Literaturgefluester

2020-03-08

Hörstücke

In der „Alten Schmiede“ gibt es derzeit ein „Hör!Spiel!Festival“ und es gibt überraschenderweise auch Termine am Sonntag, was eigentlich unüblich ist, aber heute fand ab drei, die Präsentation von drei Stücken von Hörspielautoren in voller Länge statt, die dann am Dienstag und am Donnerstag in einem Gespräch und Hörspielproben präsentiert werden.

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, keine so besondere Hörspielfreundin, habe mir die letzte „Hörspielgala“ und Raphaela Edelbauers „Darling“ war auch auf der Nominierungsliste der 2019 gesendeten Hörspiele, ist aber nicht unter die ersten zehn gekommen.

Jetzt steht die junge Autorin, die an der Sprachkunst studierte und mit ihrem zweiten Buch gleich sowohl auf die deutsche als auch auf die österreichische Shortlist gekommen ist, aber am Dienstag am Programm des Hörspielfestivals, denn sie hat an der Angewandten, wo sie ja studierte gemeinsam mit Frieda Paris in der Klasse von Orhan Kipcak ein Hörspiel produziert und das wurde heute Nachmittag in voller Länge vor, sagen wir einmal, eher spärlichen Publikum präsentiert.

Aber Frieda Paris war da, die auch am Programm stand und bei der ich mich wegen Christl Fallenstein erkundigte, die sie ja gemeinsam mit einem anderen Sprachkunststudenten betreut und die unterhielt sich vor Beginn mit Annalena Stabauer, die die Veranstaltung moderierte, über die Doktorarbeit ihrer Mutter, die sie in ihr Hörstück einbaute.

Also zuerst die beiden Hörstücke der zwei Sprachkunststudentinnen. Raphaela Edelbaues Stück, das sie gemeinsam mit Corina Cinkl, produzierte und in ihm auch eine Autorin namens Raphaela Edelbauer auftreten läßt, heißt „Darling (Aus der Reihe das kryptische Journal“ und beschäftigt sich mit den verschiedenen Überwachungs und Verschlüßelungstechniken, ist also hoch aktuell, auch wenn es zeitweilig in der Vergangenheit spielt.

Und Frieda Paris hat in „Ruhepuls, Rom“, hat, wie schon geschrieben, die Doktorarbeit ihrer Mutter verarbeitet, die sich mit den Täterprofilen von Mördern beschäftigte und die Beziehung zu ihren Opfern herausarbeitete und das hat Frieda Paris, die wie Annalena Stabauer in der Einleitung erwähnte, an einen experimentellen Roman schreibt, auch sehr experimentell gelöst.

Sie zitiert nämlich stellenweise Passagen aus der Arbeit und läßt sie dann in die Liebesgeschichte eines Paares einfließen, das in Rom spazieren geht.

Zwischen den Stücken gab es jeweils eine Pause, in denen ich mich auch mit Frieda Paris unterhielt, beziehungsweise meine Jonas Lüscher „Poetikvorlesungen“, die eigentlich ganz gut dazu passte, weiterlas und dann folgten zwei Hörstücke von Oswald Egger die er mit Iris Drögekamp produziert hat, mit der am Donnerstag ein Portrait haben wird, beziehunsweise dann von Bodo Hell vorgestellt wird und ich kenne den 1963 in Südtirol geborenen, glaube ich, von meiner Zeit als ich in der GAV-Jury war, beziehungwweise hat er da, glaube ich, eine Laudatio für den „Jandl-Preis“ gehalten oder den solchen bekommen, ich habe ihn auch schon in der „AS“und im Literaturhaus gehört und auf der österreichischen Buchpreisliste ist er auch schon gestanden.

Ebendfalls ein experimenteller Dichter und schwerer zu verstehen, als die beiden Vorgängerinnen, würde ich meinen.

Das erste Stück hieß „Linz und Lunz“ stammt aus dem Jahr 2013 und beschäftigt sich auf eben diese experimentelle Art mit dem dichter Lenz, das zweite geht in die Natur hinaus, heißt von „Drehen und Wenden der Blätter“ und wurde 2006 produziert.

Mal sehen, ob ich am Donnerstag in die „AS“ gehe, da wir ja nicht nach Leipzig fahren, hätte ich ja Zeit, am Dienstag werde ich wahrscheinlich die „Gesellschaft für Literatur“ vorziehen, denn da werden Gedichte von Szilard Borbely präsentieren, über die ich mich schon mit Stephan Teichgräber unterhalten habe.

Mal sehen, nach der Veranstaltung bin ich jedenfalls in den zweiten Bezirk in „Magdas Hotel“ gegangen, wo zum „Internationalen Tag der Frau“, der ja heute ist, eine Sandra, die Obdachlosenführungen macht, zur „Frau des Jahres“ gekürt wurde.

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