Literaturgefluester

2020-03-18

Das Andere

Jetzt kommt, was bei mir nicht sehr oft passiert, ein absolut unverlangt zugeschicktes Buch, meistens werde ich vorher angefragt, das, glaube ich, neunte Buch, des 1968 in Salzburg geborenen Peter Simon Altmanns, von dem ich, glaube ich, noch nichts gehört habe, obwohl es in der GAV einen Gerhard Altmann gibt, mit dem ich ihn zuerst verwechselt habe.

Peter Simon Altmann steht auf seiner „Wikipedia-Seite“ hat Theologie und Philosphie studiert, unternimmt regelmäßige Reisen nach Chinas und Japan, die sein Werk, wie auch sein zueltzt erschinenes Buch, das in der kleinen Edition <laurin,von der ich, glaube ich, aucvh noch nicht sehr viel gelesen habe, erschienen ist, außerdem hat er auf der Liste Kurz bei den letzten Wahlen kanditiert.

Und das Buch ist sehr interessant, schildert es doch die Sinnsuche eines, würde ich meinen, eher Unsympathlers, Jakob Waltz, ein erfolgreicher Geschäftsmann, geschieden, steigt nach einem Herzinfark, den er gut überlebt, aus seinem gewohnten Leben aus und begibt sich auf die Suche nach einem anderen.

Dafür fliegt er, was jetzt warhscheinlich nicht mehr so gehen wird, das Buch spielt um den Jahreswechsel 2018/2019 und wurde wahrscheinlich im letzten Jahr geschrieben, ständig zwischen China und Salzburg, beziehungsweise Deutschland hin un her, besucht dort die verschiedenen Massagesalon, kann oder will aber keine tieferen Beziehungen zu Frauen aufbauen, hat auch den Kontakt zu seinen Kindern abgebrochen und läßt sich von den Romanen von Stendhal, beispielsweise von dem berühmten „Rot und Schwarz“ oder der „Kartause von Parma“ inspierien.

Peter Simon Altmann scheint sich in der Literatur sehr auszukennen, hauptsächlich wird er aber, beziehungsweise sein Held von den Büchern eines französischen Arzt und Autors der 1919 gestorben ist und der den Begriff des „Anderen“ prägte, inspiriert.

Peter Simon Altmann hat ihn als die Vorlage für seinen Roman genommen. Sein Held jagt seinen Ideen nach, versucht zu dem Anderen zu kommen, kann es aber, füge ich hinzu, weil beziehungslos und wahrscheinlich bindungsunfähig, nicht finden.

Äußerlich geht es dem Frauenhelden, der egoistisch glatt  durch das Leben fliegt, sehr gut. Er erbt von einer Tante ein altes Hotel in Bad Reichenhall, verkauft es, kauft dafür zwei Wohnungen in Salzburg, die er nicht bezieht, sondern, als Anlage versteht und reist so, ohne arbeiten zu müssen, nach der Suche nach dem Leben durch die Welt, beziehungsweise durch Fernost.

Darüber kann man wahrscheinlich in Zeiten, wie diesen, in der Lesequarantäne herrlich spekulieren und Schlüße für sein eigenes Leben zu ziehen, so daß ich sehr froh darüber bin, mit Buch und Autor Bekanntschaft gemacht zu haben.

Kommentar verfassen »

Du hast noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: