Literaturgefluester

2019-01-16

Literatur im MUSA zum letzten Mal?

Die Literatur im  MUSA, wo jeden ersten Mittwoch im Monat die Stipendiaten und Preisträger der Stadt Wien mit einer Lesung <prsentiert wurde, gibt es seit 2013, seit Julia Danielcyck Roul Blahacek als Kulturbeauftragte der Stadt Wien ablöste und ich war fast jedes Mal dort, weil es mich ja sehr interessiert, wer von der Stadt Wien gewürdigt wird und was der oder sie geschrieben hat?

Ab 2014 gab es dann die  Vergabe des „Veza Canetti-Preises“, eine Auszeichnung, da wird der Uli jetzt wieder laut aufschreien oder sprachlos verstummen, die ich ja eigentlich auch gern bekommen würde und dann habe ich erfahren, wer das Canetti Stipendium bekommt, habe Daniel Wisser den für mich sehr überraschenden österreichischen Buchpreisträger dort lesen gehört, Gabriele Petricek, die, glaube ich, auch dieses Stipendium bekam, fast jedes Mal im Publikum gesehen, mich mit dem Josef und der Angela dort getroffen und und……

Und als es im letzten Jahr wieder mit der Vergabe des „Veza Canetti-Preises“ an an Petra Ganglbauer losging, habe ich mit Überraschung festgestellt, daß es erst wieder im Dezember und im Jänner Veranstaltungen gegeben hat, wo die „Preisträger der Stadt Wien“ vorgestellt wurden.

Das waren Ines Blauensteiner und Christoph Ransmayer im Dezmber und heute  Murray G. Hall, der den „Preis für Kulturpublizistik“ bekommen hat und Mascha Dabic, die mit ihren „Reibungsverlusten“ 2017 auf der „Debutpreisliste“ gestanden hat und 2018 den Förderpreis der Stadt Wien bekommen hat.

Sie hat auch heute wieder ein Stück aus diesem Buch gelesen, die Szene wo die Nora bei der Frau Roswitha dolmetscht, als die Tschetschenin Malika, die in ihrer Heimat vergewaltigt wurde, ihre Psychotherpaiestunde hat und der 1947 in Winnipeg geborene Murray G. Hall hat einen Vortrag über Hugo Bettauer, seine Skandalromane, die“Freudlose Gasse“ und das „Entfesselte Wien“ gehalten und ist dann auch sehr genau auf seine erotischen Zeitschriften eingegangen, die in den neunzehnhundertzwanziger Jahren Wien offenbar sehr erregte.

Interessant war für mich auch, daß der Preisträger fast nebenbei eingeworfen hat, die „Josephine Mutzenbacher“ wäre nicht von Felix Salten, sondern von einem Ernst Klein geschrieben worden, was ich  im Netz nicht bestätigt gefunden habe und im Anschluß an das Referat verkündete Julia Danielczyk dann, daß das MUSA, beziehungsweise die Literatur, die dort präsentiert wird, in Pause gehen würde und die weitere Zukunft dieser für mich sehr wichtigen Veranstaltungsreihe offenbar überhaupt ungewiß sei, weil das MUSA ja jetzt seit einiger Zeit zum „Wien-Museum“ gehört.

Schade, schade, habe ich bei Wein und Brot gedacht, wäre wirklich schade, aber der „Veza Canetti-Preis“ wird, wie mir Ines Varga, die immer so freundlich den Wein ausschenkte, versicherte weitergehen, da hätte ich noch eine Chance, wenn mich jemand vorschlagen würde, habe aber erst heute wieder, was mich sehr getroffen hat, gehört, daß es mit selbstgemachten Büchern immer noch sehr schwer ist, irgendwo zu lesen, denn „Eigenverlag, nein, den wollen wir ja nicht!“

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