Literaturgefluester

2019-01-09

Revolutionsworkshop und Textüberarbeitung

Filed under: Schreibbericht,Workshop — jancak @ 21:22
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Nachdem ich im neuen Jahr mein neues Buch bekommen habe und ich gestern und vorgestern jeweils in der „Alten Schmiede“ war, ist es heute wieder in der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ wieder mit dem Alexej Tolstoj weitergegangen.

Das heißt so viel Neues haben wir dort gar nicht bearbeitet, sind wir noch immer beim ersten Kapitel  des „Leidensweg“.

Stephan Teichgräber hat mich aber auch ein wenig über „You Tube“ in die russische Fernsehserie hineinschnuppern lassen und ich habe auf dem Weg dorthin im Schrank ein anderes, gerade zehn Jahre altes Buch zu einer Fernsehserie gefunden, nämlich das zum „Sommer 1939“, wo es auch ein Bild von Josef Stalin gibt und mit Stephan Teichgräber darüber diskutiert, ob Tojsois Petersburger Schilderung als Schauerroman verstanden werden kann.

So weit so what und sonst habe ich die stundenfreie Zeit dieser Woche viel mit meiner „Magdalena Kirchberg“ verbracht.

Die es ja jetzt zum Überarbeiten gilt, ich habe darüber ja schon einmal mit dem Uli und ich glaube ich auch mit der Antje Dörsam diskutiert, wie ich das mache und da ist das in etwa so, daß ich mit dem Rohentwurf meistens in ein paar Wochen fertig bin und dann ein paar Monate, in der letzten Zeit immer länger, bei der „Unsichtbaren Frau“ habe ich ein halbes Jahr dazu gebraucht und bin im Juni, wo der Alfred in Amerika war nicht und nicht damit fertig geworden, obwohl ich mich ja schon längst auf Recherchtour für das neue machen wollte, daran korrigiere, aber eigentlich nicht so viel verändere, sondern im Großen und Ganzen bei den Rechtschreibfehlern verbleibe.

Das löst bei manchen ein verständnisvolles Kopfschütteln aus und ich nehme mir ja auch immer meist vergeblich vor, jetzt wirklich daran zu korrigieren, umzuschreiben, dazuzuschreiben und was Neues daraus zu machen, endlich den umwerfenden Weltbewegenden spannenden Roman und dann verändere ich ein paar Zeilen und denke es passt schon so.

Die mangelnde Resonanz darauf weist darauf hin, daß es vielleicht doch nicht so passt, aber wie ich es anders machen könnte, habe ich nicht viel Ahnung und denke da warscheinlich auch und da bin ich schon bei Jurenka Jurk und ihrem Romanlehrgang für den sie in letzter Zeit sehr viel Werbung macht und in meheren Gratisworkshops schmackhaft machen will, denn nachdem es da ja zwischen Weihnachten und Neujahr ein fünf Tage Workshop gegeben hat, gab es am Sonntag ein Webinar zum Überarbeiten und über diesen Video  bin ich am Montag auch gesessen und habe es mir während des Korrigierens angehört und ich muß sagen, es hat gewirkt.

Nicht, daß es mein Werk soviel verändert hätte. Aber aufmerksame Leser wissen es, daß ich schon mal beim Korrigieren zum Trödeln anfange.

„Ich will und will nicht!“, dabei denke.

„Es macht mir keinen Spaß!“, etcetera. Diesmal hat mich das Thema Überarbeiten beschwingt und ich habe mir öfter gedacht „Richtig!“, obwohl ich mich, wie schon erwähnt, dabei ertappt habe, festzustellen, daß es beim Korrigieren zum größten Teil um Rechtschreifehler und darum, daß die Sätze sitzen müssen und nicht so sehr, um das Szenen verändern, geht. Obwohl ich bei meiner letzten Reflektion darüber ja schon die Erfahrung machte, daß wahrscheinlich einiges daran zu verändern wäre, zum Besipiel den Roman der Magdalena Kirchberg wirklich schreiben und den drei im Auto ein eigenes Leben und  einen eigenen Handlungsstrang geben.

Ich habe ja während des Schreibens auch gedacht, ob ich vielleicht beim „Nanowrimo“ das Ganze mit dem schon vorhandenen Material nochmal schreiben, dann bin ich aber am ersten November mit dem Rohtext fertiggeworden, der mir einerseits gefällt und ich andererseits wieder denke, daß mir da etwas fehlt, daß es vielleicht doch nicht so geworden ist, wie es hätte sein können, etcetera.

Jurenka Jurk hat in ihrem Webinar zum Überarbeiten auch ein paar Tips gegeben, wie man das machen könnte.

Erstens den, während des Schreibens nicht zu korrigieren. Das ist auch das, was man beim „Nanowrimo“ immer geraten bekommt und bei mir nicht so funktioniert, weil ich vor allem, wenn ich schon ein paar Seiten Text habe und einige Zeit das Schreiben unterbrochen habe, das Ganze noch einmal durchgehe, um wieder in den Stoff hineinzukommen.

Das hilft mir, ist gut und wichtig für mich und dann ist der Rohtext irgendwann fertig und hier raten ja die Schreibexperten, das Ganze einige Zeit liegen zu lassen, bevor mans überarbeitet.

Etwas das ich auch nicht tue, außer wenn dazwischen die „Buch Wien“ ist, ich auf Urlaub bin oder sonst keine Zeit für den Text habe, sonst korrigiere ich gleich und, wie schon geschrieben, meistens bleibt der Inhalt gleich, nur bei ganz wenigen Texten habe ich einmal eine Szene angefügt oder weggenommen und ich überarbeite eigentlich eher den sprachlichen Stil und es geht dann, wie Jurenka Jurk auch recht kritisch anmerkt, zum nächsten Text mit der Hoffnung jetzt endlich den großen ultinativen Roman daraus zu machen, was dann meistens nicht gelingt.

Jurenka Jurk hat in ihrem Webinar auch ein paar Punkte genannt, auf die man beim Überarbeiten achten könnte, ob die Szenen sitzen, die Handlung passt, etcetera. Etwas, an das ich zwar auch denke, es dann aber meistens lasse und erst am Schluß auf die Rechtschreibung und die Grammatik zu achten.

Jetzt habe ich beim Überarbeiten ein bißchen bewußter darauf geachtet, vor allem darauf, ob die Sätze sitzen und den einzelnen Szenen versucht, ein bißchen mehr sprachlichen Schwung und Pett zu geben, beziehungsweise sie aufzufüllen.

Bin jetzt, glaube ich, bei Szene fünfzehn beim einzeln Korrigeren. Manche Szenen sitzen schon, bei anderen bin ich noch unzufrieden und wenn ich damit fertig bin, kann ich noch immer darauf schauen, ob ich jetzt groß was ändere, was einfüge und vielleicht noch was beachte, mal sehen wie es wird.

Die Schreibexemperten raten dann ja immer die Testleser und denen einen Fragebogen zu geben, auf denen sie notieren können, was ihnen aufgefallen ist und was noch nicht stimmt.

Ich gebe den Text dann den Alfred, der es durchsieht, auf die Rechtschreibung und die Grammatik achtet und dann ein PDF für den „Digitaldruck“ daraus macht.

Das Cover mache ich mir meistens mit einem Foto vom Alfred selber, bei der „Magdalena Kirchberg“ denke ich, daß ich vielleicht die alte Schreibmaschine der Schwiegermutter, die in Harland steht, dazu nehme.

Einmal für „Paul und Paula“ hat mir der Alfred eines von einer Grafikerin machen lassen, mit dem ich dann nicht so zufrieden war. Denn eigentlich finde ich meine Cover schön. Die Anna hat mir früher auch mal was dazu gezeichnet oder collagiert, obwohl da ja auch die Experten meinen, unbedingt ein professionelles Cover und unbedingt ein professionelles Korrektorat und Lektorat. Mal sehen, ich bin da ein bißchen unbelehrbar, wie mir der Uli immer schreibt, habe aber jetzt und das, denke ich, ist eindeutig dem Webinar zu verdanken mehr Spaß und Freude am Korrigeren und danach, wenn ich damit fertig bin und dann schon die Idee als nächstes ein“ Literaturgeflüsterbuch“ über mein Schreiben und meine Bücher herauszugeben und habe mir da vor einer Woche auch schon die diesbezüglichen Artikel herausgesucht, die ich, wie ich noch ergänzen kann, durch die entsprechenden Probekaptiel meiner Bücher erweitern möchte und eine Coveridee habe ich auch schon, nämlich das Foto vom Promotionsartikel zum ersten „Literaturgeflüsterbuch“ dazu zu nehmen.

So das wars und wird mich wahrscheinlich die nächsten Monate noch beschäftigen. Ich werde mehr oder weniger, je nachdem, wie es passt, darüber berichten und hätte heute auch noch die Möglichkeit zu einem neuen Webinar zur Figurenanalyse. Da scheine ich aber nicht hineinzukommen, so daß ich stattdessen verratenkann, daß ich genau, wie in der „Magdalena Kirchberg“ geschrieben, die auch einen Roman schreiben will, mir da immer vorher je einen Charakterbögen zu meinen Hauptfiguren ausfülle, den ich einmal bei Jaqueline Vellguth von der Schreibwerkstatt.de gefunden habe.

Ansosten bin ich keine „Schneeflockenplanerin“, sondern eigentlich eine „Bauschreiberin“ wie das genannt wird. Das heißt, eine, die mit einer Idee anfängt, bei der Magdalena war es die, mit den drei Personen im weißen Auto und dann immer ein paar Szenen vorausplant, die im Notizbuch aufnotiert und danach schreibt.

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