Literaturgefluester

2019-08-19

Roda Roda-Abend

Lesetheater

Lesetheater

Ich würde die Montage im Sommer ja am liebsten in Harland verbringen, aber da gibt es auch die Sommer-Lesetheaterreihe im Weinhaus Sittl, bei der wir heuer schon das vierte Mal waren und heuer das erste Mal ein bißchen mit Regen.

Da wir schon am Vormittag nach Wien gekommen sind, ich von der Post ein Buch-Paket, Ildiko von Kürthys „Es wird Zeit“, abholen mußte und von der Anna auch eine Kaffee-Gutschein für das „Sonnentor-Geschäft“, in der Neubaugasse bekommen habe, bin ich um vier Uhr, als ich meine Mails erledigt und die Wäsche aufgehängt hatte, losgegzogen und habe die Gelegenheit gleich für eine kleine Bücherkastentour genützt, hat doch Elsiabewth von „Leselustfrust“ auf Instagram gepostet, daß es am Ceija Stojka-Platz einen neuen Bücherschrank gibt, der sieht fast genauso aus, wie der in der Grundsteingasse, ob er von Frank Gassner oder von jemanden anderen ist, weiß ich nicht, ich bin aber noch in die alte Buchhandlung in der Lerchenfelderstraße gegangen, die vor dem Geschäft immer ein paar Kisten hat, wo es eigentlich sehr oft ein Euro Buch gibt oder jeweils eines und das was ich mir heute dort kaufte war Svena Leibers „Das letzte Land“, jetzt muß ich das alles noch lesen und als ich um drei viertel Sechs das Weinhaus Sittl betrat, hatte Susanna Aschner gerade alles besetzt.

Ich habe aber trotzdem einen ganz guten Platz erhalten und bin eigentlich kein Fan des Alexander Friedrich Ladislaus Roda Roda, der eigentlich als Sandor Friedrich Rosenfeld 1872 in Mähren geboren wurde, aber seinen jüdischen Namen verbergen wollte.

Am 20. August 1945 also ziemlich zeitgleich ist er in New York gestorben und war der Schwiegervater von Ulrich Becher von dem ich ja schon einiges gelesen habe und war ein Kabaretist und Autor von humoristischen Romanen, was ich ja nicht so unbedingt mag, trotzdem kann ich mich erinnern, daß ich schon einmal bei einer Veranstaltung im Literaturhaus war und es war dann gar nicht so lustig, wie ich erwartet habe, sondern eigentlich ganz interessant oder aphoristisch.

Eine Dame ist auf ihre vier Buchstaben hingefallen, ich habe nachgerechnet und gedacht aha „Popo“, denn eigentlich wären es ja fünf, das war dann auch die Pointe und ein Militär konnte sich den Namen eines neuen Leutnants der Fintern hieß, nicht merken, die Eselbrücke war dann Hintern mit F und der Kommantant brüllte „Leutnant Farsch!“ und so weiter und so fort.

Es gab eine Pause und danach fing es an leicht zu regnen, so daß der Programmablauf beschleunigt wurde und ich wieder ein bißchen in die Humoristik der Vergangenheit eintauchen konnte, obwohl ich ja nicht so unbedingt ein Fan der Verarschung der Monarchie bin, aber dann war es wie schon geschrieben nicht so arg und in zwei Wochen, wo es wieder einen Joe Berger Abend geben wird, beziehungsweise ein Fest zu seinem achtzigsten Geburtstag, werden wir wahrscheinlich noch einmal zum Abschluß der Lesetheater Sommerlesereihe gehen.

2 Kommentare »

  1. Liebe Frau Jancak, seit einiger Zeit verfolge ich Ihren Blog. Dabei ist mir aufgefallen, dass Sie immer wieder in offenen Bücherkästen nach Literatur suchen. Was mich interessiert: Stellen sie auch manchmal Bücher in solche Kästen? Können Sie sich von Büchern trennen? LG, Sascha Wittmann

    Kommentar von Sascha Wittmann — 2019-08-20 @ 07:59 | Antworten

  2. Ja, schon, meistens die Eigenen! So kommt seit einiger Zeit immer das Neueste nach Erscheinen hinein und im Dezember werde ich vermutlich wieder eine Adventkalender-Aktion machen. Das heißt immer ein Buch, wenn ich an einem der Schränke vorüber komme und nicht darauf vergesse, was schon vorgekommen ist und dann die, die ich doppelt habe.
    Sonst gehöre ich eigentlich zu den Bücher-Sammlern und das tue ich schon lang, länger als es die Schränke gibt, habe das wahrscheinlich von meinen Eltern so mitbekommen, deren Bücherkasten im Wohn-Schlafzimmer für mich eigentlich ein Heiligtum war.
    Vom Büchertrennen, obwohl das jetzt sehr modern ist, halte ich also nicht so viel, sehe eigentlich, solange man noch Platz hat, was natürlich langsam zum Problem wird, auch keinen Sinn darin!
    Fein von Ihnen etwas zu hören, kommen Sie zum Volksstimmefest? Da lese ich am Samstag den 31. 8. ab 15 hr auf der Sigi Maron Bühne auf der Jesuitenwiese.
    Ansonsten sehen wir uns vielleicht im Cafe Westend wieder! Luis Stabauer hat mir da ja gestern die Einladung für die nächste Veranstaltung geschickt!

    Kommentar von jancak — 2019-08-20 @ 08:50 | Antworten


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: