Literaturgefluester

2019-10-20

Hier sind Löwen

Buch vierzehn des dBps Katerina Poladjans „Hier sind Löwen“, schließt sich eigentlich ziemlich nahtlos an Alexander Osangs „Das Leben der Elena Silber“, an, wurde die Autorin, die armenische Wurzeln hat und schon beim „Bachmannpreis“ gelesen hat doch 1971 in Moskau geboren und sie hat auch einen Familienroman, in dem es um Wurzeln und die Herkunft ihrer Familie geht, geschrieben.

Die Buchrestauratiorin Helen oder Helena Mazavian, Tochter der Künstlerin Sara, die sie ohne ihrem deutschen Vater allein aufgezogen hat und sie als Kind dadurch verstörte, daß sie ihre Puppen und Stofftiere zerschnitt und neben die Fotos toter armenischer Kinder performiertte, reist nach Jerewan, um dort eine bestimmte Art der armenischen Buchbindekunst zu erlernen.

Sie solle eine Bibel restaurieren und findet in ihr einen bestimmten Satz.

„Hrant will nicht aufwachen!“

Das veranlaßt sie nach ihrer eigenen Familie zu forschen, um herauszufinden, wie das mit ihrer Großmutter war.

Das bleibt aber vage und unbestimmt, weil sie eigentlich keine Informationen dazu bekommt und auch keine wirklichen Spuren findet.

Sie, die in Deutschland ihren Freund zurückgelassen hat, nimmt in Jerewan eine Beziehung zum Sohn der Chefin des Archivs auf, einem Soldaten, der im Laufe des Romans stirbt und die fiktive Geschichte von zwei Kindern, denen die Bibel gehört haben könnte und die mit ihnen während des Völkermordes zu flüchten versuchten und die Helenes Vorfahren sein könnten, wird auch immer wieder eingestreut.

Eine ähnliche vage Geschichte, wie die von Alexander Oslang, die aber doch ein wenig einführt in die armenische Geschichte, die Suche nach den Wurzeln ihrer Familie, die aber auch Helen nicht wirklich findet, wie sie auch ein wenig vage, widersprüchig und undefiniert geschildert wird, die aber doch einen interessanten Einblick und die Motivation geben kann, sich weiter mit der Geschichte der Armenier zu befassen und da habe ich ja erst heute einen Roman darüber im Bücherschrank gefunden, den ich mir aus genau diesem Grund mitgenommen habe und ein Sachbuch über den Völkermord in Armenien habe ich auch einmal zum Geburtstag bekommen.

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