Literaturgefluester

2018-12-19

Julian Schuttings Einführung in die Lyrik

Nach dem Doml-Workshop, wo es heuer keine Weihnachtsfeier gegeben hat, zum letzten Mal in die „Alte Schmiede“ in diesem Jahr, zu einer besonderen Veranstaltung, hat doch Julian Schutting sein bei „Jung und Jung“ erschienenes „Unter Palmen“ vorgestellt. Gedichte steht auf dem Band und Daniel Terkl, der in die Veranstaltung einführte, erklärte etwas von vier Teilen des Buches in denen es immer um Palmen geht. Im ersten Teil wird ein Spaziergang mit Barbara Schönberg in Palm Spring, der Tochter von Erik Zeisl und Arnold Schönberg geschildert, die einen Text von Julian Schutting übersetzte, im zweiten Teil geht es um eine „Hymne an Kuba“, je in elf bzw. sieben Silben geschrieben, der dritte Teil handelt von „Heinrich dem Seefahrer“ und der vierte trägt den Titel „Einmal noch“, dann kündigte er die Lesung an, wobei Julian Schutting erklärte, daß der Verlag das Buch, als Gedichte handelt, es aber keine Gedichte wären und las dann etwa fünfundzwanzig Minuten von dem Spaziergang unter Palmen, wo immer wieder Referenzen auf das Salzkammergut, einem Park in Salzburg, die Begegnung mit Hilde Spiel etcetera erwähnt wurde. Wiener oder österreichische Dialektausdrücken, wie „Blunzn mit Powidl“, wenn einem etwas egal ist, werden erwähnt und die „Wuckerln“, die Locken mit den englischen „Curls“ verglichen.

Danach nach dem sehr poetischen Text erklärte Julian Schutting, doch etwas Lyrisches darin zu finden und ging zu dem zweiten Text, der nach dem Versmaß elf und sieben Silben geschrieben war, wobei Julian Schutting vorzählte und zum Mitzählen aufgefordert wurde.

Der Text heißt „An Kuba“, der Verlag oder der spanische Übersetzer hat eine „Hymne“ daraus gemacht gegen die sich Julian Schutting auch wehrte und gab dann noch eine Textprobe aus dem dritten Teil, dazwischen erklärte er immer wieder sehr enthusiastisch was Lyrik für ihm bedeute und was der Unterschied zwischen Lyrik und Gedichte  ist und was man in Prosa schreiben kann.

Sehr interessant die wortgewaltigen  poetischen Texte des 1937 in Amstetten als Jutta geborenen Dichters, der auch als Fotograf tätig ist und von dem ich schon einiges gelesen habe und bei mehreren Lesungen war.

Interessant auch die Erklärung, daß der Dichter zum Schreiben den Schmerz benötige, denn Glück kann man nicht beschreiben. Ein Argument dem ich öfter begegnene, aber immer skeptisch gegenüber stehe, eine wunderschöne flüßige Sprache, die lyrische Prosa oder prosaische Lyrik und ich habe wieder etwas von der Theorie und der Praxis des Dichtens gelernt und  schöne Texte gehört.

Der Schmiede Saal war ziemlich voll mit Schuttings Fans, ich habe mich mit Erika Parovsky unterhalten, Christl Greller, gbegrüßt, Angelika Kaufmann, Herbert J. Wimmer und noch viele andere gesehen.

Und was den Adventkalender betrifft, kann ich berichtigen, daß ich heute, als ich in die Spengergasse ging, statt des gestern angekündigten „Besser spät als nie“, die Kroatiensommergeschichte Claire-Klara-Clarisse“ in den „Wortschatz“ lebte.

Und am neunzehnten November gibt es auch ein Adventkalenderfenster aus der „Nika“ im Blog und ich verlinke auch die übrigen Fenster, die schon geöffneten und noch geschlossenen. Leider wird es heuer angesichts meiner Leseflut kein neues Fenster geben, es werden aber noch einige ältere in diesem Jahr zu öffnen sein.

1 5 7 9 19 20 24 25 29 und 30

Und als mein Advent-Weihnachtsgeschenk habe ich mir Mieze Medusas „Freischorcheln“ das bei „Milena 2008“, als die  gerade  begannen Männer zu verlegen aus dem Schrank gezogen, ein Buch mit dem sie 2008 bei „Rund um die Burg“, das es damals noch nonstop gab, eingesprungen ist und ich sie auch auf der „Buch-Wien“, als ich dort für die „Buchprprämie-Jury“ in der ich damals war, vorbereitet habe, beim Verlagsstand getroffen und auf das ich sehr neugierig war und eigentlich immer lesen wollte.

Juppie und noch ein Buch mehr auf meiner 2019-Liste!

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