Literaturgefluester

2020-07-18

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim „Spar“ ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum „Hager“ auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die „Dora Faust“ bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil „Eigenverlag, nein, wir wissen schon!“

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer „Etcetera-Präsentation“ in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim „Hager“ Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das „Rotbraun-karierte Notizbuch“ langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

4 Kommentare »

  1. Der Regen war heut´ wirklich stark,
    d´rauf reimt sich leider nur der Quark.
    Wir aber sagen ja der Topfen,
    d´rauf reimt sich dann der Regentropfen.
    Am Markt zu stehen in der Nässe,
    das tun nur Dichter in voller Blässe.
    Die Sonne stecken sie in Poesie,
    wie alle Leute ticken die Poeten nie.
    St. Pölten ist ein lyrisch Ort,
    es treffen sich maßgeblich Literaten dort,
    trinken Cidre, Bier und essen Wurst,
    haben auf Kaffee dann auch noch Durst.
    Die Literatur sie haben auf dem Herzen,
    und von der Bratwurst manchmal danach Schmerzen.
    Zu Hause dann sie in die Tasten tippen,
    womöglich dazu Rotwein nippen.
    So stellt man sich das Dichterleben vor,
    doch meistens ist das Schreiben nur ein Schuss ins eig´ne Tor.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2020-07-18 @ 17:46 | Antworten

  2. Meinst du uns mit den Literaten? Denn andere habe ich nicht gesehen! Das heißt, die Maria Seitz, die letzten drei Male, aber sonst wüßte ich gar nicht, wer dorthin kommen könnte? Die Riki vielleicht, die huscht da regelmäßig herum!
    War aber trotz Regen, ein ergiebiger Mittag, der für einen Artikel hergehalten hat.
    Außerdem bin ich sehr erleichtert, daß ich das mit dem Friseur jetzt hinter mir und wieder ein paar Monate Ruhe habe! Denn Morgen soll ja bekannt gegeben werden, ob es zu einer neuen Maskenplicht kommt! Vielen Dank auch mit dem Tip bezüglich deiner Friseurin, aber bei dem in der Wiener Straße, hat es sofort geklappt und Kaffee hat es auch gegeben!

    Kommentar von jancak — 2020-07-18 @ 18:54 | Antworten

  3. Ja sicher waren wir gemeint,
    denn uns die Literatur ganz eint.
    Die Riki ist die Plaudertasche,
    die gerne greift einmal zur Flasche,
    die Feder für das Texte schreiben,
    sie nimmt sie nicht, lässt das wohl bleiben.
    Maria Seitz schon ewig nicht gesehen,
    die bleibt wohl lieber bei der Riebler stehen,
    als mit uns an dem runden Tisch zu denken,
    Lakshimi* hat viel Liebe über Indoweisheit zu verschenken.
    Wir aber Literaten ganz banal,
    oh mein Geschreibe droht werden zum Fanal,
    das ich nicht will jetzt da entfachen,
    weshalb ich lieber doof tu´ lachen.

    *Lakshimi Maria Seitz – siehe Yoga-Lehrerin

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2020-07-18 @ 19:42 | Antworten

  4. Na dann schreiben wir weiter, habe gerade die neunte Szene von dem neuen Prjojekt für das ich noch keine wirkliche Handlung habe, beendet und gehe mit dem aktuellen Buch in die Badewanne, da habe ich gerade wieder eine besondere Neuentdeckung erwischt, also sei gespannt, vielleicht schaffe ich die Besprechung für den frühen Morgen!

    Kommentar von jancak — 2020-07-18 @ 20:48 | Antworten


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