Literaturgefluester

2020-03-09

Ins Wort fallen zum Frauentag

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:50
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Helga Pregesbauer

Helga Pregesbauer

Gestern war der „Internationale Tag der Frau“, was in Zeiten, wie diesen, wo die Rechten gegen das Gendern und die Bundehymne „Heimat bist du Töchter, Söhne!“, natürlich, selbstverständlich, hetzen, höchstwahrscheinlich besonders wichtig ist, obwohl das Corono-Virus und die Kriminalisierung in da man durch es geraten kann, sowie den Füchtlingsansturm an der griechischen Grenze, die Tagesthemen bestimmen und ich war diesbezüglich schon am Freitag im Amerlinghaus, wo die arabischen Frauen von ihren Männern Rosen bekamen und schön geschmückt in glänzenden Kleidern mit Kopftuch oder auch ohne, ihre Bilder und Puppen ausstellten und ihre Gedichte lasen und dann am Sonntag in Magda Hotels bei der Ehrung der „Frau des Jahres“ durch die Grünen, wo es ein tolles Buffet und ein Gespräch mit Cornelia Stahl gab, die mich jetzt endlich doch zu interviewen scheint, was sie mir ja schon vor Jahren auf einer dieser anderen Buchmesse versprochen hat, sich dann aber offenbar durch meine selbstgemachten Bücher abschrecken ließ und heute hat Helga Pregebauer, die ich einmal auch schon vor Jahren bei einer von Günther Vallaster organisierten Lesung im „Read!!ing!!room“ kennenlernte und sie  bezüglich ihrer Aufnahme in die GAV ein wenig unterstützen konnte, unter dem Motto „Frauen die ins Wort fallen“, zu einer Lesung ins Literaturhaus eingeladen

Gertraud Klemm

Gertraud Klemm

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

und dazu Ruth Aspöck,  Gertraud Klemm, Daniela Meisl und Marlen Schachinger eingeladen, Frauen also, die mit ihrem Feminismus eine gewiße Berühmtheit erlangten, während ich ja diesbezüglich unbekannt geblieben will, aber die 1977im Waldviertel geborene Helga Pregesbauer mokierte, die Blumen, zu deren Geschenktag der Frauentag inzwischen mutiert sei, aber starke Stimmen allemal im Literaturhaus trotz der Coronahysterie und die stärkste hatte auf jeden Fall, die 1971 in geborene Gertraud Klemm, die ich vor Jahren einmal bei den „Textvorstellungen“ hörte und die inzwischen aufgestiegen ist und Karriere machte, ihr Monolog den sie beim „Bachmann-Preis“ vorgetragen hat, hat mir ja nicht so besonders gefallen, aber ich habe „Aberland“ gelesen, das auf der Longlist des dBp 2015 stand, dann „Muttergehäuse“, das zuerst ja bei „Arovell“ erschien, zuletzt „Hippocampus“, das mir sehr gefallen und den Text der ihre Empörung über die schicke hippe Frauenministerin, die vom Feminismus nicht so viel hält ausdrückt, ist auch in dem bei „Kremayr und Scheriau“ erschienen „Haßbuch“ enthalten, das noch auf meinem Badezimmerlesestapel liegt.

Daniela Meisel

Daniela Meisel

Marlene Schachinger

Marlene Schachinger

Dann las sie aber aus ihrem gerade entstehenden neuen Roman, wo es auch um den Feminsmus und starke Frauen geht. Dann folgte schon Ruth Aspöck, eine Mitbegründerin der „Auf“ und der 1970-Frauenbewegung, die glaube ich Texte aus ihrem „Uratbuch „und der ganze Zauber nennt sich Wissenschaft“ las, das auch irgendwo in meinen Regalen liegt.

Die 1977 geborene Daniela Meisl, die ich vor cirka einem Jahr bei den „Wilden Worten“ kennenlerne, die ich übrigens heute versäumte und deren damals vorgestelltes Buch auf meiner heurigen Leseliste steht, hatte ich eigentlich gar nicht für eine so besondere Feministin gehalten, sie las aber einen Text über eine Frau, die sich mit der Sprache auseinandersetzt und Helga edPregesbauer, die nicht extra gelesen hat, gab zu den Vorstellungen der Autorinnen immer zwischendurch Kommentare, wie Frauen und Männer oder Mädchen oder Buben ungleich behandeln werden. Beim Mann heißt es beispielsweise sein „starkes Stück“ bei der Frau „Scham“ und der Mann ist ein Don Juan die Frau eine Hure, etcetera und Marlen Schachingers literarischen Aufstieg habe ich auch hautnahm verfolgt. Ihr erstes Buch ist in der „Eition die Donau hinuter“ bei der Ruth erschienen, inzwischen hat sie ein narratives Institut, mehrere Bücher geschrieben, eine Frauenvorlesung im Rathaus gehalten und sie brachte auch einen starken Text über das Gendern beziehungsweise über die rolle oder die Ungleichheit der Frau um Literaturbetrieb.

Nachher gab es wieder Wein und Gesprächen, wie haben uns mit Erika Parovsky, die gerade von Israel zurückgekommen ist und Helene Hoffmann unterhalten, die alle sehr begeistert von dieser starken Frauenlesung waren und jetzt muß ich weiter meinen starken Frauenalltag leben und wenn ich dabei ein bißchen literarisch auffallen kann, würde mich das sehr freuen.

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