Literaturgefluester

2019-01-21

Drei Frauen lesen Andreas Tiefenbacher

Publikum

Publikum

Andreas TIEFENBACHER

Andreas TIEFENBACHER

Heute hätte ich eigentlich zu Ursula Krechel in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, da aber der Alfred am Montag Altersteilzeit hat und ich an seinen arbeitsfreien Tagen gerne etwas mit ihm unternehmen will, er aber nicht so gerne in die „Alte Schmiede“ geht, habe ich ihn überredet mit ihm in den Republikanischen Club zu gehen da dort Judith Gruber- Rizy den oberösterreichischen Autor Andreas Tiefenbarer mit seinem „Möchtler“ präsentierte und mit Gabriele Schmoll und Vera Albert, die ich von den KAV-Supervisionen kenne und die eine Zeitlang einen Verlag hatte aus den siebzig Teilstücken gelesen hat.

Eine „Frauen lesen Frauen Veranstaltung“ wird es wohl nicht gewesen sein, da aber Judith Gruber-Rizy und Helmuth Rizy eine Reihe im Literaturhaus haben, wo am Mittwoch Christine Mack, Ines Oppitz und Herbert Christian Stöger vorgestellt werden, war das wohl eine Art Vorveranstaltung und ich habe den 1961 in Bad Ischl geborenen Andreas Tiefenbacher glaube ich schon einmal in der „Alten Schmiede“ gehört und vor zwei Jahren seinen bei „Wortreich“ erschienenen „Liebesdilettanten“ gelesen, der wie Judith Gruber-Rizy, die Veranstalterin sagte, eine Art Fortsetzung seines 1995 erschienenen Debuts ist, der wie der anwesenden Autor später betonte, eigentlich kein Roman ist, sonder aus siebzig Notizen, beziehungsweise siebzig Plagen besteht und der „Möchtler“ ist ein Jugendlicher, der stark an der Pollenallergie leidet, die damals in den sechziger und siebziger Jahren, wo er aufgewachsen ist, niemand erkannt hat und der auch immer unter seiner Schwäche litt, weil man im Salzkammergut, auch am Sonntag arbeiten, die Zimmer im Haus an die Fremden vermieten mußte und der kleine Hans wohl niemals so kräftig, wie sein Vater werden würde.

Er litt also unter den Sommer, wo er sich am liebsten in seinem Zimmer verkroch, während er im Winter aufblühte, dort am liebsten den ganzen Nachmittag im Freien und im Schnee verbrachte und sich auch gerne den Gletscher des Dachsteines ansah, wenn die Familie einen Sonntagsausflug machte und im Gasthaus zum Dachsteinblick einkehrte.

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Der Autor erklärte dann einiges zu seinem Buch, das zwar der Verlag, aber nicht er selber, Roman nannte und meinte, daß, wie es erschienen ist, niemand erkannt hätte, daß es sich dabei, um einen parodistischen Antiheimatroman gehandelt hat. Da muß die Psychologin gestehen, daß sie das Ganze eigentlich  als eine sehr eindringliche autobiographisch Kindheitsschilderung gehalten hätte, was mir der Autor auf Nachfrage auch bestätigt hat.

Nachher gab es nicht nur Wein und die üblichen Knabbereien, sondern sogar belegte Weckerl und Kuchen, die offenbar von einem Buffet übergeblieben sind und Gespräche mit Vera Albert, Judith Gruber- Rizy, Elfriede Haslehner und einigen anderen. Bernhard Widder, Elfi Resch, Simon Kontas waren ebenfalls da.

Ich habe den „Möchtler“ weil ich ja so wenige Bücher habe, jetzt auch auf meiner Leseliste und besonders erfreulich einen Termin für meine „Unsichtbare Frau“ im Republikanischen Club am Dienstag den 14. Mai um 19 Uhr habe ich auch und lade jetzt schon alle daran interessierten sehr herzlich zur Lesung ein.

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