Literaturgefluester

2019-02-05

Barbara Zeman mit Gespräch und Musik

Heute hätte ich die Auswahl zwischen „Alte Schmiede“ und Literaturhaus gehabt. In der „Alten Schmiede“ ging es um die Krankheit und das Sterben, also um Daniel Wisser und Reinhard Wegerth und letzterer, der schon im sommer bei den „Podium-Lesungen“ aus seinem Buch um den Tod seiner Frau gelesen hat, hat mich auch extra zu der Lesung eingeladen. Da ich aber immer meinen Horizont erweitern und meinen Lesern die literarische Abwechslung bieten will, habe ich mir das Literaturhausprogramm durchgesehen und da hat die schlampige Leghasthenerseele in mir Dorothea Zeemann gelesen. Dorothea Zemann, die letzte Lebensgefährtin des Heimito, fein, dann habe ich noch einmal in Programm nach geschaut und habe gesehen, die Dorothea ist eine Barbara und war ein bißchen enttäuscht, Barbara wie oder wer?

Vielleicht sollte ich mich doch in die „AS“ begeben, dann habe ich aber nachgegooglet und bin daraufgekommen, daß ich die 1981 in Eisenstadt geborene Autorin, die 2010 in „Wartholz“ gewonnen hat, schon einmal in der „Alten Schmiede“ bei den berühmten „Textvorstellungen“ der Angelika Reitzer hörte und als ich das Literaturhaus um dreiviertel sieben mit einer Büchertasche erreichte, war es schon sehr voll. Es waren im Vorraum Sessel aufgestellt und vor dem Eingang thronte eine weißgekleidetete große blonde Frau mit einer Bierflasche, um die Gäste zu begrüßen und ich hatte die Autorin gar nicht so groß in Erinnerung.

Barbara Zwiefelhofer betonte in ihrer Einleitung, daß sie einmal in derJuury für den „Burgendländischen Literaturpreis“ gewesen und von dem Text der jungen Autorin begeistert gewesen sei. Jetzt ist bei „Hoffmann und Campe“ ihr Debut „Immerjahn“ erschienen.

Das Literaturhaus war bummvoll, neben mir ist Ljuba Arnautovic gesessen und „Hoffmann und Campe“ hat auch seine zwei Lektorinnen geschickt oder vielleicht auch nur eine, denn Barbara Zeman hat Angelika Klammer, die wenn ich mich irre, früher bei „Residenz“ gewesen ist, als ihre „Privatlektorin“ bezeichnet und eine Musikbeilage, nämlich zwei junge Männer, die sich „Sweet sweet moon“ nennen, gab es auch.

Das Literaturhaus bürgt immer für Überraschungen und ich kann die Größe der Veranstaltungen nie einschätzen, es war aber auch der Josef und Christl Greller da und Barbara Zwiefelhofer erwähnte in ihrer Einleitung etwas von Kapitalismus- und Kuunstkritik in dem es in dem Buch gehen würde.

Die autorin erwähnte, sie wäre aufgeregt und hätte das Lesen nicht genug geprobt, hat aber auch ein bißchen kokett gewirkt und so ist wahrscheinlich das ganze Buch, das mich ein wenig an Irene Diwiak<liebwies“ erinnert hat.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der Ö1-Moderatorin Christine Scheuchert und es geht darin um einen sehr reichen Mann, der in Eisenstadt auf einem Hetscherl genannten Berg lebt, eine riesige Privatsammlung an Gemälden hat, die er zu einem Museum machen will.

Um „schwitzende Brüste“, wo ich mir gedacht habe, „Uj, uj, ein bißcherl schwülstig!“, ging es auch. Das Publikum aber lachte. die Coverversionen, die in dem  Buch auch vorkommen, wurden gespielt und gesungen und daziwschen Schnaps getrunken.

Dann gabs noch ein Gespräch mit den beiden Lektorinnen, die die tolle Sprache und die Zeitunanbhängigkeit des Buches lobten und nachher ein von der Familie gestiftetes Buffet mit ausstrichbroten, wo ich während ich mich mit dem josef unterhalten habe, sowohl Fritz Ostermayer, als auch Zitha Beyreuther ind Gabriele Matelka gesehen habe und ich habe mir wieder gedacht „Uj uj, man erlebt im Literaturbetrieb immer seine <überraschungen, so gut man sich auch auszukennen glaubt.

Ein Stammbesucher wagte die Lektorin nach der Auflagenhöhe zu fragen.

„Das ist ein Geheimnis!“, sagte sie etwas herablassend. Die bücher wurden aber gut verkauft. Die Autogrammschlange lang und ich kann jetzt spekulieren, ob ich die Autorin bei den O-Tönen hören und ihr Buch vielleicht bei den Bloggerdebuts zu beurteilen habe.

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