Literaturgefluester

2020-04-05

Ostern in Coronazeiten

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:32
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Ostern naht und das ist für mich ja immer eine sehr strukturierte Zeit, wo wir am Wochenende vor der Karwoche nach Harland fahren, dann meistens am Karfreitag wieder und dort die Osterfeiertage verbringen, also Radfahren, auf die Rudolfshöhe, beziehungsweise ins Donaugasthaus nach Traismauer und vorher am Samstag auf den Markt, etcetera, in den sechs Wochen vorher, also von Aschermittwoch an durch die Fastenzeit, räume ich die Ostersachen aus dem Keller heraus und drapiere sie im Vorzimmer, etwas was ich Vorjahr sturzbedingt ausgelassen habe, weil ich mit dem Gips nicht in den Keller gehen wollte und das Bärlauchpflücken, das ja auch zu den Osterritualen gehört, ist auch ausgefallen, dennals wir am zehnten März auf die Rudolfshöhe gefahren sind, hatte ich das Messer und das Plastiksackerl mit, um das am Rückweg zu tun, bin aber da mit dem Hubscharauber ins Spital geflogen worden und dort war schon alles osterlich dekoriert.

Das war es übrigens, füge ich hinzu, auch im AKH, als damals die kleine Anna ihre Operation dort hatte und auch einige Zeit im Spital verbringen mußte, das ist lange her und heuer gibt es Osterdekorationen im Vorzimmer, denn die haben wir vor einigen Wochen schon heraufgeholt, als der Alfred in den Keller wollte, um dort nach der Bohrmaschine zu suchen, weil wir die Bücherregale, die wir gekauft haben, noch anschrauben müßen.

Seither war ich nicht mehr in Harland, zum Bärlauchsammeln bin ich an dem letzten Montag bevor wir von dort zurückgefahren sind, aber doch gekommen, weil wir da erst später nach Wien gefahren sind, da der Alfred für seine Mutter zum Arzt mußte, da war der Bärlauch aber noch am wachsen, es gab erst die ersten Spitzen, also nur eine Portion mit Schinken,  Spiegelei und Rösti und seither bin ich, wie erwähnt nicht mehr nach Harland gekommen, denn wir wollten ja die Woche darauf nach Leipzig fahren, Corona bedingt ist das ausgefallen, die Woche darauf oder die übernächste wollte der Alfred seine Cuba-Gruppe zum Essen einladen, ist auch Corona bedingt ausgefallen und der Alfred ist nur ein paar Freitage oder an einem Montag dort gewesen, weil da der Betreuerinnenwechsel war und das ist ja Corona bedingt auch sehr schweirg, weil die Slowakei ja ihre Grenze zu hat und die Betreuerinnen, wenn sie zurückkommen vierzehntage in Quarantäne müßen.

Nun gut, nun ja, seither hat sich viel verändert und das Leben hat sich auf den Kopf gestellt, das habe ich in meinen Tagebuchberichten ja beschrieben.

Man soll nur, wenn unbedingt nötig aus dem Haus, die Karwoche betrifft das wohl auch und die hagt ja, für mich ihre besondere Bedeutung, so kann ich mich zum Beispiel an das Jahr 2007 erinnern, wo wir nach Ostern mit Ruths  Dichterkarawane von Ybbs nach Regensburg mitgefahren sind und vorher kann ich mich erinnern, bin ich in Wien an meinem Schreibtisch gesessen und habe eine Aussendung gemacht, weil ich nachher eine Lesung hatte und habe auch ein paar St. Pöltner bekannte angeschrieben, um mit ihren vorher das Ratfahren einzuüben und für den Abend habe ich mir ein besonderes Programm ausgesucht und bin da in der Karwoche in Ermagelung eines literarischen auch öfter in die „Alte Schmiede“ zu den Musikprogrammen gegangen.

Das fällt heuer weg, weil man die Veranstaltungen schon für den ganzen April abesagt sind und auch nachher wahrscheinlich nicht so stattfinden werden, die „Literatur und Wein“ ist abgesagt, da wären wir heuer zwar ohnehin nicht hingegangen und auch, der  „Bachmannpreis“, sollte abgesagt werden, was aber wohl wirklich unnötig wäre, weil man ja einen Preis. wie diesen, wirklich sehr gut und leicht online durchführen kann.

Aber zurück zu Ostern, wo ja  wieder der  Osterspaziergang um den Viehofnersee ausfällt, der ist im Vorjahr auch ausgefallen und da nicht einmal Gips bedingt, weil er im Vorjahr mit der „Literatur und Wein“ zeitgleich stattgefunden hat und da hatten wir schon Karten und da bin ich trotz Gips gewesen.

Ob wir nach Harland fahren ist auch nicht so sicher, denn man soll sich ja nicht so viel hinausbewegen und auch keine Verwandten treffen, also weder das Baby, das ja bald zu laufen anfängt, noch die über achtzigjährige Schwiegermutter, die wahrscheinlich am gefährdestens ist, aber ohnehin nicht mehr aus dem Haus geht, sondern ihr Leben schon sehr lange im Bett, beziehungsweise in der Küche oder höchstens auf der Terrasse verbringt.

Also sehr interessant Ostern zu Hause zu verbringen, wo man den Kindern die Ostereier und die Osterhasen im Zimmer oder auf dem Balkon versteckt und die Osterspaziergänge fallen aus, das Radfahren in Harland wahrscheinlich nicht, in Wien bliebe mir der kleine Garten mit Terrasse, aber da setze ich mich momentan eher nicht hinaus, weil, Pech, wie ich habe, mein Computer beziehungseise, die Stromversorgung wieder ihren Geist aufgibt und man den ja jetzt wahrscheinlich nicht so einfach nachkaufen kann, ich also sehr vorsichtig sein sollte und ich außerdem auch sehr viel oe24 höre, was die Nachbarn stören würde.

Also auf in das Osterfest mit Corona. Voriges jahr ist ja der Gips nach Ostern hinuntergekommen und das normale Leben hat wieder angefangen. Heuer höre ich überall, wird das wahrscheinlich nicht so sein.

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