät, Wanda hat sogar die Angst, man könnte geopfert werden und nie mehr hinauskommen und dann rennt man von Bild zu Bild und  gibt kunsthistorische, beziehungsweise höchst kunstvolle literarische Betrachtungen darüber ab?

Der Erzähler steht auch einmal am Fenster und sieht die Polizei und die Rettungsautos unten anfahren, der Aufseher schlägt den Kindern vor, sich Bruegels „Kinderspiele“ anzusehen und die vier schlagen dann Purzelbäume im Museum und diskutieren übers Reifenspielen. Ich denke eher, daß heutige Kinder dieses Bild  wahrscheinlich langweilig finden, habe mir aber während des Lesens immer wieder die entsprechenden Bilder, so weit ich sie, als solche indentifizieren konnte, im Netz angeschaut, was auch ein Kritikpunkt an den Verlag wäre, daß es in Anhang kein Verzeichnis der zitierten Bilder gibt, denn das sind sehr viele.

Peter Paul Rubens „Die vier Weltteile“ ist der Titelgeber, dann kommt der „Turmbau von Babel“ vor, die „Judith mit dem Holofernes“, was wieder sehr schön die Grausamkeit dokumentierte, die in diesem Museum, wo es ja von Schlangen, Drachen und abgeschlagenen Köpfen auf den Bildern, nur so wimmelt, herrscht und man eigentlich die Frage stellen könnte, ob es hier nicht vielleicht ein Jugendverbot geben sollte, der „Heilige Sebastian“ und und vor.

Die sechs diskutieren über die Bilder, die Kinder stellen Fragen, eine verwirrte Frau taucht auf, die den Erzähler nervt, ein Touristenpaar hat das alles gar nicht mitbekommen, zwei alte Männer in karierten Hosen und Regelmantel fangen zu streiten an und ein offensichtlicher Rechtsanwalt, einer der skurrilen Einfälle Hanno Millesis, würde ich vermuten, kauert zitternd am Boden. Er wollte die pause zwischen zwei Verhandlungen für ein bißchen Kunst nutzen und jetzt das.

Die Kinder bauen ihn ein bißchen auf und finden dann auch einen Lift mit dem sie zu dem Zeitpunkt, wieuns der Erzähler verrät, sich Hussein Y. schon auf dem Weg ins Krankenhaus befindet, hinunterfahren und an den Reportern und sonstigen Getümmel vorbei, das Museum verlassen,  mit der Straßenbahn nach Hause fahren und dabei noch die weise Erkenntnis mitnehmen „Daß der Museumsbesuch nicht umsonst gewesen ist.“ Die Kinder werden sich dann noch die Frage stellen, ob in Zukunft nicht jeder Museumsbesuch so dramatisch sein muß.

Natürlich nicht und auch ich habe, wie man vielleicht sagen könnete, einen sehr vergnüglichen Rundgang gemacht, aber Hanno Millesi, den ich, ich wiederhole es, sehr mag, eigentlich für „besser“ gehalten.

Die Rezensenten kann ich noch erwähnen, betonen, daß es schon ein Buch, das in einem Museum spielt, nämich Donna Tartts „Diestelfink“ gibt.

Dann gibt es noch „Die alten Meister“ füge ich hinzu, wo einer ja auch ins kunsthistorische  Museum geht, wo niemand Bilder mit Spraydosen, was ja eigentlich noch ziemlich harmlos ist, beschmieren will, sondern die ganze Zeit  resumiert, ob er am Abend ins Burgtheater gehen soll und die Vorstellung dann, nachdem er es tat, eine „fürchterliche“ war, was mich einmal mit der kleinen Anna auf den Zug nach St.Pölten wartete, sehr zum Lachen brachte und ich selber, kann ich noch erwähnen, habe in „Kerstins Achterl“  auch eine Szene, wo im kusthistorischen Museum vor einem Gemäde von Velazques Geburtstag gefeiert und eine Marmelade promotet wird.

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2018-09-29

St. Pöltner Höfefest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:02
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Das St. Pöltner Höfefest fand heute  zum einundzwanzigsten Mal statt, ich bin aber erst das zweite oder dritte Mal dort gewesen, denn eine Zeitlang fand es gleichzeitig mit dem Volksstimmefest statt, dem ich natürlich den Vorrang gegeben habe, 2010 war ich dann an einem sehr regnerischen Samstag dort, habe ein paar Lesungen gehört und bin dann mit dem Rad zurückgefahren, weil ich mit dem Alfred zur Barbara Frischmuth Lesung ins Stadtmuseum wollte, der hat mich aber verpsst, so daß es nicht mehr pünktlich ausgegangen ist, die letzten drei Jahre, habe ich gehört, hat es auch keines gegeben und heuer bin ich auch erst am Markt daraufgekommen, daß es eines gibt und, daß es ab vierzehn Uhr stattfindet.

Es gab nicht nur  ein Programm in den verschiedenen Höfen, sondern sogar einen Poetry Slam Train, das heißt dieses Waggerl, das durch St. Pölten fährt, stand in der Kremsergasse vorm Bahnhof, eine junge Frau namens Marlies Eder  in einer Schaffneruniform verteilte Zählkarten und hatte mit Andi Pianka, die sogenannte Reiseleitung.

Der war dann gleich auch das Oferlamm, das heißt begann mit einem Slam über Bahnhöfe. Die Regeln waren in etwa gleichm wie im Literaturhaus oder beim ersten Slam, den ich im Cafe Stein erlebte, wo ich lesen wollte, aber nicht durfte.

Jetzt konnte man sich bis 22. 9. anmelden, zehn konnten das, hatten das aber nicht getan, denn ich habe den Robert beim Fahrradständer getroffen und der hatte sich sehr kurzfristig angemeldet und außerdem gab es noch drei junge Männer und eine junge Frau und, wie beim Cafe Stein gab es eine Jury. Das heißt man konnte sich dazu melden, erhielt Karten von eins bis fünf, die man dann hochhalten mußte. Das hab ich im Cafe Stein schon einmal getan, die Regeln aber falsch verstanden und gedacht eins wäre das beste, jetzt habe ich ich es geschnallt.

Es gab auch einen Probleauf mit dem Opferlamm und dann rollte das Wägelchen durch die Innenstadt bis zum Hotel Metropol, blieb an fünf Stationen stehen und je einer performte einen fünf Minuten Text, der Robert war unter dem Künstlernamen Trebor Egil, der dritte, brachte zwei Sonette, eines über das Slamen und erzählte mir auch, daß er in seinem Kunststudium eine Arbeit über Poetry Slams geschrieben hat und einen auf Englisch über das Radfahren, kam aber nicht in die Endrunde, die in einem Hof, nämlich dem Löwenhof in der Linzerstraße neben der Bühne am Hof stattfand, wo dann eine junger Mann namens Daniel, der von allen fünf Jjurymitgliedern je fünf Punkte bekommen hatte, eine junge Frau namens Lena, die über die Liebe performierte und dann noch ein Johannes, dazwischen war ich mit dem Robert  noch im Weinhof, wo es Wein statt dem kulturellen Programm gegeben hat und er mich auf ein Achtel St. Laurent einlud, obwohl ich ihn ja nur mit der Note „drei“ beurteilt habe.

Die zweite Runde fand dann mit Kopfhörern statt.  Daniel hat wieder haushoch gewonnen und ich bin  zum Literatur Hotspot ins Sparkassenhaus in der Herrengasse gegangen, denn da hatte es schon, um drei eine Christine Nöstlinger-Lesung gegeben, um viertel Sechs trat Chropstpher Just auf, den ich mit seinem „Modsdetektiv“,mit dem er auch für den „Perutzpreis“ nominiert war, schon bei den O-Tönen hörte, jetzt hat er bei „Milena“ einen neuen Roman herausgebracht „Catania Airport Club“ mit Namen, der als „selbstironischer genreübergreifender Krimi noir“ im Programm angekündit stand und sowohl von einem Musiker handelt, der in der Hypnose erkennt, Menschen umgebracht zu haben, als auch von einem Fernsehprogramm, das man um einen Woche vorspulen kann und einem japanischen Jungen, der Harald heißt, weil sich die Deutschen oder Österreicher den Namen „Haruki“ nicht merken können.

Man wüßte wohl das Ganze lesen, um denSinn zu erfassen. Es gab auch einen Büchertisch und um sieben noch eine Lesung mit Martin Prinz aus seinem neuen Roman „Die unsichtbaren Seiten“ vom „König von Lilienfeld“, da ich aber nicht gerne mit dem Rad im Finstern fahre und eine Lesung daraus, glaube ich, schon im Musa hörte, habe ich das ausgelassen und werde mich stattdessen demnächst in die Badewnne begeben, um mein aktuelles Buch auszlesen.

Ein Musik- und anderes Programm hat es in den anderen Höfen auch gegeben und in der Bühne im Hof, in der ich kurz schnuppern war, habe ich auch Eva Riebler getroffen, mit der ich zu Ostern immer um den Viehofnersee spaziere.

Der Vogelgott

Buch sieben des dBps 2018 und eines das auf der Shortlist steht, von dem ich schon in der letzten Leseauslese in der „Gesellschaft“ sehr viel Lobendes gehört habe, so daß ich sehr gespannt auf das Lesen war. Der obligtorische „Jung und <Jung“, der es regelmäßig auf die LL schafft und wieder von einer Frau, nämlich von der 1953 in Darmstadt geborenen Susanne Röckel, von der ich sonst noch nicht viel gehört habe geschrieben wurde.

Das Buch wird überall oder jedenfalls sehr viel wegen seiner Mystik, deren Bann man sich nur schwer entziehen kann, gelobt und sowohl mit E. T. A. Hoffmann, als auch mit Edgar Allen Poe verglichen.

Dem stimme ich nur teilweise zu, das heißt an E. T. A Hoffmann, den ich ja sehr mag und früher viel gelesen habe, hat es mich nicht erinnert und Edgar Allen Poe habe ich nicht gelesen und ich würde auch eher meinen, daß kein Roman ist, sondern aus vier Erzählungen besteht, die alle von einer Familie handeln und mit den Vogelgottmotiven, die mir nicht immer nicht ganz klar wurden und die ich auch mehr oder weniger gut ausgearbeitet fand, besteht.

Es beginnt mit einem Prolog und der ist sehr mystisch und kann eine durchaus in den Bann ziehen. Da reist ein Vogelforscher in ein seltsames Land um einen seltsamen Vogel zu suchen. Die menschen sind dort sehr komisch und starren ihn nur an. Es gibt kein Essen und eigentlich auch kein Hotel, sein Rucksack mit den Ferngläsern wird gestohlen und als er auszieht, um einen seltsamen Vogel den er gesehen hat, zu erlegen, begegnet er auch einem seltsamen Mann mit einem seltsamen widerlichen Geruch, der einen an Mephisto erinnern könnte. Aber der ist ja kein Gott sondern das Gegenteil. Gezeichnet ist das Ganze mit „Konrad Weyde. Der Vogelgott. Unveröffentliches Manuskritpt“ und der ist Lehrer, Vogelforscher und der Vater von Theodor, Dora und Lorenz und denen sind die anschließenden drei Kapitel gewidmet, von denen das erste „Im Land der Aza“ noch viel von jener Anfangsskurlilität hat, die später, wie ich bemängelt würde, ausdünnt.

Da ist also Theodor, der jüngst Weyde, vom strengen Vater, am meisten geliebt, der studiert Medizin, hat aber keine rechte Lust dazu. Hört also damit auf und geht eines Abends in ein ebefalls seltsames Lokal, wo er einen seltsamen Mann, der auch diesen unheimlichen Geruch hat trifft, der Vic Tally heißt, seltsame Namen gibt es also auch und der heuert ihn an für ein Jahr als Arzt oder medizinischer Helfer nach Aza zu gehen. Dazu braucht er ein Visum ein ebenso seltsamer Herr Petri gibt ihm das, warnt ihn aber vor einem „Chief Ali“, den dann in Aza Town keiner kennt.

Dort wird er in einem ebenso heruntergekommenen Hotel einquartiert, muß lange warten, bis er in das Missionsspital kommt, wo ihm die Nurses zuerst mißtrauisch beäugen, dann ein jungesMädchen namens Miranda bei ihm einquartieren, einen seltsamen Aufstand gibt es auch, so daß er schließlich in der Psychiatrie landet.

Kapitel zwei „Die Madonna mit der Walderdbeere“ das von Dora, der Kunsthistorikerin handelt, die über den, ich glaube, im sechzehnten Jahrhundert gelebt habenden MalerJohannes Wolmuth promovieren will, erscheint mir schon viel ausgedünnter, denn während nur Theodors Handie ahnen läßt, daß der in der Jetztzeit lebt, geht Dora in ihr ehemaliges Wohnhaus zurück, in dem sie mit ihren Brüdern, dem strengen Vater und der kränkelnden Mutter lebte und sieht, das ist jetzt ein moderner Wohnblock und das Kapellchen, in dem sie als Kind oft mit der kranken Mutter war und in dem das oben beschriebene Bild, des Malers hängt ist hinter einem Container verborgen. Der schlüßel ist beim Diakon zu holen und der ist, wen wundert es, ein ebenso seltsamer Mann.

Dora beginnt zu forschen, entdeckt unter dem Bild ein anderes, der Vogel Greif kommt auch vor, als sie das aber ihrem MannHans, auch ein Kunstprofessor und ihrem Dorktorvater sagen will, sind die entsetzt und aus der Dissertation wird nichts Rechtes und dann geht es zu Lorenz dem ältesten der Weyde-Kinder. Der ist Journalist, hat eine Frau und zwei Kinder und schon einmal etwas mit einem Stubenmädchen in einer Pesnion mit der er mit der Familie Urlaub machte,  gehabt, die heißt Clara und hat auch den dumpfen Geruch. Sie will ihn aber nicht wirklich und so geht es in die Stadt zurück, wo er, der seit der Zeitungskrise nur mehr freiberuflicher Mitarbeiter des „Tagblattes“ von seinem Chef den Auftrag bekommt, über den Tod eines Kindes zu schreiben.

Dessen Geschwister zeigen ihm die vogelähnlichen Zeichnungen des Kindes und er bekommt heraus, daß viel Kinder schreckliche Träume haben und dann in ein Sanatorium eingeliefert werden. Das ist eigentlich eine Pharmafirma und gehörte einem Herrn Morton, den wir schom vom Dora Kapitel kennen.

Da trittt er in den „Vettern Stiftungen“ auf, wo Dora ein Stipendium hat, wird aber von seinem Begleiter hypnotisiert, so daß er immer kleiner wird und er hat als Gymnasias,t er war Schüler an der Schule, wo Lorenz Frau unterrichtete, ein Stück über Prometheus geschrieben, das die gerade mit ihren Kindern aufführt.

In der Klinik gibt es auch einen ähnlich hypnotisierenden Professor Toryk Allt und Lorenz Chef will von der Reportage, die der ihm anbietet, auch nichts wissen. Er forscht aber weiter, begegnet im Turm der Klink dem Herrn Morton, der mit dem Rollator geht und  ihm seine Vogelzeichnungen zeigt.

Es kommt auch der Herr Petri wieder vor, der der Zeitung seine Geschichte über die Kriegshandlungen im Land der Aza anbietet und am Ende finden sich die Geschichter allezusammen in Theodors Klinik wieder und erinnern sich an ihre Kindertage wo sie im Garten „Verschwinden“ spielen.

„Wer sich auf diese fantastische Geschichte einlässt, entkommt ihr nicht mehr!“, steht am Buchrücken. Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Vor allem die ersten zwei Geschichten haben mich vom Ton sehr berührt und ich habe gedacht, etwas anderes als die vielen Midlifekrise-Kriegs- und DDR-Romane, die sonst auf der Liste stehen. Dann sind mir vor allem in den letzten zwei Kapitel die Verbindungen zu dem Vogelgottmonster zu aufgesetzt und willkürlich erschienen und ich habe wahrscheinlich, wie die „Einstern- Amazon-Rezensenten“, nicht alles verstanden und wenn ich Susanne Röckels Lektor wäre, hätte ich an den letzten beiden Geschichten noch mehr gearbeitet.

2018-09-28

Vom Blumenfest zum Kramer-Preis

An der Ecke zur Krongasse gibt es seit zehn Jahren ein Blumengeschäft, das vom Verein LOK betrieben wird und die haben schon vor fünf Jahren einen Teil der Gasse abgesperrt, Blumen darauf gestreut und ein Fest gefeiert, wo ich, da auch die angrenzenden Hausbewohner dazu eingeladen wurden, war und ein paar bekannte Psychotherapeuten dabei getroffen habe und heute wurde der zehnte Geburtstag  ab drei gefeiert. Das Wektter war schön, man konnte draußen sitzen, Musik spielte auf und die Kinder dekorierten den ganzen Nachmittag, die Blumenmotive.

Von drei bis fünf hatte ich vor hinzugehen, denn dann ging es wieder nach Niederhollabrunn zum „Theodor Kramer-Preis“, der heuer an die 1928 in Wien geborene Lore Segal, die 1938 mit einem Kindertransport nach Großbritanien kam und heute in Amerika lebt, vergeben wurde.

Als ich das geplant hatte, habe ich ein Mail von Gerlinde Hofer vom „Ohrenschmaus“ bekommen, die diesbezüglich ja sehr rührig ist und viele Veranstaltungen und Lesungen von „Ohrenschmaus-Autoren“ organisiert.

Karl Müller

Karl Müller

Karin Hanta

Karin Hanta

Das neue Buch des „Ohrenschmaus-Stipendiaten“ David Sylvester Marek, das von Franzobel herausgegeben wurde, ist fertig und wird um vier im Badeschiff von Josef Hader vorgestellt.

Schade und sehr interessant, aber alles geht sich leider nicht aus, Ralph Klever hat mir aber das Buch schon geschickt, so daß ich es, wenn ich mit meinem doppelten Buchpreislesen fertig bin, lesen kann, vorher habe ich mich aber noch durch die an  die dreihundert „Ohrenschmaustexte“ durchzuwühlen, so daß ich bis zur Jurysitzung am dreißigsten Oktober meine Vorschläge machen kann.

Beim Blumenfest habe ich wieder eine Supervisorenkollegin getroffen, die mich mit in das Atelier eines Freundes in der Krongasse nahm und dann ist es nach Niederhollerbrunn gegangen.

Die Führung mit Harald Maria Höfinger durch das Geburtshaus haben wir diesmal versäumt, sondern sind gleich in das Pfarrheim gekommen, wo Karl Müller eröffnete, die Bürgermeister begrüßten und Karin Hanta, die Laudatio, beziehungsweise eine Einführung in das Werk von Lore Segal hielt, von der ich noch nichts gelesen habe, es aber auch einige auf Deutsch übersetzte Romane gibt, einer „Wo andere Leute wohnen“, liegt jetzt auch bei mir und ich muß nur noch schauen, wie und wann ich zum Lesen komme.

Lore Segal

Lore Segal

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Dann gabs wieder Musik und zwar hat Herbert Rainer sechs Kramer-Gedichte vertont, die in drei Blöcken vorgetragen wurden.

Lore Segal hat das Kramer-Gedicht „Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan“, das ich, wie das „Wer klopft draußen an der Tür“ für sehr beeidruckend halte, auf Englisch übersetzt und hat es gemeinsam mit einem Gedicht ihres Onkels vorgetragen.

Es gab auch noch eine Lesung aus dem Buch „Die dünne Schicht Geborgenheit“ und dann wieder den Empfang der Landeshauptfrau, das heißt ein sehr gutes Heurigenbuffet, mit Braten, Aufstrich und Getränken und ich habe mich lange mit zwei Herren über die Kramer-Gedichte und, ob und, wie man sie vertonen soll, unterhalten und dann sind wir, wie wir es auch bei den früheren „Kramerpreisverleihungen“, als die noch in Krems stattfanden, nach St. Pölten gefahren, wo ich seit langem wieder einmal das Wochenende verbringe.

2018-09-27

Überraschung in der Alten Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Das habe ich noch nie erlebt, daß ich um dreiviertel Sieben in die „Alte Schmiede“ komme und es sind Leute im Schmiedesaal, der Eingang ist aber zu und beim „Literarischen Quartier“ steht ein Schild, „Leider ist es schon überfüllt, aber nützen Sie die Gelegenheit der Videoübertragung!“, also bin ich, was sollte ich auch anders machen, in den Keller hinabgestiegen.  Der war noch ziemlich leer. Später änderte sich das. Ein Assistent stand am Regler uned wies die Plätze ab und ich dachte „Shit, shit  soll ich gehen?“, dennn, als die F. M., ihr letztes Bucdh präsentierte, ich aber eine sechs Uhr Stude hatte, bin ich in die Wien Bibliothek gefahren, denn ich dachte, ich setzte mich nicht in den Schmiede-Raum und schaue die Leinwand an, aber jetzt hätte ich das nicht erwartet, denn Philip Weiß ist ja ein Autor von vielen. 1982 ist er in Wien geboren, 2099 hat er beim Bachmannpreis gelesen und seinen Text gegessen, was ihm auch nicht viel nützte. Er hat viel fürs Schauspielhaus geschrieben und jetzt den Jahrhundert- oder tausend Seiten Roman mit dem Titel „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“.

Nun ja, könnte man sagen, es ist aber ein tausend Seiten Roman in einem Schuber, bei „Suhrkamp“ erschienenen, fünf Bücher darin und steht auf der Bloggerdebutliste und Robert Huez hat mir vorige Woche im Literaturhaus davon erzählt.

Nud gut,  nun gut, der Kellersaal füllte sich und man sah Johannes Tröndle, den Moderator und den jungen Autor und der hatte seine fünf Bücher vor sich liegen und las aus jedem ein Stück daraus.

Der Aufhänger ist Fukushima und das Atomuglück dort, 2011. Da steht ja auch eines aus der Buchpreisliste, das davon handelt und Philipp Weiss erzählte Johannes Tröndl, daß ihn Japan schon immer interessier hat, mich auch füge ich an, so bin bich ich einmal zehn Thage dorthin gefahren.

Philipp Weiss hat hat ein tausend Seitenprojekt daraus gemacht, das mit der Weltausstellung in Wien Ende des vorvorigen Jahrhunderts beginnt. Dorthin reist eine Frau, die ein Trauma von der Pariser Kommune hat. Sie reist auch nach Japan und stirbt dann in den Alpen. Ihr Skelett wird erst hundertdreißig Jahre später oder so gefunden und ein anderes der fünf Bücher, die immer von einem der Protagonisten in einem anderen Stil geschrieben sind und in einem Schuber stecken,  handelt von ihrer Urenkelin. Die hat auch einen Freund, der beschreibt Buch drei und wandelt durch die Gechlechter, denn Transgender ist ja jetzt modern und dann kommen wir zu der 2011- Katastrophe, das hat ein kleiner Junge knapp überlebt und der spricht seine Erfahrungen in ein Tonband  und ein Manga, von  Raffalela Schöbitz gezeichnet  gibt es auch.

Die hatte auch eine Ausstellung im Zeitschriftensaal und nach der Lesung konnte ich auch hinaufgehen und mir die Zeichnungen ansehen. Es gab Wein und Knabbereien. Ich habe mich lange mit einem Peter unterhalten. Ansonsten die meisten der  vielen Besucher nicht gekannt und ein sehr interessantes Jahrhundertbuch kennengelernt, mal sehen, ob es auf die Blogger-Debutpreisliste kommt, dann hätte ich sehr viel zu lesen, aber wahrscheinlich würden die anderen Mitjuroren da nicht mitmachen.

2018-09-26

Die rohe Bürgerlichkeit

Zu Zeiten, wo in Deutschland die Rechten gegen Ausländer hetzen, in Wien der SPÖ-Chef, die Partei überstürzt verlassen hat um ins Europa-Parlament zu gehen  und die der FPÖ-Innenminister ein Mail an die Polizeidirektionen erlassen hat, daß die kritische Presse nur mehr die allernötigsten Informationen bekommen und ansonsten jeder Straftäter mit Migtationshintergrund extra gemeldet werden soll, bin ich wieder einmal ins Kreisky-Forum in die Armbrustergasse nach Grinzing gegangen.

Denn da war ich schon länger nicht, weil so weit weg, die „Kreisky-Preis-Verleihungen“, haben aber dort stattgefunden und das letzte Mal war ich dort bei einem Fest der „Kramer-Veranstaltung“.

Diesmal hat mich der Alfred auf eine Veranstaltung aufmerksam gemacht, denn im Jubiläumsjahr 2018, hundert jahre Rebublik, 1938 der Anschluß und 1968 die Studentenbewegung, veranstaltete der Publizist Robert Misik, den der Alfred gerne mag, eine Reihe zum Jahrhundert und hat zum Thema „Bürgerlichkeit“,  Natascha Strobl, die über die Identitären forschte,  Brigitte Bailer-Falanda, ehemalige Leiterin des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Willi Mernyi, einen SPÖ- Gewerkschafter und Vorsitzender des Mauthausens-Komitee eingeladen und die Diskussion ist rund und hin und hergegangen.

Weil ich um drei meine letzte Stunde hatte, ist es sich ausgegangen zu Fuß nach Grinzing in das Haus in dem Bruno Kreisky einmal wohnte zu gehen, denn ich bin ja eine Stadtflaneuerin und schöpfe daraus auch meine kreative Inspiration und die Kreisky-Villa ist auch sehr intere2ssant und ich, wie ich ja immer schreibe, bin in einem sozialistischen Arbeiterhaushalt aufgewachsen. Das heiß,t das stimmt nicht ganz, mein 1912 in Ottatkring geborener Vater, war gelernter Buchhalter und hat später in der Statistik der WGKK gearbeitet. Die Mutter gelernte Stickerin, die später als Bedienerin und Kindergartenhelferin gearbeitet hat.

Der Vater war aber ein überzeugter Parteifuntktionär und ich als Kind bei den Kinderfreunden. Später ist mir die Partei zu possesiv erschienen und ich war zwar ein paar Jahre Parteimitglied, aber nur gezwungenermaßen, weil ich zwei Jahre bei den „Kinderfreunden“ gearbeitet habe und man das, wenn man da angelmeldet werden wollte, mußte.

Gewählt habe ich die Partei nur einmal, um Jörg Haider zu verhindern, wie mir der sehr bürgerliche Martin schmackhafte machte, da war Caspar Einem Innneminister, dem habe ich meine Vorzugsstimme gegeben. Nachher war er das nicht mehr und ich habe nie mehr die Partei gewählt, obwohl mein Herz  eigentlich links schlägt, aber die SPÖ, wie ich sie derzeit erlebe, das nicht tut.

Trotzdem war die Diskussion sehr euphorisch und  interessant und vor allem Willi Mernyi sehr euphorisch. Ansonsten ist es, wie ich bei meinem Freund Uli und den Videos der Rechten, die ich mir gregelmäßig anschaue, inzwischen ehr ab mit der Sozialdemokratie. Die Linken werden beschimpft und das Wort Gutmensch, ist ein Schimpfwort, obwohl jawohl, wie Willi Mernyi sagte, ich bemühe mich ein guter Mensch zu sein. Meine Eltern haben mir das beigebracht, was ist so schlecht daran?

Die Diskussion brachte nichts wirklich Neues für mich. Am vierten Oktober wird es, glaube ich, wie ich am Volksstimmefest hören kann, wieder eine Widerstandsdemo gehen und im Jahr 2000 war der Widerstand gegen schwarz blau sehr stark. Hat aber offensichtlich nichts genützt und jetzt leben wir in einer sehr autoritären Demokratie und einer allgemeinen Rechtswnde. Da kann eine starke SPÖ und ein starker Widerstand nicht schaden. So war die Diskussion sicher interessant und wichtig. Brot und Wein und Gespräche in kleinen Rahmen hat es nachher auch gegeben und im Oktober gibt es, hat Robert Misik angedeutet auch eine Veranstaltung zum hundertsten Todestag von Viktor Adler. Da wird Anna Weiderholzer seine Texte lesen, aber da werde ich beim „Alpha“ sein.

2018-09-25

Mit der Faust in die Welt schlagen

Filed under: Bücher — jancak @ 08:35
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Jetzt geht es gleich weiter mit den Debuts und den jungen Männern, die sich mit dem Osten Deutschlands und den Zuständen auf dieser Welt beschäftigen.

Das Buch des 1994 in Ostsachsen geborenen Lukas Rieztschel, der jetzt in Görltiz lebt, was ein weiterer Verbindungsstrang zu „Amerika“ ist, denn Alfreds Tante Edith, war dort Zanärztin, bis sie kurz vor der Wende endlich ausreisen konnte und wir haben sie dort auch 1985 noch in der tiefsten DDR mit der kleinen Anna besucht, ist für den „Aspekte-Literaturpreis nominiert, steht auch auf der „Blogger-Debutliste“ und hat, obwohl es schon seit Juni in meinem Badezimmer liegt und ich ein zweites Exemplar auch im Juni in den „Wortschatz“ legte, durch die Eregnisse in Chemnitz eine besondere Aktualität bekommen, denn ich denke auch, daß das was da beschrieben wird, sehr viel erklärt.

Jan Brandt und Thomas Winkler, der ja mit „Hool“ vor zwei Jahren auf der „Shortlist“ stand haben Texte auf den Buchrücken geschrieben und der „Ullstein-Verleger“ Gunnar Cynybulk, erklärt auf der ersten Seite von mir fast übersehen, warum das Debut nach Ingo Schulzes „Simples Story“, Dürs Grünbein und Wolfgang Hilbig ein wichtiges Buch ist und ich denke, da hat er von Chemitz noch nichts wissen können, was das Buch, das derzeit auf den Blogs auch sehr besprochen wird, mit Sicherheit  noch ein bißchen gepusht hat, denn ich denke, man sollte es lesen, um das, was in Deutschland da passiert vielleicht noch ein bißchen besser zu verstehen.

Es hat drei Teile und spielt in den Jahren 2000-2006 und dann von 2013 bis 2015, also lange nach der Wende und 2000 sind die Brüder Tobi und Phillipp, die mit ihren Eltern in dem, glaube ich, fiktiven Dörfchen Neschwitz leben,  kleine Kinder. Der eine geht schon in die Schule, der andere kommt gerade dorthin und die Eltern der Vater Elektriker, die Mutter Krankenschwester haben gerade ihr neues Haus bezogen, also den sozialen Aufstieg in der neuen schönen Zeit begonnen.

Es gibt einen Freund und Arbeitskollegen, der beim Bauen hilft, von dem munkelt man, daß er bei der Stasi war, er wird dann später ertrunken in der Steingrube gefunden, die Frau hat ihn verlassen und der kleine Tobi kommt in die Schule, der ältere Brunder will für ihn einen Vulkan auf die Garage malen, die anderen Kinder übermalen ihn aber mit Zustimmung der Lehrerin und Phillip sagt dem Bruder einmal, daß er ihn vor der Gewalt der anderen Kinder nicht schützen kann oder will.

Es gibt eine für mich berührende Stelle, wo es um die Weihnachtsgeschenke geht. Da malt und bastelt man ja immer in der Schule, was für die Eltern und die Kinder wissen längst, daß die das nicht interssiert und die selbstgemalten Bildchen niemals aufgehängt werden.

So beginnt der kleine Tobi seine Tannenzapfen zu zertreten. Es gibt Nachbarn, Andreas und Kathrin mit einem Hund im Zwinger und einem großen Haus, von denen man sich fragt, wie die sich das leisten können?

Später zieht der Vater zu Kathrin und die Mutter scheint in eine Depression zu verfallen. Es gibt Großeltern, bei denen die Buben sehr viel Zeit verbringen. Es werden Feste gefeiert und als der Großvater stirbt beginnt sich etwas zu verändern und dann noch viel mehr, als die vielen Ausländer kommen, während der Staat für das eigene Volk nichts tut, überall eingespart wird, die Schulen zusammengelegt werden, so daß die Kinder immer länger mit den den Schulbus fahren müssen und es in dem Dorf keinen Bäcker etcetera mehr gibt.

„Integriert uns“, heißt, glaube ich ein anderes Buch, in dem man das auch nachlesen kann.

Und in Österreich stehen in den Dörfer auch die Geschäfte und die Bahnhöfe leer, wie auch die Sprachspielerin Andrea Winkler so treffend beschreibt.

Es gibt aber die Dorffeste und das sogenannte „Hexenfeuer“, da wird Bier getrunken und Bratwurst gegessen und auf einen Stein wird ein  Hakenkreuz gemalt.

Wer war das? Da gibt es den Menzel, das ist sozusagen der Anführer der Jungen und ein Verwandter von dem Uwe, der in dem Dorf gefehndet war, den Felix, der später drogensüchtig wird, den schwulen Christiph, den Ramon und einen, der sich an den Energieriegeln, die sein Vater verkauft in die Fettleibigkeit frißt.

Das übliche Dorf- und Kleinstadtgeschehen halt. Bei „Amazon“ habe ich glesen, daß das nicht nur den Osten, sondern Kandl genauso betrifft. Stimmt wahrscheinlich, aber im Osten ist die Wut wahrscheinlich größer und leichter auszumachen und Lukas Rietzschel erzählt das alles sehr abgehackt und nicht immer so einfach zu verstehen in kurzen Episoden, bis zum vorläufigen Ende, wo es schon die Demonstrationen und die Pegida gibt.

Die Mutter ist mit Tobi in eine Wohnung in einen Plattenbau gegenüber der Großmutter gezogen, die verkauft den Garten, um den sich niemand kümmert, an eine syrische Familie, was Tobis Wut erregt, so daß  der Satz fällt:

„Und dann will ich auf alles einschlagen, richtig rein mit der Faust, bis alles blutet. Der ganze Mist, den einfach keiner raffft“, was aber vermutlich auch nichts löst, sondern, wie man in echt sehen kann, nur alles schlimmer macht.

Thilo Sarrazin kommt vor.

„Dumme Menschen und Ausländer pflanzen sich schneller fort als normae und überhaupt Deutschen. Seit Sarrazin komnte das jeder lesen“.

„Gutmenschen und die Ausländerfreunde“ werden zitiert.

Philipp zieht sich in sich und wahrscheinlich auch in eine Depression zurück. Es ist ihm alles egal. Er nimmt den besseren Job, den er geboten bekommen hat nicht an. Seine Freundin hat er, weil die sich um ihre Mutter kümmern mußte, verlassen und Tobi geht mit Ramon und Menzel auf das Feuerwehrfest und schlägt dort mit voller Wut die Ausländer nieder und bleibt beziehungsweise einer seiner Freunde dann mit einer verletzen Hand zurück.

Ein wichtiges Buch von einem sehr jungen Mann sehr eindrucksvoll und lakonisch in kurzen knappen Absätzen, die nur beschreiben und nichts erklären, erzählt, das man lesen und darüber nachdenken sollte.

Die eine und die andere Seite sollte sich, denke ich dafür interessieren. Ein Buch für den Uli  und all die anderen, die sich fragen, wie das in Chemnitz passieren konnte und ob das dort alles Nazis sind?

Es sind frustrierte wütende Menschen, die sich allein gelassen fühlen, denke ich und die wahrscheinlich ähnlich wie Tobi und Phililpp in gar nicht so schlechten materiellen Verhältnissen aufgewachsen sind.

Amerika

Weiter geht es mit der Parallelliste und das ist ja das spannende am heurigen Herbstlesen, daß ich einen Einblick geben kann, was so abseits der Mainstreamlisten passiert und das Buch, das jetzt folgt, Kai Wielands „Amerika“ ist in mehrerer Weise interessant.

Erstens ist der 1989 in Backnang geborene einer der Shortlistfavoriten des vorjährigen „Blockbuster-Preises“, wo sich ja die prominenten Literaturblogger, um sich zu profilieren, unter Denis Schecks Oberjury einen Forum schafften, ein unentdecktes Literaturgenie zu finden.

Daß sie dabei meiner Meinung nach die Latten viel zu hoch setzen und man wahrscheinlich schon besser als ein dBp-Favorit sein muß, um da überhaupt vorgeschlagen zu werden ist ein anderer Kaffee und etwas was mir nicht gefällt.

Ich habe mir aber im Vorjahr die Preisermittlung im Internet angesehen, wo es drei Favoriten gab und ein Buch über B.Traven gewann, daß ich mir auf der letzten „Buch-Wien“ fast gekauft hätte, wenn es noch auf dem „Thalia-Stapel“ der Messebuchhandlung gelegen wäre.  Daß alle der Finalisten einen Verlag verdienen, was für ein seltsames Wort, habe ich bei mehren Kommentaren gelesen, Gunnar Kaisers „Unter der Haut“ ist dann auch bei „Piper“ erschienen und ich habe es gelesen, weil die mir ihre Vorschau schickten.

Bei Kai Wieland bin ich schon beim „Blogbuster-Leseproben-Buch“ oder vorher aufmerksam geworden, weil ich ihn, wie es mir öfter passtiert, mit Kai Wayand verwechselt habe, der ja mit „Applaus für Broniskowski“, 2015 auf der „dBp-Longlist“ stand, schau an, wie prominent, habe ich gedacht, gemerkt, das ist ein anderer und dann auf Buch und  Autor vergessen, das in der Leseprobe ja noch „Ameehrikah“, hieß und statt in dem gelobten Land in einem schwäbischen Provinzdörfchen spielt.

Dann habe ich meiner heurigen Buchpreis-Vorausschau geschrieben und einen „Gefällt mir“ von einem Kai Wieland bekommen und bin darauf gekommen, daß der nicht nur in der Stadt oder dem Dorf lebt in dem Alfreds Tante Edith, die Zahnärztin aus der DDR, lebte oder arbeitete und das ich in den Neunzigerjahren mehrmals besuchte, sondern daß sein Buch „Amerika“ Ende August erscheint.

Da habe ich es angefragt, gleich bekommen und kann jetzt einen weiteren Einblick in das ungeheure Schaffensreichtum der deutschsprachigen Literatur geben.

„Ein eigener Ton, eine eigen Weltsicht, ein schwäbischer William Faulkner, der zur Endteckung eindlädt“, hat Schirmherr- Scheck auf das Buch schreiben lassen, das kann ich, weil ich in Faulkner nicht sehr eingelesen bin, zu wenig beurteilen. Das mit dem Ton stimmt aber, obwohl es wieder eines der unzähligen Bücher ist, das in den letzten Kriegstagen spielt oder nein, stimmt gar nicht, denn der Chronist, kommt erst in der Jetztzeit in das kleine Dorf, setzt sich in das herunterkommene Wirtshaus und läßt sich von seiner Wirtin und den drei Stammgästen, alle über sechzig, seine Geschichte erzählen, die ja, wie so oft von den Kriegserfahungen handelt und die meisten der Protagonisten damals Kinder waren und mit ihren Eltern und Großeltern, die da Oberscharführer oder etwas Ähnliches waren, leben mußten.

Eine weitere Eigenwilligkeit des Buches ist wahrscheinlich der Titel und irgendwo habe ich auch etwas von den noch vorhandenen Unfertigkeiten des jungen Verlagsangestellten gelesen oder gehört, denn so ganz klar, wieso das Buch so heißt, ist mir das nicht geworden.

Gu,t es gibt eine amerikanische Flagge und einer der Protagonisten, der alte Alfred, der im zweiten Stock des Wirtshauses lebt, war, glaube ich, auch in den Neunzigerjahren mit seiner Frau in dem gelobten Land und hat dort die Grabstätten der Familie Kennedy aufgesucht.

Ansonsten geht es auch viel um das Sterben und das dürfte auch eine der Metaphern sein, mit denen der junge Autor spielt. Es passieren sehr viele Selbstmorde in dem kleinen Dörchen Rillingsbach, das nur zwei Straßen, das heruntergekommene Wirtshaus, das einmal ein Hotel war und eine aufgelassene Schule hat und, wie das so ist, werden da auch einige Morde vertuscht über die man lebenslang rätsel kann.

Das wäre jetzt wieder ein Grund für das unerwünschte Spoilern, zu sagen, wer den Ungustl Erwin, der glaube ich, auch die kleine Wirtstochter Martha vergewaltigen wollte, umbrachte und ich kann auch, wie weiland Sasha Mariana Salzmann im „Literarischen Quartett“ sagen, auf Seite 223 steht es. Aber vielleicht der Reihe nach:

Da kommt also der nicht weiter beschriebene Chronist in das Wirtshaus, setzt sich zu Alfred, Frieder und der „wilden Hilde“, läßt sich von Martha ein Fanta servieren und die Ereignisse der letzten Jahre erzählen, die waren, daß Erwin eines Tages tot in einem Schuppen aufgefunden wurde.

Selbstmord sagen, die noch amtierenden Besatzungspolizisten und kümmern sich nicht weiter darum, daß das Gewehr dafür nicht an der richtigen Stelle liegt.

Seine Frau, die später sowohl das „Amerikahaus“ in Murrhardt betreut, könnte es gewesen sein, denn sie blüht auf,  geht fortan auffällig oft in die Kirche und löchert den Pfarrer damit, wie es in der Hölle aussieht. Auch gottlieb, der Vater Marthas, der damals noch ein Hotel betrieb oder die anderen Dorfbewohner.

Da gibt es den eehmaligen Oberscharführer Wilhelm, den Nazilehrer Mangelhardt und auch einen Nazidichter, der zu Kriegsende in dem damaligen Hotel wohnte und sogar ein Gedicht für dien kleinen Alfred geschrieben hat, von dem vielleicht seine Amerikaobsession kommt.

Die wilde Hilde, 1949, nach dem Tod ihres Vaters Erwin geboren, verließ mit mit neunzehn das Dorf, ging im Kreisstädtchen auf die Polizei und verlangte daß der Tod des Vaters untersucht werden muß. Der Polizist wehrt ab und Hilde verließ die Heimat und kehrte erst mit Sechzig wieder nach Rillingsbach zurück. Dazwischen hat sie „Heilbronn, Stuttgart und sogar Freiburg gelebt und der Mutter immer erst dann Briefe geschrieben, wenn sie die jeweilige Adresse schon wieder verlassen hat.

Außer Amerika gibt es noch ein Thema, das sich durch das Buch durchzieht und das auch mir sehr sympathisch ist, nämlich die Bücher und das Schreiben. Sowohl Martha, als auch Hilde haben das versucht.Martha hat es, obwohl ihr einmal, noch als Schulmädchen, ein amerikanischer Soldat, einen Erzähband von Hemingway gegeben hatte, den sie nicht lesen konnte und sich den Autor auf „Ernst „Heimweg“ übersetzte, gleich aufgegeben. Sie hat aber, bevor sie nur mehr Wirtin wurde, Elisabeth im „Amerikahaus“ sehr geholfen und auch Hilde schrieb, glaube ich, ihre Memoiren, die der Bürgermeister im Rathaus, neben dem Nazibuch, aufbewahrt.

Ein sehr interessantes Buch also, in dem man die Schreibprozesse und das Autorwerden gut nachvollziehen kann. Kai Wieland meint in seinem Nachwort, daß er ohne den „Blogbusterpreis“ keinen Verlag gefunden hätte.

Nun man kann es ja inzwischen selber machen und hat dann vielleicht auch nicht viel weniger Leser, als wenn man auf einer der Buchpreislisten steht, geht ja, wie man überall nachlesen kann, das Leseverhalten der Leute stark zurück.

Es ist aber eine sehr interessante Neuerscheinung, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre, so bin ich Kai Wieland für sein „Gefällt mir“ sehr dankbar und neugierig, ob er auch das hier liest und ob Edith Neumann vielleicht seine Zahnärztin war?

2018-09-24

Andrea Winkler mit Handlung

Ich führe die 1972 in Freistadt geborene Andrea Winkler, die ich vor mehr als zehn Jahren in der Alten Schmiede oder Literaturhaus bei Lesungen kennenlernte und von der ich einmal eines ihrer ersten Bücher „Hanna und ich -Prosa“ in einem der Schränke gefunden, aber noch nicht gelesen habe und mir dann ihre „Drei vier Töne, nicht mehr“ und den „Einbildungsroman „König Hofnarr und Volk“, 2015 bei einem dieser Literaturhausflohmärkte kaufte, immer gerne als Beispiel für die „Worträusche“, die schöne Sprache ohne Sinn und Zweck, mit der ich mir ja sehr schwer tue.

Eine junge Friederike Mayröcker könnte man so so sagen, als sie aber 2009 mit ihrem „kleinsten Zug der Welt“ oder so in Klagenfurt gelesen hat, ist sie dort, glaube ich, nicht sehr gut weg und wahrscheinlich sogar gar nicht auf die Shortlist gekommen.

Lesungen zu den oben genannten, noch ungelesen Bücher habe ich gehört, wo auch diskutiert wurde, daß die Kritik Andrea Winkler immer vorwirft, keine Handlung zu haben und dann behauptet, daß die ja nicht so wichtig wäre. Nur auf die Sprache käme es an.

Mir nicht, wie meine Leser wissen werden und dann war ich auch einmal im Klangtheater, wo ein Andrea WinklerHörspiel voraufgeführjt wurde und diskutierte, glaube ich, mit Peter Klein und Edith Ulla Gasser, ob dieses Stück eine Handlung hätte?

„Ich sehe schon eine!“, habe ich waghalsig behauptet. Das war aber, glaube ich, eine Übertreibung oder eine Hineininterpretation.  Andrea Winkler und die beiden Ö1 Redeaktuere wahrscheinlich erstaunt darüber, aber in dem neuen Buch der Autorin „Die Frau auf meiner Schulter“, wieder bei „Zsolnay“ erschienen,  das heute in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt wurde, weshalb auch Herbert Ohrlinger im Publikum gab, scheint es eine zu geben, wie Manfred  Müller in seiner Einleitung etwas kryptisch verschlungen erklärte.

Denn bei Andrea Winkler ist das natürlich nicht so einfach und einen Plot konstruiert nach der „Schneeflockenmethode“ mit den bewußten drei bis vier Spannungsbögen nach der Heldenreise, darf man sich nicht erwarten.

Habe ich auch nicht, sondern eher gelächelt, als Manfred Müller etwas von einem Ort an denen die Menschen vorbei ziehen oder so erwähnte und dann von einer Martha sprach, die in ein Haus gezogen ist, das einem Friedrich gehörte und das hat er, glaube ich, auch schon erwähnt, aus ihrer Zeit herausgefallen ist.

Aha, Andrea Winkler halt, wie man sie kennt und habe an die Lesung der „Drei vier Töne“ gedacht und mir etwas ähnlich kunstvoll Verschlungenes erwartet.

Andrea Winkler hat dann freundlich, wie immer zu lesen angefangen und der Vortragssaal war auch ziemlich voll. Andrea Grill, auch eine aus meinem Namensartikel ist neben mir gesessen, Henrike Blum habe ich später mit dem Buch in der Hand gesehen, sogar Ferdinand Schmatz ist gekommen und ein Student der Sprachkunst, dessen Namen mir jetzt nicht einfällt.

Das Buch hat tagebuchartige Sequenzen, beginnt am ersten Jänner und endet im Juni. Aber eigentlich auch schon ein halbes Jahr vorher, wie Manfred Müller noch erklärte.

Eine Frau mit Namen Martha ist also in ein Dorf gezogen, um aus der Welt zu flüchten, als Manfred Müller Andrea Winkler  etwas später nach den Aussteigern der Achtzigerjahren fragte, hat sie, was mich erstaunte, hell zu lachen angefangen, denn so abwegig finde ich das nicht.

Die Martha hat also das Haus gemietet aus dem ein Friedrich hinausgestorben ist. Der hatte viele Regenschirme und Gehstöcke im Keller und Dachboden. Martha stöbert darin, sie träumt auch viel und geht spazieren. Da sieht sieht sie eine Frau auf der Brücke, die „Banananen, Schmananen, ist da wer?“, schreit und später holt sie sich aus einem leerstehenden Geschäft einen Stuhl aus Papier und lädt dann in das Haus, jene schreiende Schauspielerin und noch eine arbeitslose Polin ein. Sie schreiben Sprüche auf ein Papier und am Ende findet, die Schauspielerin Katharina eine Stelle in einem schlechten, aber hochpolitischen Stück, wo sie sechzig Mal „Mir geht es schlecht!“, rufen muß und die drei Frauen rennen dann lachend durch den Garten und schreien sich zerkugelnd „Uns geht es schlecht!“, was die Nachbarin, die den Koffer ihres Sohnes zum Bahnhof fährt, erstaunt.

Ich habe gar nicht gewußt , daß Andrea Winkler so ironisch sein kann. So habe ich das Buch, beziehungsweise die Lesung  verstanden und würde nun sehr gerne wissen, ob sie selber auf die Idee zu einer Handlung kam oder vom Verlag dazu gedrängt wurde? Ich finde das sehr interessant und denke, daß es ein Buch ist, was mir gefallen könnte.

Manfred Müller hat natürlich das Kaufen desselben wieder sehr empfohlen, ich bin aber gerade mit Lukas Rietzschels Debut beschäftigt, in dem man vielleicht verstehen lernt, wie es zu den Zuständen in Chemnitz kommen konnte. Ein völlig anderer Stil füge, ich gleich hinzu, aber wahrscheinlich auch nicht sehr viel packende Handlung, nur die andeutung derselben und finde es wiederum sehr spannend, was sich alles auf dem Literatursektor tut.

Ein Buch das fast an mir vorbeigegangen wäre, weil es ja weder auf den O-Tönen vorgestellt wurde, noch auf der öst– oder gar der dBp-Liste steht.

„Warum eigentlich?“, könnte man fragen. Aber auch warum hat Andrea Winkler damals in Klagenfurt nichts gewonnen oder auch ich bin gespannt auf ihr nächsten Buch und, wie es dann mit der Handlung sein wird und bis dahin wäre es sehr schön, wenn ich wenigstens einen ihrer Oldies von meinen Regalen lesen könnte.

2018-09-23

Lesung im BEBOP

Filed under: Lesung — jancak @ 01:04
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Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Ich werde zwar nicht sehr oft aber doch gelegentlich von Kollegen zu Lesungen eingeladen. So habe ich mit dem Rudi im „El Speta“ gelesen, mit Bernadette Zeillinger im „Siebenstern“, die dazu live musizierte. Die Ruth hat die Idee zu der „Kunst im öffentlichen Raum“ gehabt und noch einiges mehr und als ich heuer vom Urlaub aus der Schweiz zurückgekommen bin, hatte ich wieder eine Einladung vom lieben Rudi der mich in ein Lokal in die Breitenseerstraße, gleich hinter dem Kino, wo das „H. C. Artmann-Festival“ war, eingeladen hat, das ich bisher nicht kannte.

Das BEBOP in der Breitenseerstraße, wo es auch Jazz-Frühstücke gibt, hat vor kurzem, da sind wir gerade um den Neusiedlerseee geradelt seinen siebten Geburtstag gefeiert und es scheinen dort öfter Lesungen stattzufinden. So hat Andreas Schewein vor kurzem auch mit Begleitung von Stephan Brodsky dort gelesen. Der Rudi hat mich und den mir unbekannten Josef Kammerer eingeladen, der aber krank war, Stephan Brodsky hat das Marambaphon bedient.

Stephan Brodsky

Stephan Brodsky

Das BEBOP hat einen großen Lesesaal, so hat mir der Rudi einen eigenen Tisch zugeteilt, wo ich meine Bücher auflegen konnte. Ich hatte aber, da ich ja vom „Writersstudio“ gekommen bin, nur die zwei, die ich der Handtasche hatte und einen „Hammer“ mit.

Es waren auch nur wenige Zuhörer da, die sich in dem großen raum verteilten, die aber interessieret Fragen stellte und die Lesung war auch sehr schön.

Es gab  zwei Leserunden. Ich habe mit zwei Ausschnitten aus der „Unsichtbaren Frau“ begonnen und zwar zufälligerweise, die zwei Stellen, wo ich mir im letzten Jahr im Writersstudio Feedback geholt habe. Nämlich die erste Szene, wo Amada Siebenstern, Minister Basti besucht und dann die Nobelpreisszene.

Der Rudi hat aus seinem Buch „Krankenstand“, das ist das, wo der Protagonist einen Bandscheibenschaden hat und es seine Urscheiszenen gibt, gelesen.

Eva Jancak

Eva Jancak

Nach der Pause  habe ich „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ vorgestellt und hier die Fabi-Szene gelesen, die ich auch am letzten Volkkstimmefest gelesen habe.

So hat es nach dem Ausflugzu den Opendays des „Writersstudios“, die ich ja immer gern und regelmäßig besuche, wieder eine eigene Lesung, also einen Ausflug an den Rand des Literaturbetriebes, in dem ich mich ja  befinde, an einen für mich neuen Ort, mit dem lieben Rudi gegeben, den ich  sehr mag und den ich, glaube ich, 1987 in dieser AK-Schreibwerkstatt in Linz kennengelernt habe, wo er, wenn ich mich nicht irre, gerade Stadtschreiber war.

Publikationen hat der 1956 in NÖ geborene, der  seine Bücher auch manchmal selbst verlegt, sogar immer wieder in den „Koliken“,  ist auch sonst sehr aktiv, wirft manchmal bei seinen Lesungen mit Mozartkugeln oder zündet eine Kerze für seine verstorbene Nichte an.

 

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