Literaturgefluester

2019-02-06

Probespaziergang statt Workshopplausch

Das Revolutionsworkshop im „Doml“ mit Stephan Teichgräber ist ja jetzt beendet oder wird beziehungsweise im nächsten Semester ab März weitergehen und das letzte Mal bin ich zu keinen Mittwochsplausch gekommen, weil ich schon vorher über den Tod von Hilde Langthaler, die ich im Arbeitskreis schreibender Frauen in den spätern Siebzigerjahren kennenlernte und, die am Montag ihr Begräbnis am Heiligenstädter Friedhof hat, berichtet habe, dabei hätte ich doch etwas über mein neues geplantes Buchprofjekt plauschen können, das ich, wenn die „Magdalena Kirchberg“ an der ich derzeit eifrig korrigiere, fertig ist,  angehen könnte.

Stimmt, da habe ich schon Anfang Jänner geschrieben, daß ich als nächstes an ein weiteres „Literaturgeflüsterbuch“ mit Texten über mein Schreiben denke, aber da war schon vorher die Idee da, als Nächstes oder, als Übernächstes in diesem Fall, etwas mit der Romanfahrplanmethode der Jurenka Jurk versuchen, die ja damit eine ausführliche Romanausbildung gestartet hat.

Da gab es zwischen Weihnachten und Neujahr einige Probeseminare und eines über die „Heldenreise“ gab es vorher auch und da ich ja den Verdacht habe, daß ich manchmal mit einer Idee, die ich habe, zu schnell voran schreibe und dann an der Oberfläche haften bleibe und wieder nicht den Durchbruch schaffe, obwohl ich den in meinen „stillen Eckchen“ jawohl das schreibe ich jetzt, obwohl mich damit sonst der Uli immer ein bißchen verarschen will, höchstwahrscheinlich trotzdem nicht finde und ich bin eigentlich kein großer Planer und auch kein Schneeflockenmethoden-Schreiber, sondern gehe mit der Idee meist recht schnell voran, so daß es nicht schaden kann, wirklich einmal zu versuchen, das ein bißchen genauer zu konstruieren und schauen, ob das Ergebnis dann schöner und besser ist oder ob es, was ja auch sein kann, keinen Unterschied macht?

Ich habe mir also schon vor ein paar Wochen aufgeschrieben, daß das übernächste Projekt von einer Schauspielschülerin, die bei ihrer Großmutter wohnt und der am Telefon erzählt, daß sie die Aufnahmsprüfung geschafft hat, eine solche Szene habe ich einmal in einer Straßenbahn beobachtet, handeln könnte, die heißt Fräulein No, Nomelia statt Amelia, weil sich der Standesbeamte damals vertippte und jobbt prekär in einem Nachtcafe, dort findet sich  ein Ulrich Blumenberg ein, das ist ein vom Sozialamt lebender Arzt mit Psychoseerfahrung, weil er dadurch seine Job verloren hat und jetzt vielleicht nicht mehr in einer solchen Situation  so leicht in Pension gehen kann, wie das früher war und eine alte ebenfalls vielleicht psychotisch wirkende Obdachlose mit literarischen Interessen gibt es auch.

Das ist, was ich bis jetzt habe. Drei Personen und Stoff vielleicht für zwei szenen, so daß ich damit planen und entwickeln kann. Nur wann ist die Frage? Denn mit dem Korrigieren der Magdalena werde ich wahrscheinlich in ein paar Monaten fertig, wenn ich mich dann an das „Literaturgeflüster-Buch“ mache, bin ich im November, wenn der „Nano“ beginnt, wahrscheinlich noch nicht fertig und dort soll man ja eigentlich plotlos schreiben und da habe ich wahrscheinlich auch nicht die Zeit, mich vorher an das Planen zu machen, weil der November bei mir ja meistens durch die „Buch Wien“ und mein Geburtstagsfest sehr hektisch ist und wird das wohl auch so sein, wenn wir heuer statt auf die „Buch-Wien“ zu gehen, auf die „Buch Basel“ fahren.

Das sind aber so meine Pläne und zwei Lesetermine habe ich inzwischen für die „Unsichtbare Frau“ auch ausgemacht, am 14. 5. wie beschrieben im Republikanischen – Club, bitte hinkommen, damit ich dort nicht allein lese und am 16. Juli im Cafe Westend beim Westbahnhof in der neuen Lesereihe die Luis Stabauer und Erika Kronbitter dort installierten und da war es, wie ich flüstern möchte, anfangs ein bißchen schwierig ohne Verlagsbuch einen Termin zu bekommen, denn wie heißt es so schön auch in Kollegenkreisen immer noch ein bißüchen „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Aber da habe ich vorhin in Ö1 eine Sendung über eine Plattform gehört, wo man seine selbsterlebte Geschichten einstellen und sich dann ein Buch daraus machen lassen kann, was zeigt, daß sich die Zeiten langsam vielleich doch ein bißchen ändern und weil ja immer mehr Leute schreiben und da vielleicht auch weniger lesen, ich vielleicht doch eine Selbfpublischer Pionierin mit meinen schon über vierzig selbstgemachten Büchern bin, auch wenn ich sie nicht bei „Amazon“ hochstelle und heute gab es zwar kein Privatisimum mit Stephan Teichgräber, ich habe mich aber schon, um neun mit der Ruth und dem Robert vor dem Cafe Museum getroffen, denn am 30. April, da ist zwar noch ein bißchen Zeit bis dahin, soll unser zweiter Spaziergang im Rahmen von Ruths „Kunst im öffentlichen Raum Projekt“, mit der dich ja vor zwei Jahren fünfzehn öffentliche Kunstprojekte beschrieben habe, stattfinden, in dem es um die U-Bahn Kunst gehen soll.

Ruth und ich werden unsere Texte lesen, der Robert soll vorher ein bißchen kunsthistorisch in die Kunstwerke einführen, so sind wir den Spaziergang heute abgegangen und haben die vier Stationen abgesucht, so daß sich der Robert sein Bild von ihnen machen und sich kunstgeschichtlich auf die Projekte vorbereiten kann.

Und da wird es ja in der U-Bahn Station Karlsplatz beginnen, denn da gibt es ja die „Röhren“ von Peter Kogler, die vielleicht aufzeigen wollen, wie es hinter so einer U-Bahn Station aussehen kann.

Dann sind wir mit der U 2 zur Station Krieau hinausgefahren, dort wo immer die „Buch-Wien“ stattfindet und sich auch die neue WU-Befindet, wo der Alfred arbeitet, da gibt es gleich zwei Projekte, dicht nebeneinander, nämlich „Totem modern“ vom französischen Künstler Honet und dann die „3 Brothers“ von Speto.

Wir haben uns noch ein anderes Kunstwerk angesehen, das sich auf der anderen Straßenseite befand, von uns aber nicht beschrieben wurde und sind dann mit der U-Bahn weiter bis zur Station Aspern-Nord gefahren, wo es die „Aspern Affairs“ von Stephan Huber, nämlich zwei große Wandprojektionen mit dem Plan von Wien um 1809 beziehungsweise 1912, gibt.

Das ist das Programm, was auch am 30. April ablaufen wird. Interessiert geworden? Dann den Termin vormerken und hinkommen. Ich freue mich, wenn wir großen Zulauf haben und das wird wahrscheinlich der letzte Spaziergang sein, weil die Ruth nicht mehr, wie eigentlich geplant im nächsten Jahr noch einen dritten einreichen möchte.

 

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