Literaturgefluester

2019-09-12

Caroline Pichler und Margit Schreiner

Die „Autorinnen feiern Autorinnen-Veranstaltung“ gibt es seit 2014, seit Julia Danielczyk das Literaturreferat der Stadt Wien übrnommen hat, da hat Marlene Streeruwitz den Festvortrag über Berta von Suttner gehalten.

Dann waren Betty Paoli, Marie von Ebner Eschenbach, Mela Hartwig und im Vorjahr Jeannie Ebner an der Reihe und heuer wurde Caroline Pichler fast pünktlich zu ihrem zweihundertfünzigsten Geburtstag gefeiert und neu war diesmal, daß es schon am Nachmittag ein Begleitprogramm in den Musiksammlungen in der Bartensteingasse gegeben hat.

Da haben Elisabeth Grabenweger, Johann Sonnleitner und Wynfried Kriegleder Vorträge aber das Leben der  1769 geboroenen Schriftstellerin, deren Mutter Vorleserin bei Maria Theresia war, gehalten.

Sie hat sechzig Romane geschrieben, Johann Sonnleitner hat über ihre Briefromane, dieses ausgestorbene Genre, referiert und Wynfried Kriegleder über die historischen Dramen und Romae etwas erzählt.

Dann gab es nicht nur Kaffee un kleine Kuchenstücke in der Pause, sondern zwischen sechs und sieben ein so großes Buffet, daß die Reste in das Rathaus in den Staatssenatsitzungsaal, wo der Festvortrag stattfand, hinübergetragen wurde.

Die angekündigte Stadträtin fehlte, weil gleichzeitig der ehemalige Bürgermeister Michael Häupl seinen siebzigsten Geburtstag feierte. So hat Julia Danielczyk eröffnet.

Es gab wieder eine Sonderausgabe der „Furche“ in der ein Teil der Festrede „Was können wir vom Leben und der Literatur mehr verlangen, als zu verstehen“, unter der Überschrift „Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau“, abgedruckt war.

Die ganze Festrede, vom „Mandelbaum-Verlag“ herausgegeben, gab es diesmal auch zum Mitnehmen und der Vortrag der 1953 in OÖ geborenen Margit Schreiner die mit ihrem „HausFrauenSex“ berühmt wurde und deren letztes Buch „Kein Platz mehr“ mit dem sie im Vorjahr auf der ÖstList stand, ich gelesen habe, war sehr spannend, auch sehr zeitnah und interessant, erwähnte sie doch, daß die Biedermeierdichterin, die erste Frau war, die von ihrer Kunst leben konnte und erzählte, daß sie trotz ihrem traditionellen Weltbildes so progressiv war, daß sie jährlich mit ihrem Freundinnen sich für einige Wochen auf Schreiburlaub nach Ungarn zurückgezogen hat.

Interessant etwas von der Autorin von der ich bisher nur den Namen kannte und die sich, wie Margit Schreiner ebenfalls erwähnte, 1843 umgebracht hat.

In „Wikipedia“ steht, daß sie an Altersschwäche gestorben ist. Sie war eine bekannte Saloniere und wurde in ihrem Werk und wahrscheinlich auch in ihrem Leben sehr von den Napoleonischen Kriegen und Feldzügen beeinflußt. Ihre Werkte sind, wie Julia Danielczyk am Schluß erwähnte vergriffen, man kann sich aber in die Festrede einlesen.

Nachher gibt es, wie, glaube ich seit drei Jahren Wein und den Rest des Buffets und ich bin zum Ballhausplatz hinüber gegangen, wo es das erste Mal seit dem Sommer wieder eine Widerstandsdemo gegeben hat, wo ich den Alfred getroffen habe, der mir die „Volksstimmeantologie“ von 2017 „Von der Ordnung und der Unordnung der Welt“, die mir eigentlich Christoph Kepplinger aus Kostengründen vors Rathaus bringen wollte, übergeben hat, in der die „Fabi-Szene“ aus der „Unsichtbaren Frau“ enthalten ist, die eigentlich ganz gut zu der Widerstandsdemo passt.

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